Presseschau vom 28.12.2014

Quellen: Itar-Tass, Interfax, Ria Novosti, sputniknews, rusvesna.su, voicesevas.ru, hinzu kommen Informationen der Seiten dnr.today, lnr-portal, Novorossia,dan-news  sowie dnr-new  und novorosinform. Wir beziehen manchmal auch ukrainische Medien, z.B. BigMir, UNIAN, Ukrinform, KorrespondenT und die Online-Zeitung Timer aus Odessa ein. Zur besseren Unterscheidung der Herkunft der Meldungen sind Nachrichtenquellen aus den neuen ostukrainischen Volksrepubliken in Rot (dnr.today, lnr-portal, Novorossia, dan-news, dnr-news, novorosinform) und andere ukrainische Quellen in Blau (BigMir, Ukrinform, UNIAN, KorrespondenT und Timer) gekennzeichnet. Die Übersetzung russischer Medien erfolgt in schwarzer Farbe.

 

 

Vormittags:

Novorosinform.org: Das KKW Rostow wird seine Überproduktion auf die Krim liefern. Dies erklärte der Direktor des Kraftwerkes Andrej Salnikow. Die Überproduktion ergibt sich nach der Inbetriebnahme des 3. und 4. Blocks. http://storage.novorosinform.org/cache/d/1/Rostovskaya_AJeS.jpeg/w644h387.jpg

Rusvesna.su: Das Ministerkabinett hat in der Obersten Rada ein Projekt zu Veränderungen im Steuergesetzbuch eingebracht. Es sieht die Einführung der Mehrwertsteuer auf alle Ausbildungsdienstleistungen, einschließlich auf die Schulbildung,vor. Im Moment beträgt die Mehrwertsteuer in der Ukraine 20 %, außerdem beinhaltet das neue Projekt, die Bildung aus der Liste der Steuerbefreiten auszuklammern.

Novorosinform.org: In Russland wurden Gelder der „Privatbank“, die dem Gouverneur von Dnepropetrowsk, dem ukrainischen Oligarchen Kolomoisky gehört, beschlagnahmt. Es handelt sich um 191,84 Mio Griwna, umgerechnet 665,68 Mio russische Rubel.

De.sputniknews.com: Der ukrainische Präsident Pjotr Poroschenko und Bundeskanzlerin Angela Merkel haben bei ihrem Telefongespräch am Samstag internationale Hilfe für die Ukraine und Umsetzung der Minsker Vereinbarungen über die Beilegung des Konflikts im Osten der Ukraine erörtert, teilt der Pressedienst des ukrainischen Staatschefs mit. „Präsident Poroschenko und Kanzlerin Merkel stimmten darin überein, dass eine möglichst baldige Abstimmung des neuen Hilfsprogramms des Internationalen Währungsfonds zur Regelung der Wirtschaftssituation beitragen sowie andere internationale Geber anspornen wird“, heißt es in der Mitteilung. Beide Gesprächspartner „betonten, dass die Seiten alle Punkte der Minsker Vereinbarungen umsetzen müssen, um die friedliche Regelung durchzusetzen“. Im Laufe des scheidenden Jahres hatte die Ukraine von internationalen Finanzinstituten und Partnerländern Finanzhilfe in Höhe von 8,2 Milliarden Dollar bekommen. Laut IWF-Angaben muss die Ukraine 15 Milliarden Dollar innerhalb von wenigen Wochen  bekommen, um einen Finanzkollaps zu verhindern. Anfang nächsten Jahres soll eine IWF-Mission nach Kiew kommen, um über Kredite zu verhandeln.

Novororinform.org: Der Vorsitzende der ukrainischen Kommunisten Pjotr Simonenko wurde am Sonnabend auf dem Parteitag zum ersten Sekretär des ZK der kommunistischen Partei der Ukraine wiedergewählt.

Ria.ru: Der Ex-Präsident Georgiens Michael Saakaschwili kann nicht die Korruption in der Ukraine bekämpfen, weil er früher in einen Korruptionsskandal verwickelt war, schreibt der Vorsitzende der Bewegung „Ukrainskij Wybor“ Wiktor Medwedtschuk auf seiner Facebook-Seite. „Der Ex-Präsident Georgiens Michail Saakschwili ist bereit, an der Schaffung eines nationalen Antikorruptionsbüros teilzunehmen. Absurdes Theater auf ukrainisch: ein Politiker, der in Georgien in einen Korruptionsskandal verwickelt war, ist entschlossen gegen Diebe und korrupte Personen in der Ukraine zu kämpfen“, schrieb Medwedtschuk. Zuvor war mitgeteilt worden, dass der Ex-Präsident Georgiens Michail Saakaschwili, das Amt eines Vizepremiers der Ukraine einnehmen könnte. Auch wurde die Information verbreitet, dass Saakaschwili für den Posten des Leiters des Antikorruptionsbüros in Erwägung gezogen wird.

