Presseschau vom 31.12.2015

Quellen: Itar-Tass, Interfax, Ria Novosti, sputniknews, rusvesna.su, voicesevas.ru, hinzu kommen Informationen der Seiten dnr-online, lnr-portal, Novorossia, dnr-news, novorosinform u.a. sowie die offiziellen Seiten der Regierungen der Volksrepubliken dan-news, lug-info. Wir beziehen manchmal auch ukrainische Medien, z.B. BigMir, UNIAN, Ukrinform, KorrespondenT und die Online-Zeitung Timer aus Odessa ein.
Zur besseren Unterscheidung der Herkunft der Meldungen sind Nachrichtenquellen aus den neuen  Volksrepubliken im Donbass in Rot (dnr-online, lnr-portal, Novorossia, dan-news, lug-info, dnr-news, novorosinform u.a.) und ukrainische Quellen in Blau (BigMir, Ukrinform, UNIAN, KorrespondenT und Timer) gekennzeichnet.
Die Übersetzung russischer Medien erfolgt in schwarzer Farbe.

 

 

Vormittags:

 

 

 

Lug-info.com: Neujahrsglückwünsche des Vorsitzenden des Ministerrats der LVR Sergej Koslow
Liebe Landsleute!
Ich gratuliere Ihnen zum Neuen Jahr und zu Weihnachten!
Das vergangene Jahr war schwer. Es gab nicht wenige Leiden, Schwierigkeiten, Nöte und unersetzliche Verluste. Aber trotz aller Schwierigkeiten gehen wir überzeugt auf einem schwierigen Weg weiter zu unserem Ziel – dem Aufbau einer freien Republik. Wir haben begonnen Unternehmen in Betrieb zu nehmen und soziale Objekte wieder aufzubauen, wir reparieren Straßen und bauen Häuser, wir bringen Kinder zur Welt und schaffen für sie eine glückliche Zukunft. Wir haben uns gefestigt und zusammengeschlossen; unser Wille, Mut und Patriotismus sind eine mächtige Waffe im Kampf für unser Land.
Wir sind ein starkes Volk und können viel selbst erreichen. Das neue Jahr möge uns Frieden, Wohlergehen und Erfolg in wichtigen Dingen bringen.
Seien Sie gesund, geliebt, glücklich!
Glückwünsche zum Neuen Jahr!
Der Vorsitzende des Ministerrats der LVR S. I. Koslow

 

Dan-news.info: Die letzte Nacht im Jahr 2015 verlief in den frontnahen Städten und Bezirken der DVR ohne Beschüsse von Seiten der ukrainischen Truppen. Dies teilten die Leiter der örtlichen und Bezirksverwaltungen mit.
„Die Nacht verlief ruhig, alles war normal“, sagte der Leiter des Petrowskij-Bezirks von Donezk Maxim Shukowskij. Das Regime der Feuereinstellung wurde auch in den anderen zuvor am meisten beschossenen Bezirken – Kirowskij, Kiewskij und Kujbyschewskij – eingehalten.
Die Einwohner von Makejewka, Gorlowka und Jasinowataja haben in dieser Nacht ebenfalls ruhig geschlafen – ukrainische Soldaten haben kein Feuer auf die Ortschaften eröffnet. „Es war ruhig und ohne Vorfälle. Wir bereiten uns schon auf das Neue Jahr vor“, teilte der Leiter der Verwaltung von Jasinowataja Jurij Janenko mit.
Auch im südlichen Teil der Republik wurde das Regime der Feuereinstellung nicht verletzt. „Bei uns ist alles gut, und das Wichtigste ist, dass es heute auch so bleibt“, sagte der Leiter des Telmanowo-Bezirks Alexandr Sursjakow. Eine ähnliche Einschätzung gaben auch die Behörden des Nowoasowskij-Bezirks ab.

 

Ukrinform.ua: Der Präsident der Ukraine Pjotr Poroschenko hat den neuen Chef der Nationalgarde der Ukraine, Jurij Allerow, vorgestellt.
Das wird auf der Twitter-Seite des Präsidenten gemeldet.
Der Präsident erinnerte auch daran, dass das neue Gesetz über die Nationalgarde es auch Ausländern und Staatenlosen erlaubt, auf freiwilliger Basis Wehrdienst zu leisten.
„Einen großen Beitrag zur Entwicklung der Nationalgarde leistete die Beteiligung an gemeinsamen ukrainisch-amerikanischen Militärübungen „Fearless Guardian 2015“, betonte der ukrainische Präsident.

