Presseschau vom 23.02.2015

Quellen: Itar-Tass, Interfax, Ria Novosti, sputniknews, rusvesna.su, voicesevas.ru, hinzu kommen Informationen der Seiten dnr-online, lnr-portal, Novorossia, dnr-news und novorosinform sowie die offiziellen Seiten der Regierungen der Volksrepubliken dan-news, lug-info. Wir beziehen manchmal auch ukrainische Medien, z.B. BigMir, UNIAN, Ukrinform, KorrespondenT und die Online-Zeitung Timer aus Odessa ein.
Zur besseren Unterscheidung der Herkunft der Meldungen sind Nachrichtenquellen aus den neuen ostukrainischen Volksrepubliken in Rot (dnr-online, lnr-portal, Novorossia, dan-news, lug-info, dnr-news, novorosinform) und andere ukrainische Quellen in Blau (BigMir, Ukrinform, UNIAN, KorrespondenT und Timer) gekennzeichnet.
Die Übersetzung russischer Medien erfolgt in schwarzer Farbe.

Nachts:

Gefunden auf der Facebook-Seite von NewsFront: Die Eilmeldung der Charkower Partisanen zur Explosion während der Massenveranstaltung (deutsche Untertitel)

Gefunden auf der Facebook-Seite von Mark Bartalmai: Ein Video vom Gefangenenaustausch

Vormittags:

novorosinform.org: Die Karte der Kampfgebiete vom 22. Februar:
null

Dan-news.info: Glückwünsche des Oberhaupt des DVR Alexandr Sachartschenko an die Veteranen des Großen Vaterländischen Kriegs
Liebe Bürger der Donezker Volksrepublik! Aus ganzen Herzen gratuliere ich Ihnen zu diesem bedeutsamen Tag – zum Tag des Verteidigers des Vaterlandes!
Für uns ist der 23. Februar ein besonderes Datum. An diesem Tag ehren wir das Gedenken der großen Söhne des Donbass, die mit der Waffe in der Hand ihr Volk verteidigt und mit Ehre ihre Pflicht gegenüber der Heimat erfüllt haben. Aber vor allem neigen wir den Kopf vor den beispiellosen Taten der Helden, der Veteranen des Großen Vaterländischen Kriegs. Sie haben echte Wunder vollbracht, das Rückgrat des schrecklichsten Feindes gebrochen, der in unser Land eingefallen ist. Dank Ihrer Selbstlosigkeit, Standhaftigkeit und Ihrem Mut wurde der große Sieg erreicht. Wir werden nie Ihre denkwürdige Tat vergessen, die Erinnerung daran wird von Generation an Generation weitergegeben. Glückwünsche zum Festtag an Sie, unsere lieben Veteranen!

Interfax.ru: In Gefangenschaft bei den Milizen sind mehr als hundert ukrainische Soldaten, sie werden zum Austausch vorbereitet, erklärte der Vertreter des Verteidigungsministeriums der selbsternannten DVR Eduard Basurin.
„Offiziell registrierte Gefangene sind bei uns mehr als 100, der größte Teil von ihnen aus dem Kessel bei Debalzewo“, erklärte Basurin am Montag gegenüber Interfax.
Außerdem teilte einer Quelle in der militärischen Struktur der DVR mit, dass sich insgesamt im Kessel bei Debalzewo etwa 400 ukrainische Soldaten in die Gefangenschaft der Milizen begeben haben.
Seinerseits sagte Basurin gegenüber Interfax, dass die allgemeine Zahl von im Kessel bei Debalzewo gefangenen ukrainischen Soldaten zwischen 300 und 400 liegt.
„Insgesamt waren es mehr als 300 Gefangene, näher an 400. Genaue Zahlen nennen wir nicht, weil denen, die sich freiwillig ergeben haben und die die Waffen niedergelegt haben, wir die Möglichkeit gegeben haben den Kessel zu verlassen. Ihre Daten werden aus Gründen ihrer eigenen Sicherheit nicht offen gelegt, um Repressionen gegen sie zu vermeiden, wenn sie nach Hause zurückkehren“, sagte Basurin.

