Presseschau vom 28.07.2016

 

Quellen: Itar-Tass, Interfax, Ria Novosti, sputniknews, rusvesna.su, voicesevas.ru, hinzu kommen Informationen der Seiten dnr-online, lnr-portal, Novorossia, dnr-news, novorosinform u.a. sowie die offiziellen Seiten der Regierungen der Volksrepubliken dan-news, lug-info. Wir beziehen manchmal auch ukrainische Medien, z.B. BigMir, UNIAN, Ukrinform, KorrespondenT und die Online-Zeitung Timer aus Odessa ein.
Zur besseren Unterscheidung der Herkunft der Meldungen sind Nachrichtenquellen aus den neuen  Volksrepubliken im Donbass in Rot (dnr-online, lnr-portal, Novorossia, dan-news, lug-info, dnr-news, novorosinform u.a.) und ukrainische Quellen in Blau (BigMir, Ukrinform, UNIAN, KorrespondenT und Timer) gekennzeichnet.
Die Übersetzung russischer Medien erfolgt in schwarzer Farbe.

 

 

Abends / nachts:

 

 

News-front.info: Nach insgesamt 1.100 Kilometern Fußmarsch erreichen rund 80.000 orthodoxe Pilger ihr Ziel in Kiew
Rund 80.000 orthodoxe Gläubiger aus mehreren Regionen der Ukraine haben sich am Mittwoch vor der Mariä-Himmelfahrt-Kathedrale des Kiewer Höhlenklosters eingefunden. Im Vorfeld des 1.028. Jahrestages der Taufe der Kiewer Rus soll ein feierlicher Gottesdienst zelebriert werden.
Die Botschaft der Märsche war Frieden und eine Demonstration für ein Ende des Bürgerkriegs in der Ukraine. Auf ihrem Weg nach Kiew wurden die Marschierenden immer wieder von Nationalisten gestört, beschimpft und sogar angegriffen. Deshalb waren Berichten zu Folge heute 6.000 Sicherheitskräfte in Kiew eingesetzt, um ähnliche Vorfälle zu verhindern.
Zuvor hatten ukrainische Nationalisten mit einer Blockade der Prozession gedroht. Am Dienstag wurde die Prozession unweit der Hauptstadt von der Polizei vorübergehend gestoppt, weil entlang der Route Minenattrappen und echte Sprengsätze gefunden wurden. In Kiew mussten am Mittwoch etwa 100 Pilger wegen extremer Hitze in der ukrainischen Hauptstadt medizinisch behandelt werden.
Der Feiertag der Taufe der Rus wurde 2008 in der Ukraine und 2010 in Russland eingeführt. Dabei wird auch des Kiewer Großfürsten Wladimir gedacht, der sich am 28. Juli 988 nach byzantinischem Ritus hatte taufen lassen und das Christentum zur Staatsreligion erklärte. Die Kiewer Rus gilt als Vorläuferreich Russlands, der Ukraine und Weißrusslands.
Der von der Ukrainisch-orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats organisierte Kreuzzug von Frieden, Liebe und Beten für die Ukraine begann am 3. Juli im Heiligen Himmelfahrtskloster von Swjatogorsk im Osten und am 9. Juli im Heiligen Himmelfahrtskloster von Potschajew im Westen des Landes. Die beiden Prozessionen trafen sich am Vortag in Kiew.

 

 

Vormittags:

 

 

Ukrinform.ua: Der Metropolit von Kiew und der gesamten Ukraine, Patriarch der Ukrainisch-Orthodoxen Kirche – Kiewer Patriarchats, Filaret, ist davon überzeugt, dass sich jetzt günstige Bedingungen für die Anerkennung der Ukrainisch-Orthodoxen Kirche als unabhängig schaffen lassen.
Das erklärte er in seiner Rede bei den Feierlichkeiten anlässlich des Tages der Taufe der Kiewer Rus – Ukraine an der Wladimir Anhöhe, berichtet ein Ukrinform-Korrespondent.
„Wir müssen wissen, dass der Staat stark sein kann, wenn die geistlichen Grundlagen stark sein werden, und solche starke geistliche Grundlage für die Ukraine und für die Kiewer Rus war die Kirche. Und deshalb hat unser Feind Russland unsere ukrainische Kirche in zwei Teile gespaltet, wohl wissend, dass, wenn es keine einheitliche geistliche Grundlage geben wird, dann wird es keinen ukrainischen Staat geben. Aber wir verstehen das und versuchen deswegen, auf jede Art und Weise das ganze ukrainische orthodoxe Christentum in einer einheitlichen Kirche zu vereinen“, betonte der Patriarch.
Er dankte dem Präsidenten der Ukraine für seine Position in dieser Angelegenheit und versicherte auch, dass er künftig alles Mögliche tun wird, um das Ziel – die Vereinigung des ukrainischen orthodoxen Christentums in eine einheitliche Kirche – zu erreichen.

 

De.sputniknews.com: Trump will Krim als Teil Russlands anerkennen
Im Fall seines Sieges bei der Präsidentenwahl in den USA will Donald Trump die Schwarzmeer-Halbinsel Krim als Teil Russland anerkennen. Das erklärte der Präsidentenkandidat am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Florida.
„Ja, wir werden das unter die Lupe nehmen“, sagte Trump auf die Frage eines Journalisten. Zudem werde die von ihm geleitete US-Administration die Aufhebung der gegen Russland im Zusammenhang mit dem Ukraine-Konflikt verhängten Sanktionen erwägen. Details nannte Trump nicht.

 

Dan-news.info: Ukrainische Truppen haben in der letzten Nacht mit Mörsern der Kaliber 82 und 120mm das Territorium des Gewerbegebiets in der Nähe von Jasinowataja beschossen. Dies teilte eine Quelle aus den militärischen Einrichtungen der DVR mit.
„In der letzten Nacht hat die ukrainische Seite einige Male das Feuer auf das Territorium des Gewerbegebiets eröffnet. Vermutlich wurde mit Mörsern des Kalibers 120mm geschossen, seltener wurden auch Mörser des Kalibers 82mm verwendet“, sagte der Gesprächspartner der Agentur.
Nach Angaben der Quelle schoss der Gegner von den Positionen im Gebiet des besetzen Awdejewka. Informationen über die Folgen der Beschüsse werden noch eingeholt.

 

Lug-info.com:  Die Kiewer Truppen haben in den letzten 24 Stunden neunmal das Feuer auf die Positionen der Volksmiliz der LVR eröffnet. Dies teilte die Verteidigungsbehörde der Republik mit.
Das Dorf Kalinowo wurde fünfmal mit Granatwerfern, Panzertechnik und Schusswaffen von den Positionen der ukrainischen Truppen in Nowoswanowka, Troizkoje und Popasnaja beschossen.
Mit Granatwerfern und 82mm-Mörsern haben die ukrainischen Truppen dreimal das Dorf Kalinowka aus Richtung Nowoswanowka beschossen.
Das Dorf Molodjoshnoje wurde einmal mit Granatwerfern und Schusswaffen von den Positionen der ukrainischen Truppen in Popasnaja aus beschossen.
Verluste gibt es keine.

