Presseschau vom 06.07.2016

Quellen: Itar-Tass, Interfax, Ria Novosti, sputniknews, rusvesna.su, voicesevas.ru, hinzu kommen Informationen der Seiten dnr-online, lnr-portal, Novorossia, dnr-news, novorosinform u.a. sowie die offiziellen Seiten der Regierungen der Volksrepubliken dan-news, lug-info. Wir beziehen manchmal auch ukrainische Medien, z.B. BigMir, UNIAN, Ukrinform, KorrespondenT und die Online-Zeitung Timer aus Odessa ein.
Zur besseren Unterscheidung der Herkunft der Meldungen sind Nachrichtenquellen aus den neuen Volksrepubliken im Donbass in Rot (dnr-online, lnr-portal, Novorossia, dan-news, lug-info, dnr-news, novorosinform u.a.) und ukrainische Quellen in Blau (BigMir, Ukrinform, UNIAN, KorrespondenT und Timer) gekennzeichnet.
Die Übersetzung russischer Medien erfolgt in schwarzer Farbe.

 

Abends:

 

De.sputniknews.com (Text) /informator.media (Bilder): Etwa 100 Einwohner von Torezk in dem von Kiew kontrollierten Teil des Gebiets Donezk haben am Dienstag die Bewegung ukrainischer Soldaten durch die Stadt behindert, wie der Chef der örtlichen Polizeiverwaltung, Wjatscheslaw Abroskin, mitteilte.
„Die Polizei der Stadt wurde alarmiert. Bin zur Stabilisierung der Situation in der Stadt eingetroffen“, so Abroskin auf seiner Facebook-Seite. „Doch eine von Provokateuren gesteuerte betrunkene Menschenmenge verweigerte die Erfüllung unserer legitimen Forderungen“.
Laut Abroskin waren an der Aktion „vorbestrafte Personen im alkoholisierten Zustand“ beteiligt. Auf den Fotos in den sozialen Netzwerken sind jedoch keine betrunkenen Kriminellen zu sehen: Stattdessen zeigen die Fotos einfache Bürger, die Mehrheit davon Frauen.

 

Vormittags:

 

Lug-info.com: Die Kiewer Truppen haben in den letzten 24 Stunden 13-mal die Positionen der Volksmiliz der LVR beschossen. Dies teilte die Verteidigungsbehörde der Republik mit.
Das Gebiet von Kalinowo wurde mit Granatwerfern aus Richtung Nowoswanowka, Nowoalexandrowka, Troizkoje und Stepnoje beschossen. Ebenfalls aus Richtung Troizkoje wurde Sansharowka mit Mörsern des Kalibers 82mm beschossen.
Das Gebiet von Logwinowo haben die Kiewer Truppen mit Granatwerfern aus Richtung Luganskoje und Mironowskij beschossen.
Aus Richtung Luganskoje wurde mit Mörsern des Kalibers 82mm Kalinowka beschossen.
Beim Beschuss von Sokolniki aus Richtung Krymskoje verwendeten die Kiewer Truppen Panzertechnik und Abwehrgeschütze.
Aus Richtung Swetlodarsk wurde Losowoje mit Panzertechnik beschossen.
Das Gebiet von Golubowskoje wurde mit Granatwerfern aus Richtung Nowotoschkowskoje beschossen.
Verluste gibt es keine.

 

