Presseschau vom 18.06.2016

Quellen: Itar-Tass, Interfax, Ria Novosti, sputniknews, rusvesna.su, voicesevas.ru, hinzu kommen Informationen der Seiten dnr-online, lnr-portal, Novorossia, dnr-news, novorosinform u.a. sowie die offiziellen Seiten der Regierungen der Volksrepubliken dan-news, lug-info. Wir beziehen manchmal auch ukrainische Medien, z.B. BigMir, UNIAN, Ukrinform, KorrespondenT und die Online-Zeitung Timer aus Odessa ein.
Zur besseren Unterscheidung der Herkunft der Meldungen sind Nachrichtenquellen aus den neuen Volksrepubliken im Donbass in Rot (dnr-online, lnr-portal, Novorossia, dan-news, lug-info, dnr-news, novorosinform u.a.) und ukrainische Quellen in Blau (BigMir, Ukrinform, UNIAN, KorrespondenT und Timer) gekennzeichnet.
Die Übersetzung russischer Medien erfolgt in schwarzer Farbe.

 

Abends:

 

Dan-news.info:  Eine zivile Einwohnerin wurde während des Beschusses des Petrowskij-Bezirks von Donezk von Seiten der ukrainischen Streitkräfte verletzt. Dies teilte heute eine Quelle aus den militärischen Einrichtungen der DVR mit.
„Um 15:45 Uhr haben ukrainische Truppen das Feuer auf den Petrowskij-Bezirk von Donezk eröffnet. Während des Beschusses wurde auf der Irina-Lewtschenko-Straße 12 eine Frau verletzt“, sagte der Gesprächspartner der Agentur.
Nach Angaben der Quelle wurde aus dem Gebiet des besetzten Marjinka unter Anwendung von Granatwerfern und Schusswaffen geschossen.

 

De.sputniknews.com: Bei dem EM-Spiel zwischen der Ukraine und Nordirland, bei dem den Nordiren mit 2:0 der erste Sieg bei der Europameisterschaft gelungen ist, sind zwei ukrainische Fans mit stilisierten Hakenkreuzen auf dem nackten Oberkörper in das Objektiv einer Kamera des britischen Senders ITV geraten.
Außer den getarnten Hakenkreuzen ist bei einem Fan ein tätowiertes Porträt zu sehen, das nach Meinung einiger User stark an den ukrainischen „Unabhängigkeitskämpfer“ und „Held der Ukraine“ Roman Schuchewitsch erinnert, der auf der Seite der deutschen Wehrmacht kämpfte und an Massakern gegen polnische und jüdische Zivilisten in Lemberg beteiligt gewesen ist. Andere Twitter-User mutmaßen, dass es sich hierbei aber auch um Hitler handeln könnte. Bei näherem betrachten erinnert das Tattoo aber eher an das Symbol eines „echten, arischen Ukrainers“ — einen breitschultrigen Mann mit „Tschub“ (Haarschopf) und einem Kosaken-Schnurrbart.

 

Dan-news.info: Die Behörden der DVR haben seit Beginn des Programms zum Wiederaufbau der Republik mehr als 100 Vorschuleinrichtungen wieder aufgebaut, die bei Beschüssen durch die ukrainischen Streitkräfte beschädigt wurden. Dies teilte der Pressedienst des Ministeriums für Bauwesen und Kommunalwirtschaft mit.
„Während der Wiederaufbauarbeiten der ersten und der zweiten Etappe wurden in der DVR 102 Vorschulobjekte wieder aufgebaut“, informierte der Pressedienst.

 

Vormittags:

 

Lug-info.com: Die Kiewer Truppen haben in den letzten 24 Stunden viermal die Positionen der Volksmiliz der LVR beschossen, darunter auch mit Waffen die gemäß den Minsker Vereinbarungen abgezogen sein müssten. Dies teilte die Verteidigungsbehörde der Republik mit.
Aus Richtung Lobatschewo wurde das Gebot von Sholtoje mit Mörsern des Kalibers 120mm beschossen.
Mit Mörsern des Kalibers 82mm haben die Kiewer Truppen aus Richtung Staniza Luganskaja das Gebiet des Fürsten Igor beschossen.
Aus Richtung Luganskoje wurde zweimal mit Panzertechnik Kalinowka beschossen.
Verluste gibt es keine.