De.sputniknews.com: Die Ukraine hat den Tarif für die Durchleitung von russischem Gas nach Europa über ihr eigenes Territorium erhöht, schreibt der Direktor für Geschäftsentwicklung des staatlichen Energieversorgers Naftogaz Ukrainy, Juri Witrenko, auf seiner Facebook-Seite.
Die bisherige Durchleitungsgebühr für russisches Gas nach Europa betrug 2,7 US-Dollar pro 1.000 Kubikmeter und 100 Kilometer. Die Ukraine äußerte mehrmals den Wunsch, den Satz auf fünf Dollar anzuheben. Präsident Petro Poroschenko hatte wiederholt erklärt, dass der Gastransitvertrag mit Russland auch nach 2019 prolongiert wird, „weil es zur ukrainischen Route keine Alternative gibt“. Russlands Gasriese Gazprom arbeitet seinerseits am Bau von Meeresleitungen, um die Ukraine zu umgehen.
“Die Ukraine hat endlich die Durchleitungsgebühr für Gazprom radikal erhöht (in voller Übereinstimmung mit den europäischen Prinzipien)”, schrieb Witrenko. Dabei nannte er jedoch weder die genaue Höhe der Gebühr noch das Datum, ab wann diese gelten wird.
Witrenko zufolge gilt der neue Tarif für alle Dienstleistungen beim Transport von Gas durch Pipelines, unabhängig davon, ob es sich dabei um Transit oder Binnenverkehr handelt. Auf die Frage, ob die Ukraine Gazprom eine Rechnung ausstellen werde, sagte Witrenko, dass „wir uns noch darauf vorbereiten“.

 

Dnr-online.ru: Der Staatsanwalt des Internationalen Strafgerichtshofs in Den Haag hat entschieden, eine vorläufige Untersuchung zu den Ereignissen einzuleiten, die in der Ukraine nach dem 20. Februar 2014 erfolgt sind. Dies teilte die stellvertretende Außenministerin der DVR Olga Parfinenko während einer Sitzung des „Runden Tischs“ zum Thema „Verbrechen der ukrainischen Nazisten“ in Donezk durch.
Wie die stellvertretende Ministerin informierte, wurde eine Anzeige bezüglich Verbrechen gegen die Menschheit, die von Amtsträgern der Ukraine auf dem Territorium des Donbass begangen wurden, von der Moskauer Abteilung des Internationalen Roten Kreuzes an den Internationalen Strafgerichtshof gestellt. „Vor kurzem wurde uns aus der Moskauer Abteilung des Internationalen Roten Kreuzes mitgeteilt: der Staatsanwalt des Internationalen Strafgerichtshofs hat die Mitteilung veröffentlicht, dass die Anzeige zur Behandlung angenommen wurde. Gemäß dem Römischen Statut trifft der Staatsanwalt des Gerichts nach einer vorläufigen Untersuchung eine Entscheidung bezüglich einer Ermittlung. Dabei entscheidet er, ob die zu verfolgenden Sachverhalte unter die Jurisdiktion des Gerichts fallen, ob die Sache angenommen wird und Fragen bezüglich der Beachtung der Interessen der Justiz bei der Verfolgung des Vergehens. Unter Beachtung der juristischen Folgen und der zusammenhängenden Natur der Ereignisse in der Ukraine nach dem 20. Februar 2014 hat der Staatsanwalt entschieden, den zeitweiligen Rahmen der vorläufigen Untersuchung der Verbrechen auf die fraglichen Verbrechen, die auf dem Territorium der Ukraine nach dem genannten Datum erfolgt sind, auszuweiten. Dies ist ein sehr wichtiger Schritt, der, so hoffe ich, ein Anfang für ein Tribunal über die Kriegsverbrecher ist, die Verbrechen auf dem Territorium der Ukraine und auf dem Territorium des Donbass begangen haben“, sagte Olga Parfinenko.
Sie teilte auch mit, dass die Arbeit zur Sammlung von Beweisen für Verbrechen, die von Amtsträgern der Ukraine gegen die Einwohner des Donbass begangen wurden, von nicht gleichgültigen Menschen, Bürgern verschiedener Staaten, Rechtsanwälten, Menschenrechtlern, durchgeführt wird. Unter ihnen sind auch Donezker Anwälte. „Sie sammeln nicht nur Information, sondern haben auch schon Anzeigen beim Internationalen Strafgerichtshof, dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte gestellt. Ich glaube, dass bezüglich der nazistischen Verbrecher unvermeidlich ein internationales Tribunal stattfinden wird, ähnlich dem, wie es in Nürnberg war“, unterstrich die stellvertretende Außenministerin der DVR.

