Presseschau vom 25.01.2015

Quellen: Itar-Tass, Interfax, Ria Novosti, sputniknews, rusvesna.su, voicesevas.ru, hinzu kommen Informationen der Seiten dnr.today, lnr-portal, Novorossia, dnr-news und novorosinform sowie die offiziellen Seiten der Regierungen der Volksrepubliken dan-news, lug-info. Wir beziehen manchmal auch ukrainische Medien, z.B. BigMir, UNIAN, Ukrinform, KorrespondenT und die Online-Zeitung Timer aus Odessa ein.
Zur besseren Unterscheidung der Herkunft der Meldungen sind Nachrichtenquellen aus den neuen ostukrainischen Volksrepubliken in Rot (dnr.today, lnr-portal, Novorossia, dan-news, lug-info, dnr-news, novorosinform) und andere ukrainische Quellen in Blau (BigMir, Ukrinform, UNIAN, KorrespondenT und Timer) gekennzeichnet.
Die Übersetzung russischer Medien erfolgt in schwarzer Farbe.

Vormittags:

Gefunden auf der Facebook-Seite von Pawel Gubarjew: Tscheburaschka gegen Cyborg
„Er besiegte die Cyborgs“

de.novorosinform.org: Die Volksmiliz übergab uns ein exklusives Video, welches von den Besatzern selbst an dem 31. Blockposten in der Nähe der Ortschaft Frunse aufgenommen wurde. Auf dem Video ist gut zu sehen, in welchem Zustand sich die ukrainische Armee befindet. Aber das wichtigste sind – ihre Kommentare. Wir haben wiederholt darüber berichtet, dass die ukrainischen Militärs sich oft unter Drogeneinfluss befinden, nun können Sie sich selbst davon überzeugen. Die schmutzigen „Militärs“ beschießen das Dorf aus Flak-Geschützen, Granatwerfern und Panzern, begleitet von ihrem widerlichen Gelächter.
(Die ukrainischen Soldaten rufen an einer Stelle „Tscheburaschka, steh auf!“)

(Kurze Zeit später eroberte die Armee der LVR den 31. Checkpoint. Dies zeigt deutlich, was passiert, wenn „Tscheburaschka“ aufsteht und, zum Beispiel, zum 31. Checkpoint kommt, wo bis zu 60 Soldaten der Junta getötet wurden.
Und die Moral von der Geschicht’: Weck den Tscheburaschka nicht! – Anm. d. Übers.)
null

Dnr.today: Abendbericht des Verteidigungsministeriums der DVR vom 24. Januar
Im Verlauf des 24. Januars haben die Abteilungen der Streitkräfte der DVR aktive Verteidigungshandlungen an der ganzen Kontaktlinie mit den ukrainischen Truppen ausgeführt.
Trotz beträchtlicher Verluste hat die Intensität der Attacken des Gegners auf dem Abschnitt Peski-Awdejewka nicht nachgelassen. Es wurden weitere Reserven der ukrainischen Truppen in den Kampf geworfen, denen die Aufgabe gestellt war, den Donezker Flughafen und das anliegende Gebiet zurückzuholen.
Während der letzten 24 Stunden wurden 25 Fälle von Beschuss von Seiten des Gegners festgestellt. Es starben 5 Zivilisten, 7 Menschen wurden verletzt. Die Verluste bei den Milizen der DVR sind 2 Tote und 10 Verletzte.
Seit der Wiederaufnahme der aktiven Kämpfe (seit 8 Tagen) hat der Gegner insgesamt 61 Panzer, 52 weitere Militärtechnik, 781 Soldaten der ukrainischen Streitkräfte, der Nationalgarde und seit Rechten Sektors verloren, 49 wurden gefangen genommen.
Im Gebiet Mariupol haben die ukrainischen Streitkräfte die Anwendung von Artillerie stark aktiviert. Heute um 14:15 stieß eine Kolonne des 18. Bataillons der 28. ukrainischen mechanisierten Brigade, die durch das Gebiet der Ortschaft Winogradnoe, östlich von Mariupol, zog, auf eine Abteilung der DVR, die Artillerie des Gegners setzte einen Artillerieschlag ab.
Nach Angaben der Aufklärung des Verteidigungsministeriums der DVR betrugen die Verluste der ukrainischen Streitkräfte bis zu 15 Tote und Verletzte. Ein Lastwaren und eine Batterie wurden vernichtet.
Außerdem wurde durch eine fehlerhafte Zielausrichtung der ukrainischen Seite ein Teil von reaktiven Sprenggeschossen in ein Wohngebiet von Mariupol geschossen, es starben mehr als 10 Zivilisten.
Der Beschuss kam aus Richtung Berdjanskoe am westlichen Rand von Mariupol, wo starke Artilleriekräfte konzentriert sind, darunter auch Grad-Systeme.

