Presseschau vom 10.06.2016

Quellen: Itar-Tass, Interfax, Ria Novosti, sputniknews, rusvesna.su, voicesevas.ru, hinzu kommen Informationen der Seiten dnr-online, lnr-portal, Novorossia, dnr-news, novorosinform u.a. sowie die offiziellen Seiten der Regierungen der Volksrepubliken dan-news, lug-info. Wir beziehen manchmal auch ukrainische Medien, z.B. BigMir, UNIAN, Ukrinform, KorrespondenT und die Online-Zeitung Timer aus Odessa ein.
Zur besseren Unterscheidung der Herkunft der Meldungen sind Nachrichtenquellen aus den neuen Volksrepubliken im Donbass in Rot (dnr-online, lnr-portal, Novorossia, dan-news, lug-info, dnr-news, novorosinform u.a.) und ukrainische Quellen in Blau (BigMir, Ukrinform, UNIAN, KorrespondenT und Timer) gekennzeichnet.
Die Übersetzung russischer Medien erfolgt in schwarzer Farbe.

 

Abends:

 

Lug-info.com: Die OSZE hat bestätigt, dass das Territorium am Passierpunkt „Solotoje“, den die Ukraine Ende März einseitig zu öffnen versucht hat, vermint war. Dies teilte heute der Vertreter der LVR bei den Minsker Verhandlungen Wladislaw Dejnego mit.
Er erinnerte daran, dass am 31. März die Ukraine einen Versuch unternommen hat, einen Passierpunkt in Solotoje zu öffnen „und Menschen auf Minenfelder zu treiben“, wie Dejnego sagte.
„Jetzt hat die OSZE eine dokumentarische Bestätigung vorgelegt, dass dort tatsächlich Minen sind, diese Örtlichkeit vermint ist und die Ukraine Menschen dorthin geschickt hat“, unterstrich er.
„Jetzt  betrachtet die OSZE, Gott sei Dank, trotz allem diese Dinge realistisch. Und jetzt arbeiten wir an Maßnahmen, die den Übergang ausreichend absichern. Im Grunde zeigt die OSZE in dieser Sache ein vernünftiges Herangehen an diesen Prozess“, sagte der Bevollmächtigte Vertreter der LVR.

 

Dan-news.info: Der Wiederaufbau der Wohnhäuser im Kujbyschewskij-Bezirk von Donezk, die beim Beschuss durch die ukrainischen Streitkräfte in der letzten Nacht beschädigt wurden, begann heute auf Anweisung des Bürgermeisters der Stadt Igor Martynow. Dies teilte der Pressedienst der Stadtverwaltung mit.
„Auf Anweisung des Bürgermeisters von Donezk Igor Martynow wurde mit dem Wiederaufbau der Wohnhäuser im Kujbyschewskij-Bezirk begonnen, die in der Folge des heutigen nächtlichen Beschusses beschädigt wurden. Alle Beschädigungen wurden erfasst, die notwendigen Vermessungen sind erledigt“, heißt es aus der Stadtverwaltung.
Fenster mit Holzrahmen werden innerhalb von zwei Tagen repariert, der Austausch von Metallplastikfenstern dauert etwa zwei Wochen. Außerdem versprachen die Behörden, bis zum Ende der Woche Dächer und Wände zu reparieren.
„Jetzt sind alle notwendigen Stellen mit Holzbalken und Pfosten verstärkt. Für die Zeit der Reparaturarbeiten werden die Einwohner mit Folien für die Fenster versorgt“, fügte die Verwaltung der Hauptstadt hinzu.

 

Dan-news.info: Das Kabinett der DVR hat den Beschluss gefasst, ein staatliches Unternehmen „Republikanische Handelsallianz“ zu gründen. Ein entsprechendes Dokument wurde heute auf der offiziellen Seite der Republik veröffentlicht.
„Zur Stabilisierung der ökonomischen Lage der DVR beschließt der Ministerrat der DVR  ein staatliches Unternehmen „Republikanische Handelsallianz“ zu schaffen“, heißt es in dem Dokument.
Die Kontrolle über die Tätigkeit des neuen Unternehmens liegt beim Ministerium für Industrie und Handel der Republik.

 

Dan-news.info: Mehr als 100.000 Einwohner der DVR haben eine Petition an den UN-Sicherheitsrat gegen die Verletzung der UN-Resolution über die Unterstützung des Maßnahmekomplexes zur Erfüllung von „Minsk-2“ durch die Ukraine unterzeichnet. Dies teilte der Pressedienst der gesellschaftlichen Bewegung „Donezkaja Respublika“ mit.

 

Dan-news.info: Ukrainische Truppen haben heute tagsüber 113 Mörsergranaten auf die nördlichen und westlichen Außenbezirke von Donezk, die Umgebung von Jasinowataja und Dokutschajewsk abgeschossen. Dies teilte heute eine Quelle aus den militärischen Einrichtungen der DVR mit.
„In der Zeit von 9:00 bis 16:45 Uhr hat die ukrainische Seite 113 Mörsergranaten der Kaliber 82 und 120mm auf Spartak, die Umgebung des Flughafens, die Stadtteile Trudowskije und Staromichajlowka im Norden und Westen der Hauptstadt, den Jasinowatajer Checkpoint und Dokutschajewsk abgeschossen.“, sagte der Gesprächspartner der Agentur.

 

Dan-news.info: Pressekonferenz des Kommandeurs der operativen Kommandos der DVR Denis Sinenkow (Zusammenfassung mehrerer Meldungen)
„An den Orten, die von den Beschüssen betroffen sind, arbeitet eine Ermittlungsgruppe der Generalstaatsanwaltschaft der DVR sowie Vertreter der OSZE und des Gemeinsamen Zentrums zur Kontrolle und Koordination. Alle Umstände des Geschehens werden festgehalten, dokumentiert und an internationale Organisationen weitergegeben“, sagte der Kommandeur.
Sinenkow rief die ukrainische Seite auf, eine eigene Untersuchung der nächtlichen Beschüsse durchzuführen. „Ich wende mich an die ukrainische Seite, falls sie an einer friedlichen Regelung des Konflikts und einer Einhaltung der Minsker Vereinbarungen interessiert ist, eine Untersuchung des Vorfalls vorzunehmen und die Ergebnisse der OSZE zur Verfügung zu stellen“, fasste Sinenkow zusammen.
„Diese Beschüsse waren sorgfältig geplant und trugen provokativen Charakter“, erklärte Sinenkow. „Der Beschuss kam aus unterschiedlichen Richtungen durch einige Artillerie- und Mörserabteilungen der 58. und der 128. Brigade der ukrainischen Streitkräfte, die im Gebiet von Awdejewka stationiert sind.
Sinenkow sagte, dass es grundlegendes Ziel des Gegners war, die DVR zur Erwiderung des Feuers zu provozieren, um dann Donezk der Verletzung der Minsker Vereinbarungen zu beschuldigen. „Nach Angaben unserer Aufklärung befanden sich an den Orten, wo die Provokationen durchgeführt wurden, ukrainische Journalisten, die die Erwiderung des Feuers durch uns festhalten sollten“, fügte Sinenkow hinzu.
Die Abteilungen der DVR haben das Feuer nicht erwidert, unterstrich der Kommandeur.