 

Gefunden auf der VKontakte-Seite der Volksmiliz von Novorossia: Im Internet tauchte ein Video der  Partisanen von Dnepropetrowsk auf. Sie haben sich darin an den SBU und die Einwohner der Stadt gewandt. Ihren Worten nach ist die Zeit reif, der ukrainischen Herrschaft auf dem Boden von Dnepropetrowsk ein Ende zu setzen. Sie riefen die ukrainischen Soldaten auf, die verbrecherischen Befehle (ihres Kommandos – Anm. d. Übers.) zu sabotieren. Vom ukrainischen Sicherheitsdienst forderten sie, die ukrainischen Radikalen vom „Rechten Sektor“, der UNA-OUN und anderen Gruppierungen festzunehmen.

 

Dan-news.info:  Die Ernte des Jahrs 2016 hat hohe Qualitätsstandards erreicht, der Bedarf der Landwirte an Saatgut wird zu 96%a abgedeckt werden. Dies teilte die Leiterin der Abteilung für Qualitätskontrolle und Zertifizierung von Saatgut der staatlichen Inspektion des Landwirtschaftsministeriums der DVR Sinaida Batizkaja mit.
„Die Ernte entspricht vollständig den besten Qualitätsstandards und kann auch als eigenes Saatgut verwendet werden. Sie deckt den Bedarf der Betriebe der DVR an Saat zu 96 Prozent ab“, sagte Batizkaja.
Die restlichen 4 Prozent sind zur Erneuerung der Sorten vorgesehen, wobei russische Partner den Landwirten der DVR helfen werden.

 

De.sputniknews.com: E-Mail-Skandal bei US-Demokraten: „Russische Cyber-Spur“ extra gelegt
Die Hacker, die das E-Mail-System der US-amerikanischen Demokratischen Partei geknackt haben, konnten die angebliche „russische Spur“ dabei absichtlich hinterlassen. Dies teilten die Vertreter des US-Nachrichtendienstes gegenüber der Agentur Reuters mit.
Den Experten zufolge, die namentlich jedoch nicht genannt werden wollten, konnten sich die Hacker durchaus auch absichtlich als Russen inszenieren, indem sie kyrillische Symbole in Metadaten hinterließen und ihre Tätigkeit während russischer religiöser und staatlicher Feiertage einstellten.
„Entweder waren diese Hacker allzu achtlos, was die Frage aufwirft, wie sie dann überhaupt so weit kommen konnten ohne entdeckt zu werden, oder sie wollten einfach zeigen, dass sie Russen seien“, so ein Geheimdienst-Vertreter.
Üblicherweise sei es dagegen immer schwieriger,  russische Hacker als solche aufzudecken – schwieriger als bei chinesischen. Gleichzeitig seien die russischen Hacker in den letzten zwei Jahren aber auch aggressiver und verfolgbarer geworden, besonders wenn sie versuchen, ihre Arbeit möglichst schnell zu erledigen.
Am 22. Juli hatte die Webseite WikiLeaks rund 20.000 E-Mails und Dokumente der US-Demokraten veröffentlicht, die darauf  hinweisen, dass  sich die demokratische Parteiführung im Zuge der Präsidenten-Vorwahl  nicht neutral verhielt und den innerparteilichen Rivalen von Clinton, Bernie Sanders, in Verruf bringen wollte.
Nach dem Hackerangriff hatte ein Sprecher des Wahlstabes von Clinton gesagt, die diesbezüglichen Server seien von russischen Hackern angegriffen worden. Dies sei ein Beweis für die Absicht Russlands, Donald Trump bei den Präsidentschaftswahlen zu unterstützen, hieß es. Der Wahlstab des Milliardärs hat diese Information entschieden zurückgewiesen.

 

Dan-news.info:  Fünf private Wohnhäuser wurden in der letzten Nacht im Verlauf des Beschusses durch die ukrainischen Truppen in Sajzewo im Norden von Gorlowka beschädigt. Dies teilte das operative Kommando der DVR mit.
Informationen über Verletzte werden geprüft.

 

De.sputniknews.com: Darum brach Issinbajewa vor Putin in Tränen aus
Russlands Stabhochsprung-Legende Jelena Issinbajewa hat via Instagram erklärt, warum sie bei der feierlichen Entsendung des russischen Olympia-Teams nach Rio in Anwesenheit des Präsidenten Wladimir Putin am Mittwoch in Tränen ausgebrochen ist.
„Ich konnte die Tränen der Demütigung nicht zurückhalten. Auch starke Frauen brechen manchmal aus und geben sich ihren Emotionen hin“, schrieb die Olympiasiegerin. Sie dankte ihren Fans für die „kräftige Unterstützung“, die „teurer als jeder Sieg“ sei.
„Was uns nicht umbringt, macht uns stärker“, ergänzte Issinbajewa noch.
Zu der feierlichen Entsendung der russischen Olympia-Auswahl nach Rio de Janeiro am Mittwoch im Großen Kremlpalast waren 114 Sportler eingeladen, darunter auch die Athletin Jelena Issinbajewa. Während ihrer Rede erzählte die zweifache Olympiasiegerin und Weltrekordlerin in Anwesenheit von Präsident Wladimir Putin unter Tränen, wie lange sie sich auf diese Spiele vorbereitet hätte, und wie man sie und viele andere letztendlich um einen großen Traum gebracht habe.
Nach Angaben von Issinbajewas Trainer, Jewgenij Trofimow, ist der Sportlerin angeboten worden, als Fahnenträgerin der russischen Mannschaft bei den Spielen in Brasilien aufzutreten. Es könne jedoch gut sein, dass Issinbajewa darauf verzichten werde, da „es ihr schwer fallen wird, den Wettbewerb danach von außen zu beobachten“, so Trofimow, zitiert von russischen Medien.

 

Dan-news.info:  Fast 24.000 Wohnhäuser und Objekte der sozialen Infrastruktur wurden während der militärischen Aggression der Ukraine in der DVR zerstört. Dies teilte heute der Pressedienst des Ministeriums für Bauwesen und Kommunalwirtschaft der Republik mit.
„Nach vorläufigen Angaben wurden während der Kämpfe in der Republik 17.803 private Häuser, 4233 Mehrparteienhäuser, 1676 soziale Objekte beschädigt“, teilte das Ministerium mit.
Dort wurde erläutert, dass viele Gebäude, die durch Beschüsse von Seiten der ukrainischen Streitkräfte zerstört wurden, nicht wiederaufgebaut werden können. Darunter sind 1793 Wohnhäuser des privaten Sektors und 60 Mehrparteienwohnhäuser. „Einige Siedlungen sind vollständig zerstört“, unterstrich das Bauministerium.
Während der ersten und zweiten Wiederaufbauetappe wurden 621 soziale Objekte wie in Ordnung gebracht, das sind etwa 37 Prozent der beschädigten.

