Presseschau vom 27.12.2015

Quellen: Itar-Tass, Interfax, Ria Novosti, sputniknews, rusvesna.su, voicesevas.ru, hinzu kommen Informationen der Seiten dnr-online, lnr-portal, Novorossia, dnr-news, novorosinform u.a. sowie die offiziellen Seiten der Regierungen der Volksrepubliken dan-news, lug-info. Wir beziehen manchmal auch ukrainische Medien, z.B. BigMir, UNIAN, Ukrinform, KorrespondenT und die Online-Zeitung Timer aus Odessa ein.
Zur besseren Unterscheidung der Herkunft der Meldungen sind Nachrichtenquellen aus den neuen  Volksrepubliken im Donbass in Rot (dnr-online, lnr-portal, Novorossia, dan-news, lug-info, dnr-news, novorosinform u.a.) und ukrainische Quellen in Blau (BigMir, Ukrinform, UNIAN, KorrespondenT und Timer) gekennzeichnet.
Die Übersetzung russischer Medien erfolgt in schwarzer Farbe.

 

 

Vormittags:

 

 

Dan-news.info: Die ukrainischen Truppen haben in der Nacht die Siedlung des Bergwerks „Trudowskaja“ am westlichen Rand von Donezk im Petrowskij-Bezirk beschossen, Verletzte und Zerstörungen gibt es nicht. Dies teilte heute der Leiter der Bezirksverwaltung Maxim Shukowskij mit.
„Gestern Abend gegen 22:00 Uhr begann der Beschuss im Gebiet der Siedlung des Bergwerks „Trudowskaja“, Zerstörungen gibt es keine, niemand wurde verletzt“, sagte der Gesprächspartner der Agentur. „Das Feuer wurde aus Richtung Marjinka eröffnet“.

 

 

Nachmittags:

 

 

Dan-news.info: Der stellvertretende Kommandeur der Milizen der DVR Eduard Basurin ist in der Ortschaft Kominternowo unter das Feuer von Scharfschützen der ukrainischen Truppen geraten. Dies teilte er heute DAN mit.
„Gerade eben sind wir unter den Beschuss von Scharfschützen der ukrainischen Truppen in Kominternowo geraten“, sagte er. „Wir sind dorthin gefahren, um den Ort des Beschusses am 24. Dezember zu untersuchen“.
Basurin fügte hinzu, dass die Inspektionsgruppe Vertreter der OSZE-Mission und des Gemeinsamen Zentrums zur Kontrolle und Koordination der Feuereinstellung im Donbass einschloss. Informationen über Verletzte und Opfer werden noch geprüft.

 

Dnr-news.info: Ein Video vom Beschuss

 

Lug-info.com: Mitteilungen des stellvertretenden Leiters des Stabs der Volksmiliz der LVR Igor Jaschtschenko (Zusammenfassung mehrerer Meldungen)
Die Kiewer Truppen bereiten sich zur Durchführung von Diversionen und Terrorakten auf dem Territorium der LVR vor, die von einer Abteilung der ukrainischen Streitkräfte ausgeführt werden, die in der Uniform von Soldaten der Volksmiliz gekleidet sind.
„Nach Angaben unserer Aufklärung bereitet sich Kiew auf die Vorbereitung von Diversionen und Terrorakten auf dem Territorium unserer Republik vor. So ist im Bereich von Lopaskino, das sich 500 m von der Kontaktlinie befindet, eine Abteilung von 30 Mann eingetroffen. Voraussichtlich ist die Abteilung zur Organisation von Diversionen im Hinterland, getarnt als Soldaten der Volksmiliz, vorgesehen“, berichtete Jaschtschenko.
„Ebenfalls wurden im Bereich von Sokolniki etwa 50 Einheiten verschiedener Technik entdeckt“, fügte er hinzu.
Im Zusammenhang mit der Gefahr von Diversionen und Terrorakten erinnerte Jaschtschenko an die Notwendigkeit, bei den bevorstehenden Neujahrsfeiertagen Achtsamkeit zu zeigen.
„Ich erinnere alle Bürger der Republik an die Achtsamkeit während der bevorstehenden freien und Feiertage. Über alle verdächtigen Personen und liegengelassene Objekte muss sofort die nächste Abteilung des Innenministeriums und die Kommandantur benachrichtigt werden“, unterstrich der stellvertretende Leiter des Stabs.
Radikal eingestellte Nationalisten aus dem „Rechten Sektor“, „Asow“ und UNA-UNSO wüten auf den von Kiew kontrollierten Gebieten des Staniza-Luganskaja-Bezirks.
„Nach uns vorliegenden Informationen hat sich in Staniza Luganskaja und im benachbarten Territorium die Zahl der radikal eingestellten Banden vergrößert, wie der „Rechte Sektor“, „Asow“, UNA-UNSO“, teilte Jaschtschenko mit
„Weil sie sich straflos fühlen, schüchtern die Radikalen die friedlichen Bürger ein. Die Menschen verstecken sich in Kellern, fürchten sich, sich auf der Straße zu zeigen. Die Nationalisten jagen Männer und zwingen sie gewaltsam, in den ukrainischen Streitkräften zu dienen, sie töten die, die sich nicht fügen. Sie vergewaltigen Frauen, rauben, stehlen“, berichtete Jaschtschenko.
Nach seinen Worten wurden „für die Einführung von Ordnung“ Polizeiabteilungen mit grünen Armbinden aus Zivilisten nahe gelegener Bezirke, die mit den Nazisten sympathisieren, gebildet, die die Funktion faschistischer Hilfspolizisten wie zur Zeit des Großen Vaterländischen Kriegs erfüllen“.

 

Rusvesna.su: Mehr als anderthalb Tausend Einwohner der LVR versammelten sich heute zu einer spontanen Kundgebungsaktion „Die Ukraine ist nicht für die Menschen da“ in der Nähe des Denkmals Fürst Igor und forderten, dass die ukrainischen Behörden das humanitäre Logistik-Zentrum vom von Kiew kontrollierten Staniza Luganskaja auf neutralem Boden verlegen soll.
Dies berichtet ein Korrespondent von LIZ vom Ort des Geschehens.
Auf der Kundgebung waren eine Menge Studenten der Lugansker Hochschulen, deren Eltern und Lehrer der Bildungseinrichtungen der Republik.
Die Menschen hielten Plakate: „Die ukrainische Regierung – das ist Lüge, Krieg und Hunger“, “ Die Ukraine ist nicht für die Menschen da „, „Poroschenko! Belüge das Volk nicht!“
Nach den Worten eines der Demonstranten war der Grund der Aktion der Protest der Zivilbevölkerung der LVR gegen das Vorgehen sowohl der Führung der sogenannten „militärisch-zivilen Verwaltung der Lugansker Region“ und des humanitären Logistikzentrums in Staniza Luganskaja in der Nähe der Bushaltestelle, als auch gegen die Regierung der Ukraine, die nur die Erfüllung der Minsk-Abkommen simuliert. „Die Existenz und den Betrieb des Zentrums wird von den Medien verschwiegen Niemand schrieb, dass ein solches Zentrum existiert….“
Er bemerkte, dass es die Bewohner schwer erreichbar ist..
„Und Sie kommen dorthin nur über den ukrainischen Checkpoint, wo die Bewohner der LVR entsprechend behandelt werden.. Die meisten von ihnen können nicht zum Logistik-Center kommen. Aber nach unseren Informationen ist dieses Zentrum ein Marktplatz, der nicht wirklich funktioniert. Es gibt fast keine Lebensmittel und im mobilen Geldautomaten ist kein Geld“, sagte Poddubny…

 

Dan-news.info: Die ukrainische Seite hat zum zweiten Mail eine Inspektion von Beobachtern der OSZE-Mission und Vertretern des Gemeinsamen Zentrums zur Kontrolle und Koordination des Regimes der Feuereinstellung im Donbass im Dorf Kominternowo zum Scheitern gebracht. Dies teilte heute der stellvertretende Kommandeur der Milizen der DVR Eduard Basurin mit.
„Man kann sagen, dass es der Delegation nicht gelungen ist zu arbeiten. Sie konnten nur zwei Einschlagskrater untersuchen“, sagte der stellvertretende Kommandeur.
Wie eine Quelle aus den bewaffneten Strukturen der DVR hinzufügte, haben die Beobachter die Ortschaft bereits verlassen.
Zuvor hatte Basurin schon mitgeteilt, dass er heute während der Inspektion unter Beschuss von ukrainischen Scharfschützen geriet. Nicht weit davon befanden sich Mitarbeiter der OSZE und des Gemeinsamen Zentrums.
Bei der OSZE wollte man gegenüber DAN keinen operativen Kommentar bezüglich des Geschehens abgeben.

 

Dan-news.info: Die OSZE-Mission hat bestätigt, dass Beobachter der Mission heute in Kominternowo, das n der neutralen Zone an der Abgrenzungslinie liegt, mit Schusswaffen beschossen wurden.
„Die besondere Beobachtermission der OSZE in der Ukraine bestätigt, dass heute, am 27. Dezember 2015, um 11:20 Uhr im Gebiet von Kominternowo sich ein Vorfall unter Anwendung von Schusswaffen ereignete. Es wurde mit Schusswaffen ein Ort in der Nähe einer Patrouille der Mission beschossen, die eine Analyse von Geschosskratern vornahm“, heißt es in einem Dokument der OSZE.
Keiner der Mitarbeiter der Mission wurde verletzt, die Fahrzeuge der OSZE wurden nicht beschädigt. Das Team der Mission war gezwungen, den Bezirk sofort nach dem Vorfall zu verlassen und ist zu seiner Basis in Donezk zurückgekehrt.
Die OSZE sagte zu, genauere Informationen über den Vorfall in ihrem heutigen operativen Bericht zu veröffentlichen.

 

Dnr-online.ru: Pressekonferenz des stellvertretenden Kommandeurs der Milizen der DVR Eduard Basurin (Zusammenfassung mehrerer Meldungen)
Die Lage an der Kontaktlinie hat sich in den letzten 24 Stunden nicht verändert, es gibt die Tendenz zur Verschärfung. Die ukrainischen Streitkräfte haben17 Mal das Regime der Feuereinstellung verletzt.
„Beschossen wurden Kominternowo, Shabunki, Sajzewo, Shelesnaja Balka, Losowoje, Staromichajlowka, Gorlowka, Spartak und das Gebiet des Flughafens von Donezk. Insgesamt wurden auf das Territorium der Republik mehr als 125 Granaten abgeschossen, es erfolgten mehr als zehn Schüsse mit Panzerwaffen und mehr als dreißig Schüsse mit Panzertechnik. Das erste Mal seit zehn Tagen haben die ukrainischen Truppen großkalibrige Artillerie angewandt. Kominternowo wurde mit 152mm-Geschützen beschossen. Auf diese Ortschaft haben die ukrainischen Streitkräfte 54 Granaten der Kaliber 82 und 152mm abgeschossen.
Verluste unter den Soldaten der Armee der DVR gibt es nicht, unter der Zivilbevölkerung gibt es zwei Tote in Sajzewo, es wurde das Dach eines Hauses im Nikitowskij-Bezirk von Gorlowka zerstört.
Ich weise darauf hin, dass bis zur Einnahme der Ortschaften Pischtschewik, Pawlopol, Winogradnoje, Gnutowo, Schirokino, Bachmutowka und Showanka, die sich in der Pufferzone befinden, durch die ukrainischen Truppen Beschüsse von Kominternowo, Sachanka, Sajzewo, Oktjabrj nicht durchgeführt wurden, weil der Gegner aufgrund der großen Entfernung keine Granatwerfer anwenden konnte. Der Beschüsse von Kominternowo erfolgte von Gnutowo aus, von den Positionen der 56. separaten Panzergrenadierbrigade unter dem Kommando von Andrej Melnik“, teilte Eduard Basurin mit.
Gestern weigerte sich die ukrainische Seite, beim Versuch von Vertretern der OSZE-Mission nach Kominternowo zu fahren und die Ergebnisse der Beschüsse der ukrainischen Streitkräfte festzuhalten, die internationalen Beobachter durchzulassen und beriefen sich dabei auf die gefährliche Situation in der Ortschaft. Dabei wurde wieder versucht, die Schuld für die Blockade des Zugangs nach Kominternowo auf die DVR zu schieben.
„Es entsteht der Eindruck, dass die ukrainischen Truppen aktiv den Aktivitäten der internationalen Beobachtermission entgegenwirken und alle ihre Initiativen sabotieren. Davon zeugt auch die Tatsache, dass Vertreter der OSZE-Mission bis jetzt keinen Zugang zu den sieben Ortschaften haben, die die ukrainischen Streitkräfte in der Pufferzone besetzt haben.
Auf diese Weise eskaliert die Ukraine weiterhin die Spannung entlang der Kontaktlinie und nutzt verschiedene Arten von Provokationen, um dann die DVR dieser zu beschuldigen. Bei den Beschüssen des Territoriums der Republik durch die ukrainischen Truppen halten sich unsere Abteilungen zurück, reagieren nicht auf die Provokationen und halten die Minsker Vereinbarungen ein. Wir bewerten in Realzeit den Grad aller Bedrohungen und im Fall einer Verschärfung der Lage sind wir bereit, dem Gegner entschieden entgegenzutreten“, erklärte Eduard Basurin.

 

 

Abends:

 

 

Rusvesna.su: In Donezk wurde der Kalender für das Jahr 2016 vorgestellt.
Auf seinen Seiten sind die Porträts des russischen Präsidenten Wladimir Putin, des Oberhaupts der Tschetschenen Ramsan Kadyrow, der Staatsanwältin der Krim Natalja Wladimirowna Poklonskaja und verschiedener Milizkommandeure, insbesondere des ermordeten Brigadekommandeurs Alexej Mosgowoi, Givis, Motorolas, des Oberhaupts der DVR Alexander Sachartschenko und anderer…

 

Dnr-online.ru: Der Bevollmächtigte Vertreter der DVR in der Kontaktgruppe in Minsk, der Vorsitzende des Volkssowjets der DVR Denis Puschilin kommentierte am 27. Dezember gegenüber Journalisten die Verletzungen der Minsker Vereinbarungen von Seiten der ukrainischen Streitkräfte.
„Wir versuchen jetzt auf politischem Weg, die Vergrößerung ihrer Zahl zu stoppen. Tatsächlich gibt es sehr viele Verletzungen und Provokationen. Vorgestern wurde Kominternowo mit großkalibrigen Granaten beschossen. Das ist sehr ernst! Wir haben ein Schreiben unmittelbar an Martin Sajdik sowie an die „Normannische Vier“ gerichtet. Wir hoffen ihre Aufmerksamkeit auf diese Situation zu lenken und trotz allem zu erreichen, dass es während der Feiertage bei uns ein Regime der Ruhe gibt“, sagte Puschilin.
Denis Puschilin berichtete auch über die Situation im Bereich der Ortschaft Kominternowo. „Truppen der DVR sind dort nicht. Die Wechselhaftigkeit der ukrainischen Seite in Bezug auf Kominternowo beweist, dass dies nicht mehr ist als ein Versuch, sich wegen der Besetzung der acht Ortschaften in der „grauen Zone“, die sie besetzt haben, zu rechtfertigen. Die Absurdität ist bei ihnen auf die Spitze getrieben. Wenn sie nicht die Möglichkeit haben uns zu beschuldigen, so sagen sie, dass wir uns in ihre Uniformen kleiden, ihre Granatwerfer nehmen, uns in ihre Panzer einschleichen. In Kominternowo waren schon Journalisten, die OSZE-Mission und wir haben gesehen, dass die letztere von den ukrainischen Abteilungen nicht dorthin gelassen wurde“, erklärte er.

 

Lug-info.com: Der Zivilschutzminister der LVR Sergej Iwanuschkin hat heute auf einem festlichen Abend zum Tag der Rettungskräfte Einwohner der Republik, die während der Kämpfe ihren Landsleuten Hilfe geleistet haben, mit Ehrenurkunden des Ministeriums ausgezeichnet.
Insbesondere zeichnete der Minister den Leiter der chirurgischen Abteilung des Kirowsker Stadtkrankenhauses Semjon Balachon aus. Während der Beschüsse von Kirowsk hatten praktisch alle Ärzte die Stadt verlassen.
„Semjon Sergejewitsch blieb als einziger Chirurg in der Stadt, er lebte mit Frau und Tochter im Krankenhaus, rund um die Uhr leistete er allen Bedürftigen Hilfe, während der aktiven Kämpfe führte er mehr als 100 schwierige Operationen durch.“
Iwanuschkin zeichnete auch den Rentner Igor Schoma aus Tschernuchino im Perwalskij-Bezirk aus.
„Igor Nikolajewitsch riskierte sein Leben, als er in seinem eigenen Fahrzeug neun Menschen während der Beschüsse wegbrachte. Die, die nicht aus Tschernuchino evakuiert werden konnten und ohne Mittel zum Überleben zurückblieben, versorgte Igor Nikolajewitsch nach seinen Möglichkeiten mit Lebensmitteln, Medikamenten, den nötigen Dingen.“
Der Zivilschutzminister sagte, dass die Rettungskräfte es geschafft haben, mit den Folgen der Kämpfe zurecht zu kommen, weil ihnen Freiwillige und einfache Menschen halfen, „die auch ein Risiko eingingen und sich bemühten zu helfen, um die Situation schneller in Ordnung bringen zu können“.
„Dank an alle, die uns geholfen haben, Menschen bei Beschüssen wegzubringen, denen, die für uns die notwendige Ausrüstung gekauft haben, die Dienste übernommen haben. Dank Ihrer Unterstützung und unserer gemeinsamen Arbeit wurden Hunderte von Menschenleben gerettet“, unterstrich Iwanuschkin.
„Wir sind allen dankbar, die uns bei der Arbeit helfen, unseren russischen Kollegen, einfach allen nicht gleichgültigen Menschen, die die nötige Ausrüstung und Technik sammeln und uns übergeben. Das betrifft vor allem die Städte Moskau, Podolsk, Samara, Nishnij Nowgorod, Saratow“, fügte der Minister hinzu.

 

 

 

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