Dan-news.info: Die ukrainischen Truppen haben gestern am späten Abend mit schweren Waffen die Umgebung von Jasinowataja beschossen. Dies teilte eine Quelle aus den militärischen Einrichtungen der DVR mit.
„Gestern um 21:30 Uhr hat die ukrainische Seite mit einem Beschuss des Gewerbegebiets mit Waffen des Kalibers 122mm begonnen. Auf diesen Abschnitt wurden sieben Granaten abgeschossen“, sagte der Gesprächspartner der Agentur.
Nach Angaben der Quelle wurden neben Artillerie vom Gegner auch Mörser der Kaliber 82 und 120mm, Panzertechnik, Granatwerfer und Schusswaffen verwendet.
Er fügte hinzu, dass der Beschuss der frontnahen Zonen der Republik bis Mitternacht weiterging. Insgesamt wurden in der Zeit von 21:00 bis 24:00 Uhr von den ukrainischen Truppen 91 Mörsergranaten der Kaliber 82 und 120mm abgeschossen.
Gemäß den Informationen des Gesprächspartners wurden auch Trudowskije am westlichen Rand von Donezk, Sajzewo im Norden von Gorlowka und Sachanka im Nowoasowskij-Bezirk im Süden der DVR beschossen. Informationen über Zerstörungen werden noch geprüft.

 

Ukrinform.ua: In den letzten 24 Stunden haben die russisch-terroristischen Kräfte 61 Mal die Positionen der ukrainischen Regierungstruppen beschossen, auch aus verbotenen Waffen.
Das teilte das Pressezentrum des Stabs der Antiterror-Operation (ATO) mit.
„In Mariupoler Richtung wurden 29 Fälle der Verletzung der Waffenruhe festgestellt. In Schirokino setzte der Feind 152mm Artilleriesysteme, sowie 82mm- und 120mm Mörser ein. Darüber hinaus beschossen die russischen Besatzer aus 120mm Mörsern unsere Positionen in der Nähe von Gnutowe. Unruhig bleibt es in der Nähe von Marijinka, Starognatowka und Krasnogorowka, wo der Feind aus verschiedenen Arten von Kleinwaffen feuerte“, heißt es in der Meldung.
Ebenfalls 29 bewaffnete Angriffe gab es in Donezker Richtung. In der Nähe von Majorsk wurde auf ukrainische Positionen mehr als 30 Minuten lang aus 120-mm-Mörsern gefeuert.

 

De.sputniknews.com: Kiew kann die bevorstehende Heizperiode nicht plangerecht überstehen, wie der Oberbürgermeister der Hauptstadt, Vitali Klitschko, am Mittwoch gegenüber dem TV-Sender NewsOne sagte. Die Wärmeversorgung in der Hauptstadt stehe kurz vorm Zusammenbruch.
„Obwohl für die Vorbereitung auf die  Heizperiode eine Menge Geld ausgegeben wird, sind die Konten von 104 ukrainischen Energieunternehmen jetzt gesperrt worden. Es besteht ein großes Risiko, dass wir unvorbereitet in die Heizperiode gehen werden. Ein Missverständnis zwischen dem staatlichen Gasversorger Naftogaz und ukrainischen Energieunternehmen kann dazu führen, dass die Menschen ohne Heizung verbleiben werden“, so Klitschko.
Er teilte außerdem mit, dass die Stadtbehörden bereits die Regierung gebeten hätten, das Problem zu lösen.
Im Juni hatte der Staatliche Vollzugsdienst der Ukraine 21,3 Millionen Griwna (umgerechnet etwa 850.000 US-Dollar) vom Konto des Kiewer Energieunternehmens „Kiewenergo“ an Naftogaz umgebucht. Danach teilte „Kiewenergo“ mit, das Unternehmen befände sich wegen der Kontensperrung in kritischem Zustand. Insgesamt schulden ukrainische Energiebetriebe „Naftogaz“ rund 403 Millionen US-Dollar.
Wie ein Sprecher von „Kiewenergo“ mitteilte, werde der Wärme- und Stromhaushalt gegenwärtig überhaupt nicht auf den kommenden Winter vorbereitet. Zugleich seien die zur Beseitigung von Folgen möglicher Havarien an Heizungsrohren nötigen Vorräte praktisch erschöpft.
Das ukrainische Kabinett hatte zuvor auf Forderung des IWF hin die Binnenpreise für Gas auf das Marktniveau erhöht. Am 1. Mai wurden die Tarifermäßigungen für die Heizperiode abgeschafft. Der Gaspreis für die Bevölkerung und die Wärmeversorgungsbetriebe soll nun 6.879 Griwna (rund 270 US-Dollar) je 1.000 Kubikmeter betragen. Allein seit dem 1. Juli sind die Wärmetarife für die Bevölkerung auf das Doppelte angestiegen.