 

De.sputniknews.com: Türkischer Ex-Premier gesteht: Ich gab Abschussbefehl gegen russische Su-24
Rund acht Monate nach dem Abschuss des russischen Su-24-Bombers in Syrien hat der türkische Ex-Premier Ahmet Davutoğlu eingestanden, den Abschussbefehl dazu erteilt zu haben. Vor seinem Rücktritt im Mai hatte der 57-Jährige jede Verwicklung in den Vorfall, der die Beziehungen Ankaras mit Moskau schwer belastet hatte, stets abgestritten.
Sein Befehl bezog sich jedoch nicht konkret auf den russischen Jet, so Davutoğlu in einem Interview des Fernsehsenders NTV. Er habe am 10. Oktober befohlen, alle Flugzeuge abzuschießen,  die in den türkischen Luftraum eindringen sollten, zitierte ihn die Zeitung „Hurriyet Daily News“
Der russische Jagdbomber Su-24 wurde am 24. November abgeschossen, als er im syrischen Grenzgebiet Stellungen der Terrororganisation Daesh (auch Islamischer Staat, IS) angriff. Nach türkischen Angaben verletzte die Maschine die türkische Grenze. Russland bestritt das. Die Su-24 stürzte auf syrischem Territorium ab. Einer der beiden Piloten wurde von Rebellen erschossen, als er am Fallschirm hing.
Der Abschuss belastete die bilateralen Beziehungen Staaten schwer. Russland verhängte Sanktionen gegen die Türkei. Seit Juni 2016 sind beide Staaten wieder auf Normalisierungskurs, nachdem sich Erdogan formell für den Abschuss des Jets und den Tod des Piloten entschuldigt hatte. Gestern wurde bekannt, dass Erdogan Anfang August zu Gesprächen mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin nach Russland kommen wird.

 

Dnr-news.com: Auf seinen Karten „dekommunisierte“ Google die Städte der Kriim
Der Dienst Google Maps ornete sich der Kiewer Regierung unter und „dekommunisierte“ die Namen der Ortschaften auf der Krim.
So wurde beispielsweise die Stadt Krasnoperekopsk als Jana Kapa ausgewiesen, Krasnogwardejskoje wurde zu Kurmanow, Kirowskoje verwandelte sich in Islam-Terek und Sowetski in Itschki.
Die Änderungen finden sich sowohl in der ukrainischen als auch in der russischen Version von Google Maps.

 

Dnr-news.com: Die Behörden derKrim reagierten auf die „Dekommunisierung“ der Republik auf den Karten von Google Maps
Die „Dekommunisierung“ der Ortschaften der Krim auf den Google-Karten komme einem topographischen Kretinismus nahe, sagte der Vize-Primier der Krim-Regierung, der Minister für Innenpolitik, Information und Kommunikation Dimitri Polonski.
„Diese Menschen leiden wahrscheinlich unter topographischem Kretinismus und, nachdem sie alles umbenannt haben, denke ich, wird sich ihre Krankheit noch verschlimmern, aber das ist ihr Problem. Russland hat seine eigenen Kartendienste und wir müssen Google nicht unbedingt nutzen, um uns zu orientieren“ erklärte Polonski.
Seiner Meinung nach führe „dies alles nur zu einem Weggang der russischen Nutzer der Kartendienstleistungen, die Google gehört“.
„ir nennen unsere Städte und Dörfer so, wie sie tatsächlich heißen, und nicht so, wie irgendjemand es möchte“, betonte der Vize-Premier.

 

 

Nachmittags:

 

 

Lug-info.com: Pressekonferenz des offiziellen Vertreters der Volksmiliz der LVR Major Andrej Marotschko (Zusammenfassung mehrerer Meldungen)
Tschetschenische Terroristen aus dem Dshochar-Dudajew-Bataillon tun gemeinsam mit den Kiewer Truppen Dienst entlang der gesamten Kontaktlinie.
„Von unserer Aufklärung wurde festgestellt, dass in Staniza Luganskaja eine Abteilung tschetschenischer Söldner aus dem Dshochar-Dudajew-Bataillon stationiert ist“, sagte Marotschko und fügte hinzu, dass die Soldaten Dienst gemeinsam mit Abteilungen des Asow-Bataillons im Gebiet von Popasnaja, Starobelsk und Staniza Luganskaja tun.
„Im Gebiet von Bolotennoje, Staniza-Luganskaja-Bezirk, ist eine Abteilung tschetschenischer Söldner der terroristischen Organisation „Graue Wölfe“ stationiert“, teilte Marotschko mit.
„Im Bezirk Nowoajdar wurde die Ankunft einer nicht identifizierten Abteilung mit 30 Personen bemerkt. Die Gruppe bewegte sich mit vier Geländefahrzeugen Toyota Tundra mit 7-8 Personen in jedem. Sie hatten als Erkennungsabzeichen eine Wolfstatze und die Aufschrift „Schakale“, an der Uniform rote-weiße Streifen ohne Aufschrift“, sagte der Major.
Er unterstrich, dass diese Abteilung wahrscheinlich zu einer der privaten Militärkompanien aus Polen gehört.
„Im Gebiet von Mironowka, im Verantwortungsbereich des 1. Bataillons der 54. Brigade der ukrainischen Streitkräfte wurden zwei Panzer, drei Abwehrraketengeschütze und Granatwerfer bemerkt“, teilte der Major mit.
„In Richtung Staniza Luganskaja wurde die Bewegung  von drei Fahrzeugkolonnen von Feldhospitälern der ukrainischen Streitkräfte bemerkt“, fuhr Marotschko fort.
„Die Zahl der Fahrzeuge in den Kolonnen reichte von sieben bis zehn. Eine der Kolonnen fuhr in Richtung Makarowo und Walujskoje“, sagte der Vertreter der Verteidigungsbehörde.
„Und im Gebiet von Stschastje wurde der Aufbau eines Feldhospitals der ukrainischen Streitkräfte bemerkt“, fügte er hinzu.
„Nach Angaben unserer Aufklärung wurde das Fehlen von Raketen-Artillerie-Bewaffnung in den Abteilungen der 28. Brigade festgestellt, im Zusammenhang damit traf der Kommandeur der Brigade die Entscheidung, eine dienstliche Untersuchung dazu durchzuführen sowie weiter das Fehlen dadurch zu verdecken, dass das Fehlen auf sogenannte „Kämpfe“ zurückgeführt wurde“, sagte Marotschko.

 

Dnr-online.ru/youtube-Seite des Verteidigungsministeriums der DVR:
Pressekonferenz des stellvertretenden Kommandeurs des operativen Kommandos der Streitkräfte der DVR Eduard Basurin (Zusammenfassung mehrerer Meldungen)
Die Lage in der DVR bleibt angespannt.
In den letzten 24 Stunden betrug die Zahl der Beschüsse 108. Der Gegner schoss 23 Mörsergeschosse des Kalibers l82 und 120mm ab. Außerdem wurde mit Panzertechnik, Granatwerfern und Schusswaffen geschossen.
Die Straftruppen beschossen weiterhin Ortschaften der Republik: Sajzewo, Krasnyj Partisan, Wasiljewka, Schirokaja Balka, Jasinowataja, Spartak, den Petrowskij-Bezirk und den Flughafenvon Donezk.
In der Folge von Beschüssen der Positionen der Volksmiliz der DVR starb ein Soldat.
Im Verlauf des Artilleriebeschusses von Sajzewo wurden sechs Wohnhäuser beschädigt.
Alle Informationen über Verletzungen der Minsker Vereinbarungen wurden den Vertretern der OSZE und des Gemeinsamen Zentrums zur Kontrolle und Koordination übergeben.
Wir stellen weiterhin eine Verstärkung der Gruppierungen des Gegners in Verletzung der Minsker Vereinbarungen fest. So in dem Gebieten der folgenden Ortschaften:
– Perwomajskoje, 10 km von der Kontaktlinie, es wurde die Stationierung von zwei 122mm-Artilleriegeschützen „Gwosdika“ und zwei 120mm-Mörsern festgestellt;
– Peski, 3 km von der Kontaktlinie, es wurde die Stationierung von sieben Panzern und vier Einheiten Panzertechnik festgestellt;
– Krasnogorowka, 3 km von der Kontaktlinie, es wurde die Stationierung von einem 122mm-Artilleriegeschütz „Gwosdika“ und drei 120mm-Mörsern festgestellt;
– Nikolajewka, 8 km von der Kontaktlinie, es wurde die Ankunft von 150 Mann bemerkt;
– Nikolajewka-Wtoraja, 6 km von der Kontaktlinie, es wurde die Ankunft von 120 Mann bemerkt;
– Swetlodarskoje, 6 km von der Kontaktlinie, es wurde die Ankunft von 200 Mann festgestellt;
– Nowgorodskoje, 6 km von der Kontaktlinie, es wurde die Ankunft von zehn Panzern, sechs 152mm-Artilleriegeschützen „Akazija“ sowie neuen Fahrzeugen mit Munition festgestellt;
– Mariupol, 24 km von der Kontaktlinie, es wurde die Stationierung von 14 Einheiten Panzertechnik und 300 Mann aus Abteilungen der Nationalgarde festgestellt.
Weiter wurde uns bekannt, dass aus dem Gebiet von Tschasow Jar 28 Einheiten Panzertechnik sowie technische Befestigungen für die Kampfpositionen der ukrainischen Streitkräfte nach Majorsk gebracht wurden.
Zuvor haben wir die Aufmerksamkeit auf die wachsende Spannung entlang der gesamten Kontaktlinie gelegt, die durch die provokativen Aktivitäten der Ukroverbrecher erzeugt wurde, um dann uns der Verletzung der Minsker Vereinbarungen zu beschuldigen. Dabei stellen wir ein Sinken der Zahl der Beschüsse von der ukrainischen Seite im Zeitraum der Arbeit der „normannischen Vier“ in Minsk fest, um der Weltöffentlichkeit ihr angeblich positives Verhältnis  zu den Friedensverhandlungen zu demonstrieren. Der Gegner nutzt das vorgetäuschte Regime der Feuereinstellung, führt weiter Rotationsmaßnahmen, Ausrüstung der Truppenteile und Abteilungen in der ATO-Zone  mit Technik und Personal, Stationierung von schwerer Artillerie in von den Minsker Vereinbarungen verbotenen Abständen durch und vervollkommnet sein Verteidigungssystem, was von einer klaren Vorbereitung der nächsten Provokationen oder einer Wiederaufnahme der Aggressionen gegen die Bevölkerung der Republik zeugt.
Die Volksmiliz der DVR ist zu jeder Änderung der Lage an der Front bereit, wir führen regelmäßig Übungen zur Erhöhung der Kampffähigkeit und professionellen Meisterschaft der Soldaten durch.

 

Ukrinform.ua: Der Präsident der Ukraine, Petro Poroschenko, erklärte heute Morgen bei seiner Ansprache bei den Feierlichkeiten anlässlich der Taufe der Kiewer Rus-Ukraine an der Wladimir Anhöhe (Anhöhe über dem rechten Ufer des Flusses Dnipro, wo das Denkmal für Wladimir den Heiligen steht), die Ereignisse im Osten des Landes seien kein „bewaffneter Konflikt“ oder „bewaffnete Konfrontation“, berichtet ein Ukrinform-Korrespondent.
 „Vor zweieinhalb Jahren hat Moskau gegen Kiew einen Krieg entfesselt. Man muss die Dinge beim rechten Namen nennen. Selbst der Erlöser hat gelehrt, dass es eine klare Grenze zwischen Wahrheit und Unwahrheit gibt. Und ich benutze bewusst kategorisch nicht die palliative Form, als abstrakter bewaffneter Konflikt oder bewaffnete Konfrontation. Das sind fremde Interpretationen, nicht die der ukrainischen Stimme. Das, was jetzt im Osten der Ukraine geschieht, heißt Einfall der Fremden. Und ich denke, dass es nicht schwer sein wird, für diesen ukrainischen Ausdruck das Analogon in der kirchenslawischen Sprache zu finden“, sagte Poroschenko.
Er bedankte sich bei den Kirchen und religiösen Funktionären, die sich entschlossen zur Verteidigung der Ukraine gestellt haben.
„Trotz der internationalen Unterstützung unseres Kampfes wissen wir, dass der Sieg nur von uns abhängt, und die wichtigste geistliche Waffe unseres Sieges ist unsere Einheit“, sagte das ukrainische Staatsoberhaupt.
Der Präsident reif auch die Heiligen Väter auf, für die ATO-Kämpfer zu beten, die jetzt die Ukraine vor „dem Einfall der Fremden“ verteidigen.