Ria.ru: Der Vorsitzende der Radikalen Partei der Ukraine Oleg Ljaschko fordert vom Präsidenten des Landes Petr Poroschenko die unmittelbare Ausrufung des Kriegszustand auf dem Territorium des Landes. Dies schrieb er auf seiner Facebookseite.
„Allen ist klar, dass der echte Krieg im Donbass begonnen hat. Mich erstaunt immer das Schweigen des Präsidenten in einer solchen Situation. Ich forderte vom Präsidenten, sofort einen Befehl über die Einführung des Kriegszustands im Staat herauszugeben“, schrieb Ljaschko. Außerdem besteht der Politiker auf der Ausrufung einer vollständigen Mobilisierung und der Ausgabe eines Befehls für die Streitkräfte „sich umzugruppieren und zum Gegenangriff überzugehen“.
Am Sonntag hatten die ukrainischen Streitkräfte vom Beschuss von Mariupol berichtet und die Schuld daran den Milizen gegeben. Es wurde vorher von 97 Verletzten berichtet.
Die Milizen der selbsternannten DVR widersprachen der Information der Streitkräfte über einen Beschuss Mariupols durch die Artillerie der DVR, da die Milizen im Bereich von Mariupol keine Artilleriesysteme haben, die den genannten Bezirk erreichen können. Nach den Worten eines Vertreters des Stabs der Milizen der DVR kam das Feuer aus dem Bezirk „Staryj Krym“. Der stellvertretende Sprecher des Parlaments der DVR Denis Puschilin nannte die Beschuldigung Kiews eine Provokation, die auf eine militärische Entwicklung des Konflikts im Donbass gerichtet ist.

Dan-news.info: Die vergangene Nacht verlief in Donezk angespannt, heute geht der Beschuss durch die ukrainischen Truppen weiter, meldet die Stadtverwaltung der Hauptstadt der DVR.

Ria.ru: Der Vorsitzende des EU-Parlaments Martin Schulz hat entschieden den Beschuss von Mariupol verurteilt und die Milizen der Verletzung des Minsker Protokolls beschuldigt, teilt das EU-Parlament mit. Er forderte Russland auf, seinen Einfluss geltend zu machen, um die Handlungen dieser bewaffneten Kräfte zu beenden und aufzuhören Waffen, Geld , Personal an die Aufständischen zu liefern, die Grenze zu schließen und sich an den Verhandlungstisch zu setzen.

Ria.ru: Der Generalsekretär der UNO Ban Ki-moon verurteilte den Raketenangriff auf Mariupol und erklärte, dass die Führer der Milizen des Donbass die Minsker Vereinbarungen verletzt haben, heißt es im Pressedienst des Generalsekretariats der UNO.
De.sputniknews.com: Die OSZE-Mission im Donbass ist zu dem Schluss gelangt, dass die Stadt Mariupol aus nordöstlich und östlich gelegenen Gebieten, etwa 400 Meter von Stellungen des ukrainischen Militärs entfernt, beschossen worden war.
Das geht aus einem an Samstag veröffentlichten Bericht der OSZE-Beobachtermission hervor.
Laut der OSZE-Mission hat eine vorläufige Untersuchung von Einschlaglöchern ergeben, dass mit „Grad“- und „Uran“-Raketensystemen gefeuert worden war.
Die Mitglieder der Mission haben insgesamt 19 Raketeneinschläge registriert und zahlreiche Schäden an Gebäuden festgestellt.
„Der Beschuss war im Raum der Olimpijskaja-Straße, 8,5 Kilometer nordöstlich des Stadtzentrums und 400 Meter von einem Kontrollposten des ukrainischen Militärs, erfolgt“, heißt es in dem Bericht.

rusvesna.su: Journalisten im okkupierten Mariupol haben zwei englisch sprechende Kämpfer gefilmt, einer von ihnen dient definitiv im Bataillon der Neofaschisten „Asow“, vom zweiten ist nichts dazu bekannt.
Nach dem gestrigen Grad-Beschuss“ des Stadtrands nahmen die Journalisten die Folgen des Beschusses auf und entdeckten die Söldner.
«Out of my face! Out of my face, please!», sagt der Söldner dem Kameramann und verbirgt sein Gesicht mit den Händen.
Nach Meinung von Dolmetschern klingt es wie amerikanisches Englisch.
Der zweite Englisch sprechende Kämpfer ist weniger genierlich. Er filmt die Ergebnisse des Beschusses.

