Presseschau vom 02.07.2016

Quellen: Itar-Tass, Interfax, Ria Novosti, sputniknews, rusvesna.su, voicesevas.ru, hinzu kommen Informationen der Seiten dnr-online, lnr-portal, Novorossia, dnr-news, novorosinform u.a. sowie die offiziellen Seiten der Regierungen der Volksrepubliken dan-news, lug-info. Wir beziehen manchmal auch ukrainische Medien, z.B. BigMir, UNIAN, Ukrinform, KorrespondenT und die Online-Zeitung Timer aus Odessa ein.
Zur besseren Unterscheidung der Herkunft der Meldungen sind Nachrichtenquellen aus den neuen  Volksrepubliken im Donbass in Rot (dnr-online, lnr-portal, Novorossia, dan-news, lug-info, dnr-news, novorosinform u.a.) und ukrainische Quellen in Blau (BigMir, Ukrinform, UNIAN, KorrespondenT und Timer) gekennzeichnet.
Die Übersetzung russischer Medien erfolgt in schwarzer Farbe.

 

 

Abends / nachts:

 

 

Dan-news.info: Die Bevollmächtigte der DVR für Menschenrechte Darja Morosowa hat heute kategorisch die Beschuldigung dementiert, die Kiew gegenüber der Republik vorgebracht hat, dass diese den Prozess des Gefangenenaustausch zum Scheitern gebracht hat.
„Seit anderthalb Jahren hat das offizielle Kiew nicht einen Punkt (des Minsker Maßnahmekomplexes) erfüllt, unter anderem ignoriert es die Erfüllung des fünften und sechsten (Amnestie und Austausch von Gefangenen, Anm. DAN)“, unterstrich die Bevollmächtigte. „Heute sehen wir, dass die ukrainische Seite versucht, die Verantwortung für das Nullresultat von sich abzuwälzen und uns dessen zu beschuldigen“.
Morosowa erinnerte daran, dass in der Zeit des Konflikts die DVR und die LVR mehrfach ihre Bereitschaft zu Kompromissen gezeigt, Gesten des guten Willens durchgeführt und einseitig ukrainische Soldaten freigelassen haben. Von Seiten Kiews gab es keine solchen Schritte, „wonach man den Schluss ziehen kann, dass eben sie nicht auf einen konstruktiven Dialog eingehen“.
„Für uns gibt es keinen Unterschied zwischen Gefangenen, ob es ein Soldat, Zivilist oder politischer Gefangener ist, wir werden für jeden kämpfen, auch für die acht Entminungstechniker, die eine Operation zur humanitären Entminung eines Ortes durchgeführt haben. Ich habe sie schon auf die Austauschliste genommen und wenn die ukrainische Seite bereit ist, die übernommenen Verpflichtungen zu erfüllen, so soll sie sie in der vorgeschriebenen Weise übergeben, weil ich mit einer Geste des guten Willens von ihrer Seite nicht mehr rechne“, fasste die Bevollmächtigte der DVR zusammen.
Zuvor hatte heute die Vertreterin Kiews in der humanitären Untergruppe zur friedlichen Regelung im Donbass Irina Geraschtschenko erklärt, dass die DVR angeblich die Initiativen der ukrainischen Seite zum Austausch von Gefangenen ignoriert und kein Interesse an der Befreiung der acht Entminungstechniker zeigt, die Ende Juni gefangenen genommen wurden.

 

 

Vormittags:

 

 

Lug-info.com:  Die Kiewer Truppen haben in den letzten 24 Stunden 15 Mal die Positionen der Volksmiliz der LVR beschossen, darunter auch mit Waffen, die in Übereinstimmung mit den Minsker Vereinbarungen von der Kontaktlinie abgezogen sein müssten. Dies berichtete heute die Verteidigungsbehörde der Republik.
Dreimal wurde das Gebiet von Kalinowo mit Artilleriegeschützen des Kalibers 152mm, Mörsern des Kalibers 82 mm und Granatwerfern aus Richtung Nowoswanowka, Nowoalexandrowka und Troizkoje beschossen.
Ebenfalls aus Richtung Troizkoje wurde das Gebiet von Weselogorowka beschossen.
Aus Richtung Luganskoje haben die Kiewer Truppen Kalinowo und Logwinowo mit Mörsern des Kalibers 82mm und Granatwerfern beschossen.
Mit Granatwerfern und Panzertechnik wurde aus Richtung Staniza Luganskaja zweimal das Gebiet der gleichen Ortschaft beschossen.
Mit Schusswaffen wurde das Gebiet von Beregowoje aus Richtung Sisoje beschossen.
Aus Richtung Orechowo wurde mit Granatwerfern das Gebiet von Golubowskoje beschossen.
Mit Schusswaffen wurde aus Richtung Stschastje Weselaja Gora beschossen.
Losowoje wurde mit Mörsern des Kalibers 82mm aus Richtung Swetlodarsk beschossen.
Weselogorowka wurde aus Richtung Mironowskij mit Artillerie des Kalibers 152mm beschossen.
Verluste gibt es keine.

 

Dan-news.info:  Die ukrainische Armee hat am Abend und in der Nacht 341 Mörsergeschosse auf die Umgebung von Donezk, Jasinowataja, Gorlowka, Dokutschajewsk und südliche Dörfer der Republik abgeschossen. Dies teilte heute eine Quelle aus den militärischen Einrichtungen der DVR mit.
„In der Zeit von 19:30 bis 2:15 hat die ukrainische Seite Trudowskije, Alexandrowka und Staromichajlowka im Westen von Donezk, die Umgebung des Volvo-Zentrums und den Flughafen, Gorlowka und Dörfer in seiner Umgebung, insbesondere Sazjewo, Shelesnaja Balka und Oserjanowka, Dörfer im Jasinowataja-Bezirk und die Dörfer Sachanka und Leninskoje im Süden der Republik beschossen“, sagte der Gesprächspartner der Agentur. „Auf diese Territorien wurden 341 Mörsergeschosse der Kaliber 82 und 120mm abgeschossen.
Nach Angaben der Quelle haben die Abteilungen des Gegners auch Antipanzerraketen, Panzertechnik, Granatwerfer und Schusswaffen verwendet. Informationen über Verletzte und Zerstörungen werden noch geprüft.

 

De.sputniknews.com: Für Aufhebung der Russland-Sanktionen: Zyperns Parlament stimmt ab
Das Repräsentantenhaus der Republik Zypern wird am kommenden Donnerstag über einen Resolutionsentwurf abstimmen, in dem es um eine Aufhebung der von der EU verhängten Russland-Sanktionen geht.
Der Entwurf war am 7. Juni von Vertretern der Fortschrittspartei des werktätigen Volkes (AKEL) vorgelegt worden, wie die Partei auf ihrer offiziellen Webseite mitteilt.
„Die von der EU gegen die Russische Föderation verhängten Sanktionen haben ihre Kontraproduktivität gezeigt. Sie leisten keinen Beitrag zu den Bemühungen um die Lösung der  gegenwärtigen Ukraine-Krise“, heißt es im Dokument. Darin wird konstatiert, dass die Sanktionen negative politische und wirtschaftliche Folgen sowohl für Russland, als auch für die EU-Mitgliedsländer hatten.
Die Verfasser der Resolution fordern die Regierung des Landes auf, politische Initiative zu einer möglichst baldigen Aufhebung der Sanktionen und zur Normalisierung der wirtschaftlichen und der politischen Beziehungen zwischen der EU und Russland zu übernehmen.

 

Dan-news.info:  Aktivisten des Projekts „Volkskontrolle“ haben während der Kontrolle im letzten Monat fast 600 Verstöße im Bereich des Handels in den Städten und Bezirken der DVR aufgedeckt. Dies teilte die Leiterin des Projekts, die Abgeordnete des Volkssowjets der DVR Jekaterina Martjanowo mit.
„Im Juni 2016 hat die gesellschaftliche Kontrolle 928 Handelsobjekte, 15 Schul- und Vorschuleinrichtungen kontrolliert. Es wurden 568 Verstöße entdeckt“, sagte sie.
Nach den Worten Martjanowas gelang es der Volkskontrolle, im letzten Monat 241 Verstöße zu beseitigen. Außerdem wurde Ende Mai Handelspunkte auf den Verkauf von Alkohol und Tabak an nicht Volljährige kontrolliert.

 

Ukrinform.ua: Der Präsident der Ukraine, Petro Poroschenko, ist überzeugt, dass die Verlängerung der EU-Sanktionen gegen Russland auf die aktiven Bemühungen der ukrainischen Diplomatie erfolgte.
Darüber schreibt das ukrainische Staatsoberhaupt auf Facebook.
„Die Sanktionen der EU gegen Russland sind verlängert! Unsere aktive diplomatische Arbeit in den letzten Tagen: Besuche in Brüssel und Paris, Verhandlungen mit Berlin und intensive Verhandlungen mit den Mitgliedsländern der EU haben trotz der Position der Skeptiker und Pessimisten das Ergebnis gebracht“, ist in der Meldung geschrieben.
Poroschenko betonte, die Entscheidung der EU sei einstimmig.
Er drückte den Staats- und Regierungschefs der EU die Dankbarkeit für ihre Unterstützung und Solidarität mit der Ukraine aus.
Der Präsident stellt dabei fest, die Verlängerung der Sanktionen „sollte ein Stimulus für Russland für die Erfüllung der Abkommen von Minsk und die Beendigung der Besetzung der Krim sein.

 

Dnr-online.ru: Vertreter der DVR planen, sich mit Mitarbeitern des Kinderhilfswerks der UNO UNICEF zu treffen. Dies erklärte heute die Bevollmächtigte der DVR für Menschenrechte Darja Morosowa..
Außerdem berichtete sie über das Programm bei den Verhandlungen der humanitären Untergruppe in Minsk am 4. Juli. „Wir bestehen auf der Erfüllung der Punkte 5 und 6 der Minsker Vereinbarungen. Wir fordern diese Erfüllung der Punkte, die Poroschenko unterschrieben hat“, erklärte die Bevollmächtigte.
Ebenfalls beabsichtigt der Vertreter der DVR, sich mit Vertretern von UNICEF zu treffen zur Frage der aus dem Donbass weggebrachten Kinder. „Die ukrainische Seite will kategorisch nicht angeben, wo sich diese Kinder befinden. Uns wurden nur statistische Daten übergeben. In welchem Zustand und wo unsere Kinder sind, wissen wir leider nicht“, erzählte Darja Morosowa.
Morosowa sagte, dass die ukrainische Seite sich weigert, irgendwelche Informationen mit Bezug auf das Gesetz über personenbezogene Daten zu geben. „Wir werden fordern, dass die Vertreter von UNICEF überprüfen, in welchem Zustand die Kinder sind“, unterstrich Darja Morosowa.
Wir erinnern daran, dass im Sommer 2014 alle Kinderheime des Donbass die offizielle Anweisung von Gesundheitsministerium der Ukraine erhielten, die Kinder zeitweilig aus der Kampfzone wegzubringen. Derzeit ist nicht bekannt, wo genau sich die weggebrachten Kinder befinden, in welchem Zustand sie sind, ob sie medizinische Hilfe benötigen.

 

Rusvesna.su: Kämpfer der Strafbataillone stellten vor dem Petschersker Bezirksgericht in Kiew Zelte auf, um das Gebäude zu blockieren, in dem der Anführer des Bataillons „Aidar“ Walerntin Licholit zu einer Haftstrafe verurteilt worden war. (Licholit wird der Plünderung und der Entführung beschuldigt – Anm. d. Übers.)
Die Vorbereitung des neuen Maidans verkündete der skandalträchtige Radaabgeordnete der Radikalen Partei Igor  Mositschuk.
„Wir setzen die Blockade des Gerichts mit der Forderung, Walentin Licholit („Batja“) freizulassen, fort.
Wir haben eine kurze Sitzung durchgeführt und folgendes beschlossen:
1. eine Delegation zum Generalstaatsanwalt Juri Luzenko zu entsenden mit der Forderung, die Zwangsmaßnahmen gegen Batja aufzuheben. Die Delegation leitet mein Kollege im Ausschuss der legislativen Unterstützung rechtschützender Tätigkerit Pawel Kostenko.
2. eine Fahrzeugkolonne des Automaidan zur Fahrt ins Dorf Kosin zu formieren, wo sich der Präsident Petro Poroschenko mit seiner Familie aufhält, um ihm unsere Forderungen zu überbringen
3. den Verkehr auf dem Kretschatik (Hauptverkehrsstraße in Kiew – Anm. d. Übers.) zu stoppen
4. Schließt euch an! Wir brauchen jede Unterstützung!“, organisiert Mositschuk den „Volksaufstand“….