 

Dan-news.info: Ukrainische Truppen haben am vergangenen Abend und in der Nacht drei Städte und fünf Ortschaften der DVR beschossen, zwei Wohnhäuser brannten. Dies teilte heute eine Quelle aus den militärischen Einrichtungen der DVR mit.
„Ergebnis des Beschusses der ukrainischen Seite waren brennende Häuser auf der Tschechow-Straße 19 und der Lugowskaja-Straße 31 im Petrowskij-Bezirk von Donezk, im Stadtteil Trudowskije“, sagte der Gesprächspartner der Agentur und fügte hinzu, dass aus dem besetzten Marjinka unter Nutzung von Mörsern des Kalibers 82mm und Granatwerfern geschossen wurde.
Nach seinen Worten wurden auch Jasinowataja, die Umgebung von Jelenowka, Dokutschajewsk, die Ortschaften Alexandrowka, Staromichajlowka und das Gebiet des Abakumow-Bergwerks im Westen der Hauptstadt, die Dörfer Spartak und Kominternowo von den ukrainischen Streitkräften beschossen.
„Insgesamt wurden im Zeitraum von 20:00 bis 2:00 Uhr von den Positionen des Gegners 51 Mörsergranaten des Kalibers 120mm und 80 des Kalibers 82mm abgeschossen“, fügte die Quelle hinzu.

 

De.sputniknews.com: Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hat das Nato-Manöver „Saber Strike“ in Osteuropa scharf kritisiert und zu mehr Dialog und Kooperation mit Russland aufgefordert.
„Was wir jetzt nicht tun sollten, ist durch lautes Säbelrasseln und Kriegsgeheul die Lage weiter anzuheizen“, sagte er der „Bild am Sonntag“.
„Wer glaubt, mit symbolischen Panzerparaden an der Ostgrenze des Bündnisses mehr Sicherheit zu schaffen, der irrt“, sagte Steinmeier. Er positionierte sich nun klar gegen die Militärübungen nahe der russischen Grenze und nannte es „fatal“, den Blick auf das Militärische zu verengen und in einer Abschreckungspolitik das Heil zu suchen.
Neben dem gemeinsamen Willen zur Verteidigungsbereitschaft müsse auch immer die Bereitschaft zum Dialog und Kooperation geben. Man habe ein Interesse daran, Russland in eine internationale Verantwortungspartnerschaft einzubinden, sagte Steinmeier. „Die Verhinderung einer iranischen Atombombe, der Kampf gegen radikalen Islamismus im Nahen Osten oder die Stabilisierung libyscher Staatlichkeit sind dafür aktuelle Beispiele“, sagte er.
Am vergangenen Dienstag hatte im Baltikum ein internationales Manöver mit rund 10.000 Soldaten aus 13 Staaten begonnen. Die Militärübung namens „Saber Strike“ soll bis 21. Juni dauern und auf verschiedenen Truppenübungsplätzen in Estland, Lettland und Litauen stattfinden.
Zuvor hatten am 7. Juni in Polen 31.000 Soldaten Polens und anderer Nato-Staaten beim Großmanöver „Anaconda“ eine Abwehr eines russischen Angriffs durchgespielt.

 

Dan-news.info: Eine Stromleitung im Petrowskij-Bzirk im Westen von Donezk wurde im Verlauf des nächtlichen Beschusses von Seiten der ukrainischen Streitkräfte beschädigt, mehr als 90 Häuser sind ohne Strom. Dies teilte heute der Leiter der Bezirksverwaltung Maxim Shukowskij mit.
„Nach dem nächtlichen Beschuss sind 94 Häuser ohne Strom, weil eine Transformatorunterstation und eine Stromleitung auf der Olchowskaja-Straße beschädigt wurden“, informierte er.
Shukowskij unterstrich, dass die kommunalen Dienste schon mit den Reparaturarbeiten begonnen haben.

 

Nachmittags:

 

Dan-news.info: Eine Schule zur Erhöhung der Qualifikation der Teilnehmer am Projekt „Volkskontrolle“ wurde heute in der Hauptstadt der DVR bei der Donezker Tugan-Baranowskij-Nationaluniversität für Ökonomie und Handel eröffnet. Die ersten 40 Aktivisten haben schon mit dem Unterricht begonnen….
„Wir sind zur nächsten Etappe unserer Aktivität übergangen – der Schaffung eines Ausbildungszentrums für unsere Volkskontrolleure, wo sie qualifiziertes Wissen erhalten und das Niveau ihrer Arbeit erhöhen können“, sagte die Leiterin des Projekts, die Abgeordnete des Volkssowjets der DVR Jekaterina Martjanowa. „Wir haben zurzeit mehr als tausend Kontrolleure in der Republik, die praktische Erfahrung haben. Jetzt erhalten sie auch theoretisches Wissen“.
13 Dozenten der Hochschule werden den Unterricht durchführen. Das Programm ist kostenlos und auf 36 Stunden angelegt – es umfasst 4 Unterrichtstage (32 Stunden) und eine Prüfung. Die Dozenten werden Informationen über die grundlegenden sanitären Anforderungen im Handel, die Besonderheiten beim Handel mit konkreten Arten von Lebensmitteln, über den Umgang im Verlauf der Kontrollen und juristische Grundlagen vermitteln
Nach Bestehen der Prüfung erhalten die Teilnehmer ein Zertifikat.

 

Ukrinform.ua: Der Sicherheitsdienst der Ukraine SBU kann jederzeit eine Kontrollmission des Unterausschusses der Vereinten Nationen zur Prävention von Folter (United Nations Subcommittee for Prevention of Torture – SPT) empfangen und ihr den Zugang zu seinen Räumen gewähren. 
Der SBU informierte am 16. Juni darüber durch das ukrainische Außenministerium die UNO.
Der SBU versichert, dass der Dienst als Sicherheitsbehörde Rechte und Freiheiten von Menschen respektiert.
Die UN-Mission hatte am 25. Mai ihren Besuch in die Ukraine abgebrochen. Der Sicherheitsdienst der Ukraine habe der Delegation den Zugang zu einigen Orten des Freiheitsentzugs in verschiedenen Regionen der Ukraine verwehrt, gab der Delegationsleiter Malcolm Evans zur Begründung an.

 