Lug-info.com: Der bevollmächtigte Vertreter der LVR bei den Minsker Verhandlungen zweifelt an der Zweckmäßigkeit eines Treffens der Kontaktgruppe zur Ukraine unter den jetzigen Bedingungen.
„Das planmäßige Treffen der Minsker Kontaktgruppe, das für den 16.1.15 angesetzt war, hat die ukrainische Seite völlig ignoriert. Während des Treffens der „normannischen Vier“ am 21. Januar hat die ukrainische schwere Artillerie die Stadt Stachanow beschossen. Später noch eine Reihe von Ortschaften. Bei Bewertung all dieser Dinge sehen die Perspektiven der Fortsetzung der Verhandlung sehr zweifelhaft aus. Ich denke, dass ein Treffen der Minsker Kontaktgruppe unter den derzeitigen Bedingungen nicht zweckmäßig ist“, sagte er.

Ria.ru: Der UN-Sicherheitsrat hat sich nicht auf eine Erklärung zur Situation in der Ukraine einigen können, insbesondere bezüglich des Beschusses der Stadt Mariupol, heißt es bei der ständigen Vertretung Russlands bei der UNO.
„Während des 24. Januars erörterten wir eine mögliche Reaktion der Mitglieder des UN-Sicherheitsrats auf die Ereignisse in Mariupol, durch die Zivilisten getötet wurden. Aber wir haben keinen Konsens erreicht, weil die Delegation Großbritannien auf einer Verurteilung der Milizen in einer gesonderten Erklärung bestand“, erklärte der Pressedienst der ständigen Vertreter der RF.

Lug-info.com: Das medizinische Personal des Slawjanoserbsker Bezirkskrankenhauses weigert sich, evakuiert zu werden und leistet der Bevölkerung trotz des Beschusses durch die Kiewer Streitkräfte weiterhin qualifizierte Hilfe. Dies berichtete die Gesundheitsministerin der LVR Larissa Ajrapetjan.
„Mit der Wiederaufnahme der Kampfhandlungen nahe Slawjanoserbsk wurde die Entscheidung getroffen, das Krankenhaus nach Simogorje zu evakuieren – in einen ruhigeren Bezirk. Aber der leitende Arzt des Slawjanoserbsker Krankenhaus und seine Kollegen weigerten sich überzusiedeln. Sie blieben am früheren Ort und leisten weiterhin Kranken und durch den Beschuss Verletzten medizinische Hilfe“, sagte sie.
„Gerade eben wurde in Slawjanoserbsk eine Erste-Hilfe-Station zerstört. Im ganzen Bezirk sind noch 8 Ärzte und 22 Pfleger. Seit Tagen werden Patienten im Bezirkskrankenhaus unter direktem Beschuss operiert“, sagte die Ministerin.
Nach den Worten Ajrapetjans fährt der leitende Arzt ungeachtet der Gefahr regelmäßig nach Lugansk, um Lebensmittel und Medikamente zu holen.
„Neben ca. 20 Kranken haben auf dem Gebiet des Krankenhauses auch normale friedliche Einwohner vor dem Artilleriefeuer Schutz gesucht. Neben dem Krankenhaus ist eine Klinik für psychisch Kranke, wo sich zurzeit etwa 80 Menschen befinden. Zurzeit sind diese auch unter der Obhut der Ärzte des Bezirkskrankenhauses“, sagte die Ministerin.
Nach Angaben des Gesundheitsministeriums arbeiten heute auf dem Territorium der Republik 183 medizinische Einrichtungen, obwohl einige von ihnen praktisch zerstört sind. Es wird auch in den Krankenhäusern in der Kampfzone weitergearbeitet – in Pjerwomajsk, Simogorje, Stachanow.