 

Dan-news.info:  Drei Filialen des staatlichen Unternehmens „Post des Donbass“ in Gorlowka und seiner Umgebung wurden in den letzten zwei Wochen ernsthaft durch Beschüsse von Seiten der ukrainischen Streitkräfte beschädigt. Der Pressedienst der Einrichtung teilte mit, dass die Filialen arbeiten.
„In den letzten beiden Wochen wurden drei Filialen der Postdienste in Gorlowka durch Beschüsse der ukrainischen Streitkräfte ernsthaft beschädigt“, sagte die Gesprächspartnerin der Agentur. „Sie befinden sich in den frontnahen Bezirken und werden die ganze Zeit beschossen, aber trotzdem funktionieren sie weiter“.
Der Pressedienst erklärte, dass in den genannten Filialen Fassaden, Wände und Verglasung beschädigt sind. Es ist äußerst schwierig mit der Reparatur zu beginnen, weil die Territorien ständig von den ukrainischen Streitkräften beschossen werden.
„Seit zwei Jahren lebt und arbeitet Gorlowka unter unterbrochenen Beschüssen und in dieser ganzen Zeit hat „Post des Donbass“ nicht aufgehört, seine Dienste zur Verfügung zu stellen. Das Kollektiv dieser Filialen hält sich nicht für Helden, sie leben und arbeiten einfach, nehmen weiter kommunale Zahlungen an und geben Renten aus“, fügte das staatliche Unternehmen hinzu.
Zuvor hatte der Pressedienst von „Post des Donbass“ mitgeteilt, dass aufgrund der ukrainischen Beschüsse in Donezk und seinen Vorständen 10 Postfilialen nicht funktionieren.

 

Nachmittags:

 

Lug-info.com: Pressekonferenz des offiziellen Vertreters der Volksmiliz der LVR, Major Andrej Marotschko
„Von unserer Aufklärung wurde festgestellt, dass am 4. Juli über den Bahnhof Olchowaja vier „Ural“-Lastwagen in einem Erholungskomplex in Staniza Luganskaja eintrafen, in den Fahrzeugen waren etwa 80 Soldaten. Sie sprechen englisch miteinander, sind in gleichartige Militäruniformen gekleidet, einheitlich mit Schusswaffen ausländischer Herkunft ausgestattet“, teilte der Vertreter der Verteidigungsbehörde der Republik mit.
„Nach unserer Information hat das Kommando der ukrainischen Streitkräfte die Verlegung von Kräften und Mitteln der 93. mechanisierten Brigade in das Gebiet des „antiterroristischen Operation“ abgeschlossen, um die Abteilungen der 24. mechanisierten Brigade zu ersetzen, die aus der Zone der sogenannten „ATO“ abgezogen wird“, sagte er.
„Im Zusammenhang damit sind am 5. Juli in Putilino im Nowoajdar-Bezirk bei einem Panzerbataillon der 93. mechanisierten Brigade der ukrainischen Streitkräfte 10 Panzer eingetroffen“, erläuterte der Vertreter der Volksmiliz.
„Auch im Gebiet von Nowoalexandrowka, das sich in der sogenannten „grauen Zone“ befindet, wurden von unserer Aufklärung 120mm-Mörser aus einer Mörserbatterie des 10. Bataillons der 59. Panzergrenadierbrigade der ukrainischen Streitkräfte  entdeckt“, fügte Marotschko hinzu.