Lug-info.com: Pressekonferenz des offiziellen Vertreters der Volksmiliz der LVR Major Andrej Marotschko (Zusammenfassung mehrerer Meldungen)
„Ich will die Bevölkerung beruhigen, für die Durchführung einer Mobilisierung besteht auf dem Territorium der LVR keine Notwendigkeit“, sagte er.
„Für Wehrpflichtige sind in der Volksmiliz derzeit keine Plätze vorgesehen“, unterstrich Marotschko.
Er versicherte, dass die Volksmiliz „ohne Mobilisierung den Gegner fest und entschieden abzuwehren“ in der Lage ist.
„Die Abteilungen der Volksmiliz widmen der militärischen Ausbildung und täglichem Training weiterhin besondere Aufmerksamkeit. Jetzt ist die Sommerausbildungsperiode, die Soldaten handeln organisiert, fest, zeigen einen hohen Grad an Geschlossenheit, befinden sich in ständiger Kampfbereitschaft. Mach Sie sich keine Sorgen, es wird alles gut sein“, sagte der Major.
„Die ukrainischen Truppen betreiben in Verletzung der Minsker Vereinbarungen weiterhin Aufklärung unter Nutzung von Drohnen auf dem Gebiet der LVR“, sagte er.
Marotschko unterstrich, dass die ukrainischen Streitkräfte weiterhin die Bedingungen zur Stationierung von Militärtechnik und Waffen in den Abzugsorten verletzen, die von den Minsker Vereinbarungen vorgesehen sind, und das Regime der Feuereinstellung für die Konzentration von militärischem Potential ihrer Abteilungen an der Kontaktlinie nutzen.
„Diese Verstöße werden täglich von den OSZE-Vertretern festgestellt. So haben die Beobachter in ihren Berichten das Fehlen von folgenden Waffen der ukrainischen Streitkräfte an den Lagerorten festgestellt: 6 Haubitzen D-20; 12 Haubitzen 2S3 „Akazija“; 21 Antipanzergeschütze MT-12“, teilte Marotschko mit.
Außerdem sagte er, dass im Verlauf des Monitorings die OSZE einen Abwehrraketenkomplex „Strela-10“ der ukrainischen Streitkräfte in der Nähe der Ortschaft Nishneje Losowoje entdeckt hat, was eine Verletzung der Minsker Vereinbarungen ist.
„Alle in den Lagerorten fehlende Bewaffnung und Technik wird nach Informationen unserer Aufklärung an den Positionen der ukrainischen Streitkräfte entlang der Kontaktlinie konzentriert und maskiert, um ständig das Territorium der Republik zu beschießen“, unterstrich der Major.
Insbesondere wurden im Zentrum von Stschastje zwei T-64-Panzer eine Einheit Panzertechnik, entdeckt, ein weiterer T-64-Panzer wurde auf dem Territorium des Kraftwerks von Stschastje entdeckt.
Außerdem wurde von der Aufklärung der Transport von fünf Mehrfachraketenwerfern „Grad“ von Lisitschansk nach Gorskoje registriert.
Im Gebiet von Luganskoje wurde die Stationierung eines Mörser und einer Einheit Panzertechnik festgestellt, um den Mörserbeschuss zu decken.
Im Gebiet von Nowoswanowka wurden fünf T-64-Panzer und drei Einheit Panzertechnik beobachtet.
Im Gebiet von Troikoje wurde eine Feuerpositionen eines Mörsers des Kalibers 120mm entdeckt.
„Unsere Aufklärung hat festgestellt, dass Soldaten des 10. Bataillons der 59. Brigade im Zentrum von Popasnaja zwei Granaten zur Explosion gebracht und das Feuer mit Schusswaffen auf die Zivilbevölkerung eröffnet haben“, sagte Marotschko.
„In der Folge des Terrorakts, der von betrunkenen ukrainischen Soldaten in Popasnaja begangen wurde, gibt es Tote und Verletzte unter der Zivilbevölkerung. Bezüglich des Sachverhalts laufen Ermittlungen“, teilte er mit.
Marotschko unterstrich, dass in Zusammenhang mit dem Geschehen das gesamte Personal der 59. Brigade Ausgangsverbot hat.

 

Ukrinform.ua: Die Vize-Parlamentschefin und Vertreterin der Ukraine in der humanitären Gruppe der Kontaktgruppe zur Lösung des Konfliktes in der Ostukraine Irina Geraschtschenko hat den Amtierenden Vorsitzenden der OSZE, Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier, um Hilfe bei der Freilassung ukrainischer Gefangener gebeten.
In einem Brief an Steinmeier äußerte sie tiefe Besorgnis über die Lage der Gefangenen, teilte Geraschtschenko auf Facebook mit. Die humanitäre Lage im Donbass habe sich verschlechtert. Die Terroristen hätten die Freilassung der Gefangenen blockiert und trotz der Kompromisse der ukrainischen Seite alle Initiativen abgelehnt.
Laut Geraschtschenko machten die Terroristen während des laufenden Jahres keine Angaben über genau Orte, wo die Ukrainer inhaftiert sind. Darüber hinaus würden die Gefangenen gefoltert.
Beim letzten Treffen in Minsk gaben die Vertreter der „Volksrepubliken“ an, dass der schwerkranke Schemtschuhow, der ohne Gliedmaßen und blind ist, von einem Krankenhaus in ein Untersuchungsgefängnis verlegt wurde, schrieb die Politikerin.
Geraschtschenko ist empört, dass die OSZE und Deutschland, das den Vorsitz der OSZE innehat, nicht auf die Situation der Gefangenen reagieren. Die OSZE müsse alles tun, dass Russland seinen Einfluss geltend macht, und die Terroristen alle schwerkranken Menschen freilassen.