 

Vormittags:

 

Dan-news.info: Ukrainische Truppen haben am Abend und in der Nacht 140 Mörsergranaten auf die Umgebung von Donezk, Gorlowka, Jasinowataja, Dokutschajewsk und die Dörfer Sachanka, Kominternowo und Leninskoje im Süden der DVR abgeschossen.
„In der Zeit von 20:00 bis 4:02 Uhr hat die ukrainische Seite Sachanka, Kominternowo, Leninskoje, Gorlowka, den Jasinowatajer Checkpoint, Mineralnoje, Staromichajlowka und Dokutschajewsk beschossen“, sagte der Gesprächspartner der Agentur. „Insgesamt wurden auf die Gebiete 70 Mörsergranatendes Kalibers 120mm und 70 des Kalibes 82mm abgeschossen“, sagte der Gesprächspartner der Agentur.
Nach Angaben der Quelle schoss der Gegner von den Positionen in den Gebieten der frontnahen Dörfer Schirokino, Talakowka, Majorsk, Awdejewka, Krasnogorowka und Nowotroizkoje.

 

Dan-news.info: Zwei private Wohnhäuser gerieten in der Folge des nächtlichen Beschusses von Sajzewo im Norden von Gorlowka durch die ukrainischen Truppen in Brand. Dies teilte heute eine Quelle aus den militärischen Einrichtungen der Republik mit.
„In der Nacht haben ukrainische Truppen die Ortschaft Sajzewo beschossen. Durch den Beschuss brannten die Häuser in der Lisjanskijstraße 3 und der Mirnaja-Straße 7 ab“, sagte der Gesprächspartner. Informationen über Verletzte sind nicht eingegangen.

 

Dan-news.info: Einwohner der Städte und Bezirke der DVR sind in einem Demonstrationszug durch die zentrale Artjom-Straße in Donezk gezogen, als Zeichen des Protests gegen Pläne zur Stationierung einer bewaffneten OSZE-Mission im Donbass. Nach Einschätzung des Korrespondenten von DAN übersteigt die Zahl der Teilnehmer 60.000.
Der Zug lief vom Gebäude der Krupskaja-Bibliothek zum zentralen Leninplatz, wo in der nächsten Zeit eine Kundgebung beginnen wird. Die Demonstranten halten Plakate in verschiedenen Sprachen – darunter englisch, deutsch, französisch – mit Aufrufen an die Weltöffentlichkeit, die Stationierung einer bewaffneten OSZE-Mission nicht zuzulassen. Losungen sind beispielsweise „No armed OSCE Mission“, „Keine bewaffnete OSZE-Mission“, „Wir lassen eine bewaffnete OSZE-Mission im Donbass nicht zu“.
Derzeit sammeln sich die Demonstranten auf dem Leninplatz, wo in den nächsten Minuten führende Persönlichkeiten der Republik sprechen werden. Auf dem Kundgebungsplatz sind Zelte, in denen die Einwohner die Petition an den UN-Sicherheitsrat gegen die Verletzung von „Minsk-2“ durch Kiew unterschreiben können.

 

Lug-info.com: Eine Videokonferenz der Kontaktgruppe zur Regelung der Situation im Donbass findet heute, am 10. Juni, um 11 Uhr statt. Dies teilte der bevollmächtigte Vertreter der LVR Wladislaw Dejnego mit.
„Nach der gestrigen Erklärung Denis Puschilins wurde eine Videokonferenz der Kontaktgruppe für heute, 10. Juni, 11 Uhr angesetzt“, sagte er.

 

De.sputniknews.com: Georgische Soldaten werden an dem Militärmanöver „Anakonda“ in Polen nicht teilnehmen, weil in der Truppe eine Maserepidemie ausgebrochen ist. Warschau wartet nun laut einem Sprecher des Verteidigungsministeriums auf eine offizielle Erklärung, wie die polnische Agentur PAP meldet.
An der größten polnischen Militärübung Anakonda-2016, die vom 6. bis 17. Juni stattfindet, sollte eine Fußkompanie der georgischen Armee teilnehmen. Kurz vor der Entsendung seien in der Einheit zwei Fälle von Masererkrankung festgestellt worden, berichtete das Nachrichtenportal „Georgien Online“. Die Kommandantur habe daraufhin den Beschluss gefasst, auf eine Teilnahme an dem Manöver zu verzichten.
Von offizieller Seite sei dies in Warschau noch nicht bestätigt worden. Das Verteidigungsministerium warte noch auf eine formale Erklärung aus Tiflis.
Das internationale Truppenmanöver „Anakonda 2016“ ist die größte Militärübung in Osteuropa seit dem Jahr 1989. An der groß angelegten Übung in Polen nehmen mehr als 30.000 Soldaten aus Nato- und Partnerstaaten teil. Ursprünglich war das Manöver als nationale Übung gedacht. Auf Druck Polens hin nehmen jedoch fast alle Nato-Mitglieder teil, darunter auch die USA. Insgesamt kommen 3000 Einheiten von Militärtechnik, mehr als 100 Flugzeuge und Hubschrauber sowie zwölf Schiffe zum Einsatz.

 