 

Lug-info.com: Die Gastechniker der LVR werden bis August eine grundsätzliche Überholung von fünf großen Gasverteilungsstationen durchführen, die in all den Jahren der unabhängigen Ukraine auf Verschleiß gearbeitet haben. Dies teilte der Generaldirektor des staatlichen Unternehmens „Lugansker Koordination für Hauptgasleitungen“ Wadim Tupoj mit.
Er berichtete, dass das Unternehmen auf dem Territorium der Republik 33 Gasverteilungsstationen wartet.
Er erläuterte, dass an den betroffenen Gasverteilungsstationen die gesamte Ausrüstung repariert wird, ein großer Teil wird durch neue, modernere ersetzt.
„Bei der Ukraine wurden solche Reparaturen und Überholungen nicht durchgeführt. Die Ausrüstung wurde nur soweit gewartet, dass sie minimal funktionierte, das heißt, das Gas zu Verbraucher kam“, sagte er.

 

De.sputniknews.com: UNO erwägt Verbot für Weltmarkteintritt von russischen Atomantrieben.
Vor dem Hintergrund der Intensivierung der russischen Entwicklung eines atomaren Elektroantriebs für kosmische Apparate haben sich mehrere Länder für eine Revision des Einsatzes von nuklearen Energiequellen im Weltraum ausgesprochen, schreibt die Zeitung „Iswestija“ am Mittwoch unter Bezugnahme auf einen Bericht der UN-Vollversammlung.
In der 59. Tagung des UN-Komitees zur Nutzung des Weltraums für friedliche Zwecke plädierte eine Reihe von Ländern, darunter die USA, Großbritannien, Frankreich, Japan, Italien, Spanien und Australien, für eine Revision der Prinzipien der Nutzung von nuklearen Energiequellen im Weltraum.
„Einige Delegationen haben den juristischen Unterausschuss darum gebeten, über die Rahmenbedingungen zur Gewährleistung einer sicheren Nutzung nuklearer Energiequellen im Weltraum eine Übersicht zu erstellen und zur Annahme von rechtsverbindlichen Standards zwecks einer verantwortungsbewussten Nutzung nuklearer Energiequellen beizutragen“, heißt es in dem Dokument.
Diese Initiative ist eine Antwortreaktion auf das russische Projekt zur Entwicklung eines Raumschiffes mit Kernenergieantrieb zum Jahr 2025. Kein anderes Land der Welt beschäftigt sich derzeit mit Entwicklungen in diesem Bereich.
1978 geriet der sowjetische Satellit Kosmos 954 aus seiner Umlaufbahn und verstreute Tausende radioaktive Einzelteile über weite Gebiete von Kanada. Die Sowjetunion zahlte damals an Kanada eine finanzielle Entschädigung in Höhe von mehr als zehn Millionen US-Dollar.

 

Ukrinform.ua: In den letzten 24 Stunden wurden durch Kämpfe im Gebiet der Antiterror-Operation (ATO) zwei ukrainische Soldaten getötet, zehn weitere wurden verletzt.
Das gab heute auf dem Briefing in Kiew der Sprecher der Administration des Präsidenten der Ukraine für die ATO, Andrij Lysenko, bekannt, berichtet ein Ukrinform-Korrespondent.
„Während des letzten Tages wurden durch aktive Kämpfe zwei ukrainische Soldaten getötet und weitere zehn wurden verletzt“, sagte Lysenko.

 