 

 

Nachmittags:

 

 

Lug-info.com: Die Volksmiliz der LVR gratuliert den Einwohnern der Republik zum Neuen Jahr und versichert, dass die bereit ist auf alle Bedrohungen von Seiten des Gegners zu antworten. Dies erklärte heute der stellvertretende Leiter des Stabs der Volksmiliz Oberst Igor Jaschtschenko.
„Im Namen des gesamten Kommandos und der Soldaten der Volksmiliz der LVR will ich allen Einwohnern der LVR zum Neuen Jahr gratulieren. Wir wünschen zum neuen Jahr Gesundheit, Liebe, Glück, finanzielles Wohlergehen und ein friedlichen Himmel über dem Kopf“, sagte er.
Der stellvertretende Leiter des Stabs teilte mit, dass sich die Situation im Verantwortungsbereich der Volksmiliz in den letzten 24 Stunden nicht wesentlich geändert hat und als stabil angespannt bezeichnet werden kann. Dabei sagte er, dass „das Regime der Feuereinstellung entlang der gesamten Kontaktlinie eingehalten wird“.
„Die Volksmiliz hält die Minsker Vereinbarungen und ihre Zusätze über eine absolute Feuereinstellung ab dem 23. Dezember 00:00 Uhr, die am 22. Dezember unterzeichnet wurden, streng ein und bestätigt damit das Streben der Führung der Republik nach einer möglichst schnellen Beendigung des militärischen Konflikts im Donbass“, unterstrich Jaschtschenko.
„Ich will allen Einwohnern der Republik versichern, dass sich die Situation entlang der gesamten Kontaktlinie vollständig unter unserer Kontrolle befindet und wir im Fall von Bedrohungen von Seiten des Gegners bereit sind diese abzuwehren“, erklärte der Oberst.
„Auf den Truppenübungsplätzen führt die Volksmiliz der LVR regelmäßig Übungen mit dem Personal und den Abteilungen zur Erhöhung des Grads der militärischen Fähigkeiten durch, dazu gehören auch Schießübungen, technische Übungen und Übungen zur Abwehr von atomaren, chemischen und biologischen Bedrohungen“, berichtete er.

 