Lug-info.com: Pressekonferenz des Staatssicherheitsministers der LVR Leonid Pasetschnik (Zusammenfassung mehrerer Meldungen)
Mitarbeiter der internationalen nichtkommerziellen Nichtregierungsorganisation „Mercy Corps“ waren ungesetzlich in der LVR tätig und haben in der Republik einen Staatsstreich vorbereitet, teilte Pasetschnik mit.
Er sagte, dass zu Beginn für den Fall, dass die Organisation in der LVR eine Akkreditierung erhalten hätte, „die Durchführung eines Programms mit einem Gesamtumfang von 6,5 Mio. US-Dollar in zwei Etappen vorgeschlagen wurde“.
„Die von der Bürgerin Mikitenko (Direktorin des Projekts der internationalen NGO „Mercy Corps“ – Anm. LIZ) übermittelten Informationen wurde von der CIA und dem US-Außenministerium zum Monitoring der Einstellung der Bevölkerung der LVR und zur Vorbereitung von Karten der sozialen Spannungen, zum Auffinden von zur Anwerbung geeigneter Personen, zur Schaffung eines Kreises von zuverlässigen Personen sowie zur Legung eines Fundaments für die Schaffung einer nicht im System agierenden Opposition mit der folgenden Vorbereitung eines Staatsstreichs genutzt“, erklärte Pasetschnik.
„Mikitenko und Willcuts (regionaler Direkter von „Mercy Corps“ in der Ukraine – Anm. LIZ) sind auch regelmäßig nach Kiew gefahren, um über die aktuelle politische und sozialökonomische Situation in der LVR zu berichten, über die Existenz von Gruppierungen, die nicht von der Regierung kontrolliert werden, über zukünftige Veränderungen in der Regierung und ähnliches“, fügte der Minister hinzu.
Er sagte, dass solche Informationen nur auf den ersten Blick harmlos ist.
„Aber tatsächlich können auf der Grundlage solcher Informationen ausgebildete Menschen sehr interessante Schlüsse ziehen. Beispielsweise  die Zahl des Personals und der Betten in Krankenhäusern: auf Grundlage dieser Information kann man Schlüsse über die Möglichkeit eines Staats ziehen, chemischen und biologischen Attacken zu widerstehen, über die Fähigkeit, verletzte Soldaten zu behandeln“, sagte Pasetschnik.
„Oder, nehmen wir an, die Zusammenstellung von Listen durch Artilleriebeschüsse von Seiten der ukrainischen Straftruppen zerstörter Infrastrukturobjekte und Wohnhäuser, eine Zählung der Bevölkerung in den genannten Regionen – dies alles sind Elemente für das Monitoring von Ergebnissen militärischer Operationen und die Planung solcher Operationen für die Zukunft“, fügte der Minister hinzu.
Er unterstrich, dass auf der Grundlage solcher Aufklärungsdaten von ausländischen Spezialdiensten Entscheidungen über die Schaffung von Anwerbesituationen getroffen werden, „über die Entsendung professioneller Agenten auf das Territorium der LVR zur Organisation einer systemfeindlichen Opposition, die anschließend für ein Aufschaukeln der Situation im Inneren des Staates genutzt werden kann“.
„Die Sammlung von Informationen der Art, wie sie Mikitenko und Willcuts sammelten, ist Teil einer geplanten vieljährigen und systematischen Arbeit zur Untergrabung staatlicher Grundlagen. Die Ergebnisse einer solchen Arbeit sehen wir in Jugoslawien, Georgien, Kirgisien und natürlich sehen wir weiterhin auf dem Territorium der Ukraine auch Versuche, die Situation direkt bei uns – auf dem Territorium der LVR – aufzuschaukeln“, teilte Pasetschnik mit.
Er berichtete auch, dass im Februar 2016 Mikitenko in Sewerodonezk von Mitarbeitern des Sicherheitsdienstes der Ukraine unter Anwendung von physischen und psychologischen Maßnahmen festgenommen wurde, danach wurde sie unter dem Pseudonym „Wischnja“ zur Leistung grundlegender Aufgaben angeworben.
„Von irgendwelchen Protesten der Führung von Mercy Corps oder der US-Botschaft in der Ukraine an den Sicherheitsdienst der Ukraine bezüglich der ungesetzlichen Festnahme und Anwerbung einer Mitarbeiterin einer internationalen humanitären Mission ist nichts bekannt“, teilte der Minister mit.
Er sagte, dass Mikitenko ins Blickfeld der Staatssicherheitsorgane bereits Ende 2014 geraten sei, aber zu dieser Zeit hatten die Staatssicherheitsorgane der LVR wesentlich ernstere und schwierigere Aufgaben, beginnend mit der Schaffung des Ministeriums.
„Deshalb haben die Abteilungen des Staatssicherheitsministeriums die genannte Bürgerin nur visuell überwacht. Nach der Entscheidung aller oben genannten Aufgaben begann das Ministerium mit der Lösung innerer Probleme und mit der Schaffung von Ordnung. Deshalb hat es sich mit Oxana Mikitenko befasst“, sagte Pasetschnik.
„Wir haben all ihre Reisen hierher vollständig kontrolliert, alle Gespräche, die sie auf unserem Gebiet und außerhalb der LVR führte. Uns sind alle Treffen und alle Gespräche bekannt. Als wir all ihre Verbindungen dokumentiert hatten, haben wir deshalb die Ziele und Aufgaben verstanden, die sie hatte, und es wurde die Entscheidung getroffen, sie festzunehmen“, unterstrich der Minister.
Er erinnerte daran, dass Mikitenko auf dem Territorium der LVR festgenommen wurde. Es laufen Ermittlungen und es wurde ein Strafverfahren aufgrund Paragraph 336 des Strafgesetzbuchs der LVR „Spionage“ eröffnet.
Die Auftraggeber von Mikitenko sind Mitarbeiter der CIA, die mit Milliarden von Dollar operieren.
„Der Bürger der USA Stuart Charles Willcuts ist Mitarbeiter der CIA. Er ist 78 Jahre alt und stammt aus Bolivien“, teilte Pasetschnik mit.
Der Minister sagte, dass Willcuts offiziell in verschiedenen internationalen Organisationen zur Leistung von humanitärer Hilfe arbeitete.
„Er wurde in Lateinamerika, im Nahen Osten, in Mittelasien und Ostafrika, im Kaukasus, auf dem Balkan und in der Ukraine bemerkt. Praktisch alle diese Punkte waren und sind Orte besonderer Anstrengungen für die Spezialdienste der USA“, unterstrich der Minister.
„Und praktisch überall operierte Willcuts mit Summen von Dutzenden und Hunderten von Dollar, ein Teil von ihnen war auf die Finanzierung von Aufklärungsmaßnahmen gerichtet“, fügte der Minister hinzu.
Pasetschnik unterstrich, dass Willcuts als Mitarbeiter der Aufklärung in Afghanistan „ertappt“ wurde, wo er eine Abteilung der CIA leitete.
„Offiziell war er dort als Manager für Aufgaben in einem Programm zur Ausbildung von Fachkräften, zur Schaffung von Infrastruktur und Wasserkraft“, sagte der Minister.
„Übrigens stand ihm dort in Afghanistan die fantastische Summe von einer Mrd. 400 Mio. US-Dollar zur Verfügung. In der Ukraine wurde nach dem gleichen Schema vorgegangen – der Aufklärer war unter der Tarnung des regionalen Direktors von Mercy Corps aktiv“, unterstrich Pasetschnik.
Außerdem sagte der Minister, dass Mikitenko nicht der einzige Agent ausländischer Spezialdienste ist, die sich mit der Sammlung von Informationen auf dem Territorium der Republik befassten – „das ist eindeutig und unbestritten“.
„Was Oxana Mikitenko betrifft, so führte sie ihre Arbeit während zwei Jahren auf dem Terrtorium der LVR praktisch ohne entsprechende offizielle Genehmigung durch, das hießt sie arbeitete illegal“, teilte Pasetschnik mit.
„In dieser Zeit knüpften sie und ihrer Vorgesetzter Stuart Willcuts zahlreiche Kontakte, zogen Einwohner der LVR zur Arbeit heran, unter anderem auch Vertreter anderer internationaler Organisationen in der Republik“, sagte der Minister.
„Es ist klar, dass sie in solch einem Zeitraum ein gesamtes Netz von Informanten aufgebaut haben. Mit der Aufdeckung dieses Netzes und der Dokumentation ihrer Verbindungen befasst sich im Rahmen des Strafverfahrens unser Ministerium“, unterstrich der Staatssicherheitsminister.
Das Staatssicherheitsministerium wird keine Beschuldigungen, woher auch immer, im Zusammenhang mit der Festnahme von Mikitenko zulassen, sagte Pasetschnik.
So kommentierte er die Frage über eine Korruptionskomponente in den Beziehungen zwischen hochgestellten Funktionsträgern der Republik und der Direktorin des Projekts von Mercy Corps Oxana Mikitenko.
Pasetschnik erinnerte daran, dass die nicht von den Behörden der Republik genehmigte Tätigkeit von Mercy Corps zwei Jahre dauerte und in dieser Zeit einiges geschehen ist.
„Und jetzt ist dies ein Objekt der konzentrierten Aufmerksamkeit und Ermittlung durch unser Ministerium. Es ist zu früh über Ergebnisse zu sprechen, aber auf Ihre Frage antworte ich: ja es gibt solche Anzeichen“, sagte er.
„Aber ich will unterstrichen, dass ich als Minister keine unbegründeten Beschuldigungen, egal woher, dulden werde. Wenn Fakten über kriminelle Aktivitäten eines Menschen bestätigt werden, wird er dafür vor dem Gesetz zur Verantwortung gezogen. Wenn sie nicht bestätigt werden, dann wird sein ehrlicher Ruf bestätigt und er wird weiterhin arbeiten“ erklärte Pasetschnik.
Gleichzeitig sagte er, dass das Staatssicherheitsministerium „alle Grundlagen zu der Annahme hat, dass Elemente von persönlicher Bereicherung in der genannten Sache zu finden sind“.

