Presseschau vom 25.03.2015

Quellen: Itar-Tass, Interfax, Ria Novosti, sputniknews, rusvesna.su, voicesevas.ru, hinzu kommen Informationen der Seiten dnr-online, lnr-portal, Novorossia, dnr-news und novorosinform sowie die offiziellen Seiten der Regierungen der Volksrepubliken dan-news, lug-info. Wir beziehen manchmal auch ukrainische Medien, z.B. BigMir, UNIAN, Ukrinform, KorrespondenT und die Online-Zeitung Timer aus Odessa ein.
Zur besseren Unterscheidung der Herkunft der Meldungen sind Nachrichtenquellen aus den neuen ostukrainischen Volksrepubliken in Rot (dnr-online, lnr-portal, Novorossia, dan-news, lug-info, dnr-news, novorosinform) und andere ukrainische Quellen in Blau (BigMir, Ukrinform, UNIAN, KorrespondenTund Timer) gekennzeichnet.
Die Übersetzung russischer Medien erfolgt in schwarzer Farbe.

abends / nachts:

De.sputniknews.com: Russlands Präsident Wladimir Putin begrüßt die Absicht von Bundeskanzlerin Angela Merkel, am 10. Mai dieses Jahres nach Moskau zu kommen. Das sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Dienstag.
Am 10. Mai würden Merkel und Putin Blumen am Grab des Unbekannten Soldaten an der Kremlmauer niederlegen und im 70. Jahr des Sieges über Hitlerdeutschland gemeinsam der Toten gedenken. „Wir hoffen sehr, dass diese Reise stattfindet“.
Peskow erinnerte daran, dass die Siegesfeierlichkeiten am 9. Mai in vielen Städten Russlands und in anderen Ländern der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS) stattfinden werden. „Natürlich wird sich Moskau darüber freuen, wenn die eingeladenen führenden Repräsentanten anderer Länder an diesem oder an einem anderen Tag dieses Fest zusammen mit uns begehen würden“, sagte der Sprecher.
Zuvor hatte Merkel Putins Einladung zur Siegesparade am 9. Mai nach Moskau abgelehnt. Zugleich erklärte sie sich bereit, am 10. Mai in die russische Hauptstadt zu reisen, um der Opfer des Zweiten Weltkrieges zu gedenken.

De.sputniknews.com: Die Ukraine erhält am Mittwoch eine erste Partie US-amerikanischer multifunktionaler Geländewagen HMMWV (Humvee). Das wurde am Dienstag auf der Website des ukrainischen Präsidenten Pjotr Poroschenko mitgeteilt.
Poroschenko wolle die Wagen im Kiewer Flughafen Borispol persönlich entgegennehmen. Die Transportmaschine treffe um 13.40 Uhr Ortszeit ein, hieß es.
Zuvor hatten ukrainische Medien berichtet, dass die USA Ende März 30 Humvee-Wagen an die Ukraine liefern. Die erste Partie von 20 britischen Saxon-Wagen war bereits vor kurzem eingetroffen.

Vormittags:

De.sputniknews.com: Der ukrainische Präsident Pjotr Poroschenko hat das Rücktrittsgesuch von Gouverneur des Gebietes Dnepropetrowsk, Igor Kolomoisky, angenommen, heißt es am Mittwoch in einer Mitteilung auf der Internetseite des ukrainischen Staatschefs.
„Der ukrainische Präsident hat dem Rücktrittsgesuch von Igor Kolomoisky als Leiter der staatlichen Gebietsverwaltung Dnepropetrowsk stattgegeben. Ein entsprechender Erlass wurde bei ihrem Treffen unterzeichnet“, so die Mitteilung.

