Presseschau vom 19.07.2016

Quellen: Itar-Tass, Interfax, Ria Novosti, sputniknews, rusvesna.su, voicesevas.ru, hinzu kommen Informationen der Seiten dnr-online, lnr-portal, Novorossia, dnr-news, novorosinform u.a. sowie die offiziellen Seiten der Regierungen der Volksrepubliken dan-news, lug-info. Wir beziehen manchmal auch ukrainische Medien, z.B. BigMir, UNIAN, Ukrinform, KorrespondenT und die Online-Zeitung Timer aus Odessa ein.
Zur besseren Unterscheidung der Herkunft der Meldungen sind Nachrichtenquellen aus den neuen Volksrepubliken im Donbass in Rot (dnr-online, lnr-portal, Novorossia, dan-news, lug-info, dnr-news, novorosinform u.a.) und ukrainische Quellen in Blau (BigMir, Ukrinform, UNIAN, KorrespondenT und Timer) gekennzeichnet.
Die Übersetzung russischer Medien erfolgt in schwarzer Farbe.

 

Abends / nachts:

 

Dan-news.info: Die ukrainischen Truppen haben heute Abend mit schweren Waffen das Gewerbegebiet in der Nähe von Jasinowataja beschossen. Dies teilte eine Quelle aus den militärischen Einrichtungen der DVR mit.
Gegen 20:40 Ihr hat die ukrainische Seite das Territorium des Gewerbegebiets mit Artillerie des Kalibers 122mm beschossen. Es wurden mindestens acht Granaten abgeschossen“, sagte der Gesprächspartner der Agentur.
Nach Angaben der Quelle wurde auch Umgebung des Donezker Flughafens mit 120mm-Mörsern beschossen.

 

Dnr-online.ru: Das Oberhaupt der DVR Alexandr Sachartschenko hat im Verlauf der Online-Konferenz mit Vertretern der Medien auf die Frage geantwortet, ob es noch eine Möglichkeit der friedlichen Regelung des Konflikts vor dem Hintergrund der Konzentration von militärischen Gruppierungen der ukrainischen Truppen gibt.
„Eine solche Möglichkeit gibt es noch und wir müssen sie nutzen. Unser Ziel ist die Befreiung des Territoriums des Donbass, der Sieg, nach dem wir ein normales friedliches Leben aufbauen können. Und wenn wir die Möglichkeit der friedlichen Regelung nicht nutzen, muss der Konflikt auf militärischem Weg gelöst werden. Und dies wird Verluste bringen, Zerstörungen und Opfer. Deshalb müssen wir jede Möglichkeit nutzen, um Kämpfe zu vermeiden“, erklärte das Republikoberhaupt.

 

Dnr-online.ru: Im Oktober werden 81 Wohnhäuser in Debalzewo der Nutzung übergeben. Dies berichtete der Bürgermeister Alexandr Rejngold.
„Im Oktober planen wir 81 Häuser in Nutzung zu nehmen. Das Bauministerium hat noch 13 hinzugefügt. Der Wiederaufbau läuft nach Plan, Verzögerungen gab es nur aufgrund fehlender technischer Dokumentation. Bald werden die Kindergärten Nr. 2, 3, 8 und 9 in Betrieb genommen. Sie mussten noch mich Küchen, Betten und Spielzeug ausgerüstet werden. In allen Schulen läuft der Wiederaufbauprozess und zum 1. September werden sie arbeiten. Die nächste Etappe ist die Eröffnung von Ersatzwohnraum, der 40 Wohnungen umfasst. Er wird es erlauben die sozialen Spannungen in der Stadt zu reduzieren“, sagte Alexandr Rejngold.

 

Vormittags:

 