Itar-tass: Der Oblast Dnjepropetrowsk der Ukraine geht zu einem speziellen Regime der Sicherheit und Verteidigungsfähigkeit der Region über. Dies berichtet auf seiner Facebookseite der stellvertretende Leiter der Bezirksadministration Swjatoslaw Olejnik…
Am Freitag wurden in Charkow alle bewaffneten Strukturen in eine erhöhte Bereitschaft versetzt und ein strenges Überwachungsregime eingeführt.

nachmittags:

rusvesna.su: Nach den Informationen des «Nationalen Antikorruptionsportals» ist eine Mobilisierung der Bevölkerung nur bei der Erklärung des Notstandes oder des Krieges möglich.
Die antiterroristische Operation ist allein Sache des entsprechenden Zentrums im Ukrainischen Sicherheitsdienst SBU und nicht der Zivilbevölkerung.
Die Juristen meinen, dass die Mobilisierung ungesetzlich ist und dass die nächste Welle der Mobilisierung zu zahlreichen Klagen die Kriegskommissariate in Zusammenhang mit der ungesetzlichen Mobilisierung bringen kann.
Die ganze Unbeständigkeit der Situation veranlasste das Ministerkabinett der Obersten Rada zum Angebot, die besondere Periode auf die Militärzeit anzurechnen und entsprechende Änderungen zu den Artikeln des Strafgesetzbuches einzubringen.
Wir erinnern, dass am 20. Januar die nächste Welle der Mobilisierung startete, die mehr 50.000 Ukrainer erfassen wird.

dnr-news: In sozialen Netzwerken sind Fotos vom Soldatenfriedhof in der Nähe von Odessa aufgetaucht, wo sie die Kämpfer der ATO, die in verschiedenen Krankenhäusern der Stadt ihren Verletzungen erlagen, begraben haben.
Mit den Resten seiner Verteidiger geht die Ukraine um wie mit Müll, der einfach obszön mit ein wenig Erde bedeckt wird. Wie auf dem Foto zu sehen ist, gibt es auf den neuen anonymen Gräbern nicht einmal ein Kreuz, Das Regime hält es nicht für notwendig oder kann es sich nicht leisten, dafür Geld auszugeben. Die Gräber sind einfach mit einer Tafel markiert, auf dem eine Nummer und die Worte „chirurgischer Abfall“ zu lesen ist.
null
null

Ria.ru: Der Leiter des Dumakomitees für internationale Angelegenheiten Alexej Puschkow ist der Auffassung, dass die, die die Boeing abgeschossen haben, nicht vor weiteren Verbrechen zurückschrecken.
„In der Ukraine ist eine beliebige Provokation möglich. Erinnern wir uns an die Boeing: sie wurde mit einem klaren politischen Ziel abgeschossen. Und die, die sie abschossen, schrecken vor nichts zurück“, schrieb Puschkin auf seiner Facebookseite.

Dan-news.info: In der vergangenen Nacht wurden mehr als zehn Mal die Ortschaften der DVR beschossen, berichtet der Pressedienst der Verteidigungsministeriums der DVR.
Die ukrainischen Truppen feuerten auf den Umkreis von Donezk, Gorlowka, Jenakiewo und eine Reihe Dörfer und Ortschaften der Republik.
„Die Milizen haben alle ihre Positionen gehalten und erfolgreich Versuche der ukrainischen Streitkräfte zurückgeschlagen, zuvor verlassene Positionen einzunehmen, vor allem auf dem Territorium des Flughafens“, heißt es im Verteidigungsministerium.

rusvesna.su: Der Regimentskommandeur von „Asow“ Andrej Belezki hat sich an die Ukrainer mit einem beunruhigten Schreiben gewandt, in dem er erklärt, dass die Situation an der Front kritisch ist, der Westen nicht geholfen hat und die ukrainischen Massenmedien sowie die Militärführung Lügen über tausende getöteter Volksmilizionäre und ihre verbrannten Panzer verbreiten.

rusvesna.su: Die Verweigerung des Mobilisierungsbefehls nimmt Massencharakter an, das Verteidigungsministerium legt bereits eine Liste von Kriegsdienstverweigerern an.
In der Ukraine wird ein einheitliches Register für den Militärdienst geschaffen. Es wird auch diejenigen umfassen, die die Mobilisierung verweigern. Im Folgenden wird die Liste dem Innenministerium und dem Generalstab übergeben, auf die Kriegsdienstverweigerer warten harte Strafen.