 

 

Nachmittags:

 

 

Ukrinform.ua: Der Präsident der Ukraine, Petro Poroschenko, besucht am Sonntag, 3. Juli, die Stadt Odessa, wo er an den Feierlichkeiten anlässlich des Tages der Seestreitkräfte der Ukraine teilnehmen wird.
Das ukrainische Staatsoberhaupt wird insbesondere die Staatsauszeichnungen verleihen, die Zeremonie der Namensgebung den Schiffen führen und einen Einblick in Muster von Bewaffnung und Militärtechnik auf dem Platz des Seebahnhofes von Odessa bekommen.
An den feierlichen Veranstaltungen nehmen auch die Leiter der Region Odessa, des Verteidigungsministeriums und des Generalstabs der Streitkräfte der Ukraine sowie des Kommandostabs der Seestreitkräfte der Ukraine teil, wurde dem Ukrinform-Korrespondenten im Pressezentrum der Marinekräfte der Ukraine mitgeteilt.

 

Lug-info.com: Pressekonferenz des Leiters der Koordination der Volksmiliz Oberst Oleg Anaschtschenko (Zusammenfassung mehrerer Meldungen, Wochenrückblick)
„Trotz des Waffenstillstand haben die ukrainischen Truppen in der letzten Woche 853 Mal das Territorium der Republik in der Folge von 140 Verletzungen des Regimes der Feuereinstellung beschossen“, sagte Anaschtschenko.
Er unterstrich, dass die ukrainischen Soldaten die Korrektur des Artilleriefeuers mit Drohnen durchführen, was durch die Minsker Vereinbarungen verboten ist.
„Am intensivsten wurden die Ortschaften Kalinowo, Kalinowka, Logwinowo beschossen“, erläuterte der Oberst.
„Die Befehle zum Beschuss der Ortschaften der Republik erteilte der Kriegsverbrecher und aktive Anhänger der ukrofaschistischen Ideologie, der Kommandeur der 54. mechanisierten Brigade der ukrainischen Streitkräfte Oberst Andrej Nikolajewitch Wojlokow“, teilte Anaschtschenko mit.
Die OSZE stellt weiterhin das Fehlen von Waffen und Militärtechnik in den Abzugsorten für Waffen der ukrainischen Streitkräfte fest.
„So wurde in den Berichten der OSZE-Mission in der Folge von Besuchen von Abzugsorten für Waffen und Militärtechnik der ukrainischen Streitkräfte das Fehlen von zuvor abgezogenen Waffen bemerkt, namentlich: 26 Panzer verschiedener Art; 5 122mm-Artilleriegeschütze „Gwosdika“; in Nishneje wurden 4 Abwehrraketenkomplexe „Strela-20§ und eine 152mm-Haubitze „Akazija“ bemerkt“, teilte Anaschtschenko mit.
Er erwähnte weiter, dass die Aufklärung der Volksmiliz die Stationierung von fünf T-64-Pnazern in Staniza Luganskaja festgestellt hat, außerdem wurden aus Starobelska in Richtung Petrowka zwei Batterien Mehrfachraketenwerfer „Grad“ bewegt.
In Trjochisbjonka wurden verdeckt drei 125mm-Artilleriegeschütze „Giazint-S“ des Kalibers 152mm stationiert. Im Gebiet von Krymskoje ist eine Kolonne Militärtechnik mit fünf T-64-Panzer, elf Einheiten Panzertechnik und drei Fahrzeugen mit Personal und Munition eingetroffen.
In Popasnaja wurde die Stationierung von zehn Artilleriegeschützen „Gwosdika“ des Kalibers 122mm entdeckt. In Troizkoje sind Feuerpositionen von Mörsern des Kalibers 120mm aus einer Mörserbatterie der 59. Panzergrenadierbrigade der ukrainischen Streitkräfte.
„Nach dem Artilleriebeschuss im Gebiet von Logwinowo wurde eine Provokation von Seiten der 54. Brigade organisiert, in deren Verlauf eine Gruppe von ukrainischen Soldaten mit leicht gepanzerter Technik sich in Richtung unserer Positionen bewegte, um provokativ das Feuer auf Positionen der ukrainischen Streitkräfte zu eröffnen“, sagte Anaschtschenko.
Er unterstrich, dass die Kiewer Truppen „rechtzeitig entdeckt und mit Schusswaffen und Maschinengewehren gestoppt wurden“.
„Eingeschüchtert liefen die „miserablen Besatzer“ zurück und ließen dabei feige einen verletzten Kameraden zurück, der an den Wunden und an Blutverlust starb“, erzählte der Oberst.
„Gestern wurde die Leiche des ukrainischen Soldaten von uns gefunden und unter anhaltendem Beschuss der ukrainischen Abteilungen geborgen. Dokumente wurden bei ihm nicht gefunden“, teilte Anaschtschenko mit.
„Gleichzeitig teilte der Vertreter des Apparats des Präsidenten Lysenko auf einer Pressekonferenz mit, dass es von Seiten der ukrainischen Streitkräfte keinerlei Provokationen gab und auch keine Verluste unter den Soldaten der ukrainischen Streitkräfte am 28. Juni“, fügte er hinzu.
„Nach Angaben unserer Aufklärung plündern Nationalisten in Staniza Luganskaja und Nowoajdar weiterhin und stehlen Lebensmittel bei der örtlichen Bevölkerung und nehmen Gelder von den örtlichen Unternehmern, die Handel betreiben“, teilte Anaschtschenko mit.
„Zur Verstärkung der nationalistischen Abteilungen und zur Unterstützung des Genozids an der ukrainischen Bevölkerung sind an der Station Kondraschewskaja 30 englisch sprechende ausländische Söldner eingetroffen“, sagte er.
Durch Alkohol- und Drogenmissbrauch kommt es weiterhin zu einem Sinken des moralisch-psychischen Zustands unter den ukrainischen Soldaten.
„Dies wird durch weitere nicht kampfbedingte Verluste unter dem Personal der 28. mechanisierten Brigade der ukrainischen Streitkräfte bestätigt, wo in der Folge von Auseinandersetzungen unter Alkoholeinfluss 15 Soldaten mit Verletzungen und Knochenbrüchen im Krankenhaus von Staniza Luganskaja eingeliefert wurden.“

 

De.sputniknews.com: Berlin reagiert auf Aussage von Kiew über baldigen EU-Beitritt der Ukraine
Die Frage des EU-Beitritts der Ukraine steht nicht auf der Tagesordnung, berichtet Zeit Online unter Berufung auf das deutsche Außenministerium.
„Die Frage einer EU-Beitrittsperspektive stellt sich für uns im Moment nicht“, sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes. Es gebe noch viele offene Fragen, etwa bei der Bekämpfung der Korruption. „Da ist die Ukraine noch nicht so weit.“
Am Freitag hatten Zeitungen der Mediengruppe Funke ein Interview des ukrainischen Regierungschefs Wladimir Groisman veröffentlicht, der sich sicher zeigte, dass sein Land in zehn Jahren der EU beitreten wird.
Der außenpolitische Kurs der Ukraine beruht auf der Eurointegration. Zuvor hatte der Präsident der EU-Kommission, Jean-Claude Juncker, gesagt, die Ukraine werde „mit Sicherheit in den nächsten 20 bis 25 Jahren kein Mitglied der EU werden“.

 

Dnr-online.ru: Am Freitag fand in Nowoasowsk ein Treffen des Forums „Strategien der Zukunft“ statt. Derartige Treffen sind in einer Reihe von Städten der DVR geplant. Organisatoren sind die gesellschaftliche Bewegung „Donezkaja Respublika“, das Ministerium für ökonomische Entwicklung und die Gewerkschaft der Beschäftigten von mittleren und kleinen Betrieben der DVR.
Teilnehmer waren Vertreter aus den Bezirken Nowoasowsk und Telmanowo.
„In den letzten zwei Jahren ist in der Republik eine kolossale Arbeit durchgeführt worden: wir haben die ökonomische Blockade von Seiten der Ukraine ordentlich überwunden. Die Republik hat ihr Entwicklungspotential erhalten und beschleunigt das Tempo des Wachstums der Produktion. Der Umfang an verkauften Erzeugnissen (Waren und Dienstleistungen) hat sich im Mai 2016 im Vergleich zum gleichen Zeitraum des Vorjahrs um das 2,5 fache gesteigert. Die Lebensmittelsicherheit der Republik wurde im Jahr 215 erfolgreich gefestigt. Im Jahr 2015 nahmen im Bereich der Lebensmittelproduktion 55 Unternehmen ihre Arbeit wieder auf und ihre Gesamtzahl betrug Ende 2015 113 Unternehmen.
Im Jahr 2016 arbeiten 120 Unternehmen der Lebensmittelproduktion, in Kürze wird die Wiederaufnahme der Arbeit bei zehn weiteren erwartet. Wir sichern uns vollständig mit Brot und Backwaren ab, zu 98% mit Mehl, zu 70% mit Geflügel, zu 83% mit Wurstprodukten, zu 50% mit Milchprodukten und Eiern, zu 45% mit Nudeln“, sagte die Vertreterin des Ministeriums für ökonomische Entwicklung Natalja Kosina. „Die vorrangige Aufgabe des Ministeriums im Bereich der Exportwirtschaft ist die Ausweitung des Exportpotentials, die Unterstützung der exportorientiert Unternehmen der Republik, die Wiederherstellung der teilweise verlorenen Positionen auf dem Weltmarkt. Der Außenhandel ist im Zeitraum Januar bis April 2016 im Vergleich zum gleichen Zeitraum in 2015 um das 5,1 fache gestiegen. Im Zeitraum Januar bis April 2016 gab es Handel mit 63 Ländern. Die Realisierung der gestellten Aufgaben wird es ermöglichen, den Außenhandel auszubalancieren und einen positiven Saldo zu erreichen. Außerdem bemühen wir uns, praktisch alle Importe von grundlegenden Lebensmitteln bis Ende des Jahres durch eigene Produkte zu ersetzen“, sagte die Spezialistin des Ministeriums.

 

De.sputniknews.com: Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu hat die Anweisung erteilt, ein System von vertrauensbildenden Maßnahmen im Interesse der Flugsicherheit über der Ostsee zu konzipieren. Wie am Samstag aus dem Pressedienst des Ministeriums verlautete, ist Moskau bereit, diese Frage mit der Nato eingehend zu behandeln.
„Konzipiert wird eine Reihe entsprechender organisatorischer und technischer Maßnahmen, die  die Benutzung von Transpondern durch die russischen
Dies solle den Luftraumüberwachungsbehörden der baltischen Länder die Möglichkeit bieten, die russischen Flugzeuge bei deren Flügen über dem neutralen Gewässer zu identifizieren.
„Wenn die Nato-Länder ihrerseits ihre Bereitschaft bekunden, die Flüge ihrer Fliegerkräfte mit eingeschalteten Transpondern in der Nähe der russischen Grenzen zu gewährleisten, können Spezialisten des Verteidigungsministeriums an einer eingehenden Erörterung dieser Frage auf Expertenebene teilnehmen“, hieß es.
Bei seinem Treffen mit dem finnischen Präsidenten Sauli Niinistö hatte Russlands Staatschef Wladimir Putin am Freitag dem Vorschlag seines Amtskollegen zugestimmt, Flüge mit ausgeschalteten Transpondern über der Ostsee zu verbieten. „Ich werde dem Außen- und dem Verteidigungsministerium die Anweisung erteilen, diese Frage bei der bevorstehenden Sitzung des Russland-Nato-Rates in Brüssel auf die Tagesordnung zu setzen“, versprach Putin.

 

Dnr-online.ru: Pressekonferenz des stellvertretenden Kommandeurs des operativen Kommandos der Streitkräfte der DVR Eduard Basurin (Zusammenfassung mehrerer Meldungen)
Die Spannung an der Kontaktlinie nimmt zu.
In den letzten 24 Stunden haben die ukrainischen Truppen 521 Mal das Territorium der Republik beschossen. Der Gegner schoss 189 Mörsergeschosse des Kalibers 120mm und 280 des Kalibers 82mm ab. Außerdem wurden Panzertechnik, Granatwerfer und Schusswaffen verwendet.
Die Abteilungen der ukrainischen Streitkräfte beschossen Ortschaften der Republik. Am meisten beschossen wurden Sajzewo, Michajlowka, Wasiljewka, Nowgorodskoje, Oserjanowka, Jasinowataja, Spartak, Staromichajlowka, Dokutschajewsk, Nowomarjewka, Sachanka, Kominternowo, der Petrowskij-Bezirk und die Umgebung des Flughafens von Donezk.
In der Folge von Artilleriebeschüssen wurden fünf Häuser in Dokutschajewsk beschädigt.
Die verbrecherischen Befehle zur Eröffnung des Feuers gaben die Brigadekommandeure Subanitsch, Rjabokon, Wodolaskij, Deljatizkij, Gorbatjuk, Wojlokow, Sabolotnyj.
Alle Angaben über Verletzungen der Minsker Vereinbarungen wurden an die OSZE und das Gemeinsamen Zentrum zur Kontrolle und Koordination übergeben.
Unsere Aufklärung stellt weiterhin eine Verstärkung der Gruppierung der ukrainischen Streitkräfte fest. Es wurde die Ankunft von 15 122mm-Haubitzen D-30 im Gebiet von Lastotschkino (Jasinowataja-Bezirk, 9 km von der Kontaktlinie) festgestellt.
Der Gegner verschiebt auch Panzerabteilungen aus der Tiefe des Territoriums der Ukraine an die Kontaktlinie.
Es wurde die Ankunft von vier Panzern in Kalinino im Konstantinowka-Bezirk bemerkt. In Anadol (Wolnowacha-Bezirk, 22km von der Kontaktlinie) wurde die Ankunft von zehn Panzern bemerkt.
Ich möchte anmerken, dass die Nummern dieser Panzer in der Liste der abgezogenen Waffen der ukrainischen Streitkräfte, die der OSZE übergeben wurde, fehlen, was die Zufuhr neuer Waffen durch das Kommando der ukrainischen Streitkräfte an die Kontaktlinie bestätigt.

 
Ukrinform.ua: Der ukrainische Präsident Petro Poroschenko nimmt heute an der Zeremonie der Übergabe von Artillerieaufklärungsradargeräten an die Streitkräfte der Ukraine teil.
Das teilt der Pressedienst des Staatschefs mit.
„Am Samstag, 2. Juli, um 18:45 Uhr nimmt der Präsident der Ukraine, Petro Poroschenko, an der Zeremonie der Übergabe von Artillerieaufklärungsradargeräten an die Streitkräfte der Ukraine (im Internationalen Flughafen „Boryspol“) teil“, so die Meldung.

 

 

Abends:

 

 

Dnr-news.com: Ein alter Mann wurde heute beim Beschuss des Dorfes Saizewo im Norden von Gorlowka durch die ukrainische Armee verletzt. Darüber berichtet eine Quelle aus den Verteidigungsbehörden der DVR.
„Um 15:20 eröffneten ukrainische Soldaten das Feuer auf das Dorf Saizewo. In Folge des Beschusses erhielt ein Mann Jahrgang 1937Splitterverletzungen“, heißt es in der Erklärung. Laut Angaben der Quelle führte der Gegner das Feuer aus dem Gebiet des okkupierten Dorfes Schowanka unter Verwendung von Granatwerfern und Schusswaffen.

 

Dnr-news.com: Die Volksmiliz der LVR übergab der Ukraine die Leiche des Kämpfers der ukrainischen Streitkräfte, den seine Mitkämpfer verwundert dem Tod ausgeliefert hatten, als sie sich nach der erfolglosen Provokation beim Dorf Logwinowo zurückzogen.
Die Übergabe des Körpers an die ukrainische Seite fand auf der Brücke über den Fluss Sewerskij Donez im Bezirk Stschastje statt.
Als Vermittler bei der Übergabe trat die „Union der Afghanistanveteranen der Lugansker Region“ auf, die Vertreter der OSZE-Beobachtermission überwachten den Prozess.
„Heute haben wir der ukrainischen Seite die Leiche des Militärdienstleistenden der 54. separaten mechanisierten Brigade der ukrainischen Streitkräfte übergeben, der bei Debalzewo im Gebiet der Ortschaft Logwinowo während der Provokationen ukrainischer Soldaten am 29. Juni gestorben war“, erklärte der offizielle Vertreter der Volksmiliz der LVR Major Andrej Marotschko.
„Der Kämpfer wurde verwundet und konnte das Kampffeld nicht mehr eigenständig verlassen, er bekam keine Hilfe von seinen Freunden und Mitkämpfern und verblutete“, erinnerte der Major.
„Trotz des uneingeschränkten Feuers von Seiten der ukraiunischen armee gelang es unseren Soldaten, die Leiche zu bergen und wegzubringen, um sie später seinen Verwandten zu übergeben“, sagte der Vertreter der Volksmiliz.
Er ergänzte, dass die Zustimmung der ukrainischen Seite zur Bergung der Leiche für die LVR unerwartet kam, da es nach offiziellen Angaben der ukrainischen Armee keinerlei Auseinandersetzungen bei Logwinowo und damit auch keine Verluste gegeben habe…

 

 

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