Dan-news.info/youtube-Seite des Verteidigungsministeriums der DVR:
Pressekonferenz des stellvertretenden Kommandeurs des operativen Kommandos der Streitkräfte der DVR Eduard Basurin (Zusammenfassung mehrerer Meldungen)
Die Lage in der DVR bleibt angespannt.
In den letzten 24 Stunden haben die ukrainischen Truppen 402-mal das Territorium der Republik beschossen. Der Gegner schoss zehn 122mm-Artilleriegranaten, 116 Mörsergranaten des Kalibers 120mm und 142 des Kalibers 82mm ab. Außerdem wurde mit Panzertechnik, Granatwerfern und Schusswaffen geschossen.
Die Straftruppen eröffneten das Feuer auf die folgenden Ortschaften:
Sajzewo, Spartak, Jasinowataja, Lebjashe, Shabitschewo, Staromichajlowka, Dokutschajewsk, Sachanka, den Petrowskij-Bezirk und den Flughafen von Donezk.
Im Verlauf des Artilleriebeschusses wurden 27 Häuser in Dokutschajewsk, Gorlowka, Sajzewo, Staromichajlowka und dem Petrowskij-Bezirk von Donezk beschädigt.
Die verbrecherischen Befehle zur Eröffnung des Feuers gaben die Brigadekommandeure Subanitsch, Rjabokon, Wodolaskij, Gorbatjuk, Deljatizkij, Wojlokow, Sabolotnyj.
Alle Angaben über Verletzungen der Minsker Vereinbarungen haben wir den Vertretern der OSZE und des Gemeinsamen Zentrums zur Kontrolle und Koordination übergeben.
Wir stellen weiterhin eine Verstärkung der Gruppierungen des Gegners in Verletzung aller zuvor abgeschlossenen Minsker Vereinbarungen fest. So in den Gebieten folgender Ortschaften:
Krasnogorowka, 3 km von der Kontaktlinie, es wurde die Stationierung von zwei 122mm-Artilleriegeschützen „Gwosdika“ festgestellt;
Marjinka, 1 km von der Kontaktlinie, es wurden Artilleriefeuerpositionen von zwei 122mm-Haubitzen D-30 entdeckt;
Prochorowka, 13 km von der Kontaktlinie, es wurde die Ankunft von 14 Panzern und 26 Einheiten Militärtechnik registriert.
Im Zusammenhang mit der Vergrößerung der Menge der Militärtechnik in der ATO-Zone und der sich häufenden Fälle von Ausschreitungen von Soldaten der Ukraine gegenüber zivilen Einwohnern hat die Empörung und Unzufriedenheit der örtlichen Bevölkerung zu wachsen begonnen. So haben in Tschasow Jar örtliche Einwohner gegen die Anwesenheit von Abteilungen der ukrainischen Streitkräfte in der Stadt protestiert und gefordert, die Abteilungen aus der Stadt zu bringen, um die Gewalt gegen die Zivilbevölkerung zu beenden.
In den Reihen der ukrainischen Streitkräfte nehmen die nicht kampfbedingten Verluste weiter zu, die mit dem niedrigen moralisch-psychischen Stand der Soldaten verbunden sind. Von uns wurde festgestellt, dass nach dem Genuss von Alkohol ein Soldat des 8. Bataillons der 10. Sturmbrigade aufgrund unsachgemäßer Reinigung seines Maschinengewehrs einen Schuss auf den Bauch eines Kameraden abgegeben hat. Der Soldat ist mit schweren Verletzungen im Krankenhaus. Diese Tatsache wird bisher vor dem übergeordneten Kommando verheimlicht.
Die ukrainische militärische Führung sucht weiterhin nach Mitteln um das Personal auf den Positionen festzuhalten, da die geplanten Ablösungen sich verspäten, weil die Bürger der Ukraine nicht in der ATO-Zone Militärdienst leisten wollen. Ein weiteres Mittel ist, dass das Kommando der 30. vorsätzlich die Dokumente der Soldaten zurückhält, die demobilisiert werden sollen und damit ihre Abreise verzögert. Im Zusammenhang damit ist eine Welle der Unzufriedenheit unter dem Personal ausgebrochen, die sich in massenhaftem Alkoholmissbrauch und aufkommenden Unruhen äußert.
Das Geschehen in der ukrainischen Armee zeugt vom Zerfall in den Reihen der ukrainischen Streitkräfte, wenig Kompetenz der Kommandeure und der Unfähigkeit der ukrainischen Führung, das Personal weiter in der ATO-Zone zu halten, Verantwortung zu übernehmen und Rechenschaft gegenüber den Eltern für die Söhne abzulegen, deren Tod sie in der sogenannten „kampffreien Zeit“ zugelassen haben.