De.sputniknews.com: Am heutigen Donnerstag läuft der letzte Tag ab, da die Ukraine noch ihre Schulden gegenüber Russland in Höhe von drei Milliarden US-Dollar zurückzahlen und damit eine Staatspleite vermeiden kann.
Sollten die 2013 von Russland aufgekauften Obligationen nicht bis zum ersten Schlag des Kreml-Glockenspiels um Mitternacht getilgt werden, wird das russische Finanzministerium nach der Neujahrsfeier eine Klage vor einem internationalen Schiedsgericht einreichen.
Die Eurobonds der Ukraine, die Russland mit Mitteln aus dem Nationalen Wohlstandsfonds bezahlt hatte, waren am Sonntag, dem 20. Dezember, fällig und hätten am 21. Dezember getilgt werden müssen. Nach dem Ablauf der zehntägigen Schonfrist soll entsprechend den Regeln der Obligationsemission eine formelle Insolvenz eintreten.
Die Ukraine hat bisher keine Vorschläge zur Umstrukturierung ihrer Schulden gegenüber Russland vorgebracht.
Das ukrainische Finanzministerium vertritt die Auffassung, dass Russland eine Umstrukturierung dieser Schulden zu den gleichen Bedingungen vornehmen müsse, wie private Obligationäre. Nach den im Sommer mit dem Gläubigerklub abgestimmten Bedingungen (die Russland aber nicht akzeptiert hat) müssten die Schulden gestundet und teilweise abgeschrieben werden, hieß es. Zudem hat Kiew ein Moratorium für die Schuldenrückzahlung an Russland eingeführt.
Russland besteht darauf, dass die ukrainischen Schulden in Höhe von drei Milliarden US-Dollar souverän sind. Der gleichen Auffassung ist der Internationale Währungsfonds (IWF), nach dessen Regeln die genannten Schulden nicht zu den gleichen Bedingungen umstrukturiert werden dürfen, wie bei privaten Gläubigern.
Zuvor hatte der russische Finanzminister Anton Siluanow sein Befremden darüber geäußert, dass die ukrainischen Kollegen eine unkonstruktive Position bezogen haben. Selbst nach dem Einreichen einer Klage durch Russland und beim Einleiten eines Gerichtsverfahrens bleibe der Ukraine die Möglichkeit offen, den Streit gütlich zu regeln, sagte der Minister.
Trotz alledem sind die ukrainischen Behörden kämpferisch eingestellt. Wie der ukrainische Premier Arseni Jazenjuk zuvor sagte, ist er zu einem „Rechtskrieg“ gegen Russland bereit. Der Staatshaushalt der Ukraine sehe Ausgaben für die Dienstleistungen juristischer Fachberater vor, so Jazenjuk.

 

Dan-news.info: Der Donezker Priester der ukrainischen orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats Archimandrit Nikon, der in dem Mariupoler Untersuchungsgefängnis Nr. 7 festgehalten wird, befindet sich in einem sehr schlechten Zustand. Dies teilte heute die Schwester des Priesters Swetlana Schkuropat mit.
„Der Zustand des Priesters ist schlecht, er ist sehr krank. Er bekommt kein Essen. Die Hauptration ist Wasser und seltener irgendwelche Säfte“, sagte sie.
Die Ursache ist nicht bekannt. Vertreter der Kommission für Angelegenheiten von Kriegsgefangenen beim Verteidigungsministerium der DVR bestätigten gegenüber DAN die Informationen über den schlechten Gesundheitszustand des Priesters, der sich beim Sicherheitsdienst der Ukraine in Mariupol in Haft befindet.
Wie DAN bekannt ist, haben Vertreter des Roten Kreuzes vor, sich mit der Situation zu befassen.
Wir erinnern daran, dass Vater Nikon und Vater Leonid zusammen mit der Ordensschwester Warwara am 12. August am ukrainischen Checkpoint „Bugas“ festgenommen wurden. Zwei der Festgenommenen wurden bald frei gelassen, aber Vater Nikon wurde weiter festgehalten. Die ukrainische Seite besteht darauf, dass der Priester ein Dokument gehabt habe, dass seine Zusammenarbeit mit der DVR bestätige.

 

Dan-news.info: Die Mitarbeiter der dem Kohle- und Energieministerium unterstellten Einrichtungen haben im letzten Jahr die Stromversorgung in 64 vollständig vom Strom abgeschnittenen Ortschaften der Republik wieder hergestellt. Dies teilte heute der Pressedienst des Ministeriums mit.
„Es wurde die Wiederherstellung der Stromversorgung in 64 vollständig vom Strom abgeschnittenen Ortschaften organisiert, darunter Sneshnoje, Uglegorsk, Debalzewo, Nowoasowsk, Sedowo und so weiter, sowie auch in teilweise vom Strom abgeschnittenen, wie Donezk, Makejewka, Gorlowka, Schachtjorsk. Insgesamt beträgt die Zahl der wieder an den Strom angeschlossenen Verbrauchsstellen mehr als 600.000“, erklärte das Energieministerium.
Dort wurde ergänzt, dass ein Teil der Objekte des Energiesystems des Landes nach den Kämpfen auf Basis der humanitären Hilfe aus der RF wiederhergestellt wurde. Die „weißen Lastwagen“ des Zivilschutzministeriums Russlands haben 369 Tonnen Elektroausrüstung in die Republik gebracht.
„78% der erhaltenen humanitären Hilfe wurde für den Wiederaufbau von 140 Objekten der Elektroenergetik der DVR verwendet, die durch die Kämpfe und in der Folge von Wetterbedingungen beschädigt worden waren“, fügte das Ministerium hinzu.
Wir merken an, dass in Zusammenhang mit den Schnellfällen auf dem Territorium der DVR in den letzten Tagen das Kohle- und Energieministerium keine ernsthaften Schäden im Energiesystem der Republik festgestellt hat.

