Presseschau vom 27.01.2016

Quellen: Itar-Tass, Interfax, Ria Novosti, sputniknews, rusvesna.su, voicesevas.ru, hinzu kommen Informationen der Seiten dnr-online, lnr-portal, Novorossia, dnr-news, novorosinform u.a. sowie die offiziellen Seiten der Regierungen der Volksrepubliken dan-news, lug-info. Wir beziehen manchmal auch ukrainische Medien, z.B. BigMir, UNIAN, Ukrinform, KorrespondenT und die Online-Zeitung Timer aus Odessa ein.
Zur besseren Unterscheidung der Herkunft der Meldungen sind Nachrichtenquellen aus den neuen  Volksrepubliken im Donbass in Rot (dnr-online, lnr-portal, Novorossia, dan-news, lug-info, dnr-news, novorosinform u.a.) und ukrainische Quellen in Blau (BigMir, Ukrinform, UNIAN, KorrespondenT und Timer) gekennzeichnet.
Die Übersetzung russischer Medien erfolgt in schwarzer Farbe.

 

 

Nachtrag vom 25.01.:

 

 

  1. RT.Deutsch: Auf Druck des Pentagons: US-Kongress hebt Verbot der Unterstützung des Asow-Bataillons auf
    Dem Pentagon sei Dank: Neue Asow-Rekruten können wieder in den Genuss von US-Militärhilfe gelangen
    Auf Initiative des Kongressabgeordneten John Conyers hatte das US-Repräsentantenhaus im Juni 2015 einem Antrag einstimmig zugestimmt, welcher untersagt das ukrainische Asow-Bataillon finanziell zu unterstützen und auszubilden. Auf Druck des Pentagons wurde dieses Verbot jetzt wieder rückgängig gemacht. Damit können wieder Gelder an die neofaschistische Miliz fließen.
    Wie das Nachrichtenmagazin The Nation berichtet, hat der US-Kongress im Rahmen der Verabschiedung des Budgets in Höhe von 64 Milliarden US-Dollar für die sogenannten Overseas Contigency Operations (OCO), einen Änderungserlass zurückgenommen, der verhindern sollte, dass Teile der Gelder in Ausrüstung und Ausbildung des Asow-Bataillons enden. Die Aufhebung des Erlasses erfolgte nach übereinstimmenden Angaben auf Druck des Pentagons.
    Noch im Juni 2015 hatte Conyers, der Initiator des einstimmig angenommen Antrages zum Verbot der Ausbildung und Finanzierung von Asow, das Freiwilligen-Bataillon als „ekelhaft“ und „neonazistisch“ bezeichnet:
    „Ich bedanke mich für die einstimmig angenommene Antragsänderung, die unserem Militär das Training mit dem von uns verhassten ekelhaften Neonazi-Bataillon Azow untersagt.“
    Aus dem Budget für die Overseas Contingency Operations (OCO – Überseeische Eindämmungs-Operationen) sollen neben dem „Krieg gegen den Terror in Afghanistan und Nahost, unter anderem europäische Länder unterstützt werden, die „einer russischen Aggression ausgesetzt“ sind. Ein signifikanter Teil des für Europa bestimmten Budgets ist für die Ukraine reserviert.
    Mit der Rücknahme des Erlasses habe der Kongress und die Obama-Administration den „Weg dafür bereitet“, dass US-Gelder „in die Hände der schändlichsten Elemente“ gelangen könnten, „die gegenwärtig in der Ukraine aktiv sind“.
    So die abschließende Einschätzung von The Nation, ohne deren Recherche die Einflussnahme des Pentagon auf den US-Kongress in dieser sensiblen Frage, wohl nicht den Weg in die nationale und internationale Berichterstattung gefunden hätte.

 

 

Abends / nachts:

 

 

Gefunden auf der VKontakte-Seite der KP der DVR: Eilmeldung
Nach Berichten von Kommunisten der DVR wurde heute in den frühen Morgenstunden der Versuch unternommen, das Lenindenkmal auf den Zentralplatz der Stadt Donezk zu sprengen.
Vermutlich wurde ein explosiver Mechanismus an der Rückseite des Denkmals installiert. Glücklicherweise wurde das Denkmal selbst nicht beschädigt, lediglich die Granitplatte des Sockels. Details zum Vorfall werden noch ermittelt.

 

Dan-news.info: Ukrainische Truppen haben heute mit einem Beschuss von Trudowskije im Petrowskij-Bezirk im westlichen Teil von Donezk begonnen. Dies teilte der Leiter der Verwaltung des Petrowskij-Bezirks Maxim Shukowskij mit.
„Ab 22 Uhr begann eine Beschuss der Ortschaft Trudowskije an der Kontaktlinie“, sagte er. Shukowskij fügte hinzu, dass der Beschuss mit Granatwerfern und Schusswaffen durchgeführt wird.

 

 

Vormittags:

 

 

Dan-news.info: Ukrainische bewaffnete Gruppierungen haben in der letzten Nacht drei Stunden lang den Petrowskij-Bezirk in der frontnahen Zone am westlichen Rand von Donezk beschossen. Dies teilte heute der Leiter der Verwaltung des Bezirks Maxim Shukowskij mit.
„Drei Stunden lang gab es einen Beschuss. Die Intensität war von 10 Uhr abends bis halb 12 sehr ausgeprägt. Nach dem Echo zu urteilen waren es sowohl Schusswaffen als auch großkalibrige Granatwerfer. Ein Milizangehöriger, Geburtsjahr 1993, Einwohner des Petrowskij-Bezirks, ist verletzt“, sagte der Gesprächspartner der Agentur.
Er sagte, dass es derzeit keine Information über Zerstörungen und Verletzte unter den zivilen Einwohnern gibt.

 

De.sputniknews.com: Russland hat 2015 17 Plätze im internationalen Korruptionsranking von Tranparency International gutgemacht, was von einer Senkung der Korruption im öffentlichen Sektor zeugt.
Die Korruptionslage in Russland habe sich im Vergleich zum letzten Jahr verbessert, was dem Land den höchsten Platz seit vier Jahren beschert habe, heißt es im jüngsten Bericht von Transparency International (TI) zu dem jährlichen Korruptionsranking. Russland befinde sich nun auf einer Stufe mit Aserbaidschan, Guyana und Sierra Leone.
Der 21. Korruptionswahrnehmungsindex ist am Mittwoch veröffentlicht worden. Das Ranking basiert auf Einschätzungen zur Korruption im öffentlichen Sektor, die von Experten aus internationalen Institutionen und Forschungsgruppen abgegeben werden. Die Skala reicht von 0 Punkten — als sehr korrupt wahrgenommen — bis zu 100 Punkten für völlige Korruptionsfreiheit. Von den 168 untersuchten Ländern erzielten zwei Drittel weniger als 50 Punkte, schreibt TI.
2015 hat Russland 29 Punkte – zwei mehr als im Vorjahr – bekommen und belegt damit den 119. Platz, was die beste Einschätzung seit 2012 ist, als die Organisation das 100-Punkte-System eingeführt hatte. 2014 befand sich Russland auf Platz 136, zusammen mit Nigeria und dem Libanon.
Dänemark behauptet im Korruptionswahrnehmungsindex (CPI) weiter seinen Spitzenplatz als das Land mit der niedrigsten festgestellten Korruption. Es folgen Finnland und Schweden. Deutschland verbesserte sich vom 12. auf den 10. Platz.
Am Ende der Skala rangieren, wie bereits 2014, Nordkorea und Somalia. Nur knapp über ihnen stehen Afghanistan und der Sudan.
Im vergangenen Jahr waren viele russische Politiker mit dem Ranking nicht einverstanden und hatten den Bericht als „politisch motiviert“ bezeichne