 

De.sputniknews.com: FSB-Agent? Snowden antwortet Verfassungsschutz-Chef Maaßen auf Deutsch.
Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen schließt nicht aus, dass der Whistleblower Edward Snowden ein russischer Spion sein könnte. Dies würde Maaßen zufolge durchaus die Enthüllungen über die NSA-Affäre erklären.
Durch die NSA-Affäre seien die deutschen Nachrichtendienste beschädigt, ihre Arbeit sei skandalisiert worden, Kräfte würden gebunden, sagte der Verfassungsschutz-Chef. Der Bundestagsausschuss behindere die Arbeit seiner Behörde.
Was die Rolle von Edward Snowden anbetrifft, könnten seine Enthüllungen im Interesse der russischen Dienste sein.
„Dies wäre eine Spionage-Operation verbunden mit einer Desinformations- und Einflussnahme-Operation“, sagt Maaßen. „Ein Keil würde getrieben zwischen die USA und deren engste Verbündete, insbesondere Deutschland.“
Haben sie einen Beleg dafür, dass Snowden russischer Agent ist?“, fragte der Abgeordnete André Hahn. Nein, sagt Maaßen. „Aber es hätte hohe Plausibilität“
Darauf antwortete Snowden selbst in seinem Twitter-Profil:
„Ob Maaßen Agent des SVR oder FSB ist, kann derzeit nicht belegt werden.“
Der ehemalige Mitarbeiter der US-Geheimdienste CIA und NSA Edward Snowden hatte im Juni 2013 den Zeitungen „Washington Post“ und „Guardian“ eine Reihe von Geheimdokumenten über Ausspähaktivitäten der USA und Großbritanniens übergeben. Er hat unter anderem ans Licht gebracht, dass US-Geheimdienste das private Handy von Bundeskanzlerin Angela Merkel abgehört hatten. Danach flüchtete er zuerst nach Hongkong, dann nach Moskau. Russland gewährte dem Whistleblower einjähriges Asyl. Im August 2014 wurde die Aufenthaltsgenehmigung für Snowden um drei Jahre verlängert.

 

Dan-news.info: Die Stationierung einer bewaffneten OSZE-Mission im Donbass würde ein Scheitern der Minsker Verhandlungen bedeuten. Dies erklärte heute der Vorsitzende des Volkssowjets der DVR, der Leiter der Delegation der Republik bei den Verhandlungen der Kontaktgruppe in Minsk Denis Puschilin auf der Kundgebung in Donezk gegen die Stationierung einer solchen Mission.
„Eine Stationierung einer bewaffneten OSZE-Mission bei uns zu Hause bedeutet ein vollständiges und bedingungsloses Scheitern der Minsker Vereinbarungen“, sagte er.
Puschilin sagte, dass der Präsident der Ukraine Pjotr Poroschenko versucht, die Welt zur Änderung des OSZE-Mandats zu bewegen, dass von den Mitgliedsländern der Organisation und vom UN-Sicherheitsrat bestätigt wurde. Er verwies darauf, dass für Poroschenko eine Stationierung einer bewaffneten Mission im Donbass günstig ist, um die Beobachtermission zu einer dritten Seite in dem Konflikt zu machen. „Für die ukrainischen Streitkräfte werden die OSZE-Beobachter eine passende Zielscheibe sein und gemäß der Tradition wird Kiew wieder versuchen uns zu beschuldigen“, fügte Puschilin hinzu.
„Wir sagen Nein zu einer bewaffneten OSZE-Mission im Donbass“, sagte der Vorsitzende Volkssowjets zu den Teilnehmern der Kundgebung.

 

Nachmittags:

 

Ukrinform.ua: Die Ukraine wird das Erdgas zum von Gazprom vorgeschlagenen Preis nicht kaufen.
„Die notwendige Gasmenge werden wir auf dem europäischen Markt kaufen“, teilte der Entwicklungsdirektor des ukrainischen Energiekonzerns Naftogaz, Juri Witrenko, auf seiner Facebook-Seite mit.
Nach Angaben von Witrenko habe Gazprom das Gas im dritten Quartal zum Preis von 177 Dollar pro 1000 Kubikmeter angeboten. Mit Korrektur auf einen Kaloriengehalt werde das Gas von 182 bis 183 Dollar kosten.
„Er (Energieminister Russlands – Red.) meint, dass dies unter dem Marktpreis ist. Wir sind anderer Meinung. Gestern lag der Preis für Juli auf dem deutschen Gas-Hub (NGG) bei weniger als 173 Dollar.“

 