Ria.ru: Die Milizen des Donbass versuchen eine große Gruppierung der ukrainischen Streitkräfte um die Stadt Debalzewo einzukreisen und ihre Verbindung zum übrigen von den Streitkräften der Ukraine kontrollierten Territorium abzuschneiden, der Kampf verläuft im ganzen Umkreis, meldete der Stab der Milizen der selbsternannten DVR.
Debalzewo hat 45.000 Einwohner und befindet sich im Osten des Oblast Donezk, 5 km im Nordosten von Donezk. Im Juli haben die ukrainischen Streitkräfte sie unter Kontrolle gebracht, jetzt sind dort nach Angaben des Stabes der Milizen beträchtliche Kräfte von Armee und Nationalgarde konzentriert – ca. 7000 bis 8000 Menschen.
Die Gruppierung dringt deutlich in das Territorium der Milizen vor, und bedroht solche Städte wie Gorlowka, Jenakiewo, Schatjorsk, aber auch Altschewsk und Stachanow im Bezirk Lugansk. Im Stab wird gesagt, dass die Streitkräfte eingekreist werden können, weil auf drei Seiten Positionen der Milizen stehen. In den Meldungen der Milizen wird dieses Territorium „Halbkessel von Debalzewo“ genannt.
„Jetzt bedrängen die Milizen die Streitkräfte praktisch auf dem ganzen Umkreis des „Halbkessels“, sagte ein Vertreter des Stabes der DVR gegenüber Ria Novosti. „An seinem östlichen Rand haben die Milizen die Ortschaft Gruta unter ihre Kontrolle gebracht, die administrativ zu Gorlowka gehört und Kajutino (Bezirk Jenakiewo) und jetzt versuchen sie auf die Stadt Uglegorsk vorzurücken, die von den Streitkräften kontrolliert wird“, fügte er hinzu.
Dramatische Ereignisse entwickeln sich derzeit auch im Süden, im Gebiet der Ortschaften Nikischino, Redkodub, Mius (Gebiet Schachtjorsk), die die Milizen auch versuchen unter ihne Kontrolle zu nehmen. „Hier war gestern ein heftiger Kampf, die Milizen versuchten ein befestigtes Gebiet der Streitkräfte am Rand von Nikischino zu stürmen. Das befestigte Gebiet ist sehr ernsthaft, mit Maschinengewehrpunkten. Wir haben mit Hilfe von Panzern angegriffen, aber die Streitkräfte erhielten auch schnell Panzertechnik als Verstärkung. Unsere Attacke wurde abgeschlagen, nicht weniger als sieben Milizangehörige starben, zehn wurden verletzt, darunter der bekannte Kämpfer mit Codenamen Borisytsch. Er bekam Hilfe, sein Leben ist nicht in Gefahr“, heißt es im Stab.
Nicht weniger angespannt ist die Situation auch am nördlichen Ende des „Debalzewer Halbkessels“. Hier versuchen die Milizen diese Gruppierung vom übrigen von den Milizen kontrollierten Territorium abzuschneiden. Wenn dies gelingt, befinden sich die Streitkräfte in einer Einkreisung. Dabei geht der Vormarsch der Milizen hier gleichzeitig von zwei Seiten aus – von der Seite von Gorlowka, das zur DVR gehört und von Altschewsk und Stachanow (LVR), wo das Bataillon „Prisrak“ der LVR angreift.
„Hier erfolgt der Kampf in den Ortschaften Krasnyj Pachar, Dolomitnoe und Nowolugansk (Bezirk Artjomowsk) und Mironowskij (gehört zu Debalzewo). Gerade durch Mironowskij führt eine Straße, über die die Streitkräfte Versorgung erhalten“, meldete ein Vertreter des Stabs der Milizen.
„Die Milizen der LVR beschießen die Positionen der Streitkräfte im Bezirkszentrum Popasnaja und nach letzten Informationen haben sie das Dorf Troizkoe Popasnjanskoje eingenommen“, sagte der Vertreter des Stabes.
Nach Angaben des Stabes der DVR haben die Streitkräfte der Ukranie kurzfristig Verstärkungen zur Stadt Swetlodarsk geschickt. Aus Debalzewo selbst werden die Stabstrukturen der Streitkräfte und die ihnen loyale Administration evakuiert. Außerdem wurden russische Offiziere dort herausgebracht, die Mitglieder des gemeinsamen Zentrums zur Kontrolle und Koordination, das in Debalzewo seine Basis hat. Aus Debalzewo wurden sie nach Soledar verlegt, 77 km nördlich von Donezk.

rusvesna.su: Zwei ukrainische bewaffnete Nationalisten haben Moris Ibragim, den Mitarbeiter des Abgeordneten des Stadtrats der kommunistischen Partei der Ukraine Wassilij Polischtschuk angegriffen.
Die ausgerüsteten Kämpfer griffen den Kommunisten neben seinem Haus auf dem Prospekt Gluschko an. Wie Wassilij Polischtschuk mitgeteilte, hat sein Mitarbeiter die Angreifer nicht bemerkt, da sie von hinten zuschlugen.
Zurzeit befindet sich Ibragim in der Aufnahmeabteilung des 11. Krankenhauses.
Zuvor war am 5. September ein ähnlicher Angriff auf den Sohn Polischtschuks, Alexander, erfolgt.
null