 

Lug-info.com: Kiewer Truppen haben in den letzten 24 Stunden wieder das Territorium der LVR beschossen. Dies teilte die Volksmiliz der LVR mit.
„Am 26. Januar um 20:15 führten die ukrainischen Streitkräfte einen Beschuss aus Richtung Troizkije auf ein Gebiet 1,5 km nordwestlich von Kalinowo durch. Es wurden vier Schüsse mit Panzertechnik abgegeben“, heißt es in einer Mitteilung der Verteidigungsbehörde derLVR.
Opfer und Zerstörungen gibt es nicht.

 

De.sputniknews.com: „Liebesspiele“ mit Nachspiel: Abgeordneter aus Poroschenko-Block ausgeschlossen
Der Rada-Abgeordnete Oleg Barna ist für den bizarren Vorfall mit dem ukrainischen Premier Arseni Jazenjuk bei einer Tagung der Werchowna Rada Mitte Dezember letztes Jahres aus dem Block Petro Poroschenko ausgeschlossen worden. Dies berichtet Radio Free Europe unter Berufung auf den Vize-Vorsitzenden des ukrainischen Parlaments, Andrij Parubij.
Am 11. Dezember 2015 hatte Oleg Barna versucht, Jazenjuk vom Rednerpult zu drängen. Dazu überreichte er ihm einen Blumenstrauß mit Trauerband und packte ihn daraufhin an seine Männlichkeit.
Die Entscheidung über den Ausschluss von Barna aus dem Poroschenko-Block sei dem Rundfunkveranstalter zufolge mit einer Stimmenmehrheit im Parlament getroffen worden. Barna erklärte seinerseits, aus der Partei selbstständig ausgetreten zu sein.

 

Dan-news.info: Das Lenin-Denkmal im Zentrum von Donezk wurde unter nicht festgestellten Umständen beschädigt. Wie ein Korrespondent von DAN vom Ort des Geschehens mitteilt wurde am Denkmal ein Stück des Sockels abgeschlagen….Derzeit nennen die Rechtsschutzorgane der Republik keine Umstände des Geschehenen, es werden Überprüfungen durchgeführt.

 

Dan-news.info: Ursache der Beschädigungen am Sockel des Lenindenkmals im Zentrum von Donezk ist eine Explosion. Dies teilte heute der Leiter des Woroschilowskij-Bezirks der Hauptstadt Wladislaw Latynzew mit.
„Um 3:50 war im Bezirk eine Explosion zu hören“, sagte er. „Es wurde ein Sprengsatz an unser Denkmal gelegt. Sie sehen, was die Beschädigungen in der Folge der Explosion sind“.
Nach Auffassung Latynzews wurde die Sprengung durch eine Diversionsgruppe durchgeführt. Der Leiter des Bezirks teilte auch mit, dass bei der Explosion die Fensterscheiben zweier nahe liegender Gebäude zerstört wurden, Informationen über Verletzte sind nicht eingegangen.
Etwas später teile das Zivilschutzministerium mit, dass durch die Explosion niemand verletzt wurde.

 

De.sputniknews.com: Kiew dementiert Militärabzug aus Kontroll- und Koordinierungszentrum im Donbass
Die Ukraine hat ihre Vertreter aus dem Gemeinsamen Kontroll- und Koordinierungszentrum für die Waffenruhe im Donbass (SZKK) nicht abberufen. Das bestätigte der Donbass-Beauftragte des ukrainischen Präsidenten, Andrej Lyssenko, gegenüber RIA Novosti.
„Die ukrainischen Vertreter des SZKK haben ihre Stellungen nicht verlassen. Sie sind weiter im Zentrum tätig“, so Lyssenko.
Zuvor hatte der russische OSZE-Botschafter Alexander Lukaschewitsch von einem geplanten Abzug des ukrainischen Militärs aus dem SZKK berichtet.
„Es wurde bekannt, dass den ukrainischen Militärs empfohlen wurde, praktisch alle Vertretungen des Zentrums in der selbsterklärten Volksrepublik Donezk (VRD) zu verlassen. Nur zwei Offiziere bleiben noch an einem der Orte“, wie Lukaschewitsch mitteilte.
Auch die russische Seite des SZKK bestätigte am Dienstag die Abberufung der ukrainischen Offiziere aus den Beobachtungsstellen des Zentrums in der VRD….

 

Dan-news.info: Die Siedlung Sewernyj, die im Kujbyschewskij-Bezirk von Donezk liegt, wurde durch den nächtlichen Panzerbeschuss von Seiten der ukrainischen Streitkräfte teilweise vom Strom abgeschnitten. Dies teilte eine Quelle aus den bewaffneten Strukturen der DVR mit.
„Gestern Nacht ab zehn Uhr gab es einen Beschuss. Die Treffer waren vor allem auf dem Gebiet des Bergwerks. Verletzte gibt es keine, aber es wurde ein Kabel zerstört und Heizwerke vom Strom abgeschnitten“, sagte der Gesprächspartner der Agentur.
Nach seinen Informationen ist auch die in der Nähe liegende Siedlung Oktjabrskij im Norden von Donezk ohne Strom. Der Gegner schoss mit Panzerwaffen.