Dan-news.info: Die ukrainischen Truppen haben in der letzten Nacht mit schweren Waffen Staromichajlowka im Kirowskij-Bezirk am westlichen Rand von Donezk beschossen. Dies teilte eine Quelle aus den militärischen Einrichtungen der DVR mit.
„Von Mitternacht bis 1:15 Uhr hat die ukrainische Seite Staromichajlowka mit Artilleriewaffen des Kalibers 122mm beschossen“, sagte der Gesprächspartner der Agentur. „Das Feuer wurde dreimal eröffnet, auf Wohngebiete wurden von den Positionen der ukrainischen Streitkräfte aus insgesamt 13 Artilleriegranaten abgefeuert.
Gemäß den Informationen der Quelle haben die ukrainischen Abteilungen während des Beschusses der Republik neben Artilleriegeschützen auch Panzer und Mörser verwendet. Von den ukrainischen Streitkräften wurden Sajzewo und Krutaja Balka bei Gorlowka, Trudowskoje im Westen von Donezk, Wasiljewka, Wesjoloje und Shabitschewo im Jasinowataja-Bezirk, die Umgebung des Gewerbegebiets bei Jasinowataja, Dokutschajewsk und Sachanka im Süden des Landes beschossen.
„Insgesamt wurden auf die frontnahen Zonen der DVR am Abend und in der Nacht 379 Mörsergranaten der Kaliber 82 und 120mm abgeschossen und neun Schüsse mit Panzergeschützen abgegeben“, erklärte die Quelle. Informationen über Verletzte und Zerstörungen werden noch eingeholt.

 

Lug-info.com: Die Kiewer Truppen haben in den letzten 24 Stunden fünfmal die Positionen der Volksmiliz der LVR beschossen, darunter auch mit Waffen, die gemäß den Minsker Vereinbarungen von der Kontaktlinie abgezogen sein müssten.
Dies teilte die Verteidigungsbehörde der Republik mit.
Viermal wurde mit Mörsern des Kalibers 82mm und Granatwerfern das Gebiet von Staniza Luganskaja beschossen.
Aus Richtung Luganskoje haben die Kiewer Truppen das Gebiet von Logwinowo mit Mörsern des Kalibers 120mm beschossen.
Verluste gibt es keine.

 

De.sputniknews.com: Der Chef der Abteilung Stromversorgung des Staatsunternehmens „Ukrsalisnyzi“ („Ukrainische Eisenbahnen“), Valeri Ljudmirski, ist in Kiew entführt worden, meldet die Agentur UNN unter Berufung auf die ukrainische Polizei.
Nach vorliegenden Angaben wurde der Beamte zu dem Zeitpunkt entführt, als er seinen Hund spazieren führte.
Laut Polizeiangaben wurde der Hund von Unbekannten niedergeschossen. Am Tatort sind fünf Geschosshülsen entdeckt worden.

 

Ukrinform.ua: Ein Schützenpanzer der Streitkräfte der Ukraine ist im Lugansker Gebiet gefahren auf eine Mine, als er auf dem Rückweg von einem Einsatz war. Danach eröffneten die Rebellen das Feuer aus einem Hinterhalt. Zwei ukrainische Soldaten wurden getötet, schreibt auf Facebook der Freiwillige Jurij Misjygyn.
„Im Lugansker Gebiet ist der Schützenpanzer mit unseren Jungs aus der 93. Brigade auf dem Rückweg von Einsatz auf eine Mine gefahren. Nach der Explosion wurde auf unsere Jungs das Feuer aus einem Hinterhalt eröffnet. Leider wurden der Kompaniechef (Spitzname „Wespe“) und noch ein Soldat getötet“, schrieb er.

 

De.sputniknews.com: Der türkische Justizminister Bekir Bozdag hat die Inhaftierung der beiden Piloten bestätigt, die im November an der Grenze zu Syrien einen russischen Su-24-Bomber abgeschossen hatten. Der Abschuss hatte die Beziehungen Ankaras mit Moskau schwer belastet.
Die beiden Piloten seien im Zusammenhang mit dem Putschversuch verhaftet worden, teilte Bozdag dem TV-Sender CNN Turk mit…

 

Nachmittags:

 

De.sputniknews.com: Nach zwei Tagen heftiger Gefechte gegen die Terrorgruppierung Dschaisch al-Fatah hat die Syrische Armee die Stadt Kinsabba im Norden der Provinz Latakia wieder unter ihre Kontrolle gebracht.
Mit Unterstützung der „Wüstenfalken“ sowie der „Syrischen Marinen“ setzten die Regierungstruppen am Montag Drohnen ein, um Ziele auszumachen. Der Artilleriebeschuss wurde von einer strategischen Anhöhe südlich von Kinsabba aus geführt.
Die vereinigten Dschihadisten-Kräfte hatten Kinsabba am 1. Juli bei ihrem vier Tage andauernden Vormarsch im Norden Latakias erobert. Vor knapp zwei Wochen hatte die Syrische Armee eine Gegenoffensive zur Befreiung von Kinsabba und Umgebung gestartet.
Kinsabba liegt etwa 320 Kilometer nördlich von Damaskus und hat eine wichtige strategische Bedeutung. Die Kontrolle über die Stadt soll es dem syrischen Militär ermöglichen, eine großangelegte Offensive gegen die Nachbarprovinz Idlib einzuleiten, deren größter Teil seit langer Zeit unter Kontrolle islamistischer Gruppierungen steht.