 

De.sputniknews.com: Russlands Präsident Wladimir Putin hat sich zum Ausklang des zweiten Tages des St. Petersburger Wirtschaftsforums (SPIEF) mit leitenden Mitarbeitern der größten internationalen Nachrichtenagenturen getroffen.
Die Sitzung am Freitagabend begann mit einer Diskussion über die Entscheidung des internationalen Leichtathletikverbandes IAAF, die zuvor verhängte Sperre für den russischen Leichtathletikverband nicht aufzuheben. „Die Entscheidung ist ungerecht“, kritisierte Putin.
„Die Verantwortung für Doping soll persönlich sein. Die Bestrafung aller russischen Leichtathleten sprengt alle zivilisierten Verhaltensregeln. Ich rechne damit, dass wir und unsere Kollegen in der Anti-Doping-Struktur darüber noch sprechen werden, und hoffe auf eine entsprechende Reaktion des Internationalen Olympischen Komitees“, sagte der russische Präsident.
Die IAAF-Entscheidung bedeute ganz und gar nicht, dass Russland jetzt nicht gegen Doping kämpfen werde. „Ganz im Gegenteil. Wir werden diesen Kampf nur verstärken.“
Zur Diversifizierung der russischen Wirtschaft und zur Sanierung des Investitionsklimas im Land sagte Putin, das sei „eine der wichtigsten Richtungen unserer Arbeit“. Es komme darauf an, Bedingungen für die Mobilisierung von Investitionen zu schaffen. Dabei erinnerte Putin daran, dass der Kapitalabfluss aus Russland drastisch zurückgegangen ist. Unter den Instrumenten zur Diversifizierung der Wirtschaft nannte er sogenannte Territorien beschleunigter Entwicklung sowie diverse Vergünstigungen bei der Realisierung konkreter Projekte.
Auf den Transit von russischem Gas durch die Ukraine angesprochen, sagte der Staatschef, Moskau werde mit Kiew kooperieren, „wenn unsere ukrainischen Partner uns ein ökonomisch zweckmäßiges Projekt anbieten. Dieses Projekt sollte die Sicherheit der Gaslieferungen garantieren. Wenn sich die Ukraine darüber klar wird, dass sie kein Monopolrecht auf den Transport von russischem Gas nach Europa hat, wird die Erpressung einiger Politiker in Bezug auf die Gaslieferungen zu Ende sein. Wir würden dann zu einer normalen Kooperation übergehen“, sagte Putin.
Zum möglichen Ausstieg Großbritanniens aus der EU sagte der Präsident, das sei eine Angelegenheit der Europäischen Union und des britischen Volkes. „Es ist nicht anständig, Russland auch für Probleme verantwortlich zu machen, mit denen wir nichts zu tun haben, und aus Russland ein Schreckgespenst zu machen. Intelligente Menschen benehmen sich anders“, kommentierte der Präsident die Position einiger Politiker, wonach Russland vom Brexit profitieren würde.
„Wozu hat Premier (David Cameron) ein Referendum über einen möglichen Austritt Londons aus der EU organisiert? Um Europa ein weiteres Mal zu erpressen? Oder jemanden einzuschüchtern? Welches Ziel verfolgt er damit, wenn er selbst gegen (den Brexit) ist?“, fragte der Präsident.
Auf die Beziehungen Russlands zu China angesprochen, stellte Putin „mit Genugtuung“ fest, dass die Ausfuhren von Erzeugnissen des russischen Maschinenbaus nach China beachtlich gestiegen sind, „wenngleich der bilaterale Warenumsatz leicht zurückging“. Das zeuge davon, dass Russland gute Wachstumsmöglichkeiten auch in solchen Bereichen habe.
Zum US-Raketenschild in Europa sagte der russische Präsident, dass dieses System im Grunde genommen ein Angriffspotential hat und auch gegen Russland eingesetzt werden kann. „Wir wissen ungefähr, in welchem Jahr die Amerikaner eine neue Rakete mit einer Reichweite von über 500 Kilometer bauen werden. Von diesem Moment an werden sie (Raketen) unser Atompotential gefährden… Wir hatten recht, als wir gesagt hatten, dass wir betrogen werden, indem die Aufstellung des Raketenabwehrsystems mit der iranischen nuklearen Gefahr rechtfertigt wurde.“ Diese Gefahr gebe es nicht, aber der Raketenschild werde weiter ausgebaut.
Bei der Diskussion über die militärische Konfrontation zwischen Russland und den USA sprach sich Putin für die Erhaltung des strategischen Gleichgewichts der Kräfte aus. „Die Menschen spüren keine Gefahr, das macht mich am meisten besorgt. Wir müssen uns doch darüber klar werden, dass wir die Welt in eine ganz andere Dimension hineinzerren… Ich weiß nicht einmal, wie ich bei Kollegen in anderen Ländern ‚anklopfen‘ muss.“
„Dass die europäische Raketenabwehr laut Argumenten der USA ausschließlich zur Verteidigung und nicht zum Angriff aufgebaut wird, ist nicht wahr. Das stimmt nicht. Die strategische Raketenabwehr ist Teil des strategischen Angriffspotentials.“
Putin bedauerte ferner, dass in jeder Wahlkampagne in den USA die russische Karte ausgespielt wird – in welcher Art auch immer. „Das ist nach meiner Ansicht absolut kontraproduktiv.“ „Die russischen Behörden werden mit einem beliebigen gewählten Präsidenten arbeiten, den wir nicht nach der Wahlrhetorik, sondern nach den Taten einschätzen werden. Selbstverständlich werden wir nach Wegen zur Normalisierung der bilateralen Beziehungen suchen“, sagte der Kremlchef.