 

De.sputniknews.com: „Fake made in Ukraine“: Keine Strafen für PACE-Abgeordnete wegen Krim-Besuchen
Der Chef des Auswärtigen Ausschusses der russischen Staatsduma, Alexej Puschkow, hat die jüngste Erklärung des ukrainischen Abgeordneten Georgi Logwinskij über eine angebliche Bestrafung der PACE-Mitglieder für deren Besuche auf der Krim und im Donbass als Falschmeldung zurückgewiesen.
„Die PACE hat keine ‚Bestrafung‘ gegen europäische Abgeordnete, die die Krim oder den Donbass besucht hatten, vorgesehen und kann das auch nicht tun“, schrieb Puschkow auf seiner Twitter-Seite. Weiter bezeichnet er die Androhung als „neuen Fake made in Ukraine“.
Zuvor hatte der Abgeordnete der ukrainischen Rada, Georgi Logwinskij, auf seiner Webseite in Facebook geschrieben, dass die Parlamentarische Versammlung des Europarates (PACE) eine Resolution verabschiedet hatte, laut der europäische Parlamentarier unabhängig von ihrem Status die Verantwortung für ihre Besuche auf der Schwarzmeer-Halbinsel Krim sowie im Donbass tragen würden. Laut den ukrainischen Gesetzen handle es sich dabei um eine strafrechtliche Verantwortung….
Dan-news.info: Als Sprengstoff bei der Explosion in der Nacht am Sockel des Lenindenkmals im Zentrum von Donezk wurden möglicherweise TNT oder Plastiksprengstoff verwendet. Dies teilte der stellvertretende Kommandeurs der Milizen der DVR Eduard Basurin mit.
„Ich kann nicht genau das Äquivalent nennen, ich bin kein Spezialist“, sagte er. „Das einzige, was ich sagen kann, ist, dass dies irgendetwas mit TNT war, weil bisher keinerlei Metallsplitter gefunden wurden. Es könnte auch Plastiksprengstoff sein, und wenn das so ist, dann war es keine große Menge“.
„Anhand der Zerstörungen ist zu sehen, dass am Denkmal selbst nur der rechte Fuß beschädigt ist, die Ferse, die Hauptrichtung der Explosion war der Sockel, auf dem das Denkmal steht“, fügte der Vertreter des Verteidigungsministeriums hinzu.
„War das eine Diversionsgruppe? Ich nenne das jetzt nicht Diversion, sondern eine terroristische Gruppe“, sagte der stellvertretende Kommandeur auf Fragen der Presse. „Es ist für niemanden ein Geheimnis, dass sie sich hier befinden und Wurzeln geschlagen haben“.
Nach den Worten Basurins sind einige vorläufige Einzelheiten des Geschehens bekannt, aber die Ermittler haben noch keine Schlüsse gezogen.
„Ich habe gehört, dass zwei Männer bemerkt wurden, die etwas am Denkmal abgelegt haben und wegliefen. Dann gab es einen Brand, Rauch und es erfolgte eine Explosion. Jetzt klärt die Ermittlung auf, wer das getan hat“, teilte der Vertreter des Verteidigungsministeriums mit.

 

Ukrinform.ua: In die Ukraine ist die technische Mission der UN für die Einschätzung der Bedürfnisse der Minenräumung entsendet worden.
Das meldet das UN News Centre.
Experten sollen das Ausmaß der Bedrohung durch Minen und Sprengkörper einschätzen. Auch werden sie technische Empfehlungen geben, wie man die Bevölkerung der Gebiete, die von dem Konflikt betroffen wurde, außer Gefahr bringen und verminte Straßen, Felder und Weiden von Minen räumen kann.
Die Mission kommt auf Ersuchen der Regierung der Ukraine und auf Beschluss des UNO-Generalsekretärs Ban Ki-Moon und wird bis zum 5. Februar arbeiten.
Die UN erinnert daran, dass die Hauptverantwortung für die Minenräumung bei den Konfliktparteien liegt. Die UN-Mission sei dazu berufen, die erforderliche Unterstützung zu leisten.

 

Dan-news.info: Ukraine Truppen haben gestern Abend Sajzewo im Norden von Gorlowka beschossen. Dies teilte heute die Stadtverwaltung mit.
„Gestern um 20:22 gab es einen Treffer auf ein Wohnhaus in Sajzewo. Nach vorläufigen Angaben wurde niemand verletzt, aber das Haus brannte ab, das benachbarte auch“, sagte der Gesprächspartner der Agentur.
De.sputniknews.com: Etwa 50 Kinder haben während des Konflikts im Donbass in der selbsterklärten Volksrepublik Lugansk Verletzungen erlitten, so am Mittwoch die Kinderrechtsbeauftragte der Republik, Julia Nasarenko.
„47 Kinder wurden während der Kampfhandlungen verletzt. Das sind Schädel-Hirn-Traumata, Verletzungen der inneren Organe und – das Schlimmste – der Verlust von Gliedmaßen“, konkretisierte Nasarenko in einer Besprechung.
Ihr zufolge wurden bereits nach der Verkündung der Waffenruhe Unfälle mit Kindern fixiert. Als Beispiel führte sie einen der jüngsten Vorfälle in der Ortschaft Krasny Lutsch an, als vier Kinder beim Auseinandernehmen eines Geschosses verletzt wurden.
„Neugierige Jungen in Krasny Lutsch hatten beschlossen, eine Granate auseinander zu nehmen, und vier Kinder wurden dabei verletzt, ein Kind verlor seine Hand“, sagte Nasarenko.
Sie teilte mit, dass ein jedes Kind, das infolge der Kampfhandlungen oder bei der Detonation von Munition irgendwelche Körperverletzungen erlitten habe, soziale Auszahlungen erhalte.

 

Dan-news.info: Die Ermittlungen zu der Explosion auf dem zentralen Platz von Donezk, bei der das Lenindenkmal beschädigt wurde, hat die Administration des Oberhaupts der DVR unter Kontrolle genommen.
„Der Verlauf der Ermittlungen zu dieser Sache wird von der Administration des Oberhaupts der DVR kontrolliert werden. Die Schuldigen an dem Zwischenfall werden ihrer Strafe nicht entgehen.“
Der Leiter der Administration des Republikoberhaupts Maxim Leschtschenko unterstrich, dass die Regierung ein Aufkommen des „Virus“ von Anschlägen auf Denkmäler nicht zulassen wird, der in der benachbarten Ukraine um sich gegriffen hat.
„Jeder Versuch des Sturzes und des Zerstörung von Geschichtsdenkmälern wird in der Republik äußerst negativ bewertet. Der Kampf gegen die Vergangenheit, gegen das eigene Erbe und die Geschichte ist eine Krankheit. Wir lassen das Aufkommen dieses „Virus“ von Seiten der Ukraine nicht zu“, erklärte Leschtschenko. „All dies ist die Folge einer Ideologie, die für uns unannehmbar ist. Sie können uns nicht besiegen, sie versuchen Denkmäler zu besiegen und dafür ist das heute ein klares Beispiel. Das Lenindenkmal stand und wird weiter auf dem zentralen Platz unserer Republik stehen“.
Bei der Administration des Oberhaupts des DVR wurde hinzugefügt, dass der Ort der Explosion von Spezialisten der Rechtsschutzorgane untersucht wird. Es wurde vorläufig festgestellt, dass die Explosion durch zwei Männer durchgeführt wurde, ihre Identität wird festgestellt, es werden Maßnahmen für die Festnahme der Verdächtigen ergriffen. Es wird ein Strafverfahren eingeleitet.