 

Dan-news.info: Die Ankunft des nächsten Humanitären Konvois des russischen Katastrophenschutzministeriums wird am Donnerstag, dem 21. Juli in der Donezker Volksrepublik erwartet. Dies berichtete heute der Pressedienst des Zenrums für den Wiederaufbau der DVR.
Der Konvoi soll Medikamente und Lebensmittel in die DVR bringen…

 

News-front.info: In der Donezker Volksrepublik wurde ein Anschlag auf das Oberhaupt der DVR Alexandr Sachartschenko verhindert. Darüber wird auf Twitter berichtet.
Nach den Aussagen des Nutzers Alexandr Wysotsky fanden Einwohner etwa 50 Meter von dem Ort entfernt, zu dem Alexandr Sachartschenko kommen sollte, eine Sprengvorrichtung.

 

De.sputniknews.com: Die kanadische Fregatte „Charlottetown“ ist am Montag in das Schwarze Meer eingelaufen, heißt es in einer Pressemitteilung des kanadischen Verteidigungsministeriums, die auf der Webseite der Regierung Kanadas veröffentlicht ist.
Die Fregatte  soll bis zum 2. August im Schwarzen Meer bleiben und  verschiedene Manöver zusammen mit Schiffen anderer Nato-Länder üben, heißt es in der Mitteilung. „Außerdem wird die ‚Charlottetown‘ eine Reihe von Häfen von Bündnispartnern Kanadas anlaufen, um die diplomatischen und militärischen Beziehungen zu stärken.“
„Die Stationierung der Fregatte ‚Charlottetown‘ im Schwarzen  Meer demonstriert, wie  sich die kanadischen Streitkräfte dafür engagieren, die Fähigkeit der Nato-Seestreitkräfte zur Durchführung von Operationen und zu einer schnellen Reaktion auf Krisen und Konflikte auf See zu verbessern“, sagte der Chef des kanadischen Kommandos  für  gemeinsame Operationen, Stephen Bowes.
Die Besatzungsstärke der Schiffe von  diesem Typ beträgt 250 Mann. Außerdem tragen sie Hubschrauber CH-124 Sea King.
Kanada hatte die Stationierung seiner Soldaten in Europa nach dem Beginn der ukrainischen Krise ausgebaut. So wurden unter anderem kanadische Jagdflugzeuge  СF-18 in einigen Nato-Militärstützpunkten in Osteuropa stationiert. Kanadische Instrukteure bilden Soldaten in  Polen und in der Ukraine aus. Anfang 2017 wird Kanada ein großes  Militärkontingent im Rahmen der Nato-Vereinbarungen in Lettland stationieren.

 

News-front.info: Die Führung der Donezker Volksrepublik bestätigte gegenüber Journalisten, dass zwei Punkte des Rückzugs der Kräfte im Donbass vereinbart werden konnten.
„Vereinbart sind jetzt (als Punkte der Trennung der gegnerischen Kräfte im Donbass – Anm. d. Red.) für die DVR der Petrowski-Bezirk, in der Lugansker Volksrepublik das Gebiet Solotoje. Die übrigen Punkte werden noch nicht offengelegt, sie befinden sich noch im Prozess der Erörterung“, hieß es im Parlament der DVR.
Man fügte hinzu, dass die Arbeit am Dokument zur Trennung der Seiten und die Abstimmung der Punkte eines Abzugs fortgesetzt würden, schreibt Ria Nowosti.