 

Dan-news.info: Die Stromversorgung, die durch den nächtlichen Beschuss des Petrowskij-Bezirks von Donezk durch die ukrainischen Streitkräfte unterbrochen wurde, ist wieder in Ordnung gebracht. Dies teilte heute der Leiter der Bezirksverwaltung Maxim Shukowskij mit.

 

Dnr-online.ru/youtube-Seite des Verteidigungsministeriums der DVR:
Pressekonferenz des stellvertretenden Kommandeurs des operativen Kommandos der Streitkräfte der DVR Eduard Basurin (Zusammenfassung mehrerer Meldungen)
Die Lage in der DVR hat sich in den letzten 24 Stunden nicht geändert und ist weiterhin angespannt.
In den letzten 24 Stunden haben die ukrainischen Truppen 490-mal das Territorium der Republik beschossen. Der Gegner schoss 28 122mm-Artilleriegranaten, 140 Mörserggranaten des Kalibers 120mm und 125 des Kalibers 82mm ab. Außerdem wurde mit Panzertechnik, Granatwerfern und Schusswaffen geschossen.
Die Straftruppen haben die folgenden Ortschaften beschossen: Sajzewo, Jelenowka, Jasinowataja, Staromichajlowka, Dokutschajewsk, Sachanka, Kominternowo, den Petrowskij-Bezirk und den Flughafen von Donezk.
In der Folge des gestrigen Beschusses des Petrowskij-Bezirk von Donezk durch die Straftruppen der ukrainischen Streitkräfte wurden sechs Wohnhäuser beschädigt, zwei von ihnen brannten ab, 94 Häuser wurden vom Strom abgeschnitten. Eine Frau, Geburtsjahr 1944 wurde durch Scharfschützenfeuer verletzt.
Außerdem starb ein Soldat.
Die verbrecherischen Befehle zum Beschuss gaben die Brigadekommandeure Rjabokon, Wodolaskij, Sokolow, Deljatizkij, Wojlokow, Sabolotnyj.
Alle Informationen über Verletzungen der Minsker Vereinbarungen haben wir den Vertretern des OSZE und des Gemeinsamen Zentrums zur Kontrolle und Koordination des Regimes der Feuereinstellung übergeben.
Unsere Aufklärung stellt weiterhin eine Konzentration von verbotenen Waffen und Personal des Gegners entlang der Kontaktlinie fest. So in den Gebieten folgender Ortschaften:
Tschasow Jar, 20 km von der Kontaktlinie, es wurde die Ankunft von drei 122mm-Artilleriegeschützen festgestellt;
Georgijewka, 20 km von der Kontaktlinie, es wurde die Ankunft von drei 122mm-Artilleriegeschützen registriert;
Starognatowka, 4 km von der Kontaktlinie, es wurde die Stationierung von drei Panzern, zwei 120mm-Mörsern und 400 Mann festgestellt.