 

Dan-news.info: Das Lenindenkmal im Zentrum von Donezk, das durch eine Explosion beschädigt wurde, wird wieder aufgebaut. Dies teilte heute der Leiter des Woroschilow-Bezirks der Hauptstadt Wladislaw Latynzew mit.
„Wir werden alles wieder aufbauen, das steht nicht zur Debatte, wir werden dafür Kräfte und Mittel finden“, versprach er.
Latynzew erklärte, dass die tragenden Elemente der Konstruktion nicht betroffen sind, die Beschädigungen sind nach vorläufigen Erkenntnissen unwesentlich.
„Ich sehe es so, dass die Aktion eher politischen, demonstrativen Charakter trug, dass im Zentrum der Stadt solche Dinge geschehen können“, unterstrich er.

 

De.sputniknews.com: Rotes Kreuz im Donbass: Mobile Lazarette für die Front gebraucht
Obwohl es in der ostukrainischen Bergbauregion Donbass keinen Mangel an Ärzten und Krankenschwestern gibt, sind für das Frontgebiet neue medizinische Gerätschaften sowie mobile Lazarette erforderlich, wie der Delegationsleiter des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes (IKRK) in der Ukraine, Allen Ashliman, gegenüber RIA Novosti sagte.
Zugleich schätzte er das Niveau der medizinischen Versorgung in dem von Kiew nicht kontrollierten Territorium als ziemlich gut ein.
„Es gibt genug Ärzte und Krankenschwestern. Ich bin von ihrer schweren und wichtigen Arbeit unter solch gefährlichen Bedingungen begeistert“, fügte er hinzu.
Laut Ashliman bleibt die Situation im Donbass „kompliziert und brüchig“, besonders in den frontnahen Ortschaften – und das auf beiden Seiten.
„Es gibt viele zerstörte Häuser, Märkte funktionieren nicht. Ab und zu kommt es zu Feuerangriffen. Viele Leute sind arbeitslos geworden. Die Situation ist dort trotz der Waffenruhe schwierig, da diese sehr brüchig ist“ sagte der IKRK – Vertreter.
Ihm zufolge bemüht sich seine Organisation, die Lage zu verbessern….

 

 

Nachmittags:

 

 

Lug-info.com: Bericht des stellvertretenden Leiters des Stabs der Volksmiliz der LVR Oberst Igor Jaschtschenko (Zusammenfassung mehrerer Meldungen)
Ukrainische Truppen haben sieben Panzer und Panzertechnik an der Abgrenzungslinie zusammengezogen, sagte Jaschtschenko.
Er sagte, dass sich im Ganzen die Situation im Verantwortungsbereich der Volksmiliz in den letzten 24 Stunden nicht wesentlich verändert hat und als stabil angespannt charakterisiert werden kann.
„In der Nähe von Dmitrowka wurde von uns eine Konzentration von sieben Panzern und einer Einheit Panzertechnik der ukrainischen Streitkräfte entdeckt“, teilte Jaschtschenko mit.
„In der Nähe von Wrubowka haben wir eine Artilleriefeuerposition entdeckt“, fügte er hinzu.
Außerdem erinnerte der stellvertretende Leiter des Stabs daran, dass am 26. Januar die Kiewer Truppen die Positionen der Volksmiliz ein weiteres Mal unter Verletzung des Regimes der Feuereinstellung beschossen haben.
„Gestern um 20:15 wurden aus Troizkoje vier Schüsse mit Panzertechnik auf unsere Positionen m Gebiet von Kalinowo abgegeben. In der Folge des Beschusses gab es keine Opfer und Zerstörungen“, sagte Jaschtschenko.
Nach seiner Meinung bestätigen diese Aktivitäten ein weiteres Mal, dass die Ukraine weiterhin Kurs auf eine militärische Lösung des Konflikts im Donbass hält.
„Uns wurde bekannt, dass auf dem Territorium, das von den ukrainischen Streitkräften in unserer Region kontrolliert wird, die Militärkommissariate Maßnahmen zur Vorbereitung der siebten Mobilisierungswelle durchführen. Der Mobilisierung unterliegen Männer zwischen 25 und 60 Jahren“, berichtete er.
„Während der Mobilisierung werden an den Grenzschutz Listen mit den Namen der Einzuberufenden gegeben, um eine Flucht zu verhindern. Es ist klar, wie die Einberufung in die ukrainischen Streitkräfte erfolgen wird“, unterstrich Jaschtschenko.
Jaschtschenko zog den Schluss, dass die „Ukraine wie zuvor nicht von einer militärischen Lösung des Konflikts im Donbass Abstand nimmt und die Bürger der Ukraine zwingt, an den verbrecherischen Handlungen gegen die friedliche Bevölkerung des Donbass teilzunehmen.

 

De.sputniknews.com: Ukraine beim Korruptionswahrnehmungsindex von TI eines der Schlusslichter in der GUS
Laut den Experten von Transparency International (TI), die sich in der nationalen und internationalen volks- und betriebswirtschaftlichen Korruptionsbekämpfung engagiert, steht die Ukraine im Korruptionswahrnehmungsindex (CPI) in einer Reihe mit dem Iran, Kamerun, Paraguay und Nikaragua….

 

Dan-news.info: Das Innenministerium der DVR hat ein Strafverfahren bezüglich der Explosion am Lenindenkmal im Zentrum der Hauptstadt aufgrund des Paragraphen „terroristischer Akt“ eröffnet. Dies teilte heute der Pressedienst des Ministeriums mit.
Das maximale Strafmaß nach diesem Paragraphen beträgt 15 Jahre Freiheitsentzug.

 

Dan-news.info: Kommunale Beschäftigte von Donezk haben den von der Explosion beschädigten Teil des Sockels des Lenindenkmals demontiert.
Auf dem zentralen Platz der Hauptstadt der DVR ist ein Kran eingetroffen. Die kommunalen Arbeiter haben die beschädigte Granitplatte des Sockels abgenommen und begonnen die Trümmer wegzuräumen.
Der Pressedienst der Hauptstadt der DVR teilte mit, dass in nächster Zeit die Reparaturarbeiten beginnen werden.