 

De.sputniknews.com: Putin integriert Krim
Russlands Präsident Wladimir Putin hat die Krim mit dem Föderalen Bezirk Süd fusioniert. Die Schwarzmeerhalbinsel war Russland vor rund zwei Jahren als eigenständiger Föderaler Bezirk Krim beigetreten.
Am Donnerstag unterzeichnete Putin einen Erlass, wonach der Föderale Bezirk Süd und der Föderale Bezirk Krim zum Föderalen Bezirk Süd verschmelzen, wie das Presseamt des Kreml mitteilte.

 

De.sputniknews.com: Deutschland: Lösung von Transnistrien-Konflikt muss menschliches Antlitz haben
Deutschland als OSZE-Vorsitzender verschiebt den Fokus bei der Suche nach einer Transnistrien-Regelung, schreibt die Zeitung „Kommersant“ am Donnerstag.
Angesichts der fehlenden Möglichkeit, eine endgültige politische Lösung des Transnistrien-Konfliktes zu erreichen, will sich Berlin auf die Probleme der Einwohner an den beiden Ufern des Dnjestr konzentrieren. Dies erklärte der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier bei seinem Besuch in Moldawien.
Steinmeier traf sich bei seinem eintägigen Besuch zunächst mit dem moldawischen Premier Pavel Filip und danach mit dem Chef der Transnistrien-Regierung, Pawel Prokudin.
In Chisinau und Tiraspol sagte Steinmeier ungefähr das gleiche. Nach den Verhandlungen mit Premier Filip erklärte er, dass der Transnistrien-Konflikt eine Auseinandersetzung sei, die man nicht über Nacht lösen könne. Steinmeier zufolge sollten durch vertrauensbildende Maßnahmen nach und nach Fortschritte erzielt werden. Der Sonderstatus für Transnistrien solle bei gleichzeitiger Wahrung der territorialen Integrität Moldawiens erreicht werden.
Der moldawische Premier stimmte dem hohen Gast zu und äußerte die Zuversicht, dass bei der Regelung neue Erfolge erwartet werden können – allerdings nur bei einer konstruktiven Herangehensweise von Chisinau und Tiraspol. Der Schwerpunkt sollte auf die Probleme der Wirtschaft und auf Fragen gelegt werden, die die Interessen der Einwohner an beiden Ufern des Dnjestr betreffen.
Beim anschließenden Besuch in Tiraspol sagte Steinmeier erneut, dass es wichtig sei, nach und nach Reformen umzusetzen, die zunächst das Alltagsleben der Menschen erleichtern und zur Schaffung einer Vertrauensbasis beitragen, auf der später größere Fragen besprochen werden können.
Zu den Fragen, die nicht zum Status von Transnistrien gehören, allerdings direkt seine Einwohner betreffen, gehören die Probleme mit der Anerkennung von Ausbildungszeugnissen, die in der nichtanerkannten Republik ausgestellt werden, sowie die Bewegungsfreiheit. Fahrzeuge mit transnistrischen Kennzeichen dürfen nicht nach Europa fahren. Chisinau und Tiraspol versuchen seit mehreren Jahren, einen Kompromiss bei den Nummernschildern zu finden, allerdings bislang ohne Erfolg.
Zudem fehlt eine direkte Telefonverbindung zwischen Moldawien und Transnistrien. Man kann nur über spezielle Codes telefonieren, was die Anrufe deutlich teurer macht. Selbst Mobilfunkbetreiber nutzen in Moldawien und Transnistrien verschiedene Systeme.
Wie Filip beim Treffen mit Steinmeier sagte, ist Chisinau zur Lösung der Probleme mit den Zeugnissen und den Autokennzeichen sowie zur Wiederaufnahme direkter Telefonverbindungen bereit. Falls die Seiten bis zum Ende des deutschen OSZE-Vorsitzes diese technischen Fragen lösen, würden zumindest einige Einschränkungen beseitigt, die das Leben der Menschen seit fast einem Vierteljahrhundert erschweren.

 

Dan-news.info:  Die Bauarbeiter haben in der letzten Woche in der DVR den Wiederaufbau von 108 Mehrparteienhäusern und zehn sozialen Objekten abgeschlossen. Dies teilte der Pressdienst des Ministeriums für Bauwesen und Kommunalwirtschaft mit.
In Donezk wurden 29 Häuser wiederaufgebaut, in Schachtjorsk 14, in Ilowajsk 11, in Sneshnoje 7, je sches in Jenakiewo und Uglegorsk, je drei in Charzysk und Debalzewo, zwei in Gorlowka und ein in Jasinowataja.
„Zu den wieder aufgebauten sozialen Objekten gehören das Gebäude des zentralen Donezker klinischen Krankenhauses Nr. 1, die Donezker Schule Nr. 82 und 23, eine technische Berufsschule in Gorlowka und die polytechnische Schule Nr. 45 in Jasinowataja, drei Heizwerke in der Hauptstadt der DVR und eines in Jasinowataja sowie ein Gebäude der Donezker Filterstation“, fügte das Ministerium hinzu.

 

De.sputniknews.com: In der syrischen Stadt Hama haben russische Soldaten in einem Flüchtlingszentrum etwa zwei Tonnen Hilfsgüter an Flüchtlinge verteilt.
Die Pakete enthielten Arzneimittel sowie Konserven, Mehl, Getreide und Fleisch. Etwa 300 Notleidende wurden so versorgt.
Das russische Militär sendet regelmäßig Hilfsgüter in zahlreiche syrische Städte, seitdem die von Russland, den USA und der Internationalen Unterstützungsgruppe für Syrien ausgehandelte Feuerpause am 27. Februar in Kraft getreten war.

 