 

Dan-news.info: Mehr als 280.000 Einwohner der DVR haben die Petition an den UN-Sicherheitsrat gegen die Verletzungen der Minsker Vereinbarungen durch die ukrainische Seite unterzeichnet. Dies teilte der Pressedienst der gesellschaftlichen Bewegung „Donezkaja Respublika“ mit.
Wir merken an, dass gestern etwa 1000 Menschen ihren Protest gegen die Nichterfüllung der Minsker Vereinbarungen durch Kiew auf einer Kundgebung in Debalzewo deutlich gemacht haben. Die Teilnehmer der Aktion konnten auch ihre Unterschrift unter die Resolution setzen.

 

De.sputniknews.com: Das Ministerkabinett der Ukraine hat das Handelsembargo gegen Russland bis Ende 2017 verlängert. Die Entscheidung wurde in einer Regierungssitzung getroffen, meldet die russische Agentur RosBusinessConsulting (RBC) unter Verweis auf den Nachrichtenkanal „112 Ukraina“.
„Der vorliegende Beschlussentwurf wurde ausgearbeitet, um in Antwort auf die von Russland verhängten entsprechenden Handelsverbote und Einschränkungen hinsichtlich der Ukraine die nationale Sicherheit der Ukraine zu gewährleisten“, sagte in der Sitzung Stepan Kubiw, Minister für Wirtschaftsentwicklung und Handel sowie Vizepremier der Ukraine (zitiert nach der Agentur UNN).
Kiew habe damit auf Moskaus Entscheidung reagiert, hebt die Ausgabe hervor. Am 29. Juni habe Russlands Präsident Wladimir Putin das Lebensmittelembargo bis zum 31. Dezember 2017 verlängert, wonach das ukrainische Ministerium für Wirtschaftsentwicklung ähnliche Maßnahmen vorgeschlagen habe.
Das Embargo umfasst das Einfuhrverbot für Rind- und Schweinefleisch, Geflügel, Fisch, Wodka, Bier, Filterzigaretten, Konditoreiwaren, Kindernahrung, Katzen- und Hundefutter sowie für mehrere andere Produkte aus Russland in die Ukraine. Einschränkungen gelten für die Einfuhr von Insekten- und Unkrautbekämpfungsmitteln, Lokomotiven und Eisenbahnausrüstung, aber ebenso für manch andere Waren.
Der ukrainische Präsident Pjotr Poroschenko hatte laut der Agentur RBC am 29. Dezember 2015 der Regierung erlaubt, Wirtschaftssanktionen gegen Russland zu verhängen. Das sei geschehen, nachdem der russische Premierminister Dmitri Medwedew die Ukraine auf die Liste jener Länder gesetzt habe, für die das Lebensmittelembargo gelte. Es erstrecke sich ebenso auf die EU-Länder, die USA, Kanada, Norwegen, Australien, Albanien, Montenegro, Island und Liechtenstein. Das Embargo für ukrainische Waren gilt in Russland seit Anfang dieses Jahres.
In der vergangenen Woche habe Präsident Putin Veränderungen in den Erlass vom 1. Januar 2016 eingebracht, laut dem Transiteinschränkungen für ukrainische Waren nach Kasachstan eingeführt wurden. Sie betreffen Waren, für die das Embargo gilt, aber ebenso Waren, für die Einfuhrzollgebühren höher als zum Zollsatz „Null“ erhoben werden. Der ukrainische Vizepremier Kubiw habe daraufhin angekündigt, dass die Regierung einen Gesetzentwurf über die Einschränkung des russischen Warentransits durch die Ukraine einbringen wolle, schreibt die Agentur RBC.
Die Beziehungen zwischen Moskau und Kiew sind angesichts der Ukraine-Krise seit der Wiedervereinigung der Krim- und Sewastopols mit der Russischen Föderation 2014 schwer belastet, was sich auch auf die Handels- und Wirtschaftsbeziehungen beider Länder ausgewirkt hat.