novorossia.su: In Lugansk begannen die Feierlichkeiten zum Tag der Verteidiger des Vaterlandes. Wie der Korrespondent der Nachrichtenagentur „Novorossia“ berichtete, fand um 11.00 Uhr eine feierliche Niederlegung von Blumen am Gedenkstein für die gefallenen Verteidiger der Volksrepublik von Lugansk nahe des Regierungsgebäudes der Republik statt. An der Veranstaltung nahmen das Oberhaupt der LVR Igor Plotnitzki, der Vorsitzenden des Volkssowjets der Republik Alexej Karjakin, Kämpfer der Volksmiliz sowie Vertreter von Gewerkschaften und Jugendorganisationen der LVR teil.
null

Dan-news.info: Die Situation in Donezk bleibt angespannt. Dies berichtet heute die Stadtverwaltung.
„Die Nacht vom 22. auf den 23. Februar verlief in Donezk angespannt. Als Folge der Kampfhandlungen wurde nach Angaben des Zivilschutzministeriums ein Wohnhaus im Kujbyschewski-Bezirk vollständig zerstört“, heißt in dem täglichen Bericht des Bürgermeisteramts.
Auf die Versorgungssysteme der Stadt hatte der Schlag keine Auswirkungen.
Der öffentliche Transport läuft nach dem Feiertagsfahrplan.

Itar-tass: Kiew wird mit dem Abzug schwerer Waffen von der Abgrenzungslinie im Donbass erst nach der vollständigen Feuereinstellung beginnen. Dies erklärte am Montag auf einer Pressekonferenz der Vertreter der bewaffneten Operation Anatolij Stelmach. Nach seinen Worten wird die Feuereinstellung bisher nicht befolgt.
„Die erste Etappe der Friedensvereinbarungen – das ist die vollständige Feuereinstellung. Zurzeit wird die vollständige Feuereinstellung nicht beachtet“, sagte er.
Zuvor hatte der Generalstab der Streitkräfte der Ukraine erklärt, dass ein Plan unterschrieben sei, der konkrete Maßnahmen zur Feuereinstellung und zum Abzug schwerer Militärtechnik von der Abgrenzungslinie vorsieht.

Nachmittags:

Lug-info.com: Heute, am Tag des Verteidigers des Vaterlands, haben das Oberhaupt der LVR Igor Plotnizkij und Vertreter der Führung der Republik Blumen am Gedenkstein für die gefallenen Verteidiger der Lugansker Volksrepublik niedergelegt.
Der Gedenkstein wurde im Oktober 2014 am Gebäude der ehemaligen Lugansker Oblastverwaltung aufgestellt, auf das im Sommer letzten Jahres die Streitkräfte der Ukraine einen Luftschlag verübten. Opfer des barbarischen Luftangriffs wurden 8 Menschen, weitere 28 wurden verletzt.

rusvesna.su: In Saporosche kam es zu Zusammenstößen zwischen Anhängern und Gegnern der Feier des 23. Februar.
In Saporosche gab es auf einer Kundgebung einen Vorfall zwischen Befürwortern und Gegnern der Feierlichkeiten des 23. Februar.
In der Allee des Ruhmes fand eine angemeldete Aktion statt, die von den Kommunisten organisiert worden war, die heute den 23. Februar feiern. Die Menschen hatten Blumen dorthin mitgebracht, Plakate mit der Forderung, die Kinder des Donbass zu schützen und den Bruderkrieg zu stoppen.
In Protest dazu versammelten sich auf dem Platz auch pro-ukrainischen gesinnte Aktivisten mit nationaler Symbolik, die verlangten, dass die Plakate entfernt werden müssten.
Das ging nicht ohne Zusammenstoß ab. Mehr als eine Stunde wurden zwischen den Gegnern politische Streitereien und Debatten über historische Themen geführt.
Im weiteren Verlauf kam es zu einem Scharmützel, auf das die Polizei sofort reagierte.
Einer der Unterstützer der Feier zum 23. Februar wurde, nach Aussagen der Korrespondenten, bereits abgeführt.
null