De.sputniknews.com: UPA-Agitation in Polen: Ukrainische Nationalisten sollten Frauen und Kinder morden
Polnische Bauarbeiter haben bei Erdarbeiten in der Stadt Chochlow (Woiwodschaft Ljublin) im März dieses Jahres historische Dokumente der nationalistischen Ukrainischen Aufständischen Armee (UPA) gefunden, die den Aufruf enthalten, polnische Frauen und Kinder zu töten, wie die polnische Zeitung „Dziennik Wschodni“ mitteilt.
Die Dokumente sollen Agitationsmaterial enthalten, die unter anderem dazu auffordern, falls nötig, die örtliche ukrainische Bevölkerung vor polnischen Banditen zu schützen. Die Ukrainer sollen aufgerufen worden sein, ihre polnischen Ehemänner oder –Frauen zu töten. Darunter seien auch Briefe, Hinweise und Aufrufe.
Die in einer Dose deponierten Unterlagen wurden laut dem Blatt zuerst an die Polizei, dann an das Institut für Nationales Gedenken (IPN) übergeben. Dort solle nun geklärt werden, wie die Runddose in Chochlow vergraben werden konnte. Auch Verwandte, Nachfahren oder Bekannte der in den Unterlagen erwähnten Menschen sollen aufgefunden werden.
Am 22. Juli hatte das polnische Parlamentsunterhaus (Seim) den 11. Juli zum Nationalen Gedenktag für die Opfer des Völkermordes an den Polen in den Jahren 1943 bis 1945 durch ukrainische Nationalisten erklärt.
Zuvor hatte der Auswärtige Ausschuss  der Werchowna Rada (ukrainisches Parlament) mitgeteilt, dass die Einstufung der Wolhynien-Massaker als Völkermord durch das polnische Unterhaus alle konstruktiven politischen und diplomatischen Vereinbarungen zwischen der Ukraine und Polen zum Scheitern bringe.
Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko erklärte, er bedauere den oben genannten Beschluss des polnischen Unterhauses, und rief die Völker zur gegenseitigen Vergebung auf.
Im Jahr 1943 war die UPA im Kampf gegen die Sowjetunion gegründet worden. Im Februar 1943 haben die ukrainischen Nationalisten mit der Vernichtung der polnischen Bevölkerung in Wolhynien begonnen. Am 11. Juli erreichten die Massaker ihren tragischen Höhepunkt: Hunderte polnische Siedlungen wurden angegriffen, wobei rund 100 000 Menschen ermordet wurden – hauptsächlich Frauen, Kinder und ältere Menschen.
Anlässlich des 70. Jahrestages der Tragödie von Wolhynien hatte der polnische Sejm eine Resolution verabschiedet, die die damaligen Ereignisse als „ethnische Säuberungen mit Anzeichen eines Völkermordes“ bezeichnete.
Im Jahr 2015 hatte das ukrainische Parlament die Tätigkeit der OUN und der UPA als „Kampf für die Unabhängigkeit der Ukraine“ anerkannt. Eine der zentralen Straßen Kiews – früher nach der russischen Hauptstadt als Moskauer Prospekt benannt – trägt inzwischen den Namen Stepan Banderas, eines ukrainischen UPA-Nationalistenführers.

 

Dan-news.info:  Der Beginn der Reparaturarbeiten an den Hochspannungsleitungen bei Dokutschajewsk wurde wegen des Fehlens von Sicherheitsgarantien von Seiten der ukrainischen Streitkräfte verschoben. Dies teilte heute der Leiter der Stadtverwaltung Alexandr Katschanow mit.
„Etwa vor zwei Monaten wurden durch einen Beschuss der ukrainischen Streitkräfte die Hochspannungsleitungen „Styla 110 – Gornjak 35“ und „Gornjak – Styla25“ auf dem Abschnitt 44-89 beschädigt. In dieser ganzen Zeit versuchen wir die Reparatur dieser Leitungen zu beginnen, die ukrainische Seite verweigert Sicherheitsgarantien, die Techniker können mit der Arbeit nicht beginnen“, sagte der Gesprächspartner der Agentur.
Die Wichtigkeit der beschädigten Leitungen liegt darin, dass sie alle Industrieobjekte von Dokutschajewsk mit Energie versorgen. Die Behörden haben eine vorläufige Lösung gefunden und die Unternehmen an eine Reserveversorgung angeschlossen.
„Wir hoffen auf eine baldige Reparatur, damit wir wieder umschalten können und die Reserveleitung freibekommen“, fügte Katschanow hinzu.
„Die Energietechniker haben Anfragen an das Gemeinsame Zentrum zur Kontrolle und Koordination des Regimes der Feuereinstellung geschickt. Von Seiten der DVR kam eine positive Antwort, während die ukrainischen Streitkräfte weiter den Beginn der Reparaturarbeiten behindern“, teilte das Verteidigungsministerium der Republik mit.

 

De.sputniknews.com: Taub, stumm und blind“: NYT-Reporter berichtet von OSZE-Mission im Donbass
Sobald sich die Nacht über die Erde legt, klappen die OSZE-Beobachter ihre Laptops zu, steigen in die weiß-blauen Toyotas ein und fahren weg. So beschreibt der New-York-Times-Journalist Andrew E. Kramer seine Eindrücke von der Frontlinie im Osten der Ukraine.
„Wir nennen sie taub, stumm und blind“, teilte eine Armee-Krankenschwester dem Journalisten mit. Jeden Abend beobachteten die Einwohner von Awdejewka, 17 Kilometer von Donezk entfernt, das gleiche Ritual: Sobald es dunkel werde, würden die Beobachter der OSZE-Sondermission von der Frontlinie verschwinden. Genau in dem Moment begannen dann die Kampfhandlungen.
„Ich sehe sie in der Nacht nie“, erzählte die Einwohnerin Tatyana Petrova dem Journalisten. „Abends schaue ich aus dem Fenster und sie sind weg, und dann beginnt das ‚Konzert‘“. Gleichzeitig wird auf zwischenstaatlicher Ebene ernsthaft die Frage erörtert, ob die Beobachter nicht doch Ferngläser benutzen sollten.
„Wir müssen keine menschlichen Schutzschilder sein“, rechtfertigt sich dagegen ein OSZE-Beobachter.
Kramer zufolge hatten die Beobachter allein an einem Tag, an dem er sich mit an der Frontlinie befand, den Tod von drei und die Verletzung von 16 ukrainischen Soldaten verpasst. Wie viele von Aufständischen und Zivilisten in dieser Zeit ums Leben kamen, entziehe sich des Journalisten Kenntnis…

 

De.sputniknews.com: Krim: Putin schickt Sewastopol-Gouverneur nach Sibirien
Russlands Präsident Wladimir Putin hat am Donnerstag den Gouverneur von Sewastopol, Sergej Menajlo, vorzeitig des Amtes enthoben und zu seinem Bevollmächtigten Vertreter im Föderalen Bezirk Sibirien ernannt. Das teilte das Presseamt des Kreml mit, ohne die Gründe für die Entscheidung genannt zu haben.
Für Menajlo war seine Versetzung eine Überraschung. Er habe erst aus den Medien davon erfahren, sagte der 55-jährige Ex-Marineoffizier zur Nachrichtenagentur RIA Novosti.
Menajlo ist Admiral in Ruhestand. Er war von 2009 bis 2011 Vize-Kommandeur der russischen Schwarzmeerflotte und seit Oktober 2014 Gouverneur von Sewastopol, der größten Stadt der Krim.
Am Montag hatte Regierungschef Dmitri Medwedew die Krim besucht und angekündigt, die Regierung stelle mehr als 100.000 Milliarden Rubel (ca. 1,3 Milliarden Euro) für Bau neuer Autostraßen auf der Schwarzmeerhalbinsel bereit.