 

Dnr-online.ru: Pressekonferenz des stellvertretenden Kommandeurs der Milizen der DVR Eduard Basurin (Zusammenfassung mehrerer Meldungen)
Die Lage an der Kontaktlinie hat sich in den letzten 24 Stunden heftig verschärft.
Die ukrainischen Truppen haben 222 Mal das Territorium der DVR in der Folge von 29 Verletzungen des Regimes der Feuereinstellung verletzt. Während der Beschüsse hat der Gegner in Verletzung der Minsker Vereinbarungen ein Mehrfachraketenwerfersystem „Grad“, Granatwerfer des Kalibers 120mm, 82mm, Panzertechnik, Abwehrgeschütze und kleinere Granatwerfer verwendet.
Ich weise darauf hin, dass der Gegner in diesem Jahr das erste Mal Mehrfachraketenwerfer verwendet hat und auf Befehl des Kriegsverbrechers Klotschkow 12 Geschosse von der Position der 93. mechanisierten Brigade aus dem Gebiet Jelisowetkowka auf das Gebiet zwischen Staromichajlowka und Trudowskij der Stadt Donezk abgeschossen hat. Diese Tatsache wird von den Beobachtern des Gemeinsamen Zentrums zur Kontrolle und Koordination bestätigt. Es ist nicht ausgeschlossen, dass die Ziele des Beschusses mit den „Grads“ ihre Positionen sein sollten, in deren Nähe die Geschosse explodierten. Dies sollte ein Vorwand sein, die Streitkräfte der DVR der groben Verletzungen der Vereinbarungen zu beschuldigen.
Verstärkt von den Straftruppen beschossen wurden die Gebiete von Sajzewo, des Gagarin-Bergwerks, Schirokaja Balka, Shabitschewo, Losowskoje, Belaja Kamenka, das Volvo-Zentrum, das Gebiet des Flughafens von Donezk.
Informationen zu Opfern und Zerstörungen werden noch geprüft.
Die internationale Beobachtermission der OSZE stellt weiterhin grobe Verletzungen der Minsker Vereinbarungen durch die ukrainische Seite fest. So stellte die OSZE-Mission in ihrem Bericht vom 26. Januar wieder fest, dass in den Lagerorten für Technik der ukrainischen Streitkräfte vier 100mm-Geschütze MT-12 „Rapira“ und fünf Panzer T-64 fehlen. Dies zeigt ein weiteres Mal das Ignorieren der übernommenen Verpflichtungen durch Kiew.
Ich lenke die Aufmerksamkeit darauf, dass heute Nacht das nazistische ukrainische Regime eine Diversion durchgeführt hat, die mit dem internationalen Gedenktag für die Opfer des Holocaust verbunden ist. Die teilweise Zerstörung des Lenindenkmals und die verstärkten Beschüsse der Außenbezirke von Donezk durch ukrainische Faschisten heute sind gerade mit dieser Tragödie verbunden. Indem sie so die Symbole der sowjetischen Vergangenheit vernichten, löscht die ukrainische Regierung die Erinnerung an die Heldentaten der Kämpfer der Roten Armee in den Jahren des Großen Vaterländischen Kriegs aus, die an diesem Tag Auschwitz befreit haben. Der Akt der Zerstörung, der von ukrainischen Provokateuren durchgeführt wurde, verstärkt nur den Abscheu gegen die ukrainische nationalistische Ideologie, welche von der Kiewer Regierung vorgebracht wird. Und der „Salut“ mit von den Minsker Vereinbarungen verbotenen Waffen auf das Territorium der Ukraine überzeugt uns von dem vollständigen Fehlen von Gewissen und Moral bei den Kommandeuren, die die verbrecherischen Befehle ihrer Marionettenregierung ausführen.
Es ist wichtig zu bemerken, dass die Verstärkung der Beschüsse des Territoriums der DVR auch aufgrund des Abzugs der ukrainischen Vertreter im Gemeinsamen Zentrum zur Kontrolle und Koordination erfolgt, die trotz der Erklärungen des Stabs der sogenannten ATO erfolgt ist, dass sich angeblich alle an ihren Plätzen befinden. Jetzt können die Straftruppen ungezügelter und unkontrolliert mit ihren Waffen die Wohngebiete der Ortschaften der Republik beschießen.
De.sputniknews.com: Das Mandat der OSZE-Sonderbeobachtungsmission im Donbass soll laut dem ständigen Vertreter an der Deutschen Botschaft in Kiew, Wolfgang Bindseil, im März 2016 aktualisiert und verlängert werden.
Deutschland unterstütze die Verlängerung des OSZE-Mandats in der Donbass-Region, damit die Mission ihre weitreichende Aufgaben dort erfüllen könne, sagte Wolfgang Bindseil bei einer Diskussionsrunde über die Rolle der Ukraine-Problematik unter den Prioritäten des deutschen OSZE-Vorsitzes.
„Die Sondermission wird Zugang zur ganzen Donbass-Region haben. Das ist auch eine unserer Verpflichtungen“, so der Diplomat.
Die Krise in der Ostukraine werde auch während des deutschen OSZE-Vorsitzes Vorrangstellung haben, fügte Bindseil hinzu.
„Botschafter Sajdik (Martin Sajdik ist Ukraine-Sondergesandter der OSZE – Anm. der Red.) wird unsere volle Unterstützung in der trilateralen Kontaktgruppe genießen. Wir setzten diese Bemühungen als Teil des Normandie-Formats weiter fort“, unterstrich der Botschafts-Sprecher.
Früher hatte der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier erklärt, dass das Mandat der OSZE-Beobachtungsmission eine Grundlage für die Fortsetzung der Missionsarbeit in der Ostukraine geschaffen hat.

 

Dan-news.info: Eine Frau wurde in der Folge des Beschusses von Sajzewo durch ukrainische Truppen verletzt, teilte das Verteidigungsministerium der DVR mit.
„Beim Beschuss auf der Artjomowskaja-Straße wurde eine Frau am Kopf verletzt“, sagte der Gesprächspartner Agentur und erläutert, dass der Vorfall sich am 26. Januar ereignete.

 