Voicesevas.ru Die Karte der Kampfhandlungen vom 24.01.2015:
null
Ria.ru: Die Streitkräfte der Ukraine beschießen keine Ortschaften, erklärte der Verteidigungsminister der Ukraine Stepan Poltorak.
„Wir eröffnen das Feuer nur auf überprüfte Ziele, die sich außerhalb von Ortschaften befinden“, sagte er.

Dnr.today: Der Bürgermeister von Gorlowka erzählte Journalisten der Staatlichen Medien-Holding über die Situation in der Stadt nach dem massiven Beschuss durch die ukrainische Armee.
„Die letzte Woche war eine der schwersten seit dem Sommer“, sagte Andrej Igorewitsch, „die nicht endenden Beschüsse führen zu großen Verlusten, zur Zerstörung der Infrastruktur, von Wohnhäuser und sozialen Einrichtungen.
Aufgrund des Artilleriebeschusses starben 107 Menschen, darunter 9 Kinder, 317 wurden verletzt.
Es wurden Gebäude von Krankenhäuser beschädigt, mehr als 15 Schulen, 10 Vorschuleinrichtungen. In Zusammenhang damit wurde die Entscheidung getroffen, dass bis zum 28. Januar die Schulen auf Fernunterricht umstellen und die Kindergärten nicht arbeiten werden.
Aber Gorlowka lebt und arbeitet trotz allem. Die städtischen Arbeiter sind wirkliche Helden. Zusammen mit den Diensten des Zivilschutzministeriums arbeiten sie unter erhöhter Gefahr, beseitigen die Folgen des Beschusses. Die Arbeiter der kommunalen Dienste und die Beschäftigten der Infrastrukturbetriebe arbeiten an der Wiederherstellung der Verglasung, der Gas- und Stromversorgung, bringen Heizkraftwerke in Ordnung. Mit einem Wort, die Stadt lebt und wir bemühen uns alle aufkommenden Fragen operativ zu lösen“.

Ria.ru: Die Regierung der selbsternannten DVR hält eine Niederschlagung der Feuerpunkte der ukrainischen Streitkräfte für die einzige Möglichkeit den Beschuss der friedlichen Städte der DVR zu verhindern, erklärte Puschilin gegenüber einem Korrespondenten von Ria Novosti.

rusvesna.su: Nach dem Beschuss von Mariupol fliehen die Einwohner massenweise nach Russland. An der Grenze bildeten sich lange Schlangen… Die Flüchtlinge, die in der Schlange an der Grenze warten, erzählen, dass das Passieren der Grenze Stunden dauert, zuerst kontrollieren sie die Grenzsoldaten der DVR, dann die russischen Zollbeamten und Grenzsoldaten.
null

Itar-tass: Die Streitkräfte der Ukraine schicken Reserven in die Zone der Durchführung der bewaffneten Operation im Osten des Landes. Darüber informierte während einer außerordentlichen Sitzung des Nationaler Sicherheits- und Verteidigungsrats der Verteidigungsminister Stepan Poltorak.
„Wir konzentrieren Reserven, bauen Verteidigungsanlagen, installieren Artilleriesysteme für die Niederschlagung des Gegner“, erklärte er.

Dnr.today: Heute wurde in Donezk die gesellschaftliche Vereinigung „Molodaja Respublika“ (Junge Republik) als Jugendorganisation von „Donezkaja Respublika“ gegründet.
Die Organisation wird sich mit patriotischer Bildung der Jugend, Freiwilligenarbeit, Propaganda unter Jugendlichen, Entwicklung der Wissenschaft, Schaffung und Mitarbeit im „Parlament der Jugend“ und Freizeitaktivitäten befassen.
Während der Gründungskonferenz wurde ein Rat der Bewegung mit 10 Mitgliedern gewählt. Es wurde noch kein Vorsitzender gewählt, weil allen Mitgliedern der Vereinigung die Möglichkeit gegeben werden sollen, mit praktischen Angelegenheiten ihren Genossen zu zeigen, dass sie für die leitende Arbeit geeignet sind.
„Die Jugend ist unsere Zukunft und wenn wir nicht über Ideologie nachdenken, den jungen Menschen die Wahrheit erklären, dann können wir keinen Staat aufbauen“, kommentierte der Vorsitzende der gesellschaftlichen Vereinigung „Donezkaja Respublika“ Denis Puschilin die Gründung.