Nachmittags:

ukrinform.ua: Der „Finanzmaidan“ versucht zum Parlament durchzubrechen Während der heutigen Proteste des „Finanzmaidan“ versuchten Aktivisten, in das Parlamentsgebäude einzudringen. Dies berichtete das ukrainische Staatsfernsehen. Die Versuche endeten in einer Auseinandersetzung mit der Polizei. Eine Kette von Sicherheitskräften verdrängte die Demonstranten vom Eingang. Zurzeit befinden sich vor dem Parlament etwa 500 Aktivisten. Wie berichtet wird, fordern sie von den Behörden, die Bestimmungen der Verfassung zu respektieren. Sie rufen „Keine Mehrwertsteuerkonten“, „Gebt das Geld der Öffentlichkeit, nicht den Unternehmen“ und „Nein zur Erhöhung von Verbrauchssteuern“. http://www.ukrinform.ua/files/news/ukr/images/597/626/middle_28594567f0b895b0de546571564d8bdc.png

Rusvesna.su: In einem Interview hat Brigadekommandeur Aleksej Borissowitsch Mosgowoj erzählt, warum er keine Perspektive des nächsten Waffenstillstands sieht, hat über die Bedingungen der Eingliederung der Brigade „Prisrak“ in den Bestand der Armee  der LVR informiert und hat den Beamten ein Gewissen gewünscht.
Der Kommandeur von „Prisrak“ hat bestätigt, dass er keine Perspektive des nächsten Waffenstillstands sieht. Seiner Meinung nach wird es nur dazu führen, dass der Krieg auf unbestimmte Zeit ausgedehnt wird. Außerdem bedeutet ein Waffenstillstand bei jenen „Stummeln“ (das Territorium Noworossii — die Anm. des Redakteurs), die von den Kräften der Volksmiliz kontrolliert werden, eine Aufgabe der eigenen Positionen. Nur, wenn es sich um die Republiken in den Grenzen der Lugansker und Donezker Gebiete handeln würde, könnte man eventuell über einen sinnvollen Waffenstillstand sprechen.
Mosgowoj erklärte, dass seine Brigade darauf verzichtet hat, in die Armee der LVR eingegliedert zu werden, da man es ablehnte, sie in ihrem vollständigen Bestrand dorthin aufzunehmen.. Aber unter der Bedingung, dass die Streitkräfte der Brigade erhalten bleibt, wäre er zu einer direkten Unterordnung unter die Führung der Armee der LVR bereit. Dabei betonte der Brigadekommandeur, dass seine Einheiten dennoch auf Position seien und  die Grenzen der LVR schützen. Formal gehörten sie zwar nicht zum Bestand der Armee der LVR, faktisch erfüllten sie jedoch alle Aufgaben.
Nach seinen Worten bringt jeder neue Krieg etwas Neues für die Taktik der Gefechtsführung, man dürfe nicht auf den Militärstandards und den Stereotypen stehen bleiben, die 50 Jahre zuvor aktuell waren, wie es in der Armee der LVR z.T. getan werde. In diesem Kontext sprach der Brigadekommandeur über die Effektivität der Partisanen- und kleinen gemischten mobilen Unterabteilungen unter den gegenwärtigen Bedingungen. Dies sei effektiver als ein direkter Kampf auf dem Schlachtfeld, weil es weniger Verluste und bessere Erfolge bringe.
Die Gelegenheit nutzend gratulierte Aleksej Borissowitsch allen zum baldigen Beginn des Jahres gratuliert, wünschte den Zivilisten Frieden, dem Militär Siege, den Kindern Märchen und den Beamten / Funktionären ein Gewissen. http://rusvesna.su/sites/default/files/styles/node_pic/public/mozgovoy_12.jpg?itok=M6f0kw2q

Novorossia.su: Das Mitglied des Verteidigungskomitees der russischen Staatsduma Franz Klinzewitsch erklärte, dass beabsichtigt ist, für den Fall von Waffenlieferungen der USA an Kiew den Donezker und Lugansker Volksrepubliken Waffenlieferungen anzubieten. „Etwas schlechteres konnte sich der Präsident der USA nicht ausdenken.. Es ist ein sehr gefährlicher Schritt, der unausweichlich zur Eskalation der Gewalt im Südosten der Ukraine führt … Heute ist es noch nicht spät aufzuhören. Ich wende mich an den Präsidenten der USA mit der dringenden Bitte, noch einmal alles sorgfältig, abzuwägen und über die Folgen nachzudenken, die dieser Schritt bringen wird, es wird doch äußerst schwierig sein, ihn wieder zurückzunehmen, wenn es überhaupt möglich ist“, erklärte Klinzewitsch. Auch ergänzte er, dass die Lieferung von Waffen in den Donbass eine durchgreifende Maßnahme sei, aber für den Fall, dass die USA Russland dazu zwingen würden, Russland entsprechend antworten werde.

Dnr-news: Einer der Gründe für die Unterbrechung des Verkehrs auf die Krim sei die Drohung des Überfalls der russischen Truppen von der Halbinsel auf das ukrainische Festland in die Neujahrsnacht. Dies hatte der Exberater des Verteidigungsministers der Ukraine, der Leiter des Zentrums der Verteidigungsreform Alexander Daniljuk erklärt. „Ich lasse zu, dass der Verkehr mit der Krim beschränkt ist im Zusