Presseschau vom 21.06.2016

Quellen: Itar-Tass, Interfax, Ria Novosti, sputniknews, rusvesna.su, voicesevas.ru, hinzu kommen Informationen der Seiten dnr-online, lnr-portal, Novorossia, dnr-news, novorosinform u.a. sowie die offiziellen Seiten der Regierungen der Volksrepubliken dan-news, lug-info. Wir beziehen manchmal auch ukrainische Medien, z.B. BigMir, UNIAN, Ukrinform, KorrespondenT und die Online-Zeitung Timer aus Odessa ein.
Zur besseren Unterscheidung der Herkunft der Meldungen sind Nachrichtenquellen aus den neuen Volksrepubliken im Donbass in Rot (dnr-online, lnr-portal, Novorossia, dan-news, lug-info, dnr-news, novorosinform u.a.) und ukrainische Quellen in Blau (BigMir, Ukrinform, UNIAN, KorrespondenT und Timer) gekennzeichnet.
Die Übersetzung russischer Medien erfolgt in schwarzer Farbe.

 

Vormittags:

 

Dan-news.info: Die ukrainischen Truppen haben am Abend und in der Nacht 138 Mörsergranaten auf die nördlichen und westlichen Außenbezirke von Donezk, Dokutschajewsk und die Dörfer Sachanka und Kominternowo im Süden der DVR abgeschossen. Dies teilte heute eine Quelle aus den militärischen Einrichtungen der DVR mit.
„In der Zeit von 20:00 bis 3:30 Uhr hat die ukrainische Seite die Dörfer Kominternowo und Sachanka im Süden der DVR, Spartak, Alexandrowka und Staromichajlowka im Norden und Westen von Donezk, das Gebiet des Flughafens und Dokutschajewsk beschossen. Insgesamt wurden 138 Mörsergranaten der Kaliber 82 und 120mm abgeschossen“, sagte der Gesprächspartner der Agentur.
Nach seinen Informationen wurde auch ein Panzerschuss auf den frontnahen Ort Alexandrowka abgegeben.
Informationen über Zerstörungen werde noch geprüft.

 

Lug-info.com: Die Kiewer Truppen haben in den letzten 24 Stunden 11-mal die Positionen der Volksmiliz der LVR beschossen. Dies teilte die Verteidigungsbehörde der Republik mit.
Aus Richtung Staniza Luganskaja wurde das Gebiet desselben Ortes unter Anwendung von Granatwerfern und Schusswaffen beschossen.
Aus Richtung Stschastje wurde mit Granatwerfern und Schusswaffen zweimal das Gebiet von Wesjolaja Gora beschossen.
Das Dorf Golubowskoje wurde mit Granatwerfern aus Richtung Nowotoschkowskoje beschossen.
Das Gebiet von Kalinowo wurde aus Richtung Nowoswanowka, Troizkoje und Nowoalexandrowka mit Granatwerfern und Schusswaffen beschossen.
Verluste gibt es keine.

 

Nachmittags:

 

Lug-info.com: Pressekonferenz des offiziellen Vertreters der Volksmiliz der LVR Major Andrej Marotschko (Zusammenfassung mehrerer Meldungen)
„Nach Angaben unserer Aufklärung sind zur Verstärkung der operativ-taktischen Gruppierung „Lugansk“ auf dem Flughafen von Sewerodonezk in der Zeit vom 13 bis zum 20. Juni fünf Kampfflugzeuge Su-25 eingetroffen“, teilte Marotschko mit.
Der Major sagte, dass das Kommando der ukrainischen Streitkräfte weiterhin soziale Objekte von Ortschaften für militärische Zwecke nutzt.
„Uns wurde bekannt, dass in Stschastje im Keller des Gebäudes einer Schule für Funkelektronik sich ein Munitionslage der 92. mechanisierten Brigade der Streitkräfte der Ukraine befindet und im Gebäude der polytechnischen Schule Nr. 50 Abteilungen des Bataillons „Ajdar“ und des nationalistischen Bataillons „SS Galitschina“ untergebracht sind“, informierte er.
„Auf diese Weise nutzt die militärisch-politische Führung der Ukraine die nationalistischen Abteilungen, die den Kurs der derzeitigen verbrecherischen Regierung unterstützen, für die Durchführung der Strafoperation gegen die Bevölkerung des Donbass“, stellte Marotschko fest.

 

Gefunden bei sputniknews.de:
Bei vielen großen internationalen Ereignissen, ob Fußball-WM oder Flüchtlingskrise, findet sich im Westen immer ein Politiker oder ein Massenmedium, der bzw. das darin „die Hand des Kreml“ zu sehen glaubt. Ziehen Sie den Zeiger auf das jeweilige Foto und sehen Sie, wie der Westen „russische Spuren“ erkennt.
http://www.thinglink.com/card/801450654798184449
http://de.sputniknews.com/infographiken/20160621/310765481/politisches-handlesen.html

 

De.sputniknews.com: Finnlands Präsident Sauli Niinistö hat die Ex-Verteidigungsministerin Schwedens Karin Enström als „in der Zeit zurückgeblieben“ bezeichnet, nachdem diese ihn wegen seiner Einladung von Wladimir Putin nach Finnland im Juli kritisiert hatte. Dies berichtet das finnische Nachrichtenportal Yle.
Enström sagte, dass in Schweden keiner verstehen könne, wozu Niinistö den russischen Staatschef eingeladen habe.
„In allen Teilen der Welt habe ich gehört, wie wichtig es ist, dass die internationale Gemeinschaft Russland zu verstehen gibt, dass es nicht richtig gehandelt hat. Dabei soll es als ein Land wahrgenommen werden, mit dem der Dialog nicht weniger wichtig ist als mit allen anderen“, antwortete nun Niinistö auf die Kritik.
Es sei nicht das erste Mal, dass der finnische Präsident eigenen Worten zufolge wegen seines Verhältnisses zu Russland von baltischen Ländern kritisiert werde,  aber der Hinweis von schwedischer Seite gilt nun doch als „etwas Neues“.
Am Montag hat der finnische Außenminister nach dem Treffen mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow über den Anfang Juli bevorstehenden Besuch von Wladimir Putin informiert. Der Kreml-Sprecher Dmitri Peskow hat den Besuch grundsätzlich bestätigt, der genaue Termin werde jedoch später bekannt gegeben.

 

Wpered.su:
http://wpered.su/2016/06/21/my-schitaem-svoevremennoj-iniciativu-aleksandra-zaxarchenko-po-sboru-podpisej-kotorye-budut-napravleny-v-oon-boris-litvinov/
Im Verlauf des Plenums des Zentralkomitees und der der Zentralen Kontrollkomission der KPDVR, das am 18. Juni stattfand, wurde eine Entscheidung getroffen, die Initiative des Oberhaupts der DVR Alexandr Sachartschenko zur Sammlung von Unterschriften unter den Aufruf an die UNO und die OSZE zur Ausübung von Druck auf die Regierung der Ukraine zur Erfüllung der Minsker Vereinbarungen und zur Einstellung der militärischen Aktivitäten auf den Territorien der DVR und der LVR zu unterstützen. Der erste Sekretär des ZK der KPDVR Boris Litwinow kommentierte gegenüber „Wperjod“ die Teilnahme der Donezker Kommunisten an der genannten Aktion.
„Das Oberhaupt der DVR Alexandr Sachartschenko ist mehrfach in der Presse und im Fernsehen mit Bezug auf die Position unserer Republik in Bezug auf die Minsker Vereinbarungen aufgetreten. Es die Idee geäußert, Unterschriften der Einwohner der Republik zu sammeln, die an die UNO gerichtet sind. Diese Aktion soll die Einheit der Führung und der Einwohner der DVR zu der genannten Frage zeigen. Die KP hat diese Idee von Anfang an unterstützt und alle Parteistrukturen haben sich in die Arbeit zur Sammlung von Unterschriften eingebracht. Wir halten diese Initiative für zeitgemäß“, sagte er.

 

De.sputniknews.com: „Was hab ich damit zu tun?“: Russische Sportler senden Video-Appell zu Doping-Skandal.
Im Netz ist eine Video-Botschaft russischer Sportler veröffentlicht worden, deren Teilnahme an den Olympischen Spielen 2016 in Rio in Frage gestellt wird. Sie lassen Plakate sprechen: „Was habe ich damit zu tun?“
„Rio 2016 kann für diese Athleten zu den ersten Olympischen Spiele ihrer Kariere werden. Niemand von ihnen ist in den Doping-Skandal verwickelt“, erklären die Macher des Clips.
Bis zu dem Start der Olympischen Spiele in Rio bleiben noch 45 Tage: Das IOC kann die Teilnahme des kompletten russischen Teams an den Spielen noch verweigern. Wegen des Doping-Skandals von Ende 2015 sind Dutzende „saubere“ russische Athleten von einem Olympia-Aus bedroht.
https://youtu.be/HvgFlF2Vu14

 

Ukrinform.ua: Der Präsident der Ukraine, Petro Poroschenko, hat Themen für ein nächstes Treffen im Normandie-Format vorgeschlagen.
„Wir haben Themen für die Tagesordnung“, sagte Poroschenko in Paris nach seinem Treffen mit dem französischen Präsidenten François Hollande. Es gehe um Sicherheitskriterien, eine bewaffnete Polizeimission der OSZE in den besetzten Gebieten, Freilassung der Gefangenen, die Ausarbeitung einer Roadmap mit Schwerpunkt auf die Reihenfolge und Frage der Garantien für die auf sich genommenen Verpflichtungen im Rahmen der Vereinbarungen von Minsk.
Der ukrainische Staatschef bedankte sich bei den französischen und deutschen Partnern, führenden Politikern der EU und dem EU-Kommissionschef für ihre klare Position zur Verlängerung der Russland-Sanktionen.
„Wir betonen, dass die Ukraine den Minsker Vereinbarungen treu bleibt. Die Ukraine setzt sie um und hält alle Verpflichtungen ein. Die Verlängerung  der Sanktionen ist in diesem Zusammenhang mit dem Prozess der Deokkupation, dem Abzug russischer Truppen aus der Ukraine, dem Ende der Lieferungen von Waffen, Munition, Technik, dem Zugang der OSZE-Beobachtermission zu allen Gebieten, einschließlich des nicht kontrollierten Abschnitts an der ukrainisch-russischen Grenze, der Freilassung von Geiseln und dem Beginn eines politischen Prozesses verbunden“, sagte Poroschenko.

 

Dnr-online.ru/youtube-Seite des Verteidigungsministeriums der DVR:
Pressekonferenz des stellvertretenden Kommandeurs des operativen Kommandos der Streitkräfte der DVR Eduard Basurin (Zusammenfassung mehrerer Meldungen):
Die Lage in der DVR ist weiterhin angespannt.
In den letzten 24 Stunden haben die ukrainischen Truppen 440-mal das Territorium der Republik beschossen. Der Gegner schoss 22 122mm-Artilleriegranaten, 43 Mörsergranaten des Kalibers 120mm und 169 Mörsergranaten des Kalibers 82mm ab. Außerdem wurde mit Panzertechnik, Granatwerfern und Kleinwaffen geschossen.
Die Straftruppen eröffneten das Feuer auf folgende Ortschaften: Michajlowka, Schirokaja Balka, Oserjanowka, Sajzewo, Golmowskij, Spartak, Jasinowataja, Staromichajlowka, Dokutschajewsk, Sachanka, Kominternowo, den Petrowskij-Bezirk und den Flughafen von Donezk.
Während des Beschusses durch die Straftruppen der ukrainischen Streitkräfte geriet im Petrowskij-Bezirk von Donezk ein Haus in Brand, ein Soldat wurde verletzt.
Die verbrecherischen Befehle zum Beschuss erteilten die Brigadekommandeure Subanitsch, Rjabokon, Wodolaskij, Sokolow, Deljatizkij, Wojlokow, Sabolotnyj.
Alle Angaben über Verletzungen der Minsker Vereinbarungen haben wir an die Vertreter der OSZE und des Gemeinsamen Zentrums zur Kontrolle und Koordination übergeben.
Nach Angaben unserer Aufklärung fand auf dem von der Ukraine kontrollierten Territorium in Krasnogorowka eine spontane Kundgebung statt, mit der Forderung die Beschüsse von Wohnhäusern durch die ukrainischen Streitkräfte einzustellen. Um die örtliche Bevölkerung mehr einzuschüchtern und die Folgen der Übergriffe, die durch die Konflikte zwischen Abteilungen des „Rechten Sektors“ und der 10. Gebirgssturmbrigade der ukrainischen Streitkräfte hervorgerufen wurden, siedelt das Kommando die Einwohner aus ihren Häusern in der Solnetschnaja-Straße aus.
Die Kundgebung in Krasnogorowka ist nicht die einzige, gestern haben wir über eine Kundgebung in Wolnowacha berichtet, die durch die üblen Verhaltensweisen der Soldaten des 14. Bataillons der 72. mechanisierten Brigade hervorgerufen wurde. Auch wurde festgestellt, dass die Arbeit der übergeordneten Kommission aus dem Generalstab der ukrainischen Streitkräfte zur Einschätzung des moralisch-psychischen Zustands der Abteilungen der 72. Brigade keinerlei Ergebnisse erbracht hat. Auf dem Hintergrund der vorschriftswidrigen Verhaltensweisen, Alkoholismus und Überschreitung der dienstlichen Vollmachten von Seiten der kommandierenden Offiziere der ukrainischen Streitkräfte begehen die Soldaten weiterhin Verbrechen. Einer dieser Fakten ist das eigenmächtige Verlassen des Truppenteils durch die Soldaten des 14. Bataillons der 72. Brigade aufgrund der Misshandlungen von Seiten des Unteroffizierpersonals.
Unsere Aufklärung stellt weiterhin eine Konzentration verbotener Waffen und Personals des Gegners entlang der Kontaktlinie fest. So in den Gebieten der folgenden Ortschaften:
Sartana, 13 km von der Kontaktlinie, es wurde die Stationierung von zwei 122mm-Artilleriegeschützen „Gwosdika“ entdeckt;
Artjomowsk, 20 km von der Kontaktlinie, es wurde die Ankunft von 14 Artilleriegeschützen 2S9 „Nona“ festgestellt.
Auf diese Weise setzt die ukrainische militärisch-politische Führung die Politik des Genozids des eigenen Volks fort und man kann nur raten, welche Arten von Waffen von Waffen sie für den Mord an den friedlichen Einwohnern des Donbass anwenden werden.

 

De.sputniknews.com: Der Versuch des ukrainischen Freiwilligen-Bataillons „Dnepr-1“ der Nationalgarde, einen Panzer auf einer Transportplattform zu platzieren, ist deutlich schief gelaufen. Das Kriegsgerät hat sich bei der Anfahrt auf den Schlepper überschlagen und ist auf seinem Turm gelandet.
Nach Angaben des TV-Senders „Zvezda“ geht es bei dem Zwischenfall um einen Perun-Panzer – die modernisierte Version des T-64, die mit einer verbesserten Zielvorrichtung ausgestattet ist. Sobald die Maschine die Plattform anfährt, kippt sie auf die Seite, überschlägt sich und landet auf dem Boden.
Ein ukrainischer Soldat, der die ganze Aktion geleitet hat, konnte sich gerade noch rechtzeitig von dem Schlepper retten.
Die Panzer-Transporter werden zur Lieferung von Kriegsgeräten zum Zielort eingesetzt, um die Motoren der Militärtechnik zu schonen.

 

Dnr-online.ru/Dan-news.info: Im Vorfeld des Tags des medizinischen Arbeiters gab der Anästhesist Alexandr Tschernow einem der ukrainischen Fernsehsender ein Interview. Der ehemalige Mediziner aus Jenakiewo erzählte detailliert, wie er alles dafür tat, um der Gesundheit von Milizangehörigen maximalen Schaden zuzufügen.
Im Zusammenhang damit äußerte die Bevollmächtigte der DVR für Menschenrechte Darja Morosowa ihre Beunruhigung über die Situation um den Arzt und Mörder und seine vorsätzlichen Handlungen und verurteilte ihn wegen vorsätzlichen Mordes an Patienten und rief die ukrainische Seite auf, ihn strafrechtlich zur Verantwortung zu ziehen, teilte der Pressedienst des Apparats der Bevollmächtigten mit.
„In diesem Interview hat er alles selbst zugegeben. Ich erinnere diesen Arzt daran, dass für vorsätzlichen Mord Paragraph 115 des Strafrechtsbuchs der Ukraine oder für unzuverlässige Erfüllung seiner beruflichen Pflichten Paragraph 140 desselben Rechtswerks  eine strafrechtliche Verantwortung vorsieht. Und in seinen Handlungen sind deutlich strafrechtlich relevante Verbrechen erkennbar. Diejenigen, die begeistert auf die Handlungen des genannten „Spezialisten“ reagieren, und die Absicht haben, seine Handlungen zu wiederholen, will ich warnen: seinen Eid unterschreibt ein Mediziner nicht juristisch, aber der Erhalt des Diploms eines medizinischen Beschäftigten und die ärztliche Praxis legt nicht nur moralische, sondern auch sehr konkrete berufliche Verpflichtungen auf, die unter anderem in den Normen des Strafgesetzsbuchs niedergelegt sind. Ich rufe die ukrainische Seite auf, die Frage der Heranziehung von Alexandr Tschernow zu einer strafrechtlichen Verantwortung durch Überprüfung von Fakten zu prüfen, die von ihm bei öffentlichen Auftritten geäußert wurden“, erklärte Darja Morosowa.
Der Arzt Alexandr Tschernow, der in der Stadt Kiew arbeitete, erklärte, dass er bei der Leistung von medizinischer Hilfe an Milizanehörigen der DVR alles tat, um der Gesundheit der Patienten maximalen Schaden zuzufügen. Dies erklärte er in einem Interview mit dem Internet-Sender „Ukrlife.tv“, das Video wurde am 20. Juni auf youtube veröffentlicht. Nach den Worten Tschernows nutze er Standardmedikamente der Intensivmedizin, daher sah der Tod von Soldaten wie ein Herzanfall oder Schlaganfall aus.

 

De.sputniknews.com: Kreml-Sprecher Dmitri Peskow hat den Besuch des deutschen Vize-Kanzlers Sigmar Gabriel nächste Woche in Russland bestätigt. Die Handels- und Wirtschaftskooperation sollen trotz Probleme in den bilateralen Beziehungen fortgesetzt werden, wie Peskow weiter mitteilte.
„Der Umfang unserer Beziehungen bleibt trotz aktuellem Rückgangstempo immer noch erheblich, obwohl es mit den europäischen Ländern im Durchschnitt bei 30 Prozent liegt. Deswegen haben wir genug Gesprächsthemen“, so Peskow.
Zuvor hatten deutsche Medien unter Berufung auf Regierungskreise berichtet, dass Gabriel sich nächste Woche mit Präsident Wladimir Putin in Russland treffen wolle.
Sollte das Treffen stattfinden, wäre es das zweite Putin-Gabriel-Treffen binnen eines Jahres. Zuletzt hatten sich die Politiker im Oktober 2015 in Nowo-Ogarjowo getroffen. Damals hatte Gabriel die Notwendigkeit von mehr Zusammenarbeit zwischen Russland und Deutschland betont.

 

Dan-news.info: Mitteilungen des Oberhaupts der DVR Alexandr Sachartschenko gegenüber Journalisten (Zusammenfassung mehrerer Meldungen)
1. Die Regierung der Ukraine hat endgültig das Interesse an der Erfüllung des Maßnahmekomplexes zur Realisierung der Minsker Vereinbarungen verloren.
„Poroschenko bleibt nichts anderes mehr übrig als zu erklären, dass er „Minsk-2“ erfüllt. Aber Das Problem liegt darin, dass er es nur erklärt. Es gibt keinerlei reale Handlungen zur Erfüllung der Vereinbarungen. Und wenn es früher möglich war, trotz allem irgendeinen Wunsch der ukrainischen Seite zu erkennen, diese Fragen zu lösen, so ist derzeit ein solcher Wunsch nicht sichtbar“, sagte das Oberhaupt der DVR.
Nach seinen Worten wird die Position Kiews auf den Sitzungen der Kontaktgruppe in Minsk sichtbar. „Beispielsweise kann sich die ukrainische Seite ruhig erheben und die Sitzung verlassen, mitten in den Verhandlungen. Dies ist eine Missachtung von Minsk, eine Missachtung von Europa, von Moskau, und natürlich uns gegenüber“, fügte das Oberhaupt der DVR hinzu.
Zuvor hatte Poroschenko in Paris nach einem Treffen mit dem französischen Präsidenten François Hollande erklärt, dass Kiew alle Vereinbarungen erfülle, die es in Minsk übernommen hat. Dabei sagte er in seinem Auftritt nichts von Verfassungsreformen, nichts von einem besonderen Status des Donbass, nichts über Wahlen in der Region. An Stelle des ukrainischen Präsidenten sprach nur Hollande über die Notwendigkeit einer politischen Regelung in der Ukraine.
2. Die ukrainische Regierung muss bis zum 14. Juli 2016 ein mit der DVR abgestimmtes Gesetz über Kommunalwahlen im Donbass beschließen, andernfalls wird der Zeitpunkt für die Wahlen einseitig festgelegt. Dies erklärte heute gegenüber Journalisten das Republikoberhaupt Alexandr Sachartschenko.
„Bis zum 14. Juli dieses Jahres nimmt die Ukraine entweder ein Gesetz über Kommunalwahlen an, das uns zufriedenstellt, oder nicht. Dieses Gesetz muss verpflichtend mit den Vertretern des Donbass abgestimmt sein. Wenn sie ein solches Gesetz nicht annehmen, werden wir Entscheidungen treffen, um die Kommunalwahlen selbständig durchzuführen“, sagte Sachartschenko.
Das Republikoberhaupt schloss nicht aus, dass die Wahlen noch im Verlauf dieses Jahres stattfinden. „Aber ich zweifle daran, dass die Ukraine am 14. Juli ein Gesetz über Kommunalwahlen im Donbass in einer mit uns abgestimmten Form annimmt“, fügte er hinzu.
Zuvor war mitgeteilt worden, dass die Abgeordneten der Obersten Rada der Ukraine planen, am 14. Juli ein Gesetz über Kommunalwahlen im Donbass in einseitiger Weise zu behandeln. Faktisch endet am 14. Juli auch die Sitzungsperiode des ukrainischen Parlaments und bis September dieses Jahres werden die Abgeordneten der Ukraine sich in den Ferien befinden.
3. Das Oberhaupt der DVR schloss nicht aus, dass eine Regelung im Donbass erst nach dem Sturz der ukrainischen Regierung möglich sein wird.
„Verstehen Sie, Sie stellen eine unangenehme Frage. Wenn ich Ihnen darauf als Staatsoberhaupt antworte, so werde ich sagen, dass, vielleicht, bei einer Änderung der Winde, die aus den USA und Europa wehen, Minsk-2 erfüllt werden wird. Unter dieser Regierung. Aber als Mensch, der an den Kämpfen teilgenommen hat, werde ich sagen – unter der derzeitigen ukrainischen Regierung werden die Vereinbarungen kaum erfüllt werden. Und dies wird nur möglich sein, wenn man in der Ukraine die Regierung stürzt“, sagte Sachartschenko.
Nach seinen Worten wird man dann in Donezk schon mit anderen Menschen verhandeln. „Und vielleicht werden wir zu einer Vereinbarung kommen“, fasste das Oberhaupt der DVR zusammen.
4. Das Oberhaupt der DVR Alexandr Sachartschenko erklärte, dass die Wahrscheinlichkeit der Wiederaufnahme von Kämpfen im Donbass sehr hoch ist.
„Die Wahrscheinlichkeit der Wiederaufnahme von großflächigen Kämpfen im Donbass ist sehr hoch, weil die Ukraine jetzt ihre Gruppierungen verstärkt. Im Gebiet von Gorlowka und Nowoasowsk wurde eine große Zahl von Panzern und Artillerie stationiert. Ausgehend von der Situation können wir den Schluss ziehen, dass sie zwei Schläge versetzen wollen: Gorlowka mit einem Vordringen zur Grenze mit der RF und Nowoasowsk und wieder die Grenze“, sagte Sachartschenko.
Er versicherte, dass die Kräfte der Republik über das notwendige Potential verfügen, um die Aggression abzuwehren.

 

De.sputniknews.com: Die von den USA und der EU gegen die Schwarzmeerhalbinsel Krim und deren Einwohner verhängten Sanktionen sind unmenschlich und ungerecht, wie die amerikanische Ex-Diplomatin und Armee-Veteranin Mary Ann Wright im Rahmen eines Treffens einer US-Delegation von gesellschaftlichen Aktivisten mit der Verwaltung der Krim-Hauptstadt Simferopol äußerte.
Am Dienstag ist auf die Krim eine Delegation von zehn gesellschaftlichen Aktivisten aus den USA eingereist. Sie wird von der Präsidentin und Mitgründerin des „Center for Citizen Initiatives“ für Kooperation und Beziehungen zwischen den USA und Russland,  Sharon Tennison, angeführt.
„Ich habe folgende Frage: Welche Austauschprogramme könnten wir zusammen in Gang setzen? Wir sind gesellschaftliche Vertreter aus verschiedenen Teilen der Vereinigten Staaten – Washington, Kalifornien, New York, Oregon. Wir sind kooperationsbereit und wollen allen dort draußen vermitteln, dass diese Sanktionen unmenschlich und ungerecht sind“, sagte Wright, die einst Oberst der US-Armee und dann auch Diplomatin und stellvertretende Botschafterin in Afghanistan war. Am Vorabend des US-Einmarsches in den Irak im März 2003 ist sie aus Protest gegen Bushs Außenpolitik zurückgetreten.
„Bei unserem Besuch hier, auf der Krim, bin ich vor allem über die von den USA und der EU auferlegten Sanktionen besorgt, die die Krim isolieren“, fügte sie hinzu.
Am 17. Juni hatte Brüssel seine Sanktionen gegen die russische Schwarzmeerhalbinsel Krim um weitere zwölf Monate, bis zum 23. Juni 2017, verlängert. Der EU-Rat begründete die Entscheidung mit der Nichtanerkennung des Beitritts der Halbinsel zu Russland.
Die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Russland und der EU hatten sich nach dem nationalistisch geprägten Umsturz in der Ukraine von 2014 verschlechtert.
Nach dem Beitritt der Krim zu Russland verhängten die USA und – auf ihr Drängen hin – die EU in vier Etappen politische und wirtschaftliche Sanktionen gegen Russland. Moskau konterte mit einem Einfuhrverbot für eine ganze Reihe von Lebensmitteln aus den Ländern, die zuvor Sanktionen gegen Russland verhängt hatten.
Die Krim war im März 2014 – nach gut zwei Jahrzehnten in der unabhängigen Ukraine – wieder Russland beigetreten, nachdem die Bevölkerung der Halbinsel in einem Referendum mit überwältigender Mehrheit von mehr als 90 Prozent dafür gestimmt hatte.
Anlass für das Referendum war der Umsturz in Kiew, bei dem die Opposition den Präsidenten Viktor Janukowitsch entmachtet und eine von Nationalisten geprägte Regierung aufgestellt hatte. Die USA und die EU-Staaten erkannten den dubiosen Machtwechsel in Kiew sofort an, jedoch nicht den Volksentscheid auf der Krim. Als Reaktion verhängten sie Sanktionen.

 

Ukrinform.ua: Die Parlamentsabgeordnete Nadeshda Sawtschenko hat ein Komitee für die Freilassung politischer Häftlinge aus der Ukraine aus russischer Haft gegründet.
Sawtschenko schlug den Spitzenpolitikern der Welt vor, dem Komitee beizutreten. Sie sollen sich in diesem Komitee ehrenamtlich engagieren, sagte die Abgeordnete am Dienstag bei einem Runden Tische in der Parlamentarischen Versammlung des Europarates (PACE).

 

Lug-info.com: Die Einwohnerzahl des frontnahen Perwomajsk hat sich seit Anfang 2016 um ein Drittel vergrößert und beträgt heute 23.000 bis 25.000. Dies teilte die Bürgermeisterin Olga Ischtschenko mit.
„Die Menschen kommen zurück, und der Strom der Zurückkehrenden wächst. Wenn im letzten Jahr bei uns 17.000 Menschen lebten, so sind es in diesem Jahr 23.000 bis 25.000. Die Menschen kommen nach Hause“, sagte sie.
„Heute hat die elektromechanische Fabrik ihre Arbeit aufgenommen, eine Werkhalle begann zu arbeiten, 120 Menschen haben mit der Arbeit angefangen und es sind Arbeitsplätze für weitere 200 geplant. Dies regt sie Menschen an nach Hause zu kommen. Jetzt führen wir Verhandlungen mit „Gloria Jeans“ (russischer Bekleidungsproduzent, der die Arbeit im stillgelegten Lugansker Textilbetrieb im März 2015 aufgenommen hat), wir hoffen, dass das Unternehmen in die Stadt zurückkommt und es Arbeit für unsere Frauen gibt“, fügte die Bürgermeisterin hinzu.

 

De.sputniknews.com: Ein Wettschwimmen im Schwarzen Meer unter dem Motto „Für den Frieden zwischen Amerikanern und Russen“ findet am Dienstagabend auf der Krim statt, wie die ehemalige Nachrichtendienstlerin Elizabeth Murray auf einer Pressekonferenz in Simferopol mitteilte.
Murray hält sich zurzeit im Rahmen einer US-amerikanischen Delegation von gesellschaftlichen Aktivisten auf der Halbinsel auf.
„Es ist die Bürgerinitiative entstanden, ein gemeinsames Wettschwimmen unter Teilnahme von Amerikanern und Russen  zu veranstalten. Alle Interessierten sind willkommen“, so Murrey.
Die Veranstaltung findet in Jalta statt. Die US-amerikanische Delegation setzt sich aus gesellschaftlichen Aktivisten, ehemaligen Beamten und Lehrern zusammen. An der Spitze der Delegation steht die Präsidentin und Gründerin des Zentrums  für Bürgerinitiativen (Center for Citizen Initiatives) Sharon Tennison.
Die erste amtliche Veranstaltung im Programm der US-Gäste war ein Treffen mit dem Vorsitzenden des Rates der Hauptstadt der Krim Simferopol Viktor Agejew und dem Chef der Stadtverwaltung Gennadi Bacharew.
Dan-news.info:  Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes der Ukraine haben heute mit einer „Säuberung“ der Zivilbevölkerung im Gebiet des besetzen Marjinka westlich von Donezk begonnen. Dies teilte eine Quelle aus den militärischen Einrichtungen der DVR mit.
„Heute haben in Marjinka Vertreter des Sicherheitsdienstes der Ukraine mit der Befragung  und sorgfältigen Durchsuchung von Häusern der Zivilbevölkerung begonnen, es wird eine weitere „Säuberung“ der Bevölkerung durchgeführt“, sagte der Gesprächspartner der Agentur.
Nach Informationen der Quelle wurde auch am Kontroll- und Passierpunkt „Marjinka“ die Bevölkerung sorgfältig durchsucht. „Alle, die diesen Checkpoint passieren, werden sorgfältig kontrolliert. Nach vorläufigen Informationen gibt es Festnahmen unter der Zivilbevölkerung“, erklärte der Gesprächspartner.
Zuvor hatten heute Einwohner der okkupierten Ortschaften Krasnogorowka und Marjinka in den sozialen Netzen mitgeteilt, dass die ukrainischen Soldaten mit einer Spezialoperation auf den Straßen der Stadt begonnen haben. Insbesondere kontrollierten bewaffnete Soldaten sorgfältig private Fahrzeuge von Bürgern, Gebäude, Keller und Dachböden.

 

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