De.sputniknews.com: Statt Waffenlieferungen für Kiew wollen USA Waffen in der Ukraine bauen
Die USA wollen einen neuen Rüstungskonzern in der Ukraine aufbauen. Der ukrainische Flugzeugmotorenhersteller „Motor Sitsch“ soll das Mutterunternehmen der neuen Holding werden, meldet das französische Portal „Intelligence online“ unter Berufung auf Quellen in der US-Rüstungsindustrie.
Der Motorenhersteller solle mit weiteren ukrainischen Rüstungsfirmen zusammengelegt und mit US-amerikanischen Produktionsanlagen ausgestattet werden. Im Dezember 2015 meldete „Intelligence online“, dass führende US-amerikanische Waffenfirmen – darunter L3 Communications und Raytheon – am Aufbau der ukrainischen Holding beteiligt sein werden. Das neue Unternehmen – so das Portal – werde über alle notwendigen Kompetenzen verfügen, um Reparaturen und Modernisierungen an der ukrainischen Waffentechnik durchführen zu können.
Wie das Militärforum „bmpd“ des russischen Zentrums für Strategie- und Technologieanalysen schreibt, ist die Gründung des neuen Konzerns fester Bestandteil der US-amerikanischen Strategie zur militärischen Unterstützung der Ukraine. Dazu gehöre auch ein neuer Gesetzentwurf: der Ukrainian Warfighter Assistance Act, den der US-Kongressabgeordnete Duncan D. Hunter im vergangenen Dezember ins Repräsentantenhaus eingebracht habe. Der Entwurf sehe die Lieferung aller notwendigen Technologien an die Ukraine vor, um das Land in die Lage zu versetzen, Panzerabwehrraketen herzustellen. Die Technologie solle der ukrainische Motorenspezialist bekommen.
„Motor-Sitsch“ – so die Analysten des Zentrums – ist eine der wenigen erfolgreichen ukrainischen Rüstungsfirmen. Die Aktiengesellschaft sei in privater Hand, was amerikanischen Aktionären ermögliche, sich an der Firma zu beteiligen, den Technologie-Transfer zu überwachen und zukünftig den Markt für die Modernisierung alter sowjetischer Technik zu erschließen.
Zudem würden die Modernisierungsmaßnahmen langfristig ermöglichen, den offiziellen Verzicht auf den Export letaler Waffen in die Ukraine zu umgehen – indem die Produktion von Waffensystemen vor Ort aufgenommen werde.
Bis vor kurzem war „Motor-Sitsch“ der größte Hersteller von Triebwerken für russische Hubschrauber, wie auch für die Antonow-Transportflugzeuge und die russischen Trainingsflugzeuge Jak-130. Momentan wird in Russland die Produktion der Hubschrauber-Turbine WK-2500 vorbereitet, die die früheren Motoren aus ukrainischer Herstellung ersetzen soll.

 

De.sputniknews.com: Der Doping-Skandal um die russische Leichtathletik verfolgt das Ziel, das Image Russlands und seines Sports konsequent zu schädigen, um Konkurrenten zu beseitigen, wie Russlands Sportminister Vitali Mutko erklärte.
Sotschi, 11. November 2015: Russlands Präsident Wladimir Putin (Mitte, Stirnseite) in einer Sitzung mit den Leitern der russischen Sportverbände. Im Mittelpunkt stand die Vorbereitung auf die Olympischen Spiele 2016 in Brasilien. Rechts von Putin – der Sportminister Vitali Mutko. Links von Putin – der Präsidentenberater Igor Lewitin.
Am 9. November hatte die Kommission der Welt-Antidopingagentur WADA auf einer Pressekonferenz in Genf Russland zahlreiche Verstöße gegen Anti-Doping-Regeln vorgeworfen und dem Internationalen Leichtathletikverband IAAF ein Startverbot für alle russischen Leichtathleten empfohlen, darunter auch bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro.
Am Dienstag forderten Mitglieder der US-Auswahlmannschaft in einem Schreiben an das Internationale Olympische Komitee (IOC) und die WADA, die Ermittlungen gegen den Doping-Missbrauch in der Leichtathletik über den Rahmen dieser Sportart auszuweiten.
„Wir haben eine neue Leitung, ein neues Präsidium des Allrussischen Leichtathletik-Verbandes gewählt, Leichtathleten den Anti-Doping-Diensten ausgeliefert. Was können wir noch tun? Ich verstehe diese unendliche Geschichte nicht. Die einen verfolgen das Ziel, Russlands Ansehen zu schaden, die anderen, Konkurrenten zu beseitigen. Russlands Sport entsprich voll und ganz allen Anforderungen“, sagte Mutko.
Auch sagte der Leiter des britischen Leichtathletik-Verbandes (UKA), Ed Warner, am Dienstag, russische Leichtathleten dürften an den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro nicht teilnehmen. Die Chefin der britischen Anti-Doping-Agentur (UKAD), Nicole Sapstead, betonte, Russland werde seine Doping-Probleme bis zum Beginn der Spiele 2016 nicht lösen können.

 

Ukrinform.ua: Die Ukraine bleibt ein wichtiges Thema bei der Münchener Sicherheitskonferenz, die die Situation mit der Umsetzung der Abkommen von Minsk behandeln wird.
Das erklärte der Ukrinform-Korrespondentin in Deutschland der Präsident der Münchner Sicherheitskonferenz (MSC), Wolfgang Ischinger.
„Das Thema Ukraine zieht auf sich große Aufmerksamkeit. Man soll sich keine Sorge machen (und ich weiß, dass es in der Ukraine solche Befürchtungen gibt), dass andere Probleme das Thema Ukraine verdrängt haben, die akuter wurden, wie Syrien und andere. Diese Befürchtungen sind unbegründet“, sagte Ischinger.
Wichtiges Thema wird ihm zufolge die Besprechung des Abschlusses des Minsker Prozesses werden. Der deutsche Diplomat meint, es wäre gut, die Erfüllung der Vereinbarungen in den nächsten 5 Monaten zu erreichen, wenn die aktuellen Sanktionen ablaufen.

 

Dan-news.info: Das Republikoberhaupt der DVR Alexandr Sachartschenko hat heute vorgeschlagen, Quoten für die Ausfuhr von Getreide- und Ölkulturen aus der DVR festzulegen, um eine Senkung der Preise auf dem inneren Markt zu erreichen.
„Ich meine, dass es nötig ist, Quoten für die Ausfuhr für die Händler festzulegen, die diese erhalten werden und allen darüber hinaus zu untersagen, Getreide und Ölkulturen zu exportieren. So können wir die Preise im Inneren der Republik niedrig halten“, zitiert die Regierungsseite die Worte Sachartschenko auf einem Treffen mit Vertretern von Ministerien und Behörden der Republik.
Zuvor hatte Sachartschenko erklärt, dass ein Verbot der Ausfuhr von Getreide aus der DVR nur in Beziehung auf die Ukraine gilt. Er hatte auch mitgeteilt, dass es in der RF Käufer für das in der Republik produzierte Getreide gibt und die Landwirtschaft einen führenden Platz im Export der DVR einnimmt.