De.sputniknews.com: „Verschwinde!“: ARD-Doping-Enthüller Seppelt stößt russische Reporterin weg.
Hajo Seppelt, der in schon drei ARD-Dokus Russland des Massendopings beschuldigt, ist als selbst Interviewter zu seinen Recherchen ausgerastet. Nach einer offenbar unbequemen Frage ging der ARD-Mann eine russische Reporterin zuerst verbal, dann auch körperlich an: Er entriss ihr das Mikrofon und stieß sie – vor laufender Kamera – auf die Straße.
In Seppelts letztem Dokufilm, den die ARD in der Nacht zum Donnerstag ausstrahle, heißt es unter anderem, dass Russlands Sportminister Witali Mutko die Welt-Anti-Doping-Agentur WADA unter Druck gesetzt und an der Verschleierung eines Dopingfalls mitgewirkt habe. Der russische Nachrichtensender Rossija entsandte daraufhin ein Fernsehteam nach Köln, um einmal Seppelt zu den Details seiner Recherchen und Darstellungen zu befragen. Es ging immerhin um viel: Am 17. Juni entscheidet der internationale Leichtathletikverband (IAAF), ob die Sperre für die russischen Athleten für Olympia 2016 aufgehoben wird. Laut Beobachtern stehen die Chancen dafür schlecht.
Seppelt stimmte dem Interview zu. Bei dem Gespräch in einem Kölner Hotelzimmer fragt die russische Korrespondentin Olga Skabejewa den ARD-Reporter, ob er Beweise für die erhobenen Doping-Vorwürfe zeigen könne. Bei dieser Frage scheint Seppelt die Geduld zu verlieren.
„Ich habe sie jetzt nicht mit“, antwortet er und zeigt sich erstaunt über eine solche Fragestellung. Doch Skabejewa lässt nicht locker: „Das ist sehr wichtig für uns, Sie müssen das verstehen. Womöglich werden wir nicht zu den Olympischen Spielen fahren.“
„Sie haben doch mit den Athleten nichts zu tun. Oder sind Sie ein Freund der Athleten?“, fragt der ARD-Journalist. Aber die Russin antwortet, sie versuche bloß, ein Freund ihres Landes zu sein, und lässt Seppelt damit offenbar ausrasten:
„Sie sind dumm. Ihr, russische Journalisten, ihr seid stolz auf euer Land, seid ihr dumm? Ihr dürft nicht stolz, sondern müsst konsequent sein“, ruft der ARD-Reporter auf Englisch und in der Übersetzung von „Rossija 1“. Und weiter: „Geht weg! Ich bespreche keine dummen Fragen. Ihr steckt tief in der Korruption, das ist das Problem.“
Dann reißt der deutsche Journalist seiner russischen Kollegin das Mikrofon aus der Hand und wirft es in den Flur. Seppelt fordert, das aufgenommene Material zu löschen. Auf der Treppe geht das Schubsen weiter. Die Reporterin möchte zurück ins Zimmer, um ihre Tasche  zu holen. „Gehen Sie weg, Olga“, sagt Seppelt und stürzt sich dann wütend auf den Kameramann, der weiter filmt.
„Wenn du noch einmal hier drehst, dann…“, schreit er – mittlerweile schon auf Deutsch. „Verschwinde hier! Uiti! Finish!“ Als alle auf der Straße sind, droht Seppelt noch mit der Polizei.
Sputnik Deutschland hat Seppelt um eine Stellungnahme zu dem Vorfall gebeten.

https://youtu.be/8_6s9v_GoB4

 

Lug-info.com: Pressekonferenz des offiziellen Vertreters der Volksmiliz der LVR Major Andrej Marotschko (Zusammenfassung mehrerer Meldungen)
Die Lage im Verantwortungsbereich der Volksmiliz ist weiterhin angespannt und hat eine Tendenz zur Verschärfung.
„Gestern haben ukrainische Strafsoldaten aus der 59. Panzergrenadierbrigade, der 28. und der 54. mechanisierten Brigade auf Befehl ihrer profaschistischen Kommandeure siebenmal unsere Positionen in den Bereichen der Ortschaften Kalinowo, Logwinowo sowie am Fußgängerüberweg bei Staniza Luganskaja beschossen“, teilte Marotschko mit.
Er unterstrich, dass die Kiewer Truppen mit Granatwerfern und Schusswaffen verschiedenen Kalibers geschossen haben.
„Dank der überlegten Handlungen der Soldaten konnten Opfer vermieden werden“, unterstrich der Major.
„Von unserer Aufklärung wurde festgestellt, dass im Gebiet von Staniza Luganskaja, Starobelsk, Popasnaja Abteilungen islamischer Söldner aus dem Dshochar-Dudajew-Bataillon Dienst gemeinsam mit Abteilungen von „Asow“ tun“, teilte Marotschko mit.
„Im Gebiet von Bolotennoje ist eine Abteilung türkischer Söldner der terroristischen Organisation „Graue Wölfe“ stationiert“, sagte er.
„Im Nowoajdarskij-Bezirk wurde die Ankunft einer Abteilung einer privaten Militärkompanie aus Polen festgestellt. Die Beförderung der Söldner erfolgte mit vier Geländefahrzeugen Toyota Tundra, auf ihnen sind Abzeichen – eine Wolfstatze mit der Aufschrift „Schakale“. An der Uniform haben die Söldner rotweiße Abzeichen“, erläuterte der offizielle Vertreter der Volksmiliz.

 

Ukrinform.ua: Der Präsident der Ukraine, Petro Poroschenko, hat mit seinem Erlass ausländischen Soldaten erlaubt, in der ukrainischen Armee zu dienen.
Den Erlass unterzeichnete Poroschenko am Freitag, berichtet seine Pressestelle. Der Erlass ermögliche Ausländern und Personen ohne Staatsbürgerschaft, die früher nicht in der ukrainischen Armee dienten, sich derzeit aber in den Militäreinheiten befinden, freiwillig in der Armee zu kämpfen.

 

De.sputniknews.com: Die neuen Handelseinschränkungen Moskaus könnten im Jahr 2016 zu einem Rückgang des ukrainischen Exports nach Russland um 31 Prozent bzw. 1,3 Milliarden US-Dollar führen, geht aus einem von der ukrainischen Finanzbank veröffentlichten Bericht über die Finanzstabilität hervor.
Wie aus dem Dokument weiter verlautet, ging der Anteil Russlands am Export aus der Ukraine 2015 auf 12,1 Prozent, im ersten Quartal 2016 auf 7,5 Prozent zurück. Der mangelnde Zugang ukrainischer Waren zum russischen Markt wirke sich negativ auf die wichtigsten Wirtschaftszweige der Ukraine aus, so die Bank.
Russland hatte am 1. Januar 2016 das GUS-Abkommen über eine Freihandelszone für die ukrainische Seite ausgesetzt, Zollgebühren für den Schutz vor zollfreien EU-Waren eingeführt sowie ein Lebensmittelembargo gegen die Ukraine als Land, das antirussische Sanktionen unterstützt, verhängt.
Die Maßnahmen wurden ergriffen, nachdem Kiew den wirtschaftlichen Teil der EU-Assoziation in Kraft gesetzt hatte und somit der freien Handelszone mit der EU beigetreten war.