 

Lug-info.com:  Mitglieder der italienischen antifaschistischen Organisation „Wir sind alle“, die den Donbass besucht haben, haben ein Buch über Ereignisse des Jahres 2014-2015 herausgegeben und einen Dokumentarfilm gedreht. Dies berichtete der Vertreter der Gewerkschaftsföderation der LVR Andrej Kotschetow, der sich auf Einladung des italienischen Gewerkschaft Unione Sindacale di Base (USB) in Italien befindet.
Er erzählt, dass er sich heute mit Vertretern antfaschistischer Organisationen von Bologna getroffen habe, das im Norden von Italien liegt.
„Zu Beginn besuchten wir eine Gedenkstätte, die an einem Ort ist, wo italienische Partisanen von deutschen Faschisten am Ende des 2. Weltkriegs erschossen wurden. Obwohl sich das Denkmal hoch in den Bergen befindet, liegen dort immer frische Blumen“, sagte Kotschetow.
Er berichtete, dass dann eine Unterhaltung stattfand, in deren Verlauf ihm die italienischen Kollegen  Fragen über das Geschehen in der Republik stellten.
„Das Interesse war so groß, dass der Vorsitzende der regionalen Organisation der USB Luigi Marinelli vorschlug, zwei Treffen statt des geplanten einen durchzuführen“, fügte er hinzu.
Kotschetow erklärte, dass einige italienische Antifaschisten schon im Donbass waren.
„Die Vertreterin der antifaschistischen Organisation „Wir sind alle“ Sofia Bakkini ezählte, dass ihre Genossen und sie selbst schon den Donbass besucht haben. Ergebnis dieser Reise ist das Buch „Keinen Schritt zurück“ über die Ereignisse der Jahre 2014-2015 und ein Dokumentarfilm von der Reise. Sofia schenkte mir an dem Denkmal ein Exemplar des Buches“, erzählte er.
„Und der Vertreter einer antifaschistischen Jugendorganisation Gianpietro Sinnometto sagte, dass ihre Aufgabe darin besteht, soweit wie möglich über die aggressive Politik des Imperialismus zu informieren. Das Geschehen im Donbass sehen sie als klares Beispiel einer Aggression des Imperialismus. Die jungen Leute halten es für eine ihrer wichtigsten Aufgaben,  den Austritt Italiens aus der NATO zu erreichen“, fügte der Vertreter der Gewerkschaftsföderation der LVR hinzu.
Er teilte auch mit, dass am Ende des Treffens der Vertreter der gesellschaftlichen Organisation „Koordinierungsrat ukrainischen Antifaschisten“ Andrea Martoccia den Einwohnern der LVR Worte der Unterstützung übermittelt hatte.
„Wörtlich bat er das folgende weiterzugeben: „Es sind nicht wir, die euch unterstützen, ihr seid es mit eurem Beispiel, eurer Standhaftigkeit und Kompromisslosigkeit, die uns unterstützen. Ihr inspiriert unsere Antifaschisten. Und wir alle wünschen den Luganskern aufrichtig ein möglichst baldiges Ende des Krieges und versprechen unsererseits, dass wir unseren Kampf gegen das Wiederaufkommen des Faschismus weiterführen werden.“

 

De.sputniknews.com: Der Bürgermeister der lettischen Hauptstadt Riga, Nils Ušakovs, hat das „Zentrum für Amtssprache in Lettland“ auf seiner Facebook-Seite ausgelacht. Mit einer Karikatur reagierte er auf eine Geldbuße, die er am Vortag für die Verwendung der russischen Sprache in sozialen Netzwerken auferlegt bekommen hatte.
Unter der Karikatur, auf der das Zentrum für Amtssprache in Lettland als kleinste der vorgestellten Hirnschalen abgebildet ist, schrieb der Bürgermeister auf Lettisch – und auch auf Russisch: „Dem Zentrum der Staatssprache gewidmet, welches der Ansicht ist, dass die Selbstverwaltung mit ihren Einwohnern nicht auf Russisch kommunizieren darf“.
Am 27. Juli hatte das Zentrum für Amtssprache in Lettland den Bürgermeister Rigas für Meldungen in sozialen Netzwerken auf Russisch mit einer Geldstrafe belegt. Ušakovs versprach, gegen diese Entscheidung Berufung einzulegen. Der Stadtrat werde entgegen diesem Beschluss allerdings „auch weiter mit seinen Einwohnern auf mindestens drei Sprachen kommunizieren – Lettisch, Englisch und Russisch“, so der Bürgermeister am Vortag.
Das „Zentrum für Amtssprache in Lettland“ (Valsts valodas centrs) ist eine Behörde, die die Einwohner Lettlands für schlechte Sprachkenntnisse oder das „unzureichende Benutzen der Sprache in Berufstätigkeit und Öffentlichkeit“ bestraft.
Das ist nicht das erste Mal, dass Ušakovs für die Nutzung der russischen Sprache kritisiert wird. So hatte das „Zentrum für Amtssprache in Lettland“ bereits Mitte Februar eine Anfrage gestellt, um zu erfahren, mit welchem Recht der Stadtrat mit seinen Einwohnern auf Russisch kommuniziere. Damals war es jedoch zu keinen Geldstrafen gekommen.

 

Ukrinform.ua: Die Verbraucher-Inflation habe sich im Juni 2016 bis auf 6,9 % verlangsamt, erklärte auf einer Pressekonferenz die Vorsitzende der Nationalbank der Ukraine (NBU), Waleria Hontarewa, berichtet ein Ukrinform-Korrespondent.
Nach ihren Worten haben zur Senkung der Inflation die geringe Gesamtnachfrage, die schrittweise Stärkung des Wechselkurses von Hrywnja (UAH) und das hohe Angebot an Lebensmitteln beigetragen.

 