 

De.sputniknews.com: Die „Donezker Volksrepublik“ (DVR) schlägt den Mitgliedern der Ukraine-Kontaktgruppe vor, eine Kompromissvariante zur Änderung der ukrainischen Verfassung zu erörtern, sagte der Delegationschef der selbsterklärten Republik, Denis Puschilin, am Mittwoch bei den Verhandlungen in Minsk.
Laut Puschilin soll die von Donezker Juristen erstellte Novelle „reale Garantien für einen Sonderstatus des Donbass und für die politischen Rechte unseres Volkes geben, für das wir unser Blut vergossen haben“, zitiert die „Donezker Nachrichtenagentur“ Puschilin.
Die DVR „bittet ein weiteres Mal Russland und die Länder des Westens, Kiew unter Druck zu setzen und es zur Erfüllung der Minsker Abkommen zu zwingen“, so Puschilin.
„Die DVR erklärt offiziell, dass Artikel 18 der Übergangsbestimmungen in der Verfassung der Ukraine, den Kiew zur Abstimmung in der Rada (Parlament) unterbreitet, mit der Republik (DVR) nicht abgestimmt worden ist. Das ist ein überaus grober Verstoß gegen die Minsker Abkommen. Inhaltich hat die vorgeschlagene Variante weder Hand noch Fuß. Das ist ein juristischer Fake, der zum Betrug des Donbass-Volkes und der Weltöffentlichkeit fabriziert wurde“, heißt es in der Erklärung.
„Wir haben die jetzigen Änderungen an der Verfassung der Ukraine als ‚Minsk-2‘ widersprechend abgelehnt. Wir brauchen sie nicht“, so Puschilin.
Wie der russische OSZE-Botschafter Alexander Lukaschewitsch am Dienstag gesagt hatte, muss diese Organisation auf die Initiative Kiews zur Durchführung eines Verfassungsreferendums reagieren, weil dies im Widerspruch zu den Minsker Abkommen stehe.
Zuvor hatten der ukrainische Präsident Petro Poroschenko und der US-Botschafter in der Ukraine, Geoffrey Pyatt, die Oberste Rada dazu aufgerufen, für Verfassungsänderungen hinsichtlich der Machtdezentralisierung zu stimmen.

 

Dan-news.info: Das Donezker Museum des Großen Vaterländischen Kriegs stellte heute neue historische Materialien über die Verbrechen der faschistischen deutschen Besetzer im Donbass 1941-1943 vor. Die Ausstellung ist dem Internationalen Gedenktag für die Opfer des Holocaust gewidmet.
An der Veranstaltung nahmen Donezker Schüler teil, die sich mit der Ausstellung und den historischen Dokumenten dieser Jahre bekannt machten. Für die Jugendlichen wurde eine Führung durch das Museum organisiert.
„Heute am Internationalen Gedenktag für die Opfer des Holocaust führen wir zwei Veranstaltungen durch. Wir wollen uns an diese Tage erinnern, weil der Holocaust eine tragische Seite sowohl unserer als auch der Weltgeschichte ist. Man muss darüber sprechen, sich erinnern, damit die heranwachsende Generation von diesen Ereignissen erfährt“, sagte die Direktorin des Museums Ljudmila Dekurno.
Auf der Ausstellung ist das Modell des Schachts des Bergwerks „Kalinowka 4/4-bis“ dargestellt, das sich im Kalininskij-Bezirk von Donezk befindet. Dorthin warfen die Deutschen in den Jahren der Okkupation etwa 75.000 lebende, hingerichtete und zu Tode gefolterte Einwohner, ein großer Teil von ihnen waren Juden. Nach Angaben von Historikern waren von den 365 Metern des Schachts 310 Meter mit Körpern gefüllt. Dieser ist zweitgrößte Begräbnisort auf dem Gebiet der damaligen Ukrainischen Sozialistischen Sowjetrepublik nach Babi Jar in Kiew.
„Im Museum gibt es auch Materialien, die den Opfern des Holocaust gewidmet sind. In Donezk gibt es ein Denkmal, das im Oktober 2006 eingeweiht wurde. In den Jahren des Krieges war dort die „Weiße Kiesgrube“, in der die Faschisten ein Getto einrichteten. Dort sind mehr als 3000 Menschen vernichtet worden“, fügte Dekurno hinzu.
Der Holocaust ist die Verfolgung und massenhafte Vernichtung von Vertretern verschiedener ethnischer und sozialer Gruppen durch die Nazisten – Polen, Juden, Roma, sowjetische Kriegsgefangene und behinderte Menschen. Während der Existenz von Nazideutschland wurden 60 Prozent der Juden in Europa, das ist etwa ein Drittel der Juden weltweit, vernicht sowie etwa drei Millionen sowjetische Kriegsgefangene, ein Drittel des Roma-Volks und zehn Prozent der Polen.
Der Internationale Gedenktag für die Opfer des Holocaust wurde von der UNO-Generalversammlung 2005 geschaffen und wird jährlich am 27. Januar begangen. Das Datum wurde nicht zufällig gewählt – an diesem Tag vor 71 Jahren haben sowjetische Truppen das Konzentrationslager Auschwitz im Süden Polens befreit, in dem sich zu diesem Zeitpunkt fast 8000 Menschen befanden. Insgesamt sind in Auschwitz mehr als eine Million Menschen umgekommen.

 

De.sputniknews.com: Putin rät seinem Minister: Dem Nato-Generalsekretär nicht den Bizeps zeigen
Russlands Präsident Wladimir Putin hat seinen Vize-Premier Juri Trutnew zu mehr „Akkuratesse“ aufgerufen, nachdem dieser über seine Reise zum Weltwirtschaftsforum nach Davos berichtet hatte, wo er – nach eigenen Worten – verbalen Attacken von Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg und von Seiten des ukrainischen Präsidenten ausgesetzt war.
Bei dem Forum sei er auf „ziemlich harte Ausfälle“ von Seiten des Nato-Generalsekretärs Jens Stoltenberg und des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko gestoßen, berichtete Trutnew. Er habe als Antwort die Meinung der Bürger Russlands über die Situation in der Ukraine dargelegt.
Daraufhin zitierte Putin aus einem Lied des sowjetischen Dichters und Liedermachers Wladimir Wyssozki (1938 — 1980): „…Dann hab ich meine Jacke ausgezogen, die Ärmel über den Bizeps hochgekrempelt…“ „Hatte das Wyssozki zufällig nicht über Sie gesungen?“, fragte Putin lächelnd und riet dem Vizepremier zu mehr „Akkuratesse“.
Vize-Premier Trutnew (59) treibt – wie auch Präsident Putin selbst — seit vielen Jahren Kampfsport und besitzt den schwarzen Gürtel in Karate.
Das „Bizeps“-Zitat stammt aus dem Lied „Die Ehre der Schachkrone“, das Wyssozki der Schachweltmeisterschaft 1972 gewidmet hatte – der damalige Zweikampf zwischen dem sowjetischen Weltmeister Boris Spasski und seinem amerikanischen Herausforderer Bobby Fischer ging als „Match des Jahrhunderts“ in die Schachgeschichte ein.

 

 

Abends:

 

 

Dan-news.info: Die kommunalen Dienste von Donezk haben die Stromversorgung der frontnahen Siedlung Sewernyj, die in der letzten Nacht beschossen wurde, wieder hergestellt. Dies teilte der Dispatcherdienst des Kujbyschewskij-Bezirks der Hauptstadt mit.
„Die Arbeit von drei Heizwerken wurde unterbrochen, etwa 500 private Häuser und 100 mehrstöckige Häuser waren vom Strom abgeschnitten. Die Stromversorgung in den Häusern war gegen 2 Uhr nachts wieder in Betrieb“, sagte der Gesprächspartner der Agentur.
Es wurde ergänzt, dass an den Reparaturarbeiten etwa 60 Energie- und Heizungstechniker beteiligt waren.