 

Dan-news.info: Die Teilnehmer der Kontaktgruppe haben die Entscheidung getroffen, eine Ermittlung zu den Beschüssen des Territoriums der DVR in der Nacht auf den 9. Juni durchzuführen. Dies erklärte heute gegenüber Journalisten der Leiter der republikanischen Delegation bei den Friedensverhandlungen Denis Puschilin.
„In der Kontaktgruppe wurde vereinbart, Untersuchungen dazu durchzuführen, was geschehen ist, und die Schuldigen müssen bestraft werden. Wir erwarten den Bericht der OSZE. Bei der nächsten Kontaktgruppe (am 15. Juni) in Minsk sind Vertreter des Gemeinsamen Zentrums zur Kontrolle und Koordination eingeladen, die auch ihre Daten vorstellen werden“, sagte er.
Donezk wird seinerseits bei den Verhandlungen Informationen veröffentlichen, „wer die Befehle gab und wer am Beschuss beteiligt war“, fasste Puschilin zusammen.

 

Dan-news.info: Die Behörden der DVR haben im hauptstädtischen Supermarkt „Parus“ einen großen Markt für Lebensmittel und andere Waren mit um 20 bis 50 Prozent gesenkten Preisen organisiert. Dies teilte heute der Pressedienst des Ministeriums für ökonomische Entwicklung der DVR mit.
„Vom 10. bis 12. Juni findet im Supermarkt „Parus“ des Handels- und Freizeitzentrums „Donezk City“ ein großer Markt statt. Für die Einwohner und Gäste von Donezk werden mehr als 500 Lebensmittel und andere Waren angeboten, darunter auch von örtlichen Produzenten, mit Preisnachlässen von 20 bis 50 Prozent.
Außerdem wird für Gäste des Markts ein Kultur- und Freizeitprogramm organisiert.
Wir merken an, dass auf Märkten die Preise um 5 bis 40 Prozent niedriger sind als der normale Preis, abhängig von der Art des Produkts. Seit Anfang des Jahres wurden für die Einwohner der Republik mehr als 200 solcher Veranstaltungen durchgeführt. In dieser Zeit haben die Warenproduzenten dort mehr als 315 Tonnen Waren für mehr als 20 Mio. Rubel verkauft.

 

De.sputniknews.com: Die Entscheidung der türkischen Staatsanwaltschaft, den mutmaßlichen Mörder Alparslan Çelik des russischen Piloten Oleg Peschkow freizusprechen, ist laut der russischen Außenamtssprecherin Maria Sacharowa sehr beunruhigend. Moskau rufe die Türkei auf, alles Mögliche zur Bestrafung der Verantwortlichen zu tun.
„Diese Haltung der türkischen Staatsanwaltschaft ist sehr besorgniserregend“, so Sacharowa. Es entstehe der Eindruck, dass die türkische Justiz zielgerichtet versuche, um die Festnahme von Celik Verwirrung zu schaffen und vorzumachen, seine Verhaftung habe nichts mit der Tragödie vom 24. November zu tun. Die wahre Rolle Celiks bei der Ermordung des russischen Piloten werde konsequent verschwiegen.
Alparslan Celik, stellvertretender Kommandeur der Syrischen Turkmenenbrigade mit Fallschirmteilen des erschossenen russischen Piloten, stellvertretender Kommandeur der Syrischen Turkmenenbrigade mit Fallschirmteilen des erschossenen russischen Piloten
„Wir rufen die türkischen Behörden erneut auf, umfassende Maßnahmen zu ergreifen, um alle Verantwortlichen für den Tod des russischen Piloten zu finden und sie zur Rechenschaft zu ziehen, nicht nur Çelik, sondern auch die anderen ihm untergeordneten Kämpfer, die an dieser Gräueltat beteiligt waren“, so die Außenamtssprecherin. Russland werde dieser Frage besondere Aufmerksamkeit widmen.
Der Gerichtsprozess gegen Çelik, dem illegaler Waffenbesitz vorgeworfen wird, soll am 27. Juni in der Stadt Izmir stattfinden. Zuvor war er von allen Vorwürfen der Ermordung des abgeschossenen russischen Piloten freigesprochen worden.
Die türkische Luftwaffe hatte am 24. November 2015 einen russischen Bomber Su-24 in Syrien abgeschossen. Der Pilot Oleg Peschkow konnte sich katapultieren, wurde dann aber am Fallschirm hängend vom Boden aus erschossen. Später übernahm der Kämpfer Alparslan Çelik die Verantwortung für die Ermordung des russischen Piloten.
Anfang April wurde Çelik in Izmir, Westtürkei, wegen illegalen Waffenbesitzes festgenommen. Während des Ermittlungsverfahrens behauptete der Rebellenkommandeur, den russischen Bomber Su-24 nicht abgeschossen und keinen solchen Befehl erteilt zu haben, aber als Kommandeur die Verantwortung dafür zu tragen.

 