 

Ukrinform.ua: In den letzten 24 Stunden wurden im Gebiet der Antiterror-Operation (ATO) sieben ukrainische Soldaten getötet und vierzehn weitere verletzt, gab heute auf dem Briefing in Kiew der Sprecher der Administration des Präsidenten der Ukraine für die ATO Andrij Lysenko bekannt, berichtet ein Ukrinform-Korrespondent.
„Während des letzten Tages wurden im Gebiet der Antiterror-Operation sieben ukrainische Soldaten getötet, vierzehn Soldaten wurden verletzt“, sagte Lysenko.
Er berichtete auch, dass gestern im ATO-Gebiet drei Besatzer getötet und vierzehn verletzt worden seien.
Laut Lysenko bleibt die Situation in Lugansker Richtung sehr schwierig. Der Gegner setze schwere Mörser und Granatwerfer ein. Geschossen werde vor allem nachts.
In Donezker Richtung dauerten die feindlichen Beschießungen insgesamt mehr als 8 Stunden, eingesetzt würden schwere und leichte Waffen sowohl tagsüber als auch nachts. Die Beschießungen in der Nähe von Flughafen Donetsk seien wieder aufgenommen worden.

 

De.sputniknews.com: Mehr als 100 Zivilisten sind laut Sputnik-Informationen am Dienstag bei einem Luftangriff der US-geführten Koalition in der syrischen Provinz Aleppo getötet worden.
Die Koalition habe am Dienstagvormittag die Ortschaft Tokhar nördlich von Manbij bombardiert, erfuhr Sputnik von Informanten vor Ort. Mehr als 100 Zivilisten, darunter Frauen und Kinder, seien dabei getötet worden.
Eine US-geführte Koalition fliegt seit 2014 ohne Zustimmung der Regierung in Damaskus und deshalb entgegen dem Völkerrecht Angriffe in Syrien. Nach US-Darstellung richten sich die Angriffe gegen die Terror-Miliz Daesh (auch „Islamischer Staat“, IS)

 

De.sputniknews.com: Das Internationale Olympische Komitee hat die Entscheidung über einen möglichen Ausschluss der russischen Nationalmannschaft von den Olympischen Sommerspielen in Rio de Janeiro bis zum Ende der Woche verschoben, wie die spanische Zeitung Marca berichtet.
Am Montag hatte Wada-Chefermittler McLaren in Toronto die Ergebnisse der Ermittlungen der Welt-Anti-Doping-Agentur bekanntgegeben. Schließlich hatte WADA empfohlen, russische Sportler von der Teilnahme an allen internationalen Wettkämpfen, einschließlich der Olympischen Spiele 2016, auszuschließen.
Der Internationale Sportgerichtshof CAS hatte am 4. Juli offiziell sein Schiedsgerichtsverfahren zum Ausschluss aller russischen Leichtathleten von den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro eröffnet. Eine endgültige Entscheidung wird spätestens am 21. Juli erwartet.
Der IAAF-Rat hatte am 17. Juni die Disqualifizierung des russischen Leichtathletik-Verbandes (ARAF) in Kraft gelassen und dementsprechend die russischen Leichtathleten von internationalen Wettkämpfen suspendiert. Am 2. Juli hatten insgesamt 68 russische Leichtathleten und Russlands Nationales Olympisches Komitee eine Klage beim Internationalen Sportgerichtshof CAS in Lausanne eingereicht, um gegen die ungerechtfertigten Strafmaßnahmen der IAAF vorzugehen und einen Ausschluss von den Sommerspielen in Rio zu verhindern.

 

News-front.info: Nach Angaben des Staatlichen Statistikamtes der Ukraine wurde die offizielle Arbeitslosenquote im Land im Jahre 2016 stetig verringert, jedoch wächst sie in Wirklichkeit schon seit drei Quartalen.
Dies berichtete der ukrainische Abgeordnete des „Oppositionsblocks“ Michail Papijew.
„Die offizielle Arbeitslosigkeit im Jahr 2016 ist stetig rückläufig. Vom 1. Februar bis zum 1. Juli verringerte sich die Anzahl der offiziell Arbeitslosen in der Ukraine  fast auf 120000, die Arbeitslosenquote fiel von 1,9% auf 1,5%. Doch die offizielle ukrainische Statistik führt die Menschen in die Irre. Diese Daten erfassen nur , die beim öffentlichen Arberitsamt registriert sind
Daher gibt ein reales Bild die Methodik der Internationalen Organisation für Arbeit, die die Arbeitslosigkeit in der ganzen Welt erfasst. Nach diesem Verfahren wächst die Arbeitslosigkeit in der Ukraine schon seit drei Quartalen – im 3. Quartal 2015 betrug sie 8,6%, im 4. Quartal 2015 – 9,5%. Und im 1. Quartal 2016 – 9,9%“, sagte der Abgeordnete.
Nach den Worten Papijews entsprechen die offiziellen Ziffern nicht der Wirklichkeit, weil viele Arbeitslose nicht beim Arbeitsamt registriert sind.
„Viele können sich einfach nicht beim Arbeitsamt registrieren lassen, da das Gesetz 18 Gründe vorsieht, Arbeitslose bei der offiziellen Anmeldung als arbeitslos abzulehnen“ ergänzte er.

 

De.sputniknews.com: Moskau betrachtet die jüngste Erklärung der neuen britischen Premierministerin Theresa May über die angeblich von Russland ausgehende Bedrohung mit Bedauern und hofft, dass eine objektive Sichtweise mit der Zeit die Oberhand gewinnen wird, wie Kreml-Sprecher Dmitri Peskow mitteilte.
„Im Kreml betrachtet man diese Erklärungen mit Bedauern, offensichtlich hat sich die Frau Premierministerin noch nicht ganz in die internationalen Angelegenheiten eingearbeitet“, sagte Peskow.
„Russland ist einer der Hauptgaranten der internationalen Stabilität und der nuklearen, strategischen Sicherheit, das ist eine unbestreitbare Tatsache“, so Peskow weiter. Der Kreml-Sprecher erinnerte daran, dass Moskau immer äußerst aktiv an Prozessen der Nichtverbreitung von Nuklearwaffen teilnimmt.
Deswegen seien die von Premierministerin May ausgegangenen Äußerungen „inkorrekt und wir hoffen, dass mit der Zeit eine objektive, und nicht die subjektive Sichtweise in Bezug auf unser Land bei der Premierministerin die Oberhand gewinnt“.
Peskow verwies darauf, dass Russland stets für die Aufrechterhaltung von guten, freundlichen Beziehungen mit anderen Ländern sowie für die Zusammenarbeit, sowohl im Handels- und Wirtschaftsbereich als auch in solchen „sensiblen Bereichen“, wie im Anti-Terror-Kampf, eingetreten ist und eintritt. „Natürlich treten wir für die Verbesserung solcher Beziehungen auch mit Großbritannien ein“, schloss Kreml-Sprecher.
Am Vortag hatte Theresa May bei ihrem ersten Auftritt im britischen Parlament das russische Thema als eine der wichtigsten Begründungen, warum das Vereinigte Königreich seine nuklearen Kräfte modernisieren soll, genutzt.  „Die nukleare Bedrohung ist nicht vorbei, wenn überhaupt, hat sie sich erhöht“, sagte sie und führte Russland und die atomaren Bestrebungen von Ländern wie Nordkorea als Beispiel an.

 

Ukrinform.ua: Der frühere außerordentliche und bevollmächtigte Botschafter der Ukraine in der Republik Belarus (2010 – 2011) und ehemaliges Mitglied der Trilateralen Kontaktgruppe zur Beilegung des bewaffneten Konflikts in der Ostukraine, Roman Bezsmertnyj, ist der Ansicht, dass man gar nicht darüber nachdenken darf, vorübergehend besetzte Gebiete im Donbass jemandem abzugeben.
Das erklärte er heute in der Sitzung des Runden Tisches zum Thema „Unkontrollierter Donbass: einfrieren darf man ihn nicht – reintegrieren funktioniert nicht?“, berichtet ein Ukrinform-Korrespondent.
„Von Anfang an, als ich zu diesem Prozess eingeladen wurde, und bis zu diesem Tag bleibe ich ein Befürworter einer allmählichen, geplanten und vermutlich langfristigen Reintegration dieser Gebiete in die Ukraine. Wir wären miserable Nachkommen unserer Vorfahren, wenn wir es uns erlaubten zu denken, dass wir überhaupt ein Recht hätten, das Thema anzusprechen, dass wir jemandem einen Teil des Territoriums der Ukraine verschenken, abgeben oder austauschen könnten“, sagte Bezsmertnyj.

 

Abends:

 

De.sputniknews.com: Russland wartet auf die Bereitstellung von Materialien der WADA-Ermittlung zu dem angeblichen Doping-System, um sie den russischen Ermittlungsbehörden zu übergeben, wie der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitrij Peskow, bei einer Pressekonfrenz am Dienstag mitteilte.
„Wie sie wissen, hat sich der Präsident (Wladimir Putin) in seiner gestrigen Erklärung an die WADA-Kommission mit der Bitte gewendet, motivierte relevante Beweise und Tatsachen zu liefern, die zur Grundlage für diese Beschuldigungen geworden waren, die vom Herrn McLaren verlautbart wurden“, so Peskow.
Sollten diese Informationen bereitgestellt werden, würden sie für die Ermittlung verwendet, die von dem Ermittlungskomitee und der russischen Staatsanwaltschaft  bereits seit einiger Zeit durchgeführt würden, betonte der Kreml-Sprecher.
Ob auch Überprüfungen gegen den im WADA-Bericht erwähnten Inlandsgeheimdienst FSB vorgenommen werden sollen, wisse er nicht, sagte Peskow.

 

Novorosinform.org: Nach Angaben der Informationsgruppe „GO“ berichten die Bewohner von Donezk von einem erbitterten Kampf auf der Linie Spartak-Peski wahr. Die ukrainischen Truppen verwenden Kleinwaffen, Maschinengewehre, Granatwerfer, Mörser, Artillerie und gepanzerte Fahrzeuge.
Anwohner aus dem nördlichen Teil der Stadt berichten von intensiven Kämpfen und dem Einsatz schwerer Waffen….

 

Rusvesna.su: Die Ukraine bereitet die Einführung des Kriegsrechts im ganzen Land vor.
Der Sicherheitsrat der Ukraine hat die Frage der Verhängung des Kriegsrechts auf die Tagesordnung gesetzt.
Dies erklärte der Sekretär des Nationalen Sicherheitsrats Alexander Turtschinow in einem Kommentar, über seine Pressestelle.
Nach seinen Worten „führen aktive aggressive Handlungen der russischen Besatzungstruppen zur systematischen Verschlechterung der Lage im Osten unseres Landes“.
„Der ununterbrochene Beschuss der russischen Aggressoren mit vom Minsker Abkommen verbotenen schweren Waffen sowie moderne Mittel zur Feuerführung und –korrektur fü´hren zu erheblichen Verlusten unter unseren Soldaten. Während des letzten Tages haben wir 21 Soldaten verloren, davon 7 Tote und 14 Verletzte“, sagte er.
Turtschinow erklärte, dass die Ukraine ihre westlichen Partner auf diplomatischem Wege über die Verletzung der Minsker Vereinbarungen durch den Aggressor informiert habe.
„Im Falle der Fortsetzung dieser gefährlichen Entwicklung wird die Ukraine alle erforderlichen Maßnahmen ergreifen, um die Integrität unseres Landes und die Sicherheit der Bürger zu schützen, bis dahin, die Frage der Einführung des Kriegsrechts auf die Tagesordnung des Nationalen Sicherheitsrats zu setzen“, sagte Turtschinow.

 

Rusvesna.su: Ukrainische Artillerie begann massiven Beschuss von Wohngebieten in Donezk.
Darüber berichtete die Korrespondentin Anna Dolgarewa gegenüber Russkaja Vesna. Geschützdonner sei in der ganzen Stadt zu hören.
„Die Streitkräfte der Ukraine begannen mit dem Beschuss von  Donezk ohne auf die Dunkelheit zu warten.
Der Beschuss begann um 18:45 Uhr, es gab Granateinschläge und Explosionen in der Nähe des Bahnhofs (Kiewer und Kuibyschew-Bezirk)“, sagte die Korrespondentin.
Der Leiter des Kuibyschew-Bezirks Iwan Prichodko nannte Details:
„Im Moment haben wir 6 Treffer auf Privathäuser der Siedlung Oktjabrski registriert“, sagte er.

 

Rusvesna.su: Etwa 100 Granaten der Kaliber 82 und 120 mm haben die ukrainischen Truppen innerhalb einer Stunde auf das Gebiet des Donezker Flughafens abgefeuert. Mit großkalibriger Artillerie wurde auch das Gebiet der Stadt Jasinowataja beschossen, teilte am Dienstag ein Sprecher des Verteidigungsministeriums der DVR gegenüber der Agentur RIA Nowosti mit.

 

Novorosinform.org: Die Bewohner der Lugansker Volksrepublik sind verärgert über die Absicht der Junta, eine bewaffnete OSZE-Mission in den Donbass zu schicken. Heute fand in Lugansk eine große Schulung für den unbewaffneten Widerstand gegen potentielle bewaffnete OSZE-Beobachter statt, berichtete eine Quelle.
„Die Teilnehmer der Ausbildung – einfache Leute, die über die Tatsache empört sind, dass ausländische bewaffnete Agenten durch die die Straßen ihrer Städte patrouillieren sollen. Um zu lernen, wie man einer bewaffneten Mission widerstehen kann, wurde in Lugansk eine Zusammenkunft ziviler Einwohner einberufen. Die Teilnehmer wurden ausgebildet, in verschiedenen Situationen bewaffnetem Missionspersonal zu widerstehen und beschäftigten sich mit folgenden Themen: Blockieren von Transporten, Schutz der Zivilbevölkerung vor bewaffneten Gruppen, Befreiung von Parlamentariern und Entwaffnung von Vertretern bewaffneter Missionen“, hieß es in einer Erklärung.

 

Rusvesna.su: Eilmeldung des Verteidigungsministeriums der DVR zum Zusammenhang mit der Verschärfung der Situation an der Abgrenzungslinie
Die Situation in Richtung Donezk hat die Tendenz zur Verschärfung.
Die ukrainische Seite hat bereits seit einigen Tagen Vorbereitungen zu Provokationen in großem Maße getroffen, die auf Begründung der Nichterfüllung der Pflichten Kiews nach den Minsker Vereinbarungen und auf das Scheitern der Regionalwahlen gerichtet sind.
Kiew ignoriert die Bitten A. Merkels und F. Hollandes, und hört stattdessen auf die Versicherungen der Vertreter Washingtons zu ihrer Unterstützung.
Nach den Daten unserer Aufklärung sind gestern mehr als 30 Artilleriesysteme, Panzer und Minenwerfer auf die Kampfpositionen der 50. Motschützen- und der 128. Gebirgsjägerbrigade der ukrainischen Armee gebracht worden. Heute wurde von uns eine abgeschossene ukrainische Drohne entdeckt, die das Feuer der Artillerie auf Zivilisten lenkte.
Außerdem registrierte die OSZE-Mission in ihrem Bericht das Fehlen von 33 Panzerabwehrgeschützen, 33 Panzern und 12 Minenwerfern an den Rückzugsorten.
Desweiteren verzeichneten die Beobachter 10 220-mm- Mehrfachraketenwerfer BM-27 „Uragan“ in Bereichen, die in der Nähe der Rückzugslinien liegen. Wir berichteten auch früher schon von der Vorbereitung Kiews zu Provokationen.
Heute am helllichten Tag kamen  der Kiewski- und der Kybischewski-Bezirk der Stadt Donezk unter intensiven Beschuss unter Verwendung von Artillerie des Kalibers 82mm und 120mm aus Richtung des Ortes Awdejewka. Der Gegner schoss mehr als 20 großkalibrige Artilleriegranaten des Kalibers 120mm und 50 Minen ab.
Zerstörungen von Wohnraum wurden in den Straßen Awtostradnaja, Signalnaja, Stratonawtow, Wsletnaja, Erschow, Rapfakowski und im Dorf Oktjabr verzeichnet.
Die ukrainische Seite lenkt das Feuer zielgerichtet auf die Zivilbevölkerung der Republik, aus Waffen, die gemäß den Minsker Vereinbarungen, sich an den Rückzugsorten befinden sollten.
Es werden kriegslüsterne Erklärungen der Ukraine laut.
Nicht ausgeschlossen ist eine weitere Verschärfung, der massive Einsatz von großkalibriger Artillerie gegen friedliche Städte. Wir warnen die Einwohner der grenznahen Städte der DVR vor der drohenden Gefahr und bitten sie, im Falle von Beschüssen sich unverzüglich in die Schutzräume zu begeben.
Die militärpolitische Führung der Ukraine setzt die Politik der Sprengung der Minsker Vereinbarungen fort, indem sie in provokativer Weise die Stellungen der Volksmiliz der DVR sowie die Zivilbevölkerung des Donbass beschießt, in Erfüllung der Befehle ihrer westlichen Gönner.
Wir appellieren erneut an die internationalen Vermittler, an Menschenrechtsorganisationen, die internationale Gemeinschaft und die Spezialmission der OSZE, die militärpolitische Führung der Ukraine zu beeinflussen, das friedliche Leben im Donbass wieder herzustellen, den Völkermord und die blutigen Kriegsverbrechen zu stoppen.
Wir wollen den friedlichen Weg einer Konfliktlösung. Doch die Verbrecher aus Kiew provozieren uns völlig ungestraft immer aufs Neue zu einer harten Antwort.

 

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