 

De.sputniknews.com: Die Terrororganisation Daesh (auch Islamischer Staat, IS) hat sich zu einem Beschuss der historischen Festung Narın Qala in Dagestan (Nordkaukasus, Russland) bekannt. Bei dem Angriff hatte es einen Toten gegeben. Mehrere Besucher der antiken Verteidigungsanlage der Stadt Derbent wurden verletzt.
Daesh habe die Verantwortung für den Überfall auf sich genommen, berichtete die SITE Intel Group und veröffentlichte ein Foto zu der Nachricht auf einer islamistischen Webseite.
Nach Angaben des dagestanischen Republikchefs Ramasan Abdulatipow stehen hinter dem Überfall auf die Festung noch nicht gefasste Reste der örtlichen Banditengruppen. Abdulatipow versicherte, die Behörden würden alles Mögliche für die Aufklärung dieses Verbrechens tun.
Am Abend des 29. Dezember hatten Unbekannte von einem Waldstreifen aus auf Besucher der Festung Narın Qala geschossen. Die Besucher haben sich zum Zeitpunkt des Angriffs auf einer Aussichtsplattform befunden. 12 Menschen wurden bei dem Angriff verletzt, alle sind in Krankenhäuser gebracht worden. Einer von ihnen konnte nicht gerettet werden. Wie sich dann herausstellte, war der Tote ein Mitarbeiter des russischen Inlandsgeheimdienstes FSB.

 

Ukrinform.ua: Die jüngsten Ereignisse in Kominternowo sind eine direkte Verletzung Minsker Vereinbarungen und richteten sich auf die Errichtung der Kontrolle über das Dorf.
Das erklärte auf dem Briefing am Donnerstag in Kiew Alexander Hug, der stellvertretende Vorsitzende der Speziellen Beobachtungsmission der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), berichtet ein Ukrinform-Korrespondent.
„Das, was in Kominternowo passiert ist, war ein klarer Verstoß gegen die Abkommen von Minsk. Die Waffenruhe wurde von beiden Seiten verletzt. Die Waffen wurden eingesetzt, um die Kontrolle über die Gebiete zu errichten, wo es zuvor keine bewaffnete Präsenz gab“, sagte Hug.
Er betonte, dass jeder Waffeneinsatz zum Gegenfeuer und zur Zuspitzung der Situation führt, sowie zur Verletzung des Vertrauens zwischen den Konfliktparteien.
„Wir haben auch in Kominternowo den Einsatz der durch die Abkommen von Minsk verbotenen Waffen festgestellt“, sagte Hug.

 

Dan-news.info: Kämpfer ukrainischer nationalistischer Formationen haben am letzten Tag des alten Jahres wieder das Dorf Kominternowo beschossen, das in der „grauen“ Zone im Süden des Donbass liegt. Dies teilte heute eine Quelle aus den militärischen Einrichtungen der DVR mit.
„Die ukrainischen Truppen haben das Feuer auf das Dorf Kominternowo gegen 14:00 Uhr eröffnet“, sagte der Gesprächspartner der Agentur.
Nach Angaben der Quelle hat der Gegner auf die Ortschaft acht Granaten des Kalibers 82 mm abgeschossen sowie drei Schüsse mit Panzerwaffen abgegeben. Derzeit gibt es keine Informationen über Verletzte und Zerstörungen.

 

Dan-news.info: Die Energietechniker der DVR haben vor dem Neuen Jahr die Stromversorgung für die ersten fünf Verbraucher im Dorf Wesjoloje wieder hergestellt, das im Jasinowataja-Bezirk nördlich der Hauptstadt der Republik liegt. Dies teilte heute der Pressedienst der Republik mit.
„Im Vorfeld des Neuen Jahres haben die Energietechniker der Republik ein lang erwartetes und daher noch erfreulicheres Geschenk für die Einwohner von Wesjoloje. Die ersten fünf Verbraucher wurden heute an die Stromversorgung angeschlossen“, heißt es dort.
Im Ministerium wird unterstrichen, dass die Wiederaufbauarbeiten in der Ortschaft weitergehen. „In der allernächsten Zukunft werden alle Verbraucher der Ortschaft, die dort wohnen, Stromanschlüsse erhalten“, wurde vom Energieministerium mitgeteilt.
Wir erinnern daran, dass Wesjoloje, das in der Nähe des Donezker Flughafens liegt, in der Zeit des Konflikts im Donbass zahlreichen Beschüssen der ukrainischen Truppen ausgesetzt war. Die gesamte Elektroausrüstung des Dorfes wurde beschädigt, nur ganze wenige Strommasten blieben ganz.

 

Dnr-online.ru: Heute, am 31. Dezember, waren Vertreter des Verteidigungsministeriums der DVR in Sajzewo, nicht weit von Gorlowka, das sich in unmittelbarer Nähe der Kontaktlinie zwischen den Streitkräften der DVR und den ukrainischen Streitkräften befindet. Sie brachten Neujahrsgeschenke für die Kinder von kinderreichen und wenig abgesicherten Familien sowie Gemüse, Obst, Gebäck, Süßigkeiten usw.
„Die Ortschaft Sajzewo befindet sich an der Abgrenzungslinie. Die Frontlinie verläuft buchstäblich einen km von hier. Die Menschen, die hier leben, leiden sehr. Das Verteidigungsministerium ist verpflichtet solchen Menschen zu helfen. Wir haben uns an örtliche Unternehmer um Hilfe gewandt, wir bekommen Hilfe aus der RF, von der gesellschaftlichen Organisation „Kampfbruderschaft“. Und vor den Menschen, die hier leben, sind wir einfach verpflichtet uns zu verneigen. Für ihre Geduld. Und wir müssen alles tun, damit die Kinder nur lächeln und niemals weinen, besonders an einem solchen Feiertag wie Neujahr!“, sagte der stellvertretende Kommandeur der Milizen der DVR Eduard Basurin.
Derzeit leben in Sajzewo 2000 Menschen, darunter 200 Kinder. 30-40% des Wohnraums ist zerstört, die Verglasung der Häuser ist zu 80% zerstört.

 

Novorosinform.org: Neujahrsansprache des Oberhaupts der LVR Igor Plotnitzkij
Liebe Landsleute!
Rückblickend auf das scheidende Jahr 2015 können wir feststellen, dass wir viele Schritte – nach vorn und oben, weiter weg vom ukrainischen Abgrund näher zu unserem Ziel getan haben – wir haben dies 365 schwierige Tage lang getan. Erinnern wir uns daran, wie es begann – ohne Budget, ohne Gehälter und Renten, unter den Bedingungen der ständigen Versuche der Politik des Kiewer Regimes, uns durch bewaffnete Aggression in die Knie zu zwingen.
Wir aber haben geduldig und gewissenhaft gearbeitet, wir lebten miteinander und halfen einander wie eine Familie. Wir verteidigten unsere Heimat, reinigten sie von Minen und Granaten, reparierten Häuser und setzten die Produktion in Gang. Und nach und nach, trotz aller bösartiger Blockaden, belebte sich die Wirtschaft, haben wir es geschafft monatlich Gehälter und Renten zu zahlen, organisierten gute und abwechslungsreiche Sommerferien für die Kinder und lösten die Griwna systematisch durch den russischen Rubel ab.
Die Menschen sagen nicht grundlos: „Dank des Kriegs und Blockade wissen wir, wer unsere echten Freunde, Kameraden und Brüder sind.“ Und wir haben gesehen, was es für eine Freude ist, frei für das Heimatland zu arbeiten, gemeinsame Anstrengungen zu unternehmen um Schwierigkeiten zu überwinden, gerecht und nach Gewissen, nach dem eigenen Willen zu leben, nicht im Auftrag anderer Leute, folgend der Tradition unserer Väter und nicht importierten Trugbildern!
Minsk-2 hat uns nicht nur eine Atempause gegeben, sondern auch Hoffnung auf eine unblutige Überwindung des Konflikts mit Kiew. Und wir nutzen diese Gelegenheit ihn zu beenden. Besonders jetzt, da unsere Friedenssicherungspolitik nicht nur von Russland, sondern auch in Deutschland und Frankreich unterstützt wird. Und falls unsere wilden westlichen Nachbarn wieder ihre geistige Gesundheit verlieren sollten, ist die Volksmiliz der LVR bereit sie zu beruhigen.
Im ersten Jahr hat die Republik überlebt. Im zweiten begannen wir den Wiederaufbau. Ich bin zuversichtlich, dass das kommende Jahr 2016 die erste Phase der Weiterentwicklung sein wird und wir dem Wohlstand näher kommen. Um dies zu tun, haben wir bereits die notwendigen Ressourcen und Erfahrungen.
Vielen Dank für Ihr Vertrauen, Ihre Geduld und Ihre harte Arbeit! Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass positive Veränderungen nicht so schnell gehen, wie Sie es sich wünschten. Ich hoffe, dass im neuen Jahr unsere gemeinsamen Anstrengungen zu den gewünschten Ergebnisse führen werden. Dafür werden wir die Bemühungen der nationalen und lokalen Behörden verdoppeln und wenn nötig verdreifachen.
Anhaltende Gesundheit und viel Glück für Sie und Ihre Familien!
Frieden und Glück unserem gemeinsamen Haus, unserer jungen Republik!
Der Leiter der Volksrepublik Lugansk
I. W. Plotnitzkij

 