Dan-news.info: „Insgesamt wurden in den letzten 24 Stunden 16 Verletzungen des Regimes der Feuereinstellung festgestellt. Von ukrainischer Seite beschossen wurden Schirokino, Spartak, Tawritscheskoje, Nikolajewka, Grigorowka, Staromarjewka, Gorlowka, Shabunki, Positionen der Milizen im Gebiet von Peski, des Oktjabrskaja-Bergewerks und des Flughafens von Donezk“, teilte das Verteidigungsministerium der DVR mit.
Nach Angaben des Ministeriums wurden Grigorowka und Staromarjewka mit Artillerie aus Richtung Granitnoje beschossen, die übrigen Ortschaften mit Granatwerfern, Panzern, Baterrien und Schusswaffen.
In Folge der Beschüsse wurden vier Milizangehörige verletzt, einer davon in Schirokino, drei in Spartak.

De.sputniknews.com: Mehr als 1000 US-Soldaten, die ständig in Europa stationiert sind, sind in den zurückliegenden Tagen verlegt worden, um an einer Übungsserie in osteuropäischen Ländern teilzunehmen, wie der Pentagonsprecher Oberst Steven Warren am Dienstag mitteilte.
Ihm zufolge wurden rund 200 Angehörige der in Italien stationierten 173. Luftlandedivision auf einem Truppenübungsplatz in Rumänien abgesetzt. Die weiteren 600 Soldaten eines in Deutschland untergebrachten Regiments haben eine Übung vor der Schwarzmeerküste begonnen.
Zudem ist am Samstag ein Konvoi mit rund 400 Soldaten, die zuvor eine Ausbildung in den baltischen Staaten und in Polen absolviert hatten, aus Estland gestartet. Er soll Litauen, Lettland, Polen und Tschechien Richtung Deutschland durchqueren.
„Diese Operation soll die Bewegungsfreiheit im Rahmen der Nato zeigen“, sagte Warren. Sie solle als eine höchst offensichtliche Vorführung unserer Verpflichtungen vor der Bevölkerung dieser Staaten sein.
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Nachmittags:

De.sputniknews.com: Hunderte Menschen protestieren am Mittwoch in Kiew gegen Oligarchen in den ukrainischen Machtkreisen. Eine der Hauptforderungen der Kundgebung, die von der Nationalistenpartei Swoboda vor dem Regierungssitz organisiert wurde, ist die Entlassung von Ministerpräsident Arseni Jazenjuk.
An der Kundgebung nehmen etwa 400 Menschen teil, wie ein Korrespondent der Nachrichtenagentur RIA Novosti vor Ort berichtet. Die Demonstranten skandieren „Oligarchen raus aus den Ämtern!“.
Der ukrainische Präsident Pjotr Poroschenko hatte in der Nacht zum Mittwoch den einflussreichen Oligarchen Igor Kolomoisky als Gouverneur des Gebiets Dnjepropetrowsk entlassen, nachdem bewaffnete Einheiten des Milliardärs das Hauptquartier des staatlichen Öl- und Gas-Konzerns UkrNafta erstürmt hatten.

Dan-news.info: Das Gemeinsame Zentrum zur Kontrolle und Koordination des Regimes der Feuereinstellung hat Beobachtungsposten im Gebiet von Schirokino eingerichtet, erklärte heute der Vertreter der RF im Gemeinsamen Zentrum Generaloberst Alexandr Lenzow.
„Bei Schirokino werden Beobachtungsposten eingerichtet“, sagte der Vertreter der RF. „Dies ist der zweite Versuch mit Beobachtungsposten: schon seit einer Woche ist ein ähnlicher Posten beim Donezker Flughafen eingerichtet“.
Er fügte hinzu, dass analoge Posten auch bei Awdejewka eingerichtet werden. Bezüglich der Situation im Bereich von Schirokino sagte der russische General, dass heute seit 4:15 kein einziger Beschuss dort festgestellt wurde.

De.sputniknews.com: Die prorussische Kandidatin Irina Vlah hat die Gouverneurswahl in Gagausien, einer autonomen Region Moldawiens, mit über 60 Prozent gewonnen. Der Vorsitzende des Deutsch-Moldauischen Forums Manfred Grund sieht den Grund dafür eher bei der Regierung der Republik Moldawien.
„Gagausien wurde in den letzten 20 Jahren mit seinen Problemen von der Zentralregierung in Chisinau nicht genügend wahrgenommen“, so der Bundestagsabgeordnete.
Gagausien ist ein autonomes Gebiet im Süden der postsowjetischen Republik. Es zählt 160.000 Einwohner, die Mehrheit davon Gagausen, ein christlich-orthodoxes Turkvolk. Die Gagausen sprechen Gagausisch und Russisch und nicht rumänisch, wie in den meisten anderen Regionen des Landes.
„Ich habe von Irina Vlah in der Vergangenheit nie gehört, dass sie den Autonomiestatus von Gagausien verändern will und dass sie, analog zu Transnistrien, zu einer anderen Struktur strebt“, so Manfred Grund. „Eigentlich bin ich nach der Wahl von Frau Vlah durchaus optimistisch.“
Die frisch gewählte Gouverneurin hat sich tatsächlich in ihrer ersten Ansprache durchaus auch für bessere Beziehungen mit der Zentralregierung in Chisinau ausgesprochen. Aber sie forderte eben auch mehr Unterstützung und finanzielle Mittel. Chisinau hatte sich jedoch in der Vergangenheit herzlich wenig für Gagausien interessiert…
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Dan-news.info: Das Gemeinsame Zentrum zur Kontrolle und Koordination des Regimes der Feuereinstellung und die OSZE erörtern die Situation der Feuereinstellung in der Ortschaft Schirokino. Dies teilte heute der Vertreter der RF im Gemeinsamen Zentrum Generaloberst Alexandr Lenzow mit.
„Jetzt werden Vertreter der OSZE hierhin kommen, die sich auf verschiedenen Seiten der Kontaktlinie befinden. Außerdem wird der stellvertretende Leiter der OSZE-Mission in der Ukraine Alexandr Hug kommen. Wir werden die Frage der Feuereinstellung im Gebiet von Schirokino erörtern“, sagte Lenzow.
Nach seinen Worten ist zur Zeit dieser Ortschaft der schwierigste Teil nach dem Flughafen von Donezk.

De.sputniknews.com: Der ukrainische Milliardär Igor Kolomoiski, der nach einem öffentlichen Konflikt mit Präsident Pjotr Poroschenko das Amt des Gouverneurs räumen musste, soll gedroht haben, seine Privatbataillone aus dem Kampfgebiet Donbass nach Kiew zu verlegen.
Der Rada-Abgeordnete Sergej Leschtschenko von der Präsidentenpartei „Block von Pjotr Poroschenko“ hat den Mitschnitt eines angeblichen Gesprächs Kolomoiskis mit dem Chef des staatlichen ukrainischen Energieversorgers Naftogaz, Andrej Kobolew, veröffentlicht. Darin droht der Oligarch, das Heizkraftwerk Krementschuk (Zentralukraine) zu besetzen sowie die von ihm finanzierten Freiwilligenbataillone, die bislang die ukrainische Armee im Krieg gegen die Regierungsgegner im Osten des Landes unterstützt haben, nach Kiew zu schicken…

Dan-news.info: Die DVR und LVR sehen in dem ehemaligen Gouverneur Oblast Dnjepropetrows Igor Kolojmoskij keinen Verbündeten, erklärte heute der offizielle Vertreter der DVR in der Kontaktgruppe zur friedlichen Regelung, der stellvertretende Sprecher des Volkssowjets Denis Puschilin.
„Nach meiner Auffassung können die DVR und LVR Kolomojskij nicht als Verbündeten ansehen, weil er, im Unterschied zu Alexandr Sachartschenko und Igor Plotnizkij die persönliche Bereicherung zum Ziel hat und er sich völlig gleichgültig zu den Bürgern der Ukraine verhält“, warnte der stellvertretende Sprecher des Parlaments der DVR.
„Die Absetzung Kolomojskijs ist der nächste erzwungene Schritt Poroschenkos bei dem Versuch, den Appetit des vom „Maidan“ erzeugten Feudalherren zu mäßigen“, fügte Puschilin hinzu und erklärte, dass während des Staatsstreiches 2014 die jetzige Kiewer Regierung gezwungen war, sich auf die radikalsten Verbündeten zu stützen, die jetzt außer Kontrolle geraten. Nach Auffassung des Vertreters der DVR ist die Situation mit Kolomojskij analog zu den gegensätzlichen Wendungen Kiews mit dem extremistischen „Rechten Sektor“.
Puschilin versuchte nicht, einen Ausgang der Auseinandersetzung der Interessen des als skandalträchtig bekannten Oligarchen mit dem Präsidenten der Ukraine zu prognostizieren. „Die weitere Entwicklung der Ereignisse wird von dem Eingreifen der Kuratoren aus den USA abhängen, weil man nicht auf eine Kapitulation Kolomojskijs hoffen kann“, erklärte er.

Dan-news.info: Die Vertreter des Gemeinsamen Zentrums zur Kontrolle und Koordination des Regimes der Feuereinstellung im Donbass aus der RF und der Ukraine und die Leitung der OSZE-Mission haben heute die Arbeit der Beobachterposten im Bezirk von Schirokino erörtert.
Von russischer Seite nahm an dem Treffen der General Alexandr Lenzow teil, die ukrainische Seite wurde von General Alexandr Rosmasnin vertreten, die OSZE-Delegation vom stellvertretenden Leiter der besonderen Beobachtermission der OSZE Alexandr Hug. Während der Verhandlungen einigten sich insbesondere Lenzow und Rosmasnin auf die Einrichtung von Beobachterposten im Bezirk von Schirokino und die Organisation von Verbindungen.
Hug bewertete die Ergebnisse des Treffens positiv. „Dies ist ein guter Anfang. Es sollten die erreichten Vereinbarungen unterstützt werden, um den Waffenstillstand zu bewahren. Die OSZE-Mission wird darauf achten“, sagte der stellvertretende Leiter der Beobachtermission.
Lenzow versicherte seinerseits Hug, dass das Gemeinsame Zentrum sich bemühen wird, alle Schwierigkeiten zu lösen, auf die die OSZE-Beobachter stoßen. „Wenn man sie irgendwo festhält, nicht durchlässt, benachrichtigen Sie das Koordinationszentrum. Die Fragen werden gelöst werden.“, sagte der Generaloberst.

De.sputniknews.com: Der deutsche Hip-Hop-Musiker Meth-U hat auf dem Internet-Portal YouTube einen Clip mit seinem Lied „Mensch bleibt Mensch“ vorgestellt, berichtet DW am Mittwoch.
Meth-U heißt Matthias. Der 21-Jährige wurde in Freiburg geboren. In seinem Videoclip singt er vor einer Leinwand, auf der Kriegsdokumentationen laufen. Dem Rapper zufolge regieren in Kiew „Faschisten“, während die Russen in der Ukraine zu Menschen zweiter Sorte geworden sind.
Matthias befürworte den Krim-Beitritt zu Russland und empfinde Sympathie für die Volksmilizen in der umkämpften Donbass-Region in der Ostukraine.
Insbesondere entrüstet sei er durch die Brandschatzung des Gewerkschaftshauses in Odessa im Mai 2014 gewesen. „Das war eine regelrechte Menschenjagd“, sagte Matthias gegenüber DW.
Der Rapper ist seinen Worten zufolge unzufrieden mit der Politik der Bundesregierung – insbesondere wegen der Kreditgewährung an Kiew, die „auf Kosten der Steuerzahler und des sozialen Sektors erfolgt, der ständig gekürzt wird“.
Kein anderes Ding habe dort so viele positive Stimmen gesammelt, sagt Meth-U. Nichtsdestoweniger sei er nicht zur Teilnahme eingeladen worden. Es habe keine klare Erläuterung darüber gegeben, worin das Problem bestehe. Aus seiner Sicht hat er „ein für sie zu scharfes Thema“ angeschnitten, so Matthias. Seitdem lebt der Clip sein eigenes Leben im Internet.

Dan-news.info: Die OSZE bewertet die Zusammenarbeit der DVR mit den internationalen Beobachtern positiv, erklärte heute der stellvertretende Leiter der OSZE-Mission in der Ukraine Alexandr Hug.
„Wir sind froh über die Zusammenarbeit mit der DVR“, sagte Hug während einer Fahrt an der Kontaktlinie mit Vertretern des Gemeinsamen Zentrums im Gebiet von Nowoasowsk. Der OSZE-Vertreter sagte, dass die Situation in diesem Gebiet ruhig sei.
Seinerseits unterstrich der stellvertretende Kommandeur der Milizen der DVR Eduard Basurin, dass die Volksrepublik offen für die Zusammenarbeit mit der OSZE ist. „Von unserer Seite gab es keinerlei Hindernisse für den Besuch des Territoriums der Republik durch die Beobachter, darunter auch der Dislozierungsorte für die schweren Waffen“, sagte er.

Rusvesna.su: In der Nacht vom 24. zum 25. März warfen in Odessa Unbekannte „Molotow-Cocktails“ in das Büro der Kommunistischen Partei, das sich in der Mechnikov-Straße befindet.
Es ist erwähnenswert, dass nach dem Regierungswechsel die Kommunistische Partei der Ukraine ihre Autorität verloren hatte, jetzt werden ihre Mitglieder von den Vertretern der radikalen Bewegungen gejagt.

Dan-news.info: Die ukrainischen Nationalisten können die Konflikte in Oligarchenkreisen für die Ergreifung der Macht in Städten und Regionen des Landes nutzen, erklärte heute der Sprecher des Volkssowjets der DVR Andrej Purgin.
„Derzeit ist die Ukraine durch Oligarchen verwüstet, in Stück zerschlagen. Der Rechte Sektor und ähnliche Bataillone regieren in ihren Territorien, ich denke, bald werden sie Gouverneure und Bürgermeister austauschen“, sagte er.
Purgin erwähnte die Rechtlosigkeit der Zivilisten in den durch die ukrainischen Streitkräfte besetzten Territorien. Nach seinen Worten haben die Menschen nicht die Möglichkeit, sich an Rechtsvertreter um Hilfe zu wenden und die militärisch-zivile Administration erfüllt ihre Funktion nicht.
Der Politiker ist auch der Auffassung, dass ein Chaos auf dem gesamten Territorium der Ukraine den Interessen der DVR widerspricht. „Eine völlige Destabilisierung der Ukraine ist nicht in unseren Interessen, weil wir uns nicht von beispielsweise Charkow oder Odessa trennen lassen, weil auch dort unsere Leute leben“, unterstrich der Sprecher.

Gefunden auf der Facebook-Seite von AntiMaidan: Einer der führenden Kinder-Neurochirurgen der Ukraine wurde durch Mitglieder einer nazistischen Gruppe fast zu Tode geprügelt. Hierbei wurden ihm zielgerichtet Arme und Finger gebrochen. Der Überfall hat einen eindeutig antisemitischen Hintergrund. Die Angreifer schrien neben anderen antisemitischen Beleidigungen: „Verpiss dich, du Judenfresse“.

Dan-news.info: Die Regierung der DVR führt keine Verhandlungen über die Befreiung von Kriegsgefangenen mit Vertretern des Zentrums zur Befreiung von Kriegsgefangenen beim Sicherheitsdienst der Ukraine, teilte heute die Bevollmächtigte der DVR für Menschen Darja Morosowa mit.
„Das in den ukrainischen Massenmedien erschienene Interview mit Wladimir Ruban und Jurij Tandid (Vertreter des Zentrums zur Befreiung von Kriegsgefangenen beim Sicherheitsdienst der Ukraine) dazu, dass sie angeblich Verhandlungen mit der DVR und LVR über den Austausch von Kriegsgefangenen führen entspricht nicht der Wirklichkeit“, sagte sie in einer Mitteilung, die auf der offiziellen Seite der Bevollmächtigten für Menschenrechte der DVR veröffentlicht wurde.
Sie unterstrich, dass die oben genannten Personen „keinerlei Beziehung zu einem Verhandlungsprozess zur der angegebenen Frage haben“.
„In diesem Zusammenhang will ich unterstreichen, dass zur Zeit Vertreter der DVR und der LVR im Rahmen der Realisierung des Maßnahmekomplexes zur Erfüllung der Minsker Vereinbarungen aktive Verhandlungen zur Befreiung von Geiseln und ungesetzlich festgehaltenen Personen nur mit dem einzigen offiziell ernannten Spezialvertreter der Ukraine zu humanitären Fragen Wiktor Medwedtschuk führen“, fasste Morosowa zusammen.

De.sputniknews.com: Der ukrainische Präsident Pjotr Poroschenko hat sich am Mittwoch dafür ausgesprochen, den Geheimdienst SBU mit mehr Vollmachten auszustatten. Dabei versprach der Staatschef, keine politischen Repressalien zuzulassen.
„Die ukrainischen Geheimdienste werden nie mehr politischen Repressalien oder politischen Druck ausüben“, sagte Poroschenko am Mittwoch in Kiew. „Aber wir müssen die Befugnisse des SBU in den Bereichen Spionageabwehr und Terrorismusbekämpfung sowie beim Schutz der Souveränität, der verfassungsmäßigen Ordnung und der demokratischen Werte verstärken.“
Poroschenko kündigte in demselben Statement den Beginn einer massiven Spezialoperation an, um den Mord an einem SBU-Mitarbeiter von der vergangenen Woche aufzuklären. Der Offizier war am Samstag in Wolnowacha (Südwesten des Gebiets Donezk) von Unbekannten erschossen worden. „Auf meinen Befehl hin haben alle bewaffneten Strukturen eine groß angelegte Operation begonnen“, sagte Poroschenko ohne nähere Angaben.
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Lug-info.com: Erklärung der Gewerkschaften der LVR zu den Forderungen der Bergleute der Ukraine
Die Gewerkschaftsföderation der LVR unterstützt die berechtigten Forderungen der ukrainischen Kohlearbeitergewerkschaft an die Regierung der Ukraine, dringende Maßnahmen zur sofortigen Auszahlung der Löhne an die Arbeiter des Kohlebereichs zu ergreifen, die Lohnschulden zu tilgen und die Schließung von Bergwerken nicht zuzulassen.
Die Arbeiter des Kohlesektors in Lwow, Tscherwonograd, Selidowo, Krasnoarmejsk, Nowobolynsk, Lisitschank und anderen Bergbaustädten und Ortschaften sind verzweifelt und gezwungen zu protestieren.
Die Vertreter der Kohle- und Energieministeriums der Ukraine schweigen. Die Regierung des Landes, die sich am Rand des Abgrunds befindet, ist nicht in der Lage, die Schulden in Bezug auf die Löhne der Bergleute zu zahlen. Endlose Reihen ausländischer Freunde und Kuratoren, die den bewaffneten Konflikt im Land unterstützen, legen einen unmessbaren Tribut für viele Jahre auf alle nun in der Ukraine Lebenden. Von welchen Arbeitslöhnen kann da die Rede sein?
Die Ukraine braucht keine Kohle, braucht keine Bergleute. Die Ukraine braucht Waffen und Kanonenfutter! Die Regierung und der Präsident brauchen eine Fortführung des Konflikts – auf den Krieg kann man vieles schieben. Sowohl das Fehlen von Mitteln für die Arbeitslöhne als auch die Erhöhung der kommunalen Gebühren und die Schließung der Bergwerke. Und die Schuldigen an allem Unglück der jetzigen Führung der Ukraine sind schon benannt – es sind „Terroristen“ und „Separatisten“ aus dem Donbass! Und es ist über viele Monate gelungen, diese Informationslegende zu unterstützen, sie in die Köpfe und Herzen von Millionen von Menschen zu bringen, die zuvor in einem Land lebten, einander nicht hassten, indem alle möglichen Lügen unterstützt und aufgebracht wurden.
Aber wir, die im Donbass leben, arbeiten weiter. Kinder müssen unterrichtet werden, Kranke gepflegt, die Straßen in Ordnung gebracht, Wohnung und soziale Objekte wiederaufgebaut, Kohle gefördert! Und jeder Arbeiter – im Westen und im Osten – hat das Recht auf Leben, auf Arbeit auf seine auskömmliche Bezahlung. Die Mittel, die täglich für den Krieg ausgegeben werden, müssen für friedliche Ziele verwendet werden, darunter auch für die Entwicklung der Kohleindustrie.
Da wir die ganze Schwierigkeit der sozialökonomischen Lage der Bergleute kennen, bringen wir unsere Solidarität mit den Arbeitern der Kohleunternehmen und ihren gerechten Forderungen zum Ausdruck.
Wir sind für den Frieden und für ökonomische Entwicklung!

Dan-news.info: Die Regierung der DVR erörterte einen Maßnahmeplan zur Erhöhung der Arbeitssicherheit in der Industrie der Republik zum Internationalen Tag der Arbeitssicherheit (28. April). Dies teilte heute die Bergbauaufsicht der DVR zum Ende der ersten Sitzung der Organisationskomitees unter Teilnahme von Vertretern der Fachministerien und Behörden mit.
„Im Rahmen der Maßnahmen werden thematische Treffen mit den Arbeitskollektiven zu aktuellen Fragen der Sicherheit in der Produktion, der Arbeitssicherheit und Berufskrankheiten stattfinden“, heißt es in der Mitteilung der Behörde.

Abends:

De.sputniknews.com: Die Ukraine will die von den USA erhaltenen Humvee-Panzerfahrzeuge im Donbass einsetzen. Das teilte Präsident Pjotr Poroschenko am Mittwoch in Kiew mit.
„Wir werden die Fahrzeuge mit Waffen bestücken und Einheiten in der Donbass-Region zur Verfügung stellen, vor allem mobilen Landetruppen in der Zone im Osten der Ukraine, wo die Anti-Terror-Operation durchgeführt wird“, sagte Poroschenko im Kiewer Flughafen Borispol. Zuvor hatte er die erste Partie von zehn der angekündigten 230 Humvee-Fahrzeuge persönlich in Empfang genommen. Die restlichen Wagen solle die Ukraine im Laufe der nächsten 45 Tage erhalten. Poroschenko dankte den westlichen Partnern für die Hilfe.
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Rusvesna.su: Eilmeldung – Der „Rechte Sektor“ geht nicht auf die Forderung Poroschenkos nach Auflösung der illegalen Bataillone ein.
„Freikorps des ukrainischen Rechten Sektors“ erklärte, dass sie sich nicht der Entscheidung der Behörden unterordnen, die Freiwilligen-Bataillone aufzulösen. Dies erklärte am Mittwoch, dem 25. März, der Presse-Service der illegalen bewaffneten Gruppe.
Das Bataillon ist der Meinung, dass die derzeitigen ukrainischen Behörden Druck aus dem Kreml erhalten, um illegale Formationen aufzulösen…
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Rusvesna.su: Eilmeldung – In der Nähe des Checkpoint in Majorsk wurde der Gorlowka – Artjomowsk beschossen, es gibt Tote und Verletzte
Am Abend des 25. März wurde auf der Straße von Gorlovki nach Artjomowsk in der Nähe des Checkpoints in Majorsk ein Bus mit Menschen in Brand geschossen.
Diese Informationen bestätigte in einem Telefongespräch die stellvertretende. Bürgermeisterin von Artjomowsk Elena Golovkin.
Die genaue Zahl der Opfer ist unbekannt. An den Ort des Unglücks fuhren Rettungswagen.
In sozialen Netzwerken wird geschrieben, dass dies der letzte Bus auf der Strecke Gorlowka – Artjomowsk war, mit mehr als 20 Personen. Berichtet wird auch von Toten und vielen Verletzten.

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Ein Gedanke zu “Presseschau vom 25.03.2015

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