Presseschau vom 26.09.2015

Quellen: Itar-Tass, Interfax, Ria Novosti, sputniknews, rusvesna.su, voicesevas.ru, hinzu kommen Informationen der Seiten dnr-online, lnr-portal, Novorossia, dnr-news, novorosinform u.a. sowie die offiziellen Seiten der Regierungen der Volksrepubliken dan-news, lug-info. Wir beziehen manchmal auch ukrainische Medien, z.B. BigMir, UNIAN, Ukrinform, KorrespondenT und die Online-Zeitung Timer aus Odessa ein.
Zur besseren Unterscheidung der Herkunft der Meldungen sind Nachrichtenquellen aus den neuen ostukrainischen Volksrepubliken in Rot (dnr-online, lnr-portal, Novorossia, dan-news, lug-info, dnr-news, novorosinform u.a.) und andere ukrainische Quellen in Blau (BigMir, Ukrinform, UNIAN, KorrespondenT und Timer) gekennzeichnet.
Die Übersetzung russischer Medien erfolgt in schwarzer Farbe.

Abends / nachts:

Dan-news.info: Fünf zivile Einwohner der DVR sind in der Zeit vom 18. bis 25. September durch Kampfhandlungen verletzt worden, darunter vier Männer und eine Frau, erklärte das Büro der Bevollmächtigten der DVR für Menschenrechte.
Unter den Verletzten ist eine Familie mit drei Personen, die am 18. September auf eine Mine im Gebiet des von den ukrainischen Streitkräften okkupierten Marjinka geraten sind. Vater, Mutter (beide 1972 geboren) und ein Sohn (1992 geboren) kamen mit Splitterverletzungen in ein Donezker Krankenhaus. Ärzte der DVR leisteten den Verletzten die notwendige Hilfe und entließen sie bereits am nächsten Tag.
Nach Angaben der Bevollmächtigten der DVR starben seit Beginn des bewaffneten Konflikts im Donbass 3900 Menschen, unter ihnen sind 579 Frauen und 3321 Männer sowie 71 Kinder unter 18 Jahren. Mehr als 6150 Menschen wurden unterschiedlich schwer verletzt.

Vormittags:

Dan-news.info: Ein Trauertag wurde in der DVR in Zusammenhang mit der Explosion auf dem Truppenübungsplatz „Tores“, bei der ein Kind starb, ausgerufen. Dies teilte die Administration des Oberhaupts der DVR mit.
„Heute, am 26. September, ist durch Erlass des Oberhaupts der DVR ein Trauertag ausgerufen. Unser ganzes Land, jeder unserer Einwohner trauert um das unschuldige Kind, das ein Opfer von Unmenschen wurde. Wir sprechen unser Mitgefühl den Verwandten und Freunden von Xenija Iwachno aus.“

De.sputniknews.com: Europäische Medien rätseln darüber, was Kiew gerade jetzt, wo sich die Lage in der Ukraine zu stabilisieren beginnt, zur Verhängung von Sanktionen gegen Russland bewogen haben könnte.
Die ukrainischen Behörden haben am 16. September Sanktionen gegen 25 russische Flugunternehmen eingeleitet, von denen zwei bereits nicht mehr existieren. Auf der Sanktionsliste stehen große russische Fluggesellschaften, darunter„Aeroflot (samt allen Töchtern), das zu sanierende Unternehmen Transaero und Sibirien, für die die Beförderung von Transitgütern sowie Verkehrs- und Frachtflüge über der Ukraine teilweise oder völlig verboten sind.
Wie die „Neue Zürcher Zeitung“ dazu schreibt, hat Kiew damit die Sanktionen ausgeweitet, die es in der vorigen Woche gegen russische Unternehmen und Privatpersonen verhängt hatte. Kiews Schwarze Liste“, auf die damals auch westliche Journalisten gesetzt wurden, habe große Empörung ausgelöst. Vor dem Hintergrund der negativen Reaktion des Westens hat Kiew die Sanktionen gegen mehrere Medienvertreter wieder aufgehoben. Nach Auffassung der Schweizer Zeitung haben die neuen ukrainischen Sanktionen erneut „nationalistische Reflexe“ Kiews zum Vorschein gebracht. Das Blatt äußert die Vermutung, dass Kiew sich auf diese Weise die Unterstützung der Bevölkerung im Vorfeld örtlicher Wahlen sichern will.
Die „Deutschen Wirtschafts Nachrichten“ finden ebenfalls keine Gründe für die jüngste Sanktionsausweitung Kiews gegen Russland. Die Zeitung führt diesen Schritt der ukrainischen Behörden auf ihren Kampf um die Macht zurück. Nach Meinung der DWN schaden die Sanktionen der Ukraine selbst, weil die Einnahmen der ukrainischen Flughäfen dadurch zurückgehen werden.
Laut der deutschen Zeitung „Die Zeit“ hat Kiew die Russland-Sanktionen im Flugverkehr gerade zu dem Zeitpunkt eingeführt, da Berlin von einer Normalisierung der Beziehungen mit Russland zu sprechen begonnen hat. Vize-Kanzler Sigmar Gabriel zufolge ist es unmöglich, das Sanktionsregime aufrechtzuerhalten und gleichzeitig Russland um Zusammenwirken in Syrien zu bitten.

Dan-news.info: Ukrainische Soldaten haben eines der Wohngebiete von Gorlowka beschossen, teilte heute die Stadtverwaltung mit.
„Gestern Abend um 22:05 Uhr schoss ein Panzer zweimal auf das 88. Wohngebiet. Es waren zwei Explosionen zu hören. Opfer und Zerstörungen gibt es nicht.“
Das Bürgermeisteramt fügte hinzu, dass der Beschuss vermutlich aus Richtung Majorsk kam, wo Streitkräfte der Ukraine stationiert sind.
In den anderen frontnahen Ortschaften der DVR verlief die Nacht ohne Beschüsse. Dies teilten Vertreter der Städte und Bezirke, die an der Abgrenzungslinie liegen, mit.
„Bei uns ist alles ruhig“, sagte etwa der stellvertretende Leiter des Kirowskij-Bezirks von Donezk Sergej Tschub. Auch in den anderen Bezirken der Hauptstadt wurden keine Verletzungen des Waffenstillstands festgestellt.
„Die Nacht verlief ruhig, Vorfälle wurden nicht festgestellt“, teilte der Pressedienst des Jasinowatajer Bürgermeisteramts mit. Ähnliche Mitteilungen kamen aus den Bezirken Nowoasowsk, Telmanowo, Starobeschewo und Dokutschajewsk.

De.sputniknews.com: Der Gaspreis für die Ukraine im vierten Quartal 2015 beträgt unter Berücksichtigung des Preisnachlasses rund 230 US-Dollar, teilte der russische Energieminister Alexander Nowak mit.
Die Preisformel werde je nach Kaloriengehalt des Gases nach oben bzw. unten korrigiert, so Nowak.
Russland, die Ukraine und die EU-Kommission hatten am Freitag ein trilaterales Protokoll zum Wintergaspaket für die Ukraine paraphiert. Demnach verpflichtet sich die Ukraine, im Oktober zwei Milliarden Kubikmeter Gas vom Gazprom-Konzern zu kaufen.
Aus einer der EU-Führung nahestehenden Quelle verlautete, dass in dem Wintergaspaket die Gasmenge nicht festgelegt sei, die die Ukraine über die besagten zwei Milliarden Kubikmeter hinaus kaufen muss.
Die russische Regierung hatte am Donnerstag einen Preisnachlass von rund zehn Prozent für die Ukraine beschlossen. Demnach soll der vom Gaslieferanten Gazprom angebotene Preis um 24,64 auf 227,36 Dollar je 1000 Kubikmeter ermäßigt werden.

Dnr-news.com: Der fraktionslose Abgeordnete des ukrainischen Parlaments Sergej Kaplin, erklärte, dass ein Gericht in Kiew seinen Antrag bestätigt und die Generalstaatsanwaltschaft ein Strafverfahren gegen den Ministerpräsidenten Arsenij Jazenjuk eingeleitet hat wegen des Verdachts der Annahme von Bestechungsgeldern in Höhe von $ 3 Millionen.
Nach Aussagen des Abgeordneten ist die Rede davon, dass der Premierminister angeblich das Bestechungsgeld für die Ernennung von Wladimir Ishchuk zum Generaldirektor von Rundfunk, Radio und Fernsehen erhielt.
„Jazenjuk ist für die 3 Millionen Bestechungsgeld verantwortlich! In meiner Klage wies das Petchersker Regionalgericht in Kiew die Staatsanwaltschaft an,, ein Strafverfahren gegen den Regierungschef zu eröffnen. Die Staatsanwaltschaft muss sich mit der Bestechung befassen, die der Premier auf die Hand für die Ernennung des Generaldirektors Vladimir Ishchuk erhielt“, schrieb der Deputierte der Obersten Rada auf seiner Webseite auf Facebook.
Der Abgeordnete veröffentlichte auf seiner Seite auch eine Kopie der Entscheidung des Gerichts…

Nachmittags:

Dan-news.info: Die Sprengvorrichtung, die auf dem Truppenübungsplatz „Tores“ am 24. September explodiert ist, war in einer leeren Abschusseinrichtung eines Abwehrraketenkomplexes „Strela“ angebracht. Dies erklärte heute auf einer Pressekonferenz der stellvertretende Generalstaatsanwalt, der leitende Militärstaatsanwalt der DVR Wasilij Bajratschnyj.
Nach seinen Worten verwendeten die Verbrecher „eine nicht umhüllte Sprengvorrichtung, Art und Typ des Sprengstoffs werden noch ermittelt“. Die Sprengkraft der Sprengvorrichtung wird von Spezialisten mit 200 Gramm TNT-Äquivalent angegeben.
Der Terrorakt wurde professionell vorbereitet.
„Nach der Lokalisierung der Explosion und der Unterbringung der Sprengvorrichtung zu urteilen musste die Person wissen, dass sie nicht sofort in das Gesichtsfeld der Besucher und der Soldaten fällt, die die Technik regelmäßig kontrollieren. Das heißt, wir gehen davon, dass eine bis zu einem gewissen Grad professionelle Person die Tat ausführte“, sagte der leitende Militärstaatsanwalt.
Nach seiner Meinung muss ein Mensch, der ein solches Verbrechen begehen will, eine genaue Vorstellung vom Anbringungsort der Sprengvorrichtung und dem Auslösungsmechanismus haben.
„Untersuchungen am 24. und 25. September wurden gemeinsam mit Experten durchgeführt – Chemikern, Sprengtechnikern, es wurden Militärwaffenspezialisten herangezogen. Wir arbeiten an der Feststellung der Art und des Typs des Sprengstoffs, seiner Hülle und daran, wie die Sprengvorrichtung ausgelöst wurde“, fügte Bajratschnyj hinzu.
Er unterstrich, dass alle in der DVR vorhandenen Kräfte mit der Fahndung nach den Terroristen beschäftigt sind.

De.sputniknews.com: Alexej Miller, der Chef des Gaskonzerns Gazprom, hat Probleme mit dem Gastransit in diesem Winter nach Europa nicht ausgeschlossen – trotz der Tatsache, dass Russland, die Ukraine und die EU am Freitag ein Protokoll über die Lieferung russischen Gases in die Ukraine paraphiert hatten.
„Wir können heute konstatieren, dass die Ukraine trotz allem 500 Millionen US-Dollar erhalten soll und ab Anfang Oktober russisches Gas entnehmen wird…. Aber (die vereinbarten) zwei Milliarden Kubikmeter (Gas) bieten keine Lösung für das Problem… Und wenn der Winter extrem kalt sein sollte, müssen wir mit Problemen rechnen“, sagte Miller dem Fernsehsender „Rossija 24“-
„Es gibt keine Verpflichtungen und keine Gewissheit dafür, dass die Ukraine genug Geld haben wird, um die erforderlichen fünf Milliarden Kubikmeter (Gas) nachzukaufen“, ergänzte Miller.
Der Konzernchef verwies darauf, dass die Ukraine noch fünf bis sieben Milliarden Kubikmeter Gas kaufen müsse, um die Herbst/Winterzeit normal zu verkraften.
Vertreter Russlands, der Ukraine und der EU-Kommission hatten in der Nacht zum Samstag ein Protokoll über die Lieferung von russischem Gas in die Ukraine und den Gastransit in diesem Winter nach Europa paraphiert.
Das Gaswinterpaket gilt vom 1. Oktober 2015 bis März 2016 und sieht den Kauf von zwei Milliarden Kubikmeter Gas durch die Ukraine vor. Der ukrainische Gasversorger Naftogaz soll noch bis Jahresende 500 Millionen US-Dollar Finanzhilfe von europäischen Geldinstituten erhalten.
Das trilaterale Gasprotokoll soll demnächst definitiv unterzeichnet werden.

Dnr-online.ru: In den ukrainischen Schulen erfolgt eine Sammlung von Geldmitteln bei den Eltern der Schüler zur Renovierung der Klassen, zum Kauf von Schulmaterial, Lehrbüchern, Geschenken für die Lehrer.
Vor kurzem berichtete die Bildungs- und Wissenschaftsministerin der DVR Larisa Poljakowa darüber, dass finanzielle Beiträge von den Eltern der Schüler in den Schulen der Republik nicht zulässig sind.
„Sehr geehrte Kollegen, Lehrer, Eltern von Schülern, niemand hat den Erlass des Bildungs- und Wissenschaftsministeriums der DVR Nr. 165 vom 18.05.2015 „Über die Unzulässigkeit von Sammlungen, Elternbeiträgen für die materielle und technische Ausstattung der Bildungseinrichtungen“ abgeschafft. Das genannte Dokument verbietet die Sammlung von Geldmitteln für die Bedürfnisse der Klasse, der Schule, für Reparaturen, für Reinigungsmittel. Im Erlass steht, dass die Leiter der Bildungseinrichtungen persönlich bei Verstößen gegen den Erlass zur Verantwortung gezogen werden“, erklärte Larisa Poljakowa.

Dnr-news.com: Am 25. September wurde in Slawjansk von der Fassade des Zentrums für Kinder- und Jugendkunst (ehemaliges Haus der Pioniere) Statuen der Pioniere – eines Mädchens und eines Jungen mit einer Trompete entfernt.
Die Webseite „Slawjansk Delowoi“ veröffentlichte einen Artikel mit der spöttischen Überschrift „Arme, Beine und Trompete: Slawjansk demontiert die Statuen der Pioniere am Gebäude des Zentrums für Kinderkunst“, in dem es hieß:
„Während der Trompeter sich einfach und schnell demontieren und abtransportieren ließ,, zerbrach das Mädchen buchstäblich in Stücke. Einige Zeit werden die Gips-Statuen im Hof des Zentrums stehen, dann werden sie gesäubert und an das Slawische Regionalmuseum übergeben

Dan-news.info: Das Oberhaupt der LVR Igor Plotnizkij hat sein Mitgefühl gegenüber dem Volk der DVR in Zusammenhang mit dem Tod des neunjährigen Mädchens zum Ausdruck gebracht, das Opfer des Terroraktes auf dem Truppenübungsplatz „Tores“ wurde.
„Wir sind schockiert von der Nachricht über den Terrorakt in Tores, dessen Opfer ein Kind wurde. Wir trauern zusammen mit Ihnen“, hieß es heute in einer Erklärung Plotnizkijs.
„Wir haben in diesem verfluchten Krieg, wie auch Sie, Hunderte von Verwandten und Freunden verloren – Männer und Frauen, Kinder und alte Leute. Der Tod eines schutzlosen Kindes ist besonders schrecklich. Ihr Schmerz über den Verlust ist uns nah wie keinem anderen“.

De.sputniknews.com: Polen verurteilt alle Schändungen auf Militärfriedhöfen, wie der Pressesprecher des polnischen Außenministeriums, Marcin Wojciechowski, in seinem Twitter-Account schreibt.
„Radio Belostok“ hatte zuvor berichtet, dass Unbekannte einen Militärfriedhof für sowjetische Soldaten, die bei der Befreiung Polens im Zweiten Weltkrieg ums Leben kamen, in Milejczyce im Osten des Landes geschändet hatten.
Am Freitag wurde die polnische Botschafterin in Moskau, Katarzyna Pełczyńska-Nałęcz, ins Außenministerium Russlands bestellt, wo ihr wegen der Grabmalschändung in Milejczyce eine Protestnote überreicht wurde.
Mehr als 50 Grabsteine und Grabmäler wurden durch Vandalen beschädigt, hieß es in der Mitteilung des russischen Außenministeriums. Insgesamt sind etwa 1.600 sowjetische Soldaten auf diesem Friedhof begraben. Dem russischen Außenministerium zufolge gab es von polnischer Seite keine offizielle Verurteilung dieser Taten; niemand wurde zur Rechenschaft gezogen.

Dan-news.info: Die Regierung der DVR spricht sich prinzipiell gegen die Perspektive eines Eintritts der Ukraine in die NATO aus, weil sie darin die Gefahr der Entfesselung eines Weltkriegs sieht, erklärte heute der Leiter der Delegation der DVR bei den Friedensverhandlungen, der Vorsitzende des Volkssowjets Denis Puschilin.
„Für uns ist es unannehmbar, dass das Territorium der Ukraine ein Aufmarschgebiet für militärische Handlungen gegen die RF wird. Ein blockfreier Status der Ukraine ist eine Garantie dafür, dass die Balance erhalten bleibt, damit kein dritter Weltkrieg beginnt.“
Puschilin erinnerte daran, dass nach dem Zerfall der Sowjetunion die NATO schrittweise zu einer intensiven Expansion in östliche Richtung überging und so das Kräftegleichgewicht in Europa und auf der Welt zerstörte.
„Es sind Polen und Tschechien und wir sehen, dass die nächste Etappe die Ukraine ist“, sagte Puschilin.
Er sagte auch, dass die Regierung der DVR die unbedingte Forderung nach dem Erhalt des blockfreien Status der Ukraine in ihren Komplex von Änderungen der ukrainischen Gesetzgebung eingebracht hat, der entsprechendend den Minsker Friedensvereinbarungen erstellt wurde.

Dnr-news.com: Der ukrainische Abgeordnete des „Block Poroschenko“, der Bevollmächtigte des Präsidenten für Fragen des Volkes der Krimtartaren Mustafa Dschemiljew wurde zum Vorsitzenden des Nationalrates für Antikorruptionspolitik ernannt, heißt es in einem am Sonnabend veröffentlichten Dekret des Präsidenten…

Dan-news.info: Das Oberhaupt der DVR Alexandr Sachartschenko hat heute die Verwandten des durch die Explosion auf dem Truppenübungsplatz bei Tores getöteten Mädchens besucht.
Das Oberhaupt der Republik traf vor Beginn der Beerdigung in Schachtjorsk ein. Das Treffen mit der Familie der Toten verlief unter Ausschluss der Presse.
Um den letzten Weg der neunjährigen Xenia Iwachno zu begleiten, versammelten sich mehrere hundert Menschen, darunter Verwandte und Freunde des Mädchens, Klassenkameraden, Soldaten, Studenten des Donezker Militärlyzeums, Vertreter der Bezirksverwaltung von Schachtjorsk und weitere mitfühlende Bürger.
Das Mädchen wurde in einem geschlossenen Sarg beerdigt, den Soldaten der DVR auf den Friedhof brachten. Kränze mit Trauerschleifen kamen vom Militärlyzeum, der Schule, dem Republikoberhaupt.

Dnr-news.info: Die Freiwilligenbataillone, die bisher ein Bestandteil des ukrainischen Innenministeriums waren, werden in die neuen Abteilungen der Polizei und der Nationalgarde integriert. Dies wurde vom Leiter der Behörde Arsen Awakow nach der Aufstellung der Patrouillenpolizei in Charkow erklärt.
„Die Jungs werden entweder in die Patrouillenpolizei integriert werden oder, wie die meisten von ihnen es wollen, in Spezialeinheiten für operative Tätigkeiten. Diese Jungs werden in die Nationalgarde eingegliedert, die sich im Moment umstrukturiert und neue Einheiten schafft“, sagte er.

Dan-news.info: Der Wettkampf zwischen Panzerabteilungen der Milizen der DVR, der wegen des Terroraktes auf dem Truppenübungsplatz „Tores“ gestoppt wurde, wird am 28. September wieder aufgenommen, erklärte heute der stellvertretende Kommandeur der Milizen der DVR Eduard Basurin.
„Wir haben mehrfach erklärt, dass die Wettkämpfe nicht beendet sind, sondern lediglich unterbrochen. Sie werden am Montag wieder aufgenommen und dauern zwei Tage“, teilte Basurin mit.

De.sputniknews.com: Die Ehefrau des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko hat am 50. Geburtstag ihres Mannes einen Flashmob organisiert, um Finanzmittel für eine Hilfsorganisation zu sammeln.
„Freunde, am 26. September ist der Geburtstag des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko. Ich schlage vor, die Glückwünsche an diesem Tag mit einem guten Werk zu verknüpfen. Ich als Vorsitzende des Poroschenko-Fonds trete mit der Initiative auf, einen karitativen Flashmob durchzuführen. Alle eure Glückwünsche für den Jubilar werden in Griwna für den Fonds „Tabletotschki“ umgewandelt“, heißt es in einem Schreiben von Marina Poroschenko auf der Facebook-Seite ihres Mannes.
Frau Poroschenko zufolge wird dem Fonds im Laufe des Flashmobs eine Griwna für jeden „Like“, „Share“, „Comment“ unter diesem Post und für Verbreitung, Retweets, Kommentare und Likes dieser Mitteilung auf den offiziellen Seiten des Jubilars überwiesen.
Petro Poroschenko selbst, der am Samstag 50 wird, veröffentlichte auf seiner Facebook-Seite ein schwarz-weißes Selfie mit der Unterschrift: “Zweimal 25!”
Bis Mittag waren am Samstag mehr als 5.500 „Likes“ unter der Mitteilung (Status) von Frau Poroschenko auf der Facebook-Seite des Präsidenten und mehr als 5.000 „Likes“ auf der Facebook-Seite des Poroschenko-Fonds zu finden.

Dnr-online.ru: Mitteilungen des stellvertretenden Kommandeurs der Milizen der DVR Eduard Basurin
Die Lage in der DVR bleibt vergleichsweise ruhig.
„In den letzten 24 Stunden wurde eine Verletzung des Regimes der Feuereinstellung durch die ukrainischen Truppen festgestellt. Aus Richtung des Flusses Showanka von den Positionen der 30. separaten mechanisierten Brigade wurde ein Panzerbeschuss auf die Stadt Gorlowka vorgenommen, die Verantwortung für die Verletzung des Regimes der Feuereinstellung trägt der Kommandeur der Brigade der ukrainischen Streitkräfte Oberst Nesterenko.
Es muss auch gesagt werden, dass trotz des Rückgangs der Intensität der Verletzungen des Regimes der Feuereinstellung die ukrainischen Truppen weiterhin Verlegungen von Truppenteilen und Abteilungen direkt an die Kontaktlinie vornehmen. Durch die Aufklärung wurde eine Verschiebung von 20 „Ural“-Fahrzeugen mit Munition und Personal im Gebiet von Wolnowacha festgestellt.
Es ist offensichtlich, dass die ukrainische Regierung mit der Lösung von aufkommenden inneren Konflikten zwischen dem „Rechten Sektor“ und den Abteilungen der ukrainischen Streitkräfte beschäftigt ist.
Ein weiteres Mal will ich die militärpolitische Führung der Ukraine und das Kommando der ukrainischen Streitkräfte aufrufen, von aggressiven Absichten in Bezug auf die DVR Abstand zu nehmen und alle Anstrengungen in die Regelung des Konflikts auf friedlichem Weg zu legen“, sagte Eduard Basurin.

De.sputniknews.com: Mehrere Moskau-Flüge der Fluggesellschaften Aeroflot und Ukraine International Airlines von den Flughäfen von Odessa und Charkow sind gestrichen worden. Diese Information ist den entsprechenden Online-Anzeigetafeln im Internet zu entnehmen.
Der Online-Anzeigetafel vom Odessaer Flughafen zufolge hat UIA zwei Flüge von Moskau nach Odessa und zurück gestrichen, die auf dem Flugplan für die Nacht zu Sonntag standen. Andere Flüge nach Moskau wurden an diesem Flughafen aber nicht gestrichen.
Laut der Anzeigetafel im Flughafen von Charkow wurden drei Flüge Richtung Moskau und drei Flüge aus Moskau nach Kiew gestrichen. Alle sechs Flüge werden von Aeroflot bedient.
An den Kiewer Flughäfen Boryspol und Schuljany sind laut den Online-Anzeigetafeln keine Flüge gestrichen worden.
Am Freitag hatte der Pressedienst des ukrainischen Ministerkabinetts unter Berufung auf Regierungschef Arseni Jazenjuk den Beschluss bekanntgegeben, ein Flugverbot gegen russische Flugunternehmen, darunter Aeroflot und Transaero, zu verhängen.
Später sagte die Pressesprecherin des ukrainischen Ministeriums für Infrastruktur, Kristina Nikolajewa, dass das von Kiew erlassene Verbot für russische Flüge alle auf der Sanktionsliste stehenden Fluggesellschaften Russlands betrifft. Der Beschluss trete zum 25. Oktober in Kraft, hieß es in Kiew.

Dan-news.info: Die Regierung der Republik wird alles Notwendige tun, um eine Wiederholung des Terroraktes in Tores, durch den ein neunjähriges Mädchen getötet wurde, nicht zuzulassen. Dies erklärte heute auf dem Trauergottesdienst in Schachtjorsk das Oberhaupt der DVR Alexandr Sachartschenko.
„Die Schuldigen an dem Geschehenen – wer sie auch sind und wo sie sie sich auch befinden – werden gefunden, vor Gericht gebracht und bestraft. Sie werden für ihr Verbrechen zur Verantwortung gezogen“, versprach das Republikoberhaupt.
Er sagte, dass außer den Tätern auch die zur Verantwortung gezogen werden, die den Terrorakt nicht verhindern konnten.
„Die Fahrlässigkeit, die zu dieser Tragödie führte, ist ein echtes Verbrechen, für die die Schuldigen streng zur Verantwortung gezogen werden. Wir werden alles tun, damit sich so etwas nicht wiederholt“, unterstrich Sachartschenko.
Im Namen des Volks der DVR drückte er den Eltern der Toten sein Mitgefühl aus.
„Ihre Tochter wird für immer in unserer Erinnerung bleiben. Ihre helle Gestalt wird immer eine Erinnerung an die erfolgte Tragödie sein, und daran, wie wichtig für uns das Lebens jedes Kindes ist“.
Xenia Iwachno, die Opfer des Terroraktes bei Tores wurde, wurde heute in der Ortschaft Serditoje in der Nähe von Schachtjorsk begraben.

Abends:

Dan-news.info: Die Behörden der DVR haben mit dem Programm zum Wiederaufbau von Häusern des privaten Sektors in Schatjorsk begonnen, die im Verlauf der Kämpfe im Sommer 2014 zerstört wurden. Heute wurden dort vorbereitende Arbeiten durchgeführt – es wurden Trümmer weggeräumt und Gruben für die Fundamente ausgehoben….
„Im ersten Stadium bauen wir 11 Häuser wieder auf, danach sind noch mehr als 150 geplant. Sie werden komplett neu aufgebaut. Das sind die Häuser, die vollständig zerstört wurden,und die Arbeiten beginnen mit dem Legen der Fundamente“, sagte der Bürgermeister von Schachtjorsk Alexej Schwydkoj.
Nach den Worten Schwydkojs werden die Arbeiten vollständig durch den Staat finanziert. „Vom Wegräumen der Trümmer bis zum Abschluss des Dachbaus werden die Arbeiten aus dem Budget der DVR bezahlt“, unterstrich er.
Auf der Liste der Häuser stehen solche von Rentnern, von Veteranen des Großen Vaterländischen Kriegs, von kinderreichen Familien und Familien gefallener Milizangehöriger. Der stellvertretende Bauminister Alexandr Kowalenko erinnerte daran, dass im Rahmen der zweiten Etappe des Wiederaufbaus geplant ist, 111 zerstörte Häuser des privaten Sektors in Debalzewo, Uglegorsk, Ilowajsk, Schachtjorsk und Sugres wieder aufzubauen, weitere 2000 Häuser werden reparaiert.
„Der Unterschied besteht darin, dass 111 Häuser vollständig wiederaufgebaut werden – „schlüsselfertig“, und für 2000 Häuser werden Materialien gekauft und verteilt und sie werden mit den Kräften der Einwohner selbst, von Freiwilligen und Arbeitern der kommunalen Dienste wieder aufgebaut“, sagte Kowalenko.

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Ein Gedanke zu “Presseschau vom 26.09.2015

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