Presseschau vom 27.09.2015:

Quellen: Itar-Tass, Interfax, Ria Novosti, sputniknews, rusvesna.su, voicesevas.ru, hinzu kommen Informationen der Seiten dnr-online, lnr-portal, Novorossia, dnr-news, novorosinform u.a. sowie die offiziellen Seiten der Regierungen der Volksrepubliken dan-news, lug-info. Wir beziehen manchmal auch ukrainische Medien, z.B. BigMir, UNIAN, Ukrinform, KorrespondenT und die Online-Zeitung Timer aus Odessa ein.
Zur besseren Unterscheidung der Herkunft der Meldungen sind Nachrichtenquellen aus den neuen ostukrainischen Volksrepubliken in Rot (dnr-online, lnr-portal, Novorossia, dan-news, lug-info, dnr-news, novorosinform u.a.) und andere ukrainische Quellen in Blau (BigMir, Ukrinform, UNIAN, KorrespondenT und Timer) gekennzeichnet.
Die Übersetzung russischer Medien erfolgt in schwarzer Farbe.

Abends / nachts:

Gefunden auf der Facebook-Seite von ANNA-News: Die russische Künstlerin Shenja hat ein entlarvendes Video über die kapitalistische Gesellschaft veröffentlicht.(mit deutschen Untertiteln)

Vormittags:

Dan-news.info: Eine Frau wurde in der Folge der Detonation eines unbekannten Sprengkörpers im Kujbyschewskij-Bezirk von Donezk verletzt, teilte der Leiter der Bezirksverwaltung Iwan Prichodko mit.
„Am 26. September um 13:37 Uhr ging über den Notruf die Mitteilung ein, dass auf der Stratonawtow-Straße die Bürgerin Irina Gromelskaja ein Feuer angezündet hat, dabei ist in dem Feuer ein unbekanntes Sprengobjekt explodiert“, sagte Prichodko.
Die Verletzte kam mit einem Explosionstrauma und Verletzungen an der linken Seite in Krankenhaus.

De.sputniknews.com: Erneut Explosion in der Schwarzneerstadt Odessa: In der Nacht zum Sonntag haben Unbekannte an der regionalen Zentrale des ukrainischen Geheimdienstes SBU imi Stadtkern Sprengstoff gezündet.
Durch die Wucht der Explosion gingen viele Fensterscheiben in umliegenden Wohnvierteln zu Bruch. Die Geheimdienstzentrale wurde schwer beschädigt. Nach vorläufigen Angaben der Behörden wurde niemand verletzt. Die Polizei ermittelt wegen Terrorismus. Die Sprengkraft der Bombe wird auf fünf bis sechs Kilo TNT geschätzt.
Nach dem nationalistischen Staatsstreich in Kiew 2014 hat es im zuvor ruhigen Odessa bereits mindestens zehn Bombenanschläge gegeben. Unter anderem wurden Büros von regierungstreuen Organisationen wie der Nationalistenmiliz Rechter Sektor in die Luft gesprengt.

Nachmittags:

De.sputniknews.com: Russlands „Präsenz“ in Syrien besteht heute in Waffenlieferungen an die syrische Regierung, in der Ausbildung des Personals und in der humanitären Hilfe für das syrische Volk, wie Russlands Präsident Wladimir Putin in seinem Interview für die TV-Sender CBS und TBS mitteilte.
„Wir gehen von der Uno-Charta aus, das heißt, von den grundlegenden Prinzipien des heutigen Völkerrechts, laut dem jede Hilfe, darunter auch die militärische, ausschließlich den legitimen Regierungen der jeweiligen Länder erwiesen werden kann und darf, mit deren Zustimmung oder auf deren Bitte beziehungsweise auf Beschluss des Uno-Sicherheitsrates“, so der russische Staatschef in einem Gespräch mit US-Journalist Charlie Rose. Das Interview soll von den Sendern CBS, PBS und Bloomberg TV ausgestrahlt werden.
Militärische Hilfeleistung für nicht legitime Strukturen steht nicht im Einklang mit den Prinzipien des heutigen Völkerrechts und der Uno-Charta“, fügte Putin hinzu. „Wir unterstützen ausschließlich legale Regierungsstrukturen.“
„In diesem Zusammenhang bieten wir auch den Ländern der Region Zusammenarbeit an. Wir sind bemüht, eine koordinierende Struktur zu bilden“, sagte er. „Ich persönlich habe den Präsidenten der Türkei, den König Jordaniens und Saudi-Arabien informiert. Wir haben auch die Vereinigten Staaten von Amerika darüber informiert.“
Aus militärisch-politischen Kreisen hatte am Samstag verlautet, dass Russland, Syrien, der Iran und der Irak in Bagdad ein Informationszentrum für die Koordinierung des Kampfes gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ eingerichtet haben. Die Aufgabe des Zentrums sei es, aktuelle Informationen zur Lage in der Nahost-Region im Hinblick auf den Kampf gegen den IS zu sammeln, zusammenzufassen und zu analysieren. Die ausgewerteten Angaben sollen je nach Zweckbestimmung verteilt und operativ an die Generalstäbe der genannten Länder übermittelt werden.

Lug-info.com: Die ukrainischen Truppen haben in den letzten 24 Stunden einmal das „Regime der Ruhe“ verletzt und vier Provokationen im Verantwortungsbereich der Volksmiliz der LVR begangen. Dies teilte heute das Verteidigungsministerium der Republik mit.
Um 21:45 Uhr haben die ukrainischen Streitkräfte von den Positionen bei Troizkoje Kalinowo mit Schusswaffen beschossen:
Außerdem begingen die ukrainischen Truppen im genannten Zeitraum vier Provokationen mit dem Ziel die Erwiderung des Feuer hervorzurufen.
Um 21:16 Uhr wurde ein Beschuss mit Schusswaffen aus Richtung Kalinowo aus Richtung der Positionen der ukrainischen Streitkräfte im Gebiet von Troizkoje festgestellt.
Um 22:05 Uhr wurde aus Richtung Troizkoje in Richtung Weselogorowka mit Schusswaffen und Granatwerfern geschossen.
Um 22:30 Uhr wurde ein Beschuss mit Granatwerfern im Gebiet von Nishelosowoje in Richtung Kalinowo festgestellt.
Um 2:45 Uhr wurde ein Beschuss der Positionen der ukrainischen Streitkräfte im Gebiet von Nishnelosowoje mit Schusswaffen und Granatwerfern durchgeführt.
„Verletzte unter der Zivilbevölkerung und den Soldaten der LVR gibt es nicht“, fügte die Volksmiliz hinzu.

De.sputniknews.com: Die Uno bleibt die einzige universelle internationale Organisation, die berufen ist, den Weltfrieden zu schützen. In dieser Hinsicht hat sie heute keine Alternative, wie Russlands Präsident Wladimir Putin in seinem Interview für die amerikanischen TV-Sender CBS und TBS feststellte.
„Offensichtlich ist auch, dass sich die Uno der sich wandelnden Welt anpassen muss“, betonte er in einem Gespräch mit US-Journalist Charlie Rose. Das Interview soll von den Sendern CBS, PBS und Bloomberg TV ausgestrahlt werden. „Wir alle diskutieren ständig darüber – wie soll sie sich verändern, wie schnell und wie soll sie sich in qualitativer Hinsicht verändern.“

Dnr-online.ru: Mitteilungen des stellvertretenden Kommandeurs der Milizen der DVR Eduard Basurin
Die Lage in der DVR bleibt relativ ruhig.
„In den letzten 24 Stunden wurde eine Verletzung der Regimes der Feuereinstellung von Seiten der ukrainischen Truppen festgestellt.
Aus Richtung Opytnoje wurde der Flughafen von den Positionen der 93. separaten mechanisierten Brigade mit Abwehrgeschützen beschossen, das Kommando hat der Kommandeur der Brigade Oberst Nikoljuk.
Aufgrund von abgefangenen Funknachrichten wurde festgestellt, dass manche Kommandeure der ukrainischen Truppen nichts von dem Regime der Feuereinstellung wussten, das am 21. Februar 2015 ausgerufen wurde und ihnen erst am 1. September die Minsker Vereinbarungen erläutert wurden. Zurzeit unternimmt die ukrainische Führung zaghafte Anstrengungen zur Einhaltung des Regimes der Feuereinstellung. So wurden in der Zeit vom 7. bis zum 19. September von den ukrainischen Streitkräften 57 Beschüsse von Ortschaften der DVR durchgeführt und vom 20. bis zum 27. September wurden nur 22 Beschüsse registriert. Aber trotz des Sinkens der Intensität der Verletzungen des Regimes der Feuereinstellung führen die ukrainischen Truppen weiterhin Verlegungen von Truppenteilen und Abteilungen an der Kontaktlinie durch“, teilte Eduard Basurin mit.
Der stellvertretende Kommandeur sagte, dass die Aufklärung der Streitkräfte der DVR am nördlichen Rand von Dimitrow, 42 km von der Kontaktlinie, die Stationierung von drei 152mm-Haubitzen MSTA-B und im Bezirk von Krasnaja Poljana, 56,6 km von der Kontaktlinie, auf dem Territorium einer Sandgrube eine Konzentration von Mehrfachraketenwerfersystemen „Grad“ registriert hat.
„Ich will die militärpolitische Führung der Ukraine und das Kommando der ukrainischen Streitkräfte aufrufen, von aggressiven Absichten in Bezug auf die DVR Abstand zu nehmen und alle Anstrengungen in eine Regelung des Konflikts auf friedlichem Weg zu legen“, sagte Basurin zum Abschluss.

De.sputniknews.com: Petro Poroschenko ist zur 70. UN-Vollversammlung nach New York gekommen. Bei einem Treffen mit der ukrainischen Diaspora soll der ukrainische Staatschef gesagt haben, dass im November US-Instrukteure in die Ukraine kommen würden, um „Russland schlagen zu lernen“.
Die Ukraine habe keine Angst vor Russland und wisse sogar, Russland auf die Zähne zu schlagen“, sagte Poroschenko laut einem RBC-Bericht. Im November würden „die besten US-Instrukteure“ in die Ukraine kommen, um mit den ukrainischen Elite-Soldaten zu arbeiten. Das sei aber keine Einbahnstraße, sondern ein gegenseitig vorteilhafter Austausch, so Poroschenko.
„Das ist interessant für die Ukrainer, weil sie von den amerikanischen Partnern das Kämpfen lernen. Es ist aber auch interessant für die Amerikaner, zu lernen, wie man Russland schlagen kann“, sagte der Staatschef nach Angaben ukrainischer Medien.

Lug-info.com: Täglich treten Freiwillige, die die Republik verteidigen wollen, in die Volksmiliz der LVR ein. Dies teilte heute der Leiter des Stabs der Volksmiliz Generalmajor Sergej Koslow mit.
„Jeden Tag kommen Freiwillige, sie stellen Anträge über die Militärkommissariate, damit besteht bei uns kein Problem. Die Kader sind alle würdig, Soldaten zu sein und an den militärischen Übungen teilzunehmen“, sagte er.

Ukrinform.ua: Die Ukraine macht entscheidende Schritte für den eigenen Schutz und schlägt eine Reformierung der Vereinten Nationen vor, damit diese zu ihrer historischen Mission zurückkehren kann.
Dies wurde vom Präsidenten der Ukraine Petro Poroschenko zu Beginn seines Besuchs in New York aus Anlass der 70. Tagung der UN-Generalversammlung erklärt, heit es auf der Website des Staatschefs.
„Der Präsident Petro Poroschenko sagte zu Beginn seines Besuchs in New York, wo eran der 70. Tagung der UN-Generalversammlung teilnehmen wird, dass die Ukraine entscheidende Schritte unternimmt, um die Souveränität und Unabhängigkeit zu schützen,
Der ukrainische Präsident hat auch darauf hingewiesen, dass nach der Annexion der Krim und der Aggression im Donbass eines der Länder der ständigen Mitglieder des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen die Maßnahmen und Instrumente, die dem Sicherheitsrat zur Verfügung stehen, blockiert, deshalb “ müssen wir die Effektivität erhöhen oder andere Sicherheitsmechanismen schaffen“. Diese Initiative wird bereits von einer großen Zahl von anderen Ländern unterstützt.
Poroschenko wies darauf hin, dass alle internationalen Kontakte im Rahmen der Generalversammlung der Gewährleistung einer starken transatlantischen Einheit und der Solidarität mit der Ukraine gewidmet sind. „Die Frage der Annexion der Krim, die Aggression im Osten, die Sanktionen gegen Russland, die Frage der gut koordinierte Aktionen, um die Umsetzung der Minsker Vereinbarungen durch Russland heute sicherzustellen, bleibt die erste Priorität aller unserer Partner“, sagte Poroschenko.
Als Kommentar zu den Aussagen von einigen Medien, dass die Ukraine ein Faustpfand in den Verhandlungen zur syrische Frage zwischen den Vereinigten Staaten und Russland werden könnte, sagte der Präsident: „Dies ist Teil des russischen Informationskriegs gegen die Ukraine und gegen die zivilisierte Welt – zu zeigen, dass die Welt der Ukraine müde ist.“
Der Präsident verwies auf die Aussagen der Vertreter und Führer einer Reihe von Ländern, dass die Ukraine ein Schwerpunktthema sei.
„Wir führen eine effektive Koordinierung der Maßnahmen durch, um die Umsetzung des Minsker Abkommens zu gewährleisten, die Pseudo-Wahlen zu verhindern, die Russland für Oktober und November plant, und entsprechende Antwortschritte einzuleiten, wenn es dazu kommen sollte. Wir müssen Russland wieder an den Verhandlungstisch bringen und alles tun, damit die Minsker Vereinbarungen umgesetzt werden, und das ohne Verzögerung. „

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