De.sputniknews.com: Russland beginnt zusammen mit der syrischen Regierung eine großangelegte humanitäre Operation in Aleppo, wie Verteidigungsminister Sergej Schoigu ankündigte.
„Gemäß dem Auftrag des Präsidenten der Russischen Föderation soll heute zusammen mit der syrischen Regierung mit einer großangelegten humanitären Operation zur Hilfeleistung für die friedliche Bevölkerung von Aleppo begonnen werden“, so Schoigu.
Ihm zufolge können friedliche Einwohner und die Extremisten, die ihre Waffen niederlegen wollen, Aleppo über drei Korridore verlassen, ein weiterer Korridor ist für Extremisten mit Waffen vorgesehen. „Zur Hilfeleistung für friedliche Einwohner, die von Terroristen als Geiseln genommen wurden, sowie für Extremisten, die ihre Waffen niederlegen wollen, soll das russische Zentrum zur Versöhnung der sich gegenseitig bekämpfenden Seiten zusammen mit den syrischen Behörden drei humanitäre Korridore eröffnen. Im Gebiet dieser humanitären Korridore sollen Ausgabestellen für warmes Essen und erste medizinische Hilfe eröffnet werden“, so der Minister.
Laut dem russischen Verteidigungsministerium rechnet Moskau weiterhin damit, von den USA die Koordinaten der Gebiete zu bekommen, in denen sich die Einheiten der Freien syrischen Armee befinden. Auch Angaben über die Einheiten der gemäßigten Opposition sowie deren Waffen und Technik, darunter die Zahl der Panzer, Schützenpanzerwagen und Artilleriegeschosse, werden weiterhin erwartet.
„Angesichts der Tatsache, dass die US-Partner uns keine Angaben über die Trennung von Dschebhat an-Nusra und der Freien syrischen Armee bereitstellten, soll im Norden von Aleppo in Richtung Castello-Straße der vierte Korridor für einen sicheren Abzug der Extremisten mit Waffen geschaffen werden“, so Schoigu.
Das russische Verteidigungsministerium ruft die syrische Regierung dazu auf, eine Amnestie für Extremisten zu gewährleisten, die nicht in blutige Verbrechen verwickelt sind und ihre Waffen niederlegen werden. Syriens Präsident Baschar al-Assad verabschiedete einen Erlass über die Amnestie für alle bewaffneten Personen sowie diejenigen, die zuvor keine Haftstrafen hatten, wenn sie ihre Waffen niedergelegt und die Personen freigelassen haben, die von ihnen gewaltsam festgehalten wurden.
Zur humanitären Hilfe
 „Wir haben die gegeneinander kämpfenden Seiten mehrmals zur Versöhnung aufgerufen, doch die Extremisten verletzten jedes Mal den Waffenstillstand, beschossen Ortschaften, attackierten Stellungen der Regierungstruppen. Im Ergebnis entstand in Aleppo und seinen Vororten eine schwierige humanitäre Situation“, sagte Schoigu. Ihm zufolge werden diese Maßnahmen ausschließlich zur Gewährleistung der Sicherheit der Einwohner von Aleppo getroffen.
Schoigu befahl die Lieferung von Lebensmitteln und Bedarfsgütern für die Einwohner von Aleppo per Luft. „Für die friedlichen Einwohner, die von Extremisten blockiert wurden, muss die Lieferung von Lebensmitteln, Medikamenten und Bedarfsgütern per Luft organisiert werden. Besondere Aufmerksamkeit ist der Lieferung von Kinder- und Krankenpflegeartikeln und Hygieneartikeln zu widmen“, so Schoigu.
Der russische Verteidigungsminister hat auch angewiesen, die Einwohner von Aleppo mithilfe von Flugblättern, SMS und Lautsprechern über die Routen zum Verlassen der Stadt zu informieren.
Lage in Syrien und Waffenstillstand
In den letzten zwei Wochen kamen in Syrien bei Selbstmordattentaten auf Stellungen der syrischen Regierungstruppen mehr als 500 Menschen ums Leben, rund 2000 wurden verletzt.
„Allein in den letzten zwei Wochen wurden auf Stellungen der syrischen Regierungstruppen acht Terroranschläge unter Beteiligung von 21 Selbstmordattentätern verübt, wobei drei Schützenpanzer und zwölf mit Sprengsätzen gespickte Autos genutzt wurden. Diese Terroranschläge forderten mehr als 500 Menschenleben, rund 2000 wurden verletzt“, sagte Schoigu.
In den letzten drei Tagen haben weitere 77 Ortschaften das Waffenstillstandsabkommen unterzeichnet. Derzeit seien es insgesamt 294. „Zudem haben die Anführer der bewaffneten Einheiten 61 Anträge zur Einstellung der Kampfhandlungen unterzeichnet“, sagte der Minister.
Schoigu rief internationale Organisationen zur Teilnahme an der humanitären Operation auf. „Wir schlagen den in Syrien tätigen internationalen humanitären Organisationen vor, sich dieser Operation anzuschließen“, sagte Schoigu.
Gemäß dem Auftrag des russischen Präsidenten und auf persönliche Bitte des US-Außenministers, John Kerry, schicke das russische Verteidigungsministerium den stellvertretenden Leiter der operativen Hauptverwaltung General Stanislaw Gadschimagamedow mit einer Expertengruppe nach Genf, um Maßnahmen zur Stabilisierung der Lage bei Aleppo auszuarbeiten, so Schoigu.
Dem Minister zufolge schlägt das Verteidigungsministerium den Partnern vor, sich statt auf die Rhetorik der ständigen Anklage auf die Umsetzung der in der vergangenen Woche in Moskau und Genf erreichten Vereinbarungen zu konzentrieren. Es seien konkrete gemeinsame Handlungen zur Vernichtung des Terrorismus ohne Vorbedingungen nötig. Das russische Verteidigungsministerium sei dazu bereit, so Schoigu.

 

 

Abends:

 

 

De.sputniknews.com: Kreml kommentiert angeblichen Geheimbesuch Assads in Moskau
Laut der libanesischen Zeitung Al-Joumhouria hat Syriens Präsident Baschar al-Assad Moskau im Juni einen Geheimbesuch abgestattet. Der Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, hat dies eindeutig dementiert.
Auf die Frage, ob Assad im Juni in die russische Hauptstadt gereist war, um sich zu Geheimverhandlungen mit Präsident Wladimir Putin zu treffen, antwortete Kremlsprecher Peskow kurz und knapp „Nein“.
Wie aus der Meldung der libanesischen Zeitung hervorgeht, soll Assad Anfang Juni in Moskau gewesen sein, um mit Putin einen gemeinsamen russisch-amerikanischen Syrien-Plan zu erörtern, der angeblich Anfang August vorgestellt werden soll.
Fast anderthalb Monate nach dem vermuteten Besuch Assads in der russischen Hauptstadt, am 14. Juli, hat sich Putin zu Verhandlungen mit US-Außenminister John Kerry im Kreml getroffen. Am selben Tag hat der syrische Präsident in einem Interview für den amerikanischen Sender NBC News gesagt, dass „die Teilnahme Russlands die Situation in Syrien geändert hat“.
„Die Unterstützung der syrischen Armee durch Russland hat die Waagschale im Kampf gegen die Terroristen (zu unseren Gunsten — Anm. d. R.) geneigt. Das war der entscheidende Faktor“, fügte er in diesem Zusammenhang hinzu.
Etwa zwei Wochen nach dem angeblichen Besuch Assads in Moskau reiste der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu nach Syrien, um mit Assad über die Militärkooperation der beiden Länder und ihren gemeinsamen Kampf gegen den Terrorismus zu verhandeln.
Der Geheimbesuch Assads in Russland, von dem die libanesische Zeitung Al-Joumhouria berichtet, soll mithilfe der Seite FlightRadar verfolgt worden sein.

 

 

 

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