 

De.sputniknews.com: Am Mittwoch hat die Menscherechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) ihren World Report 2016 veröffentlicht, in dem sie Kritik gegen die Poroschenko-Regierung übte – offenbar kann oder will Kiew die Verbrecher von Maidan und Odessa nicht zur Rechenschaft ziehen.
Der World Report 2016 ist die 26. Ausgabe des alljährlich von Human Rights Watch veröffentlichten Rückblicks auf die Wahrung der Menschenrechte in mehr als 90 Staaten.
„Es sind keine bedeutenden Erfolge bei der Ermittlung und Verurteilung der Schuldigen, die während der Maidan-Proteste in 2014 gegen das Gesetz verstoßen hatten, zu verzeichnen“, heißt es im Bericht.
Die Menschenrechtler werfen auch einen Blick zurück auf einen Bericht der Expertengruppe des Europarates zu den Maidan-Opfern – PACE hatte damals scharfe Kritik an den Ermittlungen der ukrainischen Justiz zu den Zusammenstößen auf dem Maidan in Kiew und in anderen ukrainischen Städten geübt.
Der Europarat teilte mit, dass die Ermittlungen der neuen Regierung lückenhaft seien und «keinen wirklichen Fortschritt» gebracht hätten und der „Glaube der Ermittlungsbehörden an die eigene Straflosigkeit weit verbreitet“ sei.
Darüber hinaus werden im World Report die schleppenden Ermittlungen der Behörden zum Odessa-Massaker kritisiert, als rund 48 Regimegegner bei lebendigem Leibe verbrannten. Die Strafverfolgungsbehörden können oder wollen offenbar die Verdächtigen vom Odessa-Branddrama nicht zur Rechenschaft ziehen, so die Menschenrechtler.
Im November hatte der Europarat Kiew mangelnde Aufklärung zu dem Branddrama in Odessa vorgeworfen — eineinhalb Jahre nach dem Brand-Desaster mit Dutzenden Toten in Odessa hätten die ukrainischen Behörden noch immer keine objektive Untersuchung durchgeführt, hieß es in einem Befund einer Expertengruppe des Europarates.
Im September hatte Christof Heyns, UN-Sonderberichterstatter zu extralegalen und willkürlichen Hinrichtungen festgestellt, dass die Mehrheit der Indizien zum Massaker auf dem Kiewer Protestplatz Maidan und zum Branddrama in Odessa vernichtet wurden.
Am 2. Mai 2014 war es in Odessa zu Ausschreitungen zwischen Anhängern eines Referendums und Schlägern des ultranationalistischen Rechten Sektors gekommen.
Die Extremisten steckten ein Zeltlager in Brand, in dem Unterschriften für ein Referendum über die Zukunft des Gebietes Odessa gesammelt wurden. Mehrere Anti-Maidan-Aktivisten versteckten sich im benachbarten Gewerkschaftshaus. Die Polizei sah tatenlos zu, wie regierungstreue Nationalisten die Ausgänge versperrten und das Gebäude mit Molotow-Cocktails bewarfen. 48 Menschen verbrannten bei lebendigem Leibe oder starben beim Sprung aus dem Gebäude. Aktivisten, denen es gelang, sich aus den Flammen zu retten, wurden brutal niedergeschlagen. Der damalige Gouverneur der ukrainischen Schwarzmeerregion verteidigte das Vorgehen der Schläger sogar als rechtmäßig.
Drei Monate davor hatte die ukrainische Opposition Staatschef Viktor Janukowitsch gestürzt und die Macht übernommen.
Dem Umsturz waren gewaltsame Ausschreitungen auf dem Kiewer Hauptplatz Maidan vorausgegangen, bei denen mehr als 100 Demonstranten und Ordnungskräfte getötet wurden. Viele wurden von unbekannten Schützen erschossen. Die neue Führung machte die Vorgängerregierung für die Tode verantwortlich.
Doch schon zwei Wochen später sprach der estnische Außenminister Urmas Paet in einem abgehörten Telefonat mit der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton von Hinweisen darauf, dass hinter den Todesschüssen nicht Janukowitsch, sondern jemand von der neuen Koalition gestanden habe.

 

Dan-news.info: Ukrainische Truppen haben das Feuer auf die nördlichen Vorstädte von Donezk eröffnet, der Beschuss erfolgt mit Granatwerfern und Panzertechnik. Dies teilte eine Quelle aus den militärischen Einrichtungen der DVR mit.
„Es wird auf die nördlichen Vororte geschossen“, sagte er. „Unter dem Feuer der ukrainischen Streitkräfte befindet sich das Volvo-Zentrum, Shabitschewo, das Gebiet des Flughafens. Nach vorläufigen Angaben wird mit Granatwerfern des Kalibers 82mm, Panzertechnik und kleineren Granatwerfern geschossen.

 

Dan-news.info: Ukrainische Truppen haben den Kujbyschewskij-Bezirk im Westen von Donezk beschossen, eines der Geschosse traf den Hof eines Wohnhauses. Dies teilten Augenzeugen mit.
„Ein Treffer war im Hof eines Wohnhauses auf der Lusina-Straße und sechs Treffer im Bereich der Stratonawtow-Straße“, sagte einer der Gesprächspartner der Agentur.
„Sie haben etwa vor einer Stunde geschossen (18:30)“, fügte ein anderer hinzu.
Nach den Worten der Zeugen des Beschusses, gibt es keine Opfer und Zerstörungen. Wahrscheinlich wird mit Panzertechnik geschossen.

 

Dan-news.info: Ein Treffen von Vertretern der nationalen Gemeinschaften fand heute im militärhistorischen Museum des Großen Vaterländischen Kriegs in Donezk statt. Die Veranstaltung war dem Internationalen Gedenktag für die Opfer des Holocausts gewidmet.
Zu dem Treffen kamen Vertreter der jüdischen Gemeinschaft von Donezk, des Rats der Deutschen des Donbass, Mitglieder des Hauses der Völkerfreundschaft der DVR, des Rats der Afghanistan-Veteranen und anderer Organisationen. Insgesamt etwa 100 Menschen.
„Im Ergebnis des zweiten Weltkriegs waren etwa 60 Millionen Menschen Opfer des Holocausts“, sagte der Vorsitzende der jüdischen Gemeinschaft Arje Schwarz. „Drei Millionen von ihnen waren Einwohner der UdSSR. In den Jahren des Krieges sind allein in Stalino, im Gebiet der Weißen Kiesgrube 3000 jüdische Familien umgekommen. Die Erinnerung an sie muss für immer erhalten bleiben“.

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Ein Gedanke zu “Presseschau vom 27.01.2016

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