Dan-news.info: Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) hat in die vom Krieg zerstörte Stadt Debalzewo Lebensmittel, medizinisches Material und andere dringend benötigte Dinge geliefert. Dies meldete der Pressedienst des Roten Kreuzes.
Nach Angaben der Organisation trafen insgesamt in der Ortschaft fünf Fahrzeuge mit humanitärer Hilfe ein, die für etwa 5000 Bewohner von Debalzewo reichen soll.
„Die humanitäre Situation in der Stadt ist sehr schwer, es gibt dringenden Bedarf an verschiedenster Hilfe. In Folge des Artilleriebeschusses wurden gesellschaftliche Objekte und Wohnhäuser ernsthaft beschädigt, ebenso wie die Infrastruktur der Stadt. In den letzten Tagen lebten die Menschen in Kellern und kamen erst jetzt auf die Straße, als die Kämpfe beendet waren“, heißt es in einer Erklärung der Leiterin des Büros des Roten Kreuzes in Donezk Joan Audierne.
Wie in der Mitteilung des IKRK erwähnt wird, arbeitet das einzige Krankenhaus in Debalzewo noch nicht, deshalb wurden die Medikamente, die die Mitarbeiter der Organisation in die Stadt brachten, dem einzigen städtischen Punkt für medizinische Nothilfe übergeben.

Dan-news.info: In Donezk wurden als Folge von Artilleriebeschuss Gasleitungen in den Bezirken Kujbyschewskij, Petrowkij, Leninskij beschädigt, die Störungen sind lokalisiert, gaben die Gaswerke der Stadt bekannt….
Den Arbeitern der Gaswerke gelang es, die Störungen in diesen Bezirken zu lokalisieren. „Der Gasdruck im Netz der Stadt ist im Normalbereich“, wurde hinzugefügt.
Die Donezker Wasserwerke teilen von zahlreichen Beschädigungen der Wasserleitungen durch kürzliche erfolgt Kämpfe mit, heute werden die Reparaturarbeiten in den Ortschaften Oktrjabrskij und Trudowskije fortgesetzt.
„Leider bleibt die Situation bei der Wasserversorgung nach langen und heftigen Kämpfen stabil angespannt. Die Reparaturbrigaden führen die Reparatur zahlreicher beschädigter Netze fort. In den letzten zwei Tagen wurden 42 Wasserleitung und 67 Kanalisationsleitungen in Ordnung gebracht“, teilen die Wasserwerke mit.

Dnr-online.ru: Heute, am 3. Februar, fand in Donezk auf dem Leninplatz eine Kundgebung „Die Volksmiliz – zuverlässige Verteidigung der Republik“ anlässlich des Tags des Verteidigers des Vaterlands statt.
An der Kundgebung nahmen französische Freiwillige teil, die zusammen mit den Milizen das Recht der Bewohner der DVR auf Freiheit verteidigen. „Europa befindet sich unter einer Diktatur der USA und man muss einen Unterschied zwischen dem einfachen Volk und seiner Regierung machen. Wir Franzosen unterstützen die Einwohner des Donbass“, sagte einer der Freiwilligen.
Zwei französische Ärzte retteten das Leben von dreizehn Kämpfern auf dem Kampffeld, sie werden im Militärkrankenhaus zusammen mit unseren Ärzten arbeiten. Schon einige Monate kämpft der brasilianische Freiwillige Rafael mit den Milizen, der kam, um das faschistische Kiewer Regime zu bekämpfen.

Dan-news.info: Die gesellschaftliche Organisation „Union der linken Kräfte des Donbass“ hat heute eine Kundgebung im Zentrum von Donezk zu Ehren des Jahrestags der Proteste gegen den Putsch in Kiew und des Tags des Verteidigers des Vaterlands durchgeführt. Zum Lenindenkmal gingen mehr als 600 Einwohner der Hauptstadt der DVR, berichtet ein Korrespondent von DAN von Ort des Geschehens.
„An diesen Tag, vor einem Jahr, sind zum ersten Mal in der ganzen Geschichte der Unabhängigkeit der Ukraine die Einwohner des Donbass massenhaft gegen Faschisten, die einen Putsch in Kiew durchgeführt haben, aufgestanden. Genau den 23. Februar kann man als den Tag des Beginns der Befreiung des Donbass von der ukrainischen Okkupation bezeichnen“, erklärte einer der Organisatoren Ruschan Taktarow.
Er erinnerte die Versammelten daran, wie auf dem Platz der heutigen Kundgebung im Februar vergangenen Jahres die erste Zeltstadt erschien, die im Grunde ein „Vorposten der Befreiungsbewegung im Donbass“ war.
Die Sekretärin für Ideologie der Union der linken Kräfte des Donbass Olga Wolkowa erklärte, dass in der DVR der Tag des Verteidigers des Vaterlands für die Einwohner immer ein „großer“ Festtag sein wird. „Heute ist in der Ukraine dieser Festtag zu einem Tag der Gründung der banderistischen Aufstandsarmee geworden. Aber im Donbass haben wir den 23. Februar immer gefeiert und werden ihn feiern – dies ist ohne Übertreibung ein großer Tag“, unterstrich sie unter dem Beifall der Versammelten.
null

Ria.ru: Die Gefechte zwischen Milizen und ukrainischen Streitkräften gehen am Montag an den Ausläufern der Ortschaft Schirokino bei Mariupol weiter, wurde Ria Nowosti aus dem Stab der Milizen der DVR mitgeteilt. Nach Angaben von Ärzten wurden acht Milizangehörige verwundet.
Schirokino gehört zum Bezirk Wolnowacha des Oblast Donezk, an den Ufern des Asowschen Meers zwischen den Städten Mariupol (unter Kontrolle der ukrainischen Streitkräfte) und Nowoasowsk (kontrolliert von den Milizen der selbsternannten DVR). Im Herbst befand sich der Ort unter der Kontrolle der Milizen der DVR, danach wurde es als neutrales Territorium angesehen. Anfang Februar wurde es von dem ukrainischen Bataillon „Asow“ eingenommen. Am Sonntag berichtete ein Vertreter des Stabs der DVR von einem Toten und zwei Verwundenten unter den Milizen bei einem Angriff der ukrainischen Streitkräfte.
„Am Morgen des 23. Februar wurde der Kampf um Schirokino wieder aufgenommen. Beide Seiten verwenden Granatwerfer und Schusswaffen. Die Streitkräfte beschossen unsere Positionen in den Orten Saitschenko, Leninskoje und Dsershinskoje aus Panzern,“ sagte ein Vertreter des Stabes….
Zuvor hatte der Vertreter des Sektors „M“ der ukrainischen Armee Dmitrij Tschalyj auf der Seite „0629. Nowosti Mariupolja“ mitgeteilt, dass in Schirokio eine Aufklärungs- und Diversionsgrppe der DVR, bestehend aus 5 Personen, vernichtet worden sei. Die Positionen der Streitkräfte in dem Ort seien aus Panzern und Granatwerfern beschossen worden. Ebenfalls sei es, nach Mitteilung der ukrainischen Seite, gelungen einer der Panzer der Milizen zu beschädigen. Nach Angaben der Nationalgarde der Ukraine starben am Vortrag bei den Kämpfen zwei Soldaten, am Montag fand ihr Begräbnis statt.

Dnr-online.ru: In einem Interview mit der Medien-Holding der DVR hat der Mufti Rinat Chasrad seine Auffassung zu dem Blutvergießen auf dem Territorium der Republik ausgedrückt. „Wir wollen keinen Krieg“, sagte Rinat Chasrad, „wir wollen, wie alle, unsere Kinder aufziehen, leben, arbeiten, schaffen und mit Hoffnung in die Zukunft sehen.“
Sich an die Einwohner der Ukraine wendend, fügte der Mufti hinzu: „Lassen Sie uns diesen brudermörderischen Krieg beenden, niemand braucht ihn. Warum werden wir für das Geld der Oligarchen kämpfen, wo alles Geld der Welt nicht ein einziges Menschenleben wert ist. Den Einwohner Novorossias wünschen ich Frieden, alles Gute, Wohlergehen“.
Mufti Rinat Chasrad sagte, dass er eine starke und reiche Zukunft des neuen Staates sehen will, so dass die Menschen aus dem Westen zum Arbeiten in den Donbass fahren.

Dnr-online.ru: In einem Interview mit der Medien-Holding der DVR äußerte sich der Mufti der gesamtukrainischen geistlichen Leitung der Muslims und der Muslims der DVR Renat Chasrat über Gerüchte bezüglich der Unterdrückung der Freiheit des Glaubensbekenntnisses: „Der Donbass ist ein Mini-Russland. Es gibt das große Russland und es gibt das kleine Russland. Russland unterscheidet sich von anderen Ländern dadurch, dass in den konfessionellen, in den nationalen Bereichen das Volk seinem Vaterland ergeben ist, seiner Kultur, seinen Vorfahren, seiner Geschichte. Im Donbass ist das Anheizen von Konflikten zwischen den Nationen eine perspektivlose Sache“.
Der Mufti sagte auch, dass trotz des Krieges viele Muslime im Donbass geblieben sind. Ein Teil von ihnen ging in die Milizen, ein Teil arbeitet weiter. Die Gläubigen brauchen einen Raum, weil die Moschee durch die ukrainische Artillerie zerstört ist, religiöse Literatur wurde zerstört und die Beschaffung neuer ist durch die Blockade schwierig. Religiöse Literatur kommt in den Donbass aus den muslimischen Zentren Russlands.

Ria.ru: Die ukrainischen Streitkräfte erklärten, dass vier in Charkow festgenommene Mitglieder der Organisation „Charkowker Partisanen“ sind, teilte auf einer Pressekonferenz am Montag der stellvertretende Leiter der Spezialoperation im Donbass Walentin Feditschew mit.
Am Sonntag war in Charkow während eines Marsches eine Explosion erfolgt, bei der zwei Menschen getötet wurden. Es wurde ein Strafverfahren wegen „terroristischer Aktivitäten“ eingeleitet. Der Sicherheitsdienst der Ukraine hat Menschen festgenommen, die verdächtigt werden, an dem Terrorakt beteiligt zu sein.
„Als Ergebnis einer operativen Ermittlung des Sicherheitsdienstes der Ukraine wurden vier Menschen festgenommen, die zu der Bande „Charkower Partisanen“ gehören, die der Vorbereitung von Terrorakten verdächtigt werden“, sagte Feditschew.
Das örtliche Portal „057.ua“ meldet, dass am Vortrag der Charkower „Anti-Maidaner“ Fillip Ekosjanz eine dringende Erklärung im Namen der „Charkower Partisanen“ herausgegeben hat. In der Erklärung heißt es, dass die Partisanen keinerlei Beziehung zu dem Terrorakt haben. „Wir planen keine Aktionen an Orten, wo sich friedliche Bürger versammeln“, erklärte Ekosjanz.

rusvesna.su: Kiew blockiert die Lieferung von Waren an die Läden im Donbass:: aus den Geschäften verschwinden die gängigen waren, übrig bleiben Produkte des „teuren Segments“
Der stellvertretende Vorsitzender des Volkssowjets der DVR Dennis Puschilin sagte, dass die Kiewer Behörden weiterhin die Lieferung von Waren an den Donbass blockieren.
In einen Interview für den „Russischen Nachrichten-Service“ am Montag, dem 23. Februar, sagte Puschilin folgendes:
„Die Probleme mit den Lebensmitteln sind signifikant, dies zerstört die Wirkung des Minsker Maßnahmekomplexes vom 12. Februar, bis heute, trotz unseres persönlichen Appells an die OSZE-Beauftragte Heidi Tagliavini. Es gibt eine vollständige Blockade der Lebensmittelversorgung in unserem Gebiet aus der Ukraine. Unternehmer können ihre Produkte nicht herbringen.“
Regale in Donezk werden spürbar leerer – in den Supermärkten wie auch in den kleinen Geschäften.
Praktisch vom Markt verschwunden oder extrem teuer sind Mittel der Hygiene, zum Beispiel kostet Waschpulver 500 Griwna pro 2 kg (20 $).
Erheblich verteuern sich die Lebensmittel. Dies geschieht aufgrund der Tatsache, dass Lieferanten, die es schaffen, vom ukrainischen Territorium nach Donezk zu gelangen, sozusagen „nach Vereinbarung“ an den ukrainischen Checkpoints „besteuert“ werden, und das nicht zu knapp.
Sagen wir, eine Tonne Ochsenfleisch aus Mariupol kostet10.000 USD. ($ 400), dann sind diese Ochsen, mit denen die Donbassbewohner früher ihre Katzen gefüttert haben, heute buchstäblich Gold wert.“

Abends:

Dan-news.info: Heute tagsüber wurde kein Beschuss der Hauptstadt der DVR festgestellt, teilte die Stadtverwaltung von Donezk mit.
„Die erste Tageshälfte verlief in Donezk relativ ruhig. Mitteilungen von Bürgern über Geschehnisse in den Stadtbezirken gingen nicht ein“, heißt es im Bürgermeisteramt. „Um 19:00 ist es in Donezk ruhig“.

rusvesna.su: Die Bataillonskommandeure Givi und Motorola gratulierten der Volksmiliz zum 23. Februar.
Die Miliz der DVR und LVR feiern den Tag der Verteidiger des Vaterlandes.
Heute ehrt das Kommando der Streitkräfte der Republik die Militärangehörigen mit der Verleihung von Medaillen und Kreuzen. Einen herzlichen Glückwunsch an die Männer richteten die berühmten Kommandeure der Volksmilizen Motorola und Givi.
Der Kommandeur mit dem Codenamen Motorola stellte fest, dass das Jahr, das seit den Ereignissen auf dem Maidan vergangen ist, ein neues Verständnis des Ausdrucks „der Verteidiger des Vaterlandes“ mit sich brachte.
„Dieser Feiertag ist nicht ohne Grund entstanden, sondern dank der Menschen, die unser Land gegen die Faschisten verteidigten. Und jetzt, in der Gegenwart, schützen wir wieder das Land vor den Faschisten.
Vor einem Jahr verbrachte ich diesen Feiertag in der Region Charkow, es gab dort Straßenschlachten zwischen Nazis und normalen Menschen. Dieses Jahr hat mich sehr verändert, meine Einstellung zum Militärdienst. Während ich früher nur für mich verantwortlich war,, fühle ich mich jetzt für das ganze Bataillon verantwortlich“, sagte der Kommandeur.
Seinerseits rief der Kommandeur des Bataillons „Somali“ mit dem Codenamen Givi, als er der Volksmiliz zum Tag des Verteidigers des Vaterlandes gratulierte, die männliche Bevölkerung der Donbass dazu auf, sich denen anzuschließen, die heute mit der Waffe in der Hand für die Unabhängigkeit der Region kämpfen.
„Alle Menschen hoffen und erwarten, dass wir immer nur vorwärts gehen, dass es keinen „Sumpf“ und dergleichen gibt. Ich rufe nicht zum Krieg auf, ich rufe dazu auf, unser Land zu verteidigen“, sagte Givi.
„Wenn dieser Tag im zivilen Leben gefeiert wird, ist es etwas ganz anderes. Wenn man weiß, dass man wirklich sein Land verteidigt, fühlt man sich stärker beflügelt. Ich sage das im Namen der Jungs, mit denen zusammen wir bereits ein Jahr lang den Donbass schützen.“
null

Dan-news.info: Erklärung des stellvertretenden Kommandeurs der Milizen der DVR Eduard Basurin vom 23. Februar abends (Zusammenfassung mehrerer Meldungen)
„Nach Daten unserer Aufklärung werden in den Stellungen der ukrainischen Truppen vorbereitende Arbeiten zum Abzug von Artilleriesystemen großen Kalibers nicht durchgeführt. Entsprechende Befehle sind den ukrainischen Abteilungen einfach nicht gegeben worden.“
Nach den Worten des stellvertretenden Kommandeurs sind „Plätze, auf die ukrainische schwere Artillerie zurückgezogen werden muss, noch nicht vorbereitet, es sind noch nicht einmal Transportmittel für ihre Bewegung ins Hinterland eingeteilt.“
Außerdem fahren die ukrainischen Truppen damit fort, ihre Positionen zu befestigen und in alle Richtungen die Zahl der Panzertechnik und das Personal zu verstärken.
„Wir rufen Kiew zur Erfüllung der Minsker Vereinbarungen in vollem Umfang unter Kontrolle der Vertreter des Gemeinsamen Zentrums zur Kontrolle und Koordination des Regimes der Feuereinstellung der OSZE-Beobachter auf.“
Nach seinen Worten „werden alle Versuche, den Abzug der Waffen der DVR oder der LVR zur Erreichung eines operativen Vorteils der ukrainischen Truppen zu nutzen, vor allem zum politischen, dann aber auch zu einem militärischen Zusammenbruch führen.“
Eine Stellung des ukrainischen Strafregiments „Asow“ gibt es im östlichen Teil der Ortschaft Schirokino nicht und Mitteilungen über den Beschuss von „Asow“ in diesem Gebiet durch die Milizen der DVR entsprechen nicht den Tatsachen.
„Wir erklären, dass es keinerlei Position der ukrainischen Truppen oder Straftruppen aus dem Bataillon „Asow“ im östlichen Teil von Schirokino gab oder gibt. Die ukrainischen Streitkräfte führen in diesem Bezirk rund um die Uhr gezieltes Feuer auf unsere Stellungen. Die Kräfte der Milizen führen keinerlei Angriffe oder Sturmhandlungen in diese Richtung.“
„Schon seit einer Woche gehen die Vertreter der ukrainischen Streitkräfte im Bezirk Schirokino nicht von den Bildschirmen weg und berichten, dass irgendwer dort stürmt, verteidigt, einen Durchbruch versucht und so weiter. Heute erklärten sie, dass sie angeblich von uns im östlichen Teil von Schirokino beschossen wurden und danach gezwungen waren, einen Sturm der Abteilungen der Republik abzuwehren.“
Basurin fügte hinzu, dass chaotische Beschüsse von Schirokino aus den Vororten von Mariupol von der Unmöglichkeit der Kontrolle der Strafabteilungen durch Kiew zeugen.
„Unsere Abteilungen erfüllen streng den Befehl über die Feuereinstellung. Versuche, mit Hilfe von eigenen Provokationen das Gegenteil zu beweisen, werden zu nichts führen. Wir rufen noch einmal die Kommandeure der ukrainischen Abteilungen auf, genau die Minsker Friedensvereinbarungen zu befolgen.“
„Während der letzten 24 Stunden haben die ukrainischen Truppen fünf mal die Ortschaft Weseloje im Gebiet des Donezker Flughafens mit Artillerie beschossen, ebenfalls die Ortschaft Peski.“
Im ganzen war die Situation in der DVR in den letzten 24 Stunden relativ stabil.
„Die Streitkräfte der DVR haben auf der gesamten Kontaktlinie trotz der andauernden offen provokativen Handlungen in einer Reihe von Gebieten durch die ukrainische Seite auf Verletzungen des Regimes der Feuereinstellung verzichtet.“

Dan-news.info: Erklärung von Alexandr Sachartscheko, Zusammenfassung mehrerer Meldungen
Die Milizen der DVR haben während der Kämpfe zur Erlangung der Kontrolle über Debalzewo kaum mehr als 30 Menschen verloren.
Nach den Worten des Staatsoberhaupts befinden sich im Gebiet von Debalzewo noch ca. 500 ukrainische Soldaten, die sich dort in verstreuten Gruppen verbergen. „Wir schleppen sie bis jetzt aus Kellern hervor, sie sind halb erfroren, und wir leisten ihnen die notwendige Hilfe. Dort sind noch ungefähr 500 geblieben.“
Das Republikoberhaupt bemerkte auch, dass die DVR streng die Minsker Vereinbarungen einhält und dies auch beabsichtigt weiterhin zu tun.
Die Regierung der Ukraine benimmt sich so, als würde sie keinen Frieden brauchen.
„Die Aussagen von Petr Poroschenko und Arsenij Jazenjuk rufen das Gefühl hervor, dass die Ukraine einen Frieden nicht braucht. Ganz zu schweigen von den Beschüssen, die nicht enden. In den letzten 24 Stunden waren es mehr als 21.“
Der Aufruf des Präsidenten der Ukraine Petr Poroschenko, ausländische Friedenstruppen in den Donbass zu bringen, ist gleichbedeutend mit seiner politischen Kapitulation.
„Wenn der Präsident eines beliebigen Landes Soldaten eines anderen Staates auf sein Territorium ruft, ist dies gleichbedeutend mit dem Bekenntnis, dass seine Armee nicht in der Lage ist, mit den gestellten Aufgaben fertig zu werden, es ist de facto eine Kapitulation.“
„Mit allen Methoden und Kräften bringen sie die in Minsk erreichten Vereinbarungen zum Scheitern.“
Die Ukraine bittet bei den USA um Waffen, weil sie ihre eigenen, noch sowjetische, schon nicht mehr hat.
„Die Ukraine hat schon so viele Waffen in Ilowajsk und Debalzewo verloren, dass sie ihr einfach nicht mehr reichen.“
Nach Auffassung Sachartschenkos beginnen die USA bereits mit großflächigen Lieferungen von Munition und Waffen in die Ukraine. „Dies führt zur Eskalation des Konflikts, weiteren Toten, weiteren Beschüssen. Darüber informieren wir die OSZE und die europäischen Staatsführer, die als Garanten der Einhaltung des Minsker Abkommens aufgetreten sind..“

Standard

Ein Gedanke zu “Presseschau vom 23.02.2015

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s