De.sputniknews.com: Der Nationale Sicherheitsrat (SNBO) der Ukraine hat am Sonntag in Kiew beschlossen, im Raum der Sonderoperation im Donbass zivil-militärische Administrationen zu bilden, wie RIA Novosti vom Pressedienst des SNBO erfuhr.
Wie es weiter hieß, wurde „ein Komplex von Entscheidungen über die Stärkung der Verteidigungsfähigkeit des Staates, über eine Verschärfung der Anti-Terror-Maßnahmen sowie über die Schaffung zivil-militärischer Administrationen im Raum der Anti-Terror-Operation getroffen, die die sichere Lebensführung der Bevölkerung der betreffenden Territorien ermöglichen sollen“.
Der SNBO hat auch das Ministerkabinett beauftragt, eine Klage vor dem Menschenrechtstribunal in Den Haag „wegen Verbrechen der Terroristen gegen ukrainische Bürger in den Jahren 2014 und 2015“ vorzubereiten und die internationale Gerichtsinstanz darum zu ersuchen, die selbsterklärten „Volksrepubliken“ Donezk und Lugansk als Terrororganisationen einzustufen.

Lug-info.com: In der LVR haben sich die Kinder- und Jugendorganisationen, darunter auch die Gewerkschaftsjugend, eine Assoziation gebildet.

Ria.ru: Der Präsident der Ukraine Petr Poroschenko erklärte, dass es notwendig sei, die Truppen von der Kontaktlinie zurückzuziehen, die in Minsk bestimmt worden ist, und nicht von der beim jetzigen Stand.

Dan-news.info: Die Streitkräfte der Ukraine haben ca. 30 Mal in den letzten 24 Stunden Ortschaften der DVR beschossen, erklärte heute auf einer Pressekonferenz der stellvertretende Kommandeur der Milizen der DVR Eduard Basurin.
„In den letzten 24 Stunden wurden ca. 30 Fälle von Beschuss festgestellt“, sagte Basurin. „Das betrifft Ortschaften in der ganzen DVR. Es wurden drei Menschen in Donezk verwundet. Es wurde ein Heizwerk und das Krankenhaus Nr .21 beschädigt. Beschuss wurde auch in Makejewka, Dokutschajewsk und Jelenowka festgestellt“, erklärte Basurin.

rusvesna.su: Der Präsident der Parlamentarischen Versammlung der OSZE Ilkka Kanerwa meint, dass es höchste Zeit ist, über den Einsatz von Friedenstruppen im Osten der Ukraine wegen der Verschärfung des Konfliktes in der Zone des Kampfes nachzudenken.
Der Präsident der Parlamentarischen Versammlung der OSZE hat solche Erklärung in einem finnischen Fernsehsender gemacht. Kanerwa beabsichtigt, die Frage über den Beginn der Friedensmission im Donbass in der allernächsten Zeit zur Diskussion zu stellen.
Die Notwendigkeit der Einmischung erklärte er damit, dass die OSZE in der Region nicht mit voller Kraft arbeiten kann, da sie dort „als bürgerliche waffenlose Organisation anwesend ist».
Außerdem seien die Teilnehmerländer der OSZE nicht in der Lage, untereinander eine Lösung der ukrainischen Krise zu vereinbaren.

Abends:

Dan-news.info: Die ukrainischen Streitkräfte haben die Arbeit der Diversionsgruppen aktiviert, die Milizen DVR halten die Verteidigung, erklärte heute auf einer Pressekonferenz der stellvertretende Kommandeur der Milizen der DVR Eduard Basurin.
„Während der letzten Tage, nach dem gestrigen Beschuss von Wohngebieten von Mariupol durch die ukrainischen Streitkräfte, die zu zahlreichen Opfern und der Zivilbevölkerung führten, wurden die Angriffe der ukrainischen Streitkräfte in Richtung Donezk unterbrochen“, berichtete Basurin. „Die ukrainischen Streitkräfte führen eine Umgruppierung ihrer Kräfte durch, ziehen Reserven zusammen und führen einen beunruhigen Beschuss der Stellungen der Milizen der DVR durch. Auf der gesamten Frontlinie ist eine Aktivierung der ukrainischen Diversions- und Aufklärungsgruppe zu bemerken, die Militärstellungen der DVR für die nächsten Schläge erkunden“.
„In den letzten 24 Stunden verlor der Gegner zwei Panzer, 4 Panzerwagen und bis zu 20 Menschen, die getötet oder verwundet wurden, berichtete der Vertreter des Verteidigungsministeriums. „Die schwierigste Situation ist in Richtung Debalzewo, wo im Verlauf des heutigen Tages die ukrainischen Streitkräfte mit massivem Artilleriefeuer versuchten, unsere Verteidigungslinie zu durchbrechen und Kräfte der Milizen aus Gorlowka und Nowoorlowka abzuziehen. Alle Versuche wurden von den Milizen der DVR zurückgeschlagen“.
„In den letzten 24 Stunden wurden sechs ukrainische Soldaten gefangen genommen. Allen ukrainischen Kriegsgefangenen und Verwundeten wird medizinische Hilfe geleistet“, unterstrich Basurin.
Die Verluste der Milizen der DVR in den letzten 24 Stunden sind sieben getötete Menschen und 24 Verwundete.

Ria.ru Der stellvertretende Kommandeur der Milizen der DVR Eduard Basurin erklärte, dass, nach seinem Wissen, es keinen Angriff auf Mariupol gab.
„Soweit ich weiß, gab es überhaupt keinen Angriff auf Mariupol, wenn sie (die ukrainischen Streitkräfte) den Rückzug angetreten haben, bin ich nur dafür“, sagte Basurin.

Dnr.today: Die DVR hat die Minsker Vereinbarungen nicht gebrochen. Sie feuert auf die Artilleriestellungen der ukrainischen Streitkräfte, die die friedliche Bevölkerung der Städte und Dörfer der DVR beschießt, als Erwiderung darauf. Dies erklärte am 25. Januar der stellvertretende Vorsitzende des Volkssowjets der DVR Denis Puschilin.
Nach seinen Worten hat die Republik immer versucht zu einer friedlichen Lösung des Konflikts zu kommen und bevorzugte dafür vor allem den Verhandlungsprozess. Aber die Handlungen der ukrainischen Seite gaben nicht die Möglichkeit zum Frieden zu kommen.
„Deshalb, aufgrund der Tatsachen des Beschusses unserer Städte, als einzige Möglichkeit der Erwiderung, blieb das Zurückschlagen der Feuerstellungen des Gegners. Sie verstehen nur diese Sprache. In der jetzigen Etappe erfüllt die ukrainische Seite keine Absprache. Und sobald es uns gelang, den Gegner aus dem Flughafen zu drängen, hörte eine Menge des Beschusses auf, aber es begannen andere Provokationen. Wir sahen, was in Mariupol geschah. Das ist der nächste Versuch die Milizen zu beschuldigen, sie in ein negatives Licht zu stellen. Und jetzt klingen bei ihnen schon die Erklärungen, um grundsätzlich das Minsker Format der Verhandlungen in das Genfer zu verwandeln und die USA hinein zu ziehen“, erklärte Denis Puschilin.

Ria.ru: Die Milizen der DVR unterbinden alle Versuche von Einwohnern von Donezk, sich an den ukrainischen Soldaten für den Beschuss der Stadt zu rächen, erklärte der stellvertretende Kommandeur der Milizen der DVR, Eduard Basurin….
„Ich will nicht verheimlichen, dass die Donezker nach den Beschüssen der Stadt, die viele Opfer unter den friedlichen Einwohner verursacht haben, einschließlich Kinder, teilweise entschieden und unduldsam gegenüber den ukrainischen Soldaten waren. Versuche, sich an ihnen zu rächen und in einer Reihe von Fällen einfach mit ihnen abzurechnen, haben wir entschieden unterbunden“, sagte Basurin.
Er fügte hinzu, dass trotz der schwierigen Situation allen ukrainischen Kriegsgefangenen und Verwundeten medizinische Hilfe geleistet wird.

Dnr-news: In Perwomaisk begleiteten die Stadtbewohner den letzten Weg ihres Lieblingsbürgermeisters Jewgenij Ischtschenko, der heute bestattet wurde. Für sie war er ein Mensch, der die Heimatstadt liebte, behütete und vor den ukrainischen Militärs schützte. Zusammen mit der Stadtbevölkerung erlebte er den ständigen Beschuss, richtete Sozialkantinen ein, stellte die Infrastruktur und die beschädigten Gebäude wieder her.
null
null

Standard

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s