Dan-news.info: Pressekonferenz des stellvertretenden Kommandeurs der Milizen der DVR Eduard Basurin (Zusammenfassung mehrerer Meldungen)
„Der Gegner hat in den letzten 24 Stunden zweimal das Regime der Feuereinstellung verletzt.“
Beschossen wurden Staromichajlowka am westlichen Rand von Donezk und das Territorium des Donezker Flughafens. Es wurden mehr als 20 Granatgeschosse des Kalibers 82mm abgeschossen.
Verluste unter den Soldaten der DVR und der friedlichen Bevölkerung gibt es nicht.
„Am heutigen Tag wurden drei Beschüsse der Ortschaft Kominternowo festgestellt“, sagte Basurin. „Nach unseren Informationen wird seine Einnahme vorbereitet.“
„Wir wenden uns an die OSZE-Mission, dass sie eine solche Entwicklung der Ereignisse nicht zulassen“, fügte Basurin hinzu.
Die Aufklärung der DVR hat eine Verschiebung von sechs Waffensystemen „Totschka-U“ in Richtung Mariupol, die Verschiebung von mehr als 60 Einheiten Militärtechnik entlang der gesamten Kontaktlinie festgestellt.
„In Richtung Mariupol auf der Saporosher Straße wurde die Verschiebung von sechs Raketensystemen „Totschka-U“ festgestellt“, sagte der stellvertretende Kommandeur.
Er erklärte, dass in Richtung Donezk und Gorlowka 19 Mehrfachraketenwerfersysteme „Grad“, 19 Artilleriegeschütze, 12 Haubitzen, 13 Panzer und Panzertechnik entdeckt wurden. Außerdem sind in der Zone der Strafoperation etwa 1000 ukrainische Soldaten eingetroffen.
Technik und Personal wurde in den Bezirken des Dorfes Umanskoje, Jasinowataja-Bezirk (15 km von der Kontaktlinie), der Stadt Selidowo (29 km von der Frontlinie) und der Ortschaft Karlowka (15 km von der Front) westlich bzw. nördlich von Donezk entdeckt sowie in der Stadt Artjomowsk in Richtung Gorlowka (20 km von der Frontlinie).
„Es wird das Eintreffen von 300 ausländischen Diversanten in Mariupol bestätigt“, sagte Basurin. „Die örtliche Bevölkerung bemerkt unter den Eingetroffenen arabisch und türkisch sprechende Personen“.
Die Kräfte der Milizen der DVR sind in der Zeit der Neujahrsfeiertage bereit, jede beliebige aggressive Handlung von Seiten Kiews abzuwehren.
„Verantwortlich erkläre ich, dass beliebige Versuche der ukrainischen Straftruppen, unsere Abteilungen zur Erwiderung des Feuers zu provozieren, nicht die erwartete Entwicklung erreichen werden. Dabei sind die Streitkräfte der DVR bereit, alle aggressiven Pläne des Gegners zum Scheitern zu bringen“, unterstrich der stellvertretende Kommandeur.
Nach seinen Worten verfolgen die Soldaten weiterhin ständig die Lage in der Konfliktzone und sind bereit, unmittelbar auf beliebige außerordentliche Situationen zu reagieren.
„Allein im Zeitraum von Februar bis Dezember 2015 – seit der Unterzeichnung der Minsker Vereinbarungen – sind von der ukrainischen Seite 9409 Beschüsse des Territoriums der Republik durchgeführt worden“, sagte Basurin.
Nach Angaben des Verteidigungsministeriums hat der Gegner für die Beschüsse 4534 Mal Granatwerfer verwendet, 1068 Mal Artillerie, 238 Mal Mehrfachraketenwerfersysteme, 373 Mal Panzerwaffen, 2822 Mal Schusswaffen.
Der stellvertretende Kommandeur unterstrich, dass das Territorium der DVR am häufigsten von den Positionen der Bataillone „Ajdar“, „Dnjepr-1“, „Asow“ sowie der 14., 92. und 93. einzelnen mechanisierten Brigaden und der 44. einzelnen Artilleriebrigade aus beschossen wurde.
Nach Angaben des Verteidigungsministeriums starben durch die Beschüsse der Republik von Seiten der ukrainischen Streitkräfte „3938 zivile Einwohner, darunter 71 Kinder, davon 3358 Männer, 580 Frauen; es wurden 6169 Menschen verschieden schwer verletzt; 10246 Häuser und Infrastrukturobjekte wurden zerstört“.
„Ich will allen Einwohner der DVR meinen Dank ausdrücken und unserem Volk für die Geduld und die Unterstützung danken, dank der wir im vergangenen Jahr militärische und politische Siege errungen haben“, sagte Basurin.
Er fügte hinzu, dass „im Unterschied zur ukrainischen Bevölkerung, die zur Abhängigkeit von den USA, Oligarchen und radikalen Nationalisten strebt“, das Volk des Donbass im Jahr 2015 seine Freiheit verteidigt hat und auf diese Weise den Bewohnern der Regionen der Ukraine ein Beispiel gegeben hat.
Als die wichtigsten militärischen Erfolge der Miliz nannte Basurin die Befreiung von Debalzewo und in der Nähe gelegenen Ortschaften von den ukrainischen Okkupanten sowie die Befreiung des Donezker Flughafens.
„Dies hat es erlaubt, die Ukraine zu zwingen, sich an den Verhandlungstisch zu setzen und die Minsker Vereinbarungen zu unterschreiben, was den Bürgern der jungen Republik Hoffnung auf eine friedliches Leben und eine Entwicklung in einem unabhängigen Staat gegeben hat“, fasste Basurin zusammen.

 

 

Abends:

 

 

Lug-info.com: Personalentscheidungen bezüglich des Ministerrats der LVR werden gezielt getroffen. Dies erklärte heute der Vorsitzende des Ministerrats der Republik Sergej Koslow.
„Es wird nur gezielte Personalentscheidungen geben“, sagte Koslow.
„Nachdem wir alles abgewogen haben, werden wir Entscheidungen treffen“, fügte er hinzu.
Der Vorsitzende des Ministerrats sagte, dass die Ernennung zum Leiter der Regierung für ihn nicht unerwartet war.
„Unerwartet war es nicht. Es gab ein vorläufiges Gespräch mit dem Republikoberhaupt. Es gab im Gespräch bereits den Vorschlag, an der Spitze des Ministerrats der LVR zu stehen. Ich habe eine Entscheidung getroffen. Der Volkssowjets der LVR hat sie bestätigt, jetzt bin ich hier“, sagte Koslow.

 

 

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