Da es in den Abteilungen der ukrainischen Streitkräfte keine Karten der eigenen Minenfelder gibt, geraten weiter ukrainische Soldaten auf Minen. So wurde festgestellt, dass im 14. Panzergrenadierbataillon der 72. mechanisierten Brigade zwei Soldaten, darunter ein Offizier, starben, weil sie auf eine Mine gerieten. Im 46. Bataillon für Spezialaufgaben der ukrainischen Streitkräfte starben zwei Soldaten und vier wurden verletzt als sie ein Minenfeld überquerten, um zur Kontaktlinie zu kommen. Ebenfalls wurden in der operativ-taktischen Gruppe „Donezk“ Verluste von drei Einheiten Technik der ukrainischen Streitkräfte festgestellt, in der operativ-taktischen Gruppe „Mariupol“ von einer Einheit Technik.
Wir lenken die Aufmerksamkeit auf die Zunahme der Widersprüche in den Abteilungen der ukrainischen Streitkräfte zwischen den ukrainischen Soldaten. Ursache von Konflikte ist die Verstrickung einzelner Soldaten in den radikalen Nationalismus, was die Kommandeure zulassen. In der Folge von Misshandlung und Erniedrigung von Seiten der Radikalen gegenüber ihrem Kameraden beging im 13. Panzergrenadierbataillon der 58. Panzergrenadierbrigade der Soldat Rudinskij Selbstmord. Und dieser Fall ist nicht der erste in der ukrainischen Armee. Im Zusammenhang damit gibt es unter den ukrainischen Soldaten Unwillen gegenüber den Nationalisten, es entstehend Konflikte, darunter auch unter Einsatz von Waffen.
Unzufriedenheit in den Abteilungen der ukrainischen Streitkräfte ruft auch die Tatsache hervor, dass Soldaten, die nicht an Kämpfen teilgenommen haben, vom Staat ausgezeichnet werden. Dies betrifft vor allem Soldaten, die Verwandte unter der militärischen Führung oder politischen Kreisen der Ukraine haben und die aus PR-Gründen in der „ATO“-Zone sind und im tiefsten Hinterland sitzen. Unter anderem werden solche Tatsachen im 14. Panzergrenadierbataillon der 72. mechanisierten Brigade festgestellt, wo Soldaten kategorisch gegen die Entscheidungen ihres Kommandos sind, solche Personen auszuzeichnen. In dieser Brigade scheiterte auch die Rotation der Abteilungen der 72. mechanisierten Brigade gegen Abteilungen der 30. mechanisierten Brigade aufgrund des fehlenden Personals und des kategorischen Unwillens der Soldaten , in der 30. mechanisierten Brigade Dienst in der „ATO“-Zone zu tun.
Zum Abschluss rufen wir die ukrainischen Soldaten auf, die Ausführung der verbrecherischen Befehle zum Beschuss des Territoriums der DVR morgen am „Tag der Dreifaltigkeit“ zu verweigern. Damit der Feiertag ein erster Schritt zur Einstellung der Feuers an der Kontaktlinie sein kann.