 

Dan-news.info: Die Reparaturbrigaden der DVR haben die Energieversorgung des frontnahen Ortes Staromichajlowka im Westen von Donezk, die in der Nacht auf den 4. Juli durch Beschüsse der ukrainischen Streitkräfte unterbrochen wurde, wieder in Ordnung gebracht. Dies teilte heute der Pressedienst des Kohle- und Energieministeriums der DVR mit.
„Die Energetiker der Republik haben die Stromversorgung von Staromichajlowka im Westen von Donezk vollständig wiederhergestellt“, informierte das Ministerium.
„Den Strom in die Häuser der Staromichalowker zurückzubringen hat sich als äußerst schwierige Aufgabe erwiesen, weil die Reparaturarbeiten wegen der nicht endenden Beschüsse von Seiten der ukrainischen Streitkräfte mehrfach neu beginnen mussten“, erklärte das Ministerium. „Die Energetiker der Republik haben höchste Meisterschaft gezeigt, als sie in wenigen Tagen zahlreiche Abrisse der Stromleitungen beseitigt haben“.

 

Abends:

 

Dan-news.info: Die Bergleute aus drei Bergwerken des staatlichen Unternehmens „Selidowugol“ auf dem von Kiew kontrollierten Teil des Donbass sind den dritten Tag im Hungerstreik und fordern die Entgeltrückstände zu begleichen, zwei Menschen sind im Krankenhaus. Dies erklärte gegenüber TASS der Vorsitzende der unabhängigen Gewerkschaft der Bergleute der Ukraine Michail Wolynez.
„Die Bergleute des staatlichen Unternehmens „Selidowugol“ unter Leitung des Vorsitzenden der örtlichen Organisation der Gewerkschaft führen ihren Hungerstreik fort. Zwei sind bereits vom Krankenwagen abgeholt worden“, sagte er und fügte hinzu, dass die Ärzte auch andere Hungerstreikende untersucht und bei ihnen einen erheblich erhöhten Blutdruck festgestellt haben.
Nach den Worten Wolynzas ist die Rede von den Bergleuten der Bergwerke „Ukraina“, „Kurachowskaja und 1/3 „Nowogrodowskaja“. Er sagte, dass einige Menschen heute Verhandlungen mit einem Vertreter des Energieministeriums in Kiew bezüglich der Auszahlung der Entgeltrückstände geführt haben, die aber nicht von Erfolg gekrönt waren.
Den Bergleuten wurden zwei Monate lang keine Löhne gezahlt: im Mai 45 Mio. Griwna, im Juni 85 Mio. Griwna. Wolynez brachte auch seine Empörung darüber zum Ausdruck, dass die Bergleute des genannten Unternehmens die höchste Effektivität gezeigt haben und in der Folge mit den größten Entgeltrückständen in der Ukraine konfrontiert sind. Jetzt sind sie gezwungen, die Arbeit bis zum Erfüllung ihrer Forderungen einzustellen.
Seit einigen Monaten protestieren die ukrainischen Bergleute und fordern die Zahlung der Entgeltrückstände sowie eine Neuberechnung der monatlichen Versicherungszahlungen. Ende Juni führten die Bergleute Protestaktionen an der Administration des Präsidenten der Ukraine, im okkupierten Donbass und in den westlichen Regionen des Landes durch. Zuvor hatten die Bergleute das die Büros des Sozialministeriums blockiert, Straßen an dem Ministerium gesperrt, einen Hungerstreik an der Administration des ukrainischen Präsidenten ausgerufen. Aber die Regierung ignoriert bis jetzt ihre Forderungen.

Advertisements
Standard

Ein Gedanke zu “Presseschau vom 06.07.2016

  1. Pingback: Presseschau vom 06.07.2016 — Alternative Presseschau | Steven25's Blog

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s