Presseschau vom 31.05.2015

Quellen: Itar-Tass, Interfax, Ria Novosti, sputniknews, rusvesna.su, voicesevas.ru, hinzu kommen Informationen der Seiten dnr-online, lnr-portal, Novorossia, dnr-news, novorosinform u.a. sowie die offiziellen Seiten der Regierungen der Volksrepubliken dan-news, lug-info. Wir beziehen manchmal auch ukrainische Medien, z.B. BigMir, UNIAN, Ukrinform, KorrespondenT und die Online-Zeitung Timer aus Odessa ein.
Zur besseren Unterscheidung der Herkunft der Meldungen sind Nachrichtenquellen aus den neuen ostukrainischen Volksrepubliken in Rot (dnr-online, lnr-portal, Novorossia, dan-news, lug-info, dnr-news, novorosinform u.a.) und andere ukrainische Quellen in Blau (BigMir, Ukrinform, UNIAN, KorrespondenT und Timer) gekennzeichnet.
Die Übersetzung russischer Medien erfolgt in schwarzer Farbe.

Vormittags:

Dan-news.info: „In den letzten 24 Stunden hat die ukrainische Seite 28 mal Ortschaften der Republik beschossen“, teilte das Verteidigungsministerium der DVR mit.
Darunter waren 21 Granatbeschüsse, 5 mit Panzerwaffen, einmal wurde das Feuer mit gepanzerter Militärtechnik eröffnet und einmal mit Abwehrgeschützen.
Beschossen wurden Donezk (Kiewskij-Bezirk und das Gebiet des Flughafens), Gorlowka, Dokutschjewsk, Nikolajewka, Perwomajskij, Schirokaja Balka, Spartak, Sachanka, Nowomarjewka, Losowoje und Schirokino.
Verluste unter der Zivilbevölkerung und den Milizen werden noch geprüft.

De.sputniknews.com: Die Europäischen Union hält das Einreiseverbot, mit dem Moskau 89 Politiker und Spitzenbeamte belegt hat, für unbegründet, wie der Sprecher der EU-Chefdiplomatin Federica Mogherini sagte.
„Die Namensliste von 89 Personen ist jetzt von den russischen Behörden vorgestellt worden. Uns liegen keine zusätzlichen Informationen über eine gesetzliche Grundlage, über Kriterien und den Prozess dieser Beschlussfassung vor. Wir betrachten diese Maßnahme als ganz willkürlich und unbegründet — besonders weil weitere Erläuterungen fehlen und es keine Transparenz gibt“, so der Sprecher.
Ihm zufolge unterhält die EU engen Kontakt zu den anderen EU-Ländern in dieser Frage.
Wie der russische Vize-Außenminister Alexej Meschkow zuvor bestätigt hatte, gibt es in Russland schwarze Listen unerwünschter Personen und Moskau ihre Namen absichtlich geheim hält.
Die Liste betrifft Politiker und Spitzenbeamte – amtierende wie ehemalige – aus 17 EU-Ländern. Das sind Polen, Großbritannien, Schweden, Estland, Deutschland, Litauen, Lettland und Rumänien.
it der Liste reagiert die russische Regierung auf die von der Europäischen Union wegen der Ukraine-Krise verhängten Strafmaßnahmen einschließlich Reiseverboten für russische Politiker.

Nachmittags:

Lug-info.com: In den letzten 24 Stunden haben die Kiewer Truppen sieben mal das Regime der Feuereinstellung verletzt, teilte ein offizieller Vertreter der Volksmiliz der LVR mit. Ein Soldat der Volksmiliz wurde verletzt.
Unter Verwendung von Granatwerfern u.a. vom 120 mm Kaliber, Antipanzerraketen, Schusswaffen die Ortschaften Obosnoje, Weselaja Gora, Moodjoshnyj, Perwomajsk und das Gebiet des Denkmals des Fürsten Igors bei Staniza Luganskaja.

Dan-news.info: Das Verteidigungsministerium der DVR hat Daten über Zusammensetzung und Zahl von ausländischen Söldnern veröffentlicht, die auf der Seite der Kiewer Regierung kämpfen. Dies erklärte heute der stellvertretende Kommandeur der Milizen der DVR Eduard Basurin gegenüber Journalisten.
„In der Ortschaft Werchenetorezkoeje wurde eine Kompanie (60 bis 100 Personen) des „Georgischen Freiwilligenbataillons“ entdeckt. Am Checkpoint „Weterok“ zwischen Gorlowka und Dsershinsk wurde eine Kompanie von Soldaten der USA und Polens festgestellt“, sagte er. Abteilungen von polnischen privaten Militäreinheiten wurden nach Infoformationen der Aufklärung der DVR in Dsershinsk, Dimitrow, Slawjansk, Mironowskij, Konstantinowka und in Kramatorsk auf dem Gebiet des Erholungsheims „CKMS“ entdeckt, die Gesamtzahl des Personals beträgt bis zu 1000 Personen.
Basurin erzählte auch, dass in Krasnogorowka auf dem Gebiet einer Kolchose die Anwesenheit von zwei Kompanien des Freiwilligenbataillons „Itschkerija“ bemerkt wurde.
„Auf dem Gebiet des psychiatrischen Krankenhauses in Jasnobrodowka wurden Freiwillige aus arabischen Ländern entdeckt. Es ist nicht ausgeschlossen, dass die genannte Abteilung eine unmittelbare Beziehung zu der terroristischen Organisation „Islamischer Staat“ hat“, sagte Basurin.
Außerdem wurde im Hafen von Odessa die Ankunft von 14 Drohnen aus Israel in Begleitung von Spezialpersonal festgestellt. „Es wurde festgestellt, dass die sich im Ruhestand befindlichen israelischen Soldaten Dienst in dem Bataillon des Innenministeriums der Ukraine „Angriff“ tun werden“, erklärte der stellvertretende Kommandeur.
„Die genannten Fakten zeugen davon, dass die ukrainische Regierung angesichts des niedrigen moralisch-psychologischen Zustands der Soldaten der ukrainischen Streitkräfte einen grundlegenden Nachdruck auf ausländische private Militäreinheiten legt, die bei der Diversionstätigkeit im Donbass mitwirken können“, endete Basurin.

De.sputniknews.com: Das Risiko eines Einbeziehens Russlands in einen Krieg nimmt heute zu, so Generaloberst Wladimir Schamanow, Chef der Luftlandetruppen Russlands.
„Wie die Tendenz zeigt, nehmen diese Risiken zu, und ich als Chef der Truppengattung, die aktiv eingesetzt wird, bin diesbezüglich besorgt“, sagte er am Samstag im russischen Radiosender RSN.
Russlands Luftlandetruppen seien bereit, bei entsprechendem Befehl „in beliebigem Punkt der Welt zu agieren“, so Schamanow. „Wir brauchen keine Visa – wir brauchen nur einen Befehl des Oberbefehlshabers.“
Wie der General weiter ausführte, sollen auf der Basis der Luftlandetruppen schnelle Eingreiftruppen gebildet werden – „ausgehend von den Prinzipien der Anwendung und die vom Generalstab gesetzten Aufgaben“.
Momentan zählen die Luftlandetruppen Russlands 45.000 Mann, fügte er hinzu.

Dan-news.info: Berufe im medizinischen und Bildungsbereich sind die am meisten gesuchten in der DVR, teilte heute die Direktorin des Republikanischen Beschäftigungszentrums Tamara Kosenko mit.
„Die am meisten gesuchten Berufe in der Republik sind Fachleute, die mit dem Gesundheitsweisen und der Bildung verbunden sind – Pfleger, Ärzte aller Fachrichtungen, Lehrer an Schulen und Hochschulen, Erzieher“, sagte sie.
Der Anteil der vakanten Stellen für diese Spezialisten machen mehr als 30% der Gesamtzahl offener Stellen in der Datenbank des Zentrums aus.
Ebenfalls gesucht werden Bauspezialisten – ungefähr 10 Prozent – und das Interesse in diese Richtung wird nach Auffassung Kosenkos wachsen. „Wir hoffen natürlich, dass die Unternehmen arbeiten werden, sich entwickeln werden und nicht nur die Vollbeschäftigung ihrer Mitarbeiter sichern, sondern auch neue Arbeitsplätze schaffen, die wir helfen werden zu besetzen“, sagte die Direktorin des Beschäftigungszentrums.

Lug-info.com: Spontane Kundgebungen der Einwohner finden jeden Tag in Staniza Luganskaja statt, die Teilnehmer drücken ihren Protest gegen die Schließung des Übergangs über die Brücke durch die ukrainischen Truppen aus. Die ukrainischen Streitkräfte und die Polizei wenden Gewalt an, um die Menschen auseinander zu jagen. Darüber berichtete der Kämpfer Dmitrij mit Codenamen „Fantom“, der Dienst an dem Checkpoint der Volksmiliz der LVR im Bereich der zerstörten Brücke tut.
„Der Zugang von der ukrainischen Seite ist vollkommen zu. Die Menschen rufen an und erzählen, dass beim Gebäude der Bezirksverwaltung ständig Auseinandersetzungen, spontane Kundgebungen der Einwohner stattfinden, die über die Willkür empört sind. Als Antwort werden die Menschen geschlagen. Einige werden festgenommen und weggebracht, wohin ist nicht bekannt“, erzählte er.
„Wenn die Polizeikräfte nicht reichen, kommen Soldaten – sie schießen in die Luft, schlagen die Menschen mit Gewehrkolben. Seit Tagen kommen sie mit gepanzerten Fahrzeugen und schießen mit großkalibrigen Maschinengewehren in die Luft“, erklärte Dmitrij.
„Aber was bleibt den Menschen zu tun? Die Arbeit, Verwandte – alles ist in Lugansk, ihnen hat man den Sauerstoff abgestellt und sagt, ihr seid dort Kanonenfutter, sitzt ruhig in Staniza“, erzählt er.

Rusvesna.su: Am 31. Mai war das Kulikower Feld in Odessa wieder gesperrt. Die Sonntägliche Polizeikontrollen führt man auf dem Kulikower Feld schon die dritte Woche infolge durch: seit der Zeit, als Unbekannte die improvisierte Gedenkstätte für die Toten vom 2. Mai des Jahres 2014 zerstört haben, und die „Kulikower“ für den nächsten Sonntag geplant hatten, sie wieder aufzubauen.
Wie auch die vorhergehenden Male haben die Aktivisten des Kulikower Feldes dennoch eine kleine Kundgebung durchgeführt, die diesmal mit dem Tag des Schutzes der Kinder verbunden ist. Infolgedessen war das Schlüsselthema der Kundgebung die Schicksale der Kinder, die im Zusammenhang mit den Kriegsoperationen im Donbass leiden
Die Veranstaltung verlief ohne Ausschreitungen, obwohl es zuvor Meldungen über die Festnahme dreier Menschen gab, einschließlich des liberalen russischen Journalisten Dmitrij Florin.
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Abends:

Lug-info.com: Den Ärzten des Lugansker Republikanischen klinischen Krankenhauses gelang ein Wunder – sie schafften es den Zustand einer Schwangeren zu stabilisieren, die unter der Unmenschlichkeit der Kiewer Truppen gelitten hat. Darüber informierte der leitende Arzt es Krankenhaus Oleg Wolman.
In der letzten Woche war eine 22jährige Frau, die in der 25. Woche schwanger ist, in das Krankenhaus eingeliefert. Nachdem sie auf der ukrainischen Seite keine qualifizierte medizinische Hilfe erhalten hatte und im folgenden die weitere Behandlung abgelehnt wurde, wurde die junge Frau nach Lugansk geschickt, aber die Kiewer Soldaten ließen sie drei Tag lange nicht über den Passierpunkt bei Staniza Luganskaja. In dieser Zeit hatte sich ihr Zustand stark verschlechtert und die Ärzte des Lugansker Krankenhauses waren gezwungen bei der Schwangeen zwei Operationen am Kopf durchzuführen.
„Der Zustand der schwangeren Frau konnte stabilisiert werden“, erklärte Wolman.
„Jetzt befindet sie sich in unserem Perinatalzenrum in der Intensivstation. Ihr Zustand ist stabil mit einer positiven Dynamik. Die junge Frau ist bei Bewusstsein. Wir hoffen, dass wir sie nach den Feiertagen in die neurologische Abteilung verlegen können“, sagte er.
„Dies ist ein Erfolg des gesamten Kollektivs des Krankenhauses. In erster Linie natürlich des Neurochirurgen Alexandr Jewtuschenko, der zwei Schädeloperationen durchgeführt haben. Der Brigade der Anästhesisten unter Leitung von Irina Katilewskaja, die sich in der Intensivstation um sie gekümmert hat. Und unserer Gynäkologen und Leitung von Oleg Walijewyj, die sich um den Erhalt der Schwangerschaft gekümmert haben. Das Kind lebt“, sagte der leitende Arzt.
„Wir hoffen, dass es uns gelingt eine positive Dynamik zu erhalten“, sagte Wolman.

Rusvesna.su: Der Norden Gorlowkas ist erneut unter dem Feuer der ukrainischen Artillerie.
Der Beschuss Gorlowkas steigert sich mit jeder Minute. Unter Feuer stehen Golma, Glubokaja und die Siedlung Sajzewo. Im Westen der Stadt finden Kämpfe statt.
Auf den Bezirk Glubokaja wurde ein mächtiger Artillerieschlag verübt.
Sie schießen von 2 Punkten aus, von Kurdjum und dem Stadtrand von Donezk
Das Zentrum der operativen Wechselwirkung teilt mit, dass die ukrainischen Streitkräfte den Beschuss der Stadt aus der Richtung Kurdjumowki führen, es werden die Einschläge von Geschossen im Bezirk Golmy beobachtet.
In der Siedlung Sajzewo ist durch die Explosion eine Frau getötet worden, eine weitere Frau wurde verletzt. Der Beschuss wurde auch aus Richtung Kurdjumowki geführt.
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Lug-info.com: Vertreter von Spezialdiensten der USA führen unter dem Deckmantel von Mitarbeitern internationaler Beobachterorganisationen Erkundungen von Orten durch mit dem Ziel die ukrainischen Truppen bei der Zielgenauigkeit des Feuers zu unterstützen, das auf Ortschaften und Positionen der Milizen der LVR gerichtet wird. Dies berichtete die Volksmiliz der LVR.
„Wir verfügen über Informationen, dass unter den internationalen Beobachtern Vertreter von Spezialdiensten der USA sind, die Erkundungen von Orten auch auf dem Territorium der LVR durchführen und den ukrainischen Truppen Informationen über Territorien, wo unsere Checkpoints, Kommandostellen und weiter Objekte liegen übermitteln“, erklärte die Volksmiliz.
Im Verteidigungsministerium der Republik wurde auch hinzugefügt, dass nach Daten aus abgefangenen Funksprüchen amerikanische Militärs dem Kommando der ukrainischen Streitkräfte empfehlen ihre Positionen in Stschastje zu verstärken, weil diese Stadt ein wichtiges strategisches Objekt ist.
„Daneben wurde den ukranischen Truppen nach unserer Information nicht empfohlen, bereits jetzt Militärtechnik nach Stschastje zu bringen, weil das breite gesellschaftliche Resonanz auf dem Hintergrund der unterzeichneten Minsker Vereinbarungen hervorrufen könnte“, wird von der Volksmiliz der LVR berichtet.
Nach Angaben des Verteidigungsministeriums der LVR wird Militärtechnik, die falls nötig nach Stschastje verlegt werden könnte, im Moment nach Sewerodonezk gezogen.
„Dort befinden sich schon etwa 80 Technikeinheiten, darunter Mehrfachraketenwerfer und Artilleriegeschütze“, berichtete die Volksmiliz.

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