Dnr-online.ru/youtube-Seite des Verteidigungsministeriums der DVR
Pressekonferenz des Kommandeurs des Operativen Kommandos „Donezk“ der Streitkräfte der DVR Generalmajor Denis Sinenkow (Zusammenfassung mehrerer Meldungen)
Guten Tag! Heute stelle ich ein weiteres Mal die Bilanz der letzten Woche vor.
Im Verlauf der Woche wurde eine deutliche vorsätzliche Verschärfung der Situation durch die ukrainischen Truppen in Richtung Donezk festgestellt. Sie haben täglich den Beschuss unseres Territoriums verstärkt.
Insgesamt haben die Straftruppen 3586-mal das Territorium der Republik beschossen, dabei 1936-mal mit schweren Waffen.
Die tragischsten Ereignisse geschahen gestern, am 9. Juni, als eine geplante blutige Provokation durch eine Gruppierung der ukrainischen Streitkräfte im Gebiet von Awdejewka unter Anwendung von großkalibriger Artillerie einschließlich schwerer Mörser und Haubitzen erfolgte.
Die ukrainischen Nazisten haben massiv und heftig Wohngebiete von Donezk, Makejewka und Jasinowataja beschossen. Nach genaueren Informationen des Zivilschutzministeriums, des Innenministeriums und der medizinischen Einrichtungen wurden durch das Feuer der Straftruppen in der letzten Woche ein Zivilist getötet und 18 weitere verletzt. Darunter ist der dreijährige Junge Ilja Nishnez, der sich nach dem gestrigen Beschuss eines Mehrparteienhauses in der Eletronnaja-Straße 28/12 im Kujbyschewskij-Bezirk von Donezk zusammen mit seiner Mutter mit schwerwiegenden Verletzungen auf der Intensivstation befindet. Viele Einwohner, einschließlich alten Leuten und Kindern, verbrachten die Nacht in Kellern und brauchen nach dem durchlebten Schrecken medizinische und psychologische Hilfe.
Von den ukrainischen Truppen wurden 77 Häuser in Donezk, Dokutschajewsk, Sajzewo und Jasinowataja beschädigt.
Außerdem wurden im Verlauf der Woche in der Folge von Beschüssen der Straftruppen vier Soldaten der Streitkräfte der DVR getötet und drei verletzt.
Der gestrige großflächige zynische Beschuss von Ortschaften der Republik, der zu Opfern unter der Zivilbevölkerung und zu Zerstörungen von Wohnhäusern führte, wurde durch Drohnen der ukrainischen Streitkräfte geleitet.
Es muss besonders erwähnt werden, dass die Provokation genau mit dem Zeitpunkt zusammenfiel, als in der „ATO“-Zone im Bereich von Awdejewka eine Gruppe militärischer Diplomaten der USA unter Leitung des Militärattaches Oberst M. VanDevilche und seines Assistenten E. Self  in Begleitung von Vertretern des Generalstabs des ukrainischen Streitkräfte eintraf und zwei amerikanische Funkkomplexe zur Artillerieleitung AN-TPQ-48 und AN-TPQ-36 installiert wurden.
Wahrscheinliche Ursachen der Zunahme der Verletzungen des Regimes der Feuereinstellung sind der Versuch, die Möglichkeiten der genannten Waffen unter Kampfbedingungen zu demonstrieren sowie ein zielgerichteter Versuch der Destabilisierung der Lage in der Konfliktzone. Eine Bestätigung der geplanten Handlungen der Führung und der militärischen Strukturen der Ukraine ist die Weigerung A. Kutschmas, an der Durchführung eines außerordentlichen Treffen der dreiseitigen Kontaktgruppe in Minsk teilzunehmen, die von unserer Führung initiiert wurde.
In der letzten Woche wurde von unserer Aufklärung kein Abzug von durch die Minsker Vereinbarungen verbotenen Waffen von der Kontaktlinie festgestellt. Stattdessen hat die OSZE-Mission die Verstöße durch die ukrainische Seite auf dem Territorium der Ukraine dokumentiert. So wurden in den Abzugsorten in dieser Woche das Fehlen folgender Waffen festgestellt:
zwei 102mm-Geschütze „Pion“;
zehn 122mm-Haubitzen „D-30“;
16 122mm-Artilleriegeschütze „Gwosdika“;
12 122mm-Mehrfachraketenwerfer „Grad“;
19 100mm-Antipanzergeschütze „Rapira“;
zwei 120mm-Geschütze „Nona“;
zehn Mörser der Kaliber 120 und 82mm;
23 Panzer.
Außerdem hat unsere Aufklärung eine Konzentration von Technik, Waffen und Personal entlang der gesamten Kontaktlinie festgestellt, was von der Absicht der ukrainischen Führung zeugt, die Lage in der Konfliktzone zu destabilisieren.
In dieser Woche wurden von unserer Aufklärung weitere Gefechte zwischen Abteilungen der ukrainischen Streitkräfte und Nationalisten aus Freiwilligenbataillonen registriert. In Folge gegenseitiger Schusswechsel verloren die ukrainischen Streitkräfte in der letzten Woche zehn Personen und etwa 50 wurden verletzt.
Die ukrainische militärische Führung verheimlicht wie zuvor die wirklichen Verluste vor der Öffentlichkeit und gibt sie erheblich niedriger an. Eine der Tatsache, die die wirkliche Lage der Dinge in den ukrainischen Streitkräften aufzeigt, sind die brutalen Folterungen, die gegen einen Soldaten des 16. Bataillons der 58. Panzergrenadierbrigade angewendet wurden, nur weil er sich über Telefon mit Verwandten, die auf dem Territorium der DVR leben, unterhielt.
Alle Versuche der militärisch-politischen Führung der Ukraine die Kämpfe im Donbass wieder aufzunehmen, enden unabwendbar mit einer Niederlage der ukrainischen Streitkräfte. Die Streitkräfte der DVR sind bereit zu allen Änderungen der Lage an der Kontaktlinie, wir führen regelmäßig Übungen zur Erhöhung der Kampffähigkeit der Abteilungen durch und Maßnahmen zur Unterstützung eines hohen moralisch-psychologischen Levels unserer Soldaten.

 

Ukrinform.ua: Ohne die Gewährleistung von Sicherheit durch Wiederherstellung der ukrainischen Kontrolle zu Grenze mit Russland können die Lokalwahlen im Donbass nicht stattfinden.
Das sagte der Außenminister der Ukraine, Pawlo Klimkin, gegenüber der Nachrichtenagentur Ukrinform.
Klimkin sagte, die Ukraine kämpfe dafür, dass die OSZE-Beobachtermission Zugang zu allen Gebieten des Donbass und zur Grenze erhalten würde. Durch die nicht von der Regierung kontrollierten Grenzabschnitte würden in der Nacht Waffen, Truppen und Söldner verlegt. „Das muss man alles abziehen. Sonst kann man über die Wahlen nicht reden“, betonte er.
Nach Worten des Ministers können weder er noch ein anderer ukrainischer Kandidat den Donbass für den Wahlkampf besuchen. „Die Wahlen können ohne reale Kontrolle der Lage durch die OSZE-Beobachtermission, durch die Weltöffentlichkeit nicht durchgeführt werden.“

 

De.sputniknews.com: Die Krim-Brücke mit einer geplanten Länge von 19 km gilt als eines der schwierigsten Bauprojekte in der Ingenieur-Praxis Russlands. Sie soll eine Direktverbindung zwischen dem russischen Festland und der Schwarzmeer-Halbinsel schaffen. Dieses Panorama-Video ermöglicht einen Blick in die Zukunft und zeigt die gigantische Brücke im fertigen Zustand.
Am Taman-Ufer hat die Montage von Segmenten der Brücke über die Straße von Kertsch begonnen. Die Bauarbeiter haben mit der Montage des ersten Segments auf den Pfeilern der Straßenbrücke begonnen. Insgesamt wird die Autobrücke auf 287 Pfeilern und die Eisenbahnbrücke auf 306 Pfeilern stehen.

https://youtu.be/uEOKFrY5xS4

 

Dan-news.info: Die ukrainischen Truppen haben heute tagsüber mit schweren Waffen die Umgebung des Jasinowatajer Checkpoints an der Straße Donezk-Gorlowka beschossen. Dies teilte eine Quelle aus den militärischen Einrichtungen der DVR mit.
„Gegen 11:30 Uhr hat die ukrainische Seite das Feuer auf das Gewerbegebiet in der der Nähe des Jasinowatajer Checkpoints eröffnet. Insgesamt wurden auf dieses Gebiet 24 Granaten der Kaliberr 122 und 152mm abgeschossen“, sagte der Gesprächspartner der Agentur.
Darüber hinaus wurden nach Angaben der Quelle heute tagsüber von den ukrainischen Truppen 130 Mörsergranaten der Kaliber 82 und 120mm abgeschossen. Von den ukrainischen Streitkräften wurden auch Spartak und Shabitschewo am nördlichen Rand von Donezk, das Gebiet des ehemaligen Flughafens der Hauptstadt und das Dorf Krutaja Balka im Bezirk Jasinowataja beschossen.
Der Gegner schoss von den Positionen in den Gebieten der von den ukrainischen Streitkräften besetzten Ortschaften Awdejewka, Opytnoje, Kamenka, Peski und von Gebiet des Lüftungsschachts des Butowskaja-Bergwerks.

 

Abends:

 

De.sputniknews.com: Erklärungen des Pentagon, wonach Russland das Baltikum binnen 60 Stunden besetzen könnte, laufen darauf hinaus, die Stationierung der US-Truppen in der Region durchzusetzen. Darauf wies der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses der russischen Staatsduma, Alexej Puschkow, am Freitag in Moskau hin.
„Dieser vom Pentagon abgesonderte Stuss verfolgt nur ein Ziel, US-Truppen in den Baltischen Republiken zu stationieren“, schrieb der Politiker im Kurznachrichtendienst Twitter.
Zuvor hatte Berater Michael Carpenter vom Pentagon im US-Senat erklärt, dass der NATO bislang nicht gelungen ist, die Situation im baltischen Raum umzukehren, wo „Russland kraft diverser Ursachen immer noch militärisch überlegen ist“.
Laut einem im vergangenen Februar veröffentlichten Bericht der US-Denkfabrik RAND würde Russland im Notfall „höchstens 60 Stunden brauchen, um bei einer Intervention die Hauptstädte Lettlands und Estlands zu besetzen“. Aus dem Papier geht ferner hervor, dass die Situation durch die Stationierung von sieben Armeebrigaden, darunter drei Panzerbrigaden, geändert werden kann. Dabei sollten die Bodenkräfte von der Luftwaffe und Artillerie unterstützt werden, hieß es.
In einer Stellungnahme zum Bericht sagte ein ranghoher Vertreter des russischen Verteidigungsministeriums: „Sie scheinen ernsthafte Jungs zu sein, produzieren aber solchen Stuss. Wozu braucht Russland das Baltikum? Zu welchem strategischen Ziel? Etwa um Sprotten zu erbeuten? Oder, wie zur Sowjetzeit, um den Balten Betriebe zu bauen, die sie nach dem Beitritt zur EU und NATO stillgelegt und zerstört hatten?“
Der Militär, der anonym bleiben wollte, sagte ferner, dass „diese RAND-Provokateure uns mit ihren kalkulierten 60 Stunden sogar beleidigen: Die russische Armee würde diese theoretische Aufgabe binnen einer Stunde meistern.“

 

De.sputniknews.com: Ukrainische Rechtsradikale haben das Gebäude des russischen Generalkonsulates im ukrainischen Odessa blockiert, wie die lokale Ausgabe „Taimer“ berichtet.
„Rund 100 Aktivisten der vom Euromaidan geprägten Organisationen Odessas haben sich am 10. Juni vor dem Generalkonsulat der Russischen Föderation in Odessa versammelt, um die Feier anlässlich des Tages Russlands zu vereiteln. Laut Informationen der Aktivisten soll am Freitag im Konsulat ein festlicher Empfang zum Tag Russlands gegeben werden, der am 12. Juni begangen wird“, wird mitgeteilt.
Laut „Taimer“ wollen die „Euromaidan-Aktivisten“ auf diese Weise eine „erzieherische Arbeit“ mit denjenigen leisten, die diese Veranstaltung besuchen wollen.
Nach Angaben der „Nowosti Odessy“ haben die einheimischen „Patrioten“ Pferdekot vor das Haus des russischen Konsulats geschmissen.
An der Aktion sind die größten Euromaidan-Organisation beteiligt: „Selbstverteidigung“, „Rechter Sektor“, „Automaidan“ und „Rat für öffentliche Sicherheit“. Am Eingang zum Konsulatsgebäude steht ein Auto mit Lautsprechersäulen, aus denen russlandfeindliche Lieder ertönen.
Der ukrainischen Nachrichtenagentur UNN zufolge ist es zu einer Prügelei  gekommen, als rechtsradikale Aktivisten das Gebäude mit Eiern zu bewerfen versuchten.
Wie Sputnik.news von der Odessaer Polizei erfuhr, ist eine operative Ermittlergruppe zum Ort der Aktion unterwegs. Die Situation um das Konsulatsgebäude sei unter Kontrolle, hieß es.

 

De.sputniknews.com: Die in Russland wegen Mord an zwei Reportern zu 22 Jahren Haft verurteilte ukrainische Kampfpilotin Nadeschda Sawtschenko erwägt einen Einstieg in die Präsidentenwahlkampagne in der Ukraine. „Ich werde kandidieren, wenn die Ukrainer mich unterstützen“, erklärte sie am Freitag in Kiew.
„Ich bin bereit, Präsidentin des ukrainischen Volkes zu werden, wenn es seinerseits bereit wäre, seine Stimmen für mich abzugeben“, sagte die Rada-Abgeordnete von der Vaterlandspartei von Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko. Das wäre auch bei der nächsten Präsidentenwahl denkbar.
Kurz nach der Verkündung des Urteils durch ein russisches Gericht war Sawtschenko von Russlands Präsident Wladimir Putin begnadigt und in die Ukraine überstellt worden. Im Gegenzug begnadigte der ukrainische Staatschef Petro Poroschenko zwei in der Ukraine inhaftierte russische Bürger, denen die Justiz in Kiew Aktivitäten gegen den ukrainischen Staat zur Last gelegt hatte.

 

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Ein Gedanke zu “Presseschau vom 10.06.2016

  1. Das Video über den tatlichen Angriff und die Beleidigungen der russischen Journalistin durch diesen Seppelt wurde inzwischen von youtube gesperrt. Man kann es trotzdem ansehen über unblocker.yt – Putinhasser, Fremdenhasser, Lügen und Angst vor unbequemen Fragen – sind deutsche Journalisten nur solche Unterwäscheschnüffler und feigen Arschlöcher, die – weil sie keine Beweise haben – die Wahrheit fürchten??? Man kann nur hoffen – nicht alle!

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