 

De.sputniknews.com: Die Veranstalter des Petersburger Wirtschaftsforums haben sich beim US-Außenministerium für die jährliche „Informationsbegleitung“ bedankt.
„Das State Department leistet große Promotion. Es tut dies bereits seit vier Jahren, wenn es die Geschäftswelt auffordert, diese Veranstaltung außer Acht zu lassen. Wir spüren keine Ignoranz. Für die Informationsbegleitung bedanken wir uns beim US-Außenministerium“, sagte der verantwortliche Sekretär des Forums, Anton Kobjakow, auf der Abschlusskonferenz.
Über demonstrative Absagen der Teilnahme am Forum sei den Organisatoren nichts bekannt.
Beim XX. Petersburger Internationalen Wirtschaftsforum wurden 332 Abkommen im Gesamtwert von umgerechnet mehr als 19 Milliarden US-Dollar geschlossen. Das Forum besuchten mehr als 12.000 Personen aus 130 Ländern, darunter 230 Minister aus 21 Staaten.

 

Abends:

 

Dan-news.info: Die gesellschaftliche Organisation „Molodaja Respublika (MP)“ hat heute ein neues Projekt zur Ausbildung im Bereich der Journalistik begonnen – „Eigener Korrespondent“.
Die festliche Veranstaltung fand unter offenem Himmel im Park des Sieges der Hauptstadt statt. Es nahmen einige Dutzend Menschen daran teil. Ehrengäste waren der Vorsitzende Volkssowjets Denis Puschilin, die Informationsministerin Jelena Nikitina, der Vorsitzende von MP Sergej Dondrykinskij und der russische Militärkorrespondent des „Ersten Kanals“ Anton Stepanenko.
„Wir leben jetzt in einer Zeit, wo nicht nur Fähigkeiten auf dem Kampffeld, sondern auch an der Informationsfront wichtig sind“, sagte Puschilin. „Wir sehen, dass die Informationsblockade bereits dank unserer Freunde aus Russland durchbrochen wurde –  von Journalisten, die seit den ersten Tagen mit uns sind. Jetzt müssen wir zeigen, was wir können“.
Das Projekt „SobKor“ besteht aus einer Reihe von Kursen, die am Asowschen Meer in Sedowo Anfang Juli stattfinden werden. Unterrichten werden dort Spezialisten aus der gesamten Welt. „Es werden Unterrichtseinheiten von Journalisten aus Italien, Frankreich, Finnland und anderen Ländern erwartet“, teilte Kondrykinskij mit.
Bereits mehr als 500 Menschen haben ihr Interesse angemeldet. Ihnen steht ein Auswahlwettbewerb bevor. Die besten 100 werden nach Sedowo fahren.
„Die Journalistik ist eine bemerkenswerte Art der Selbstverwirklichung. Ihr bringt euch in sie ein, um den Menschen etwas zu vermitteln. Ihr seid Vermittler. Ihr müsst aufrichtig und an euerer Sache interessiert sein, den Menschen, denen ihr Informationen vermittelt, nichts vortäuschen. Es ist nötig sich beteiligt zu führen“, sagte Stepanenko und wünschte den Teilnehmern Erfolg.

 

Rusvesna.su: Ukrainische Truppen haben heute Abend in Ortschaften in südlicher Richtung beschossen.
Gegen 22.30 Uhr eröffneten sie das Feuer von Talakowka und Lebedinskoe aus mit schwerer Artillerie und Mörsergranaten auf die Siedlungen Kominternovo, Saitschenko, und Sachanka.
Außerdem dauert das Feuer aus Flugabwehrgeschützen und schweren Maschinengewehren  im Bereich ukrainischen Kontrollposten bei Mariupol an.
Um 23:30 Uhr wurden die Positionen der Armee der DVR im Bereich von Kominternowo mit schwerer Artillerie von den ukrainischen Truppen im Gebiet von Sartana Gebiet beschossen.

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Ein Gedanke zu “Presseschau vom 18.06.2016

  1. @Dan-news.info(Volkskontrolle) – der Weg in den Sozialismus ist kompliziert und voller Rückschläge – das wissen wir seit 1917. Aber wenn der Wille und die Kraft des Volkes stark genug sind und das Volk gut geführt ist, dann wird der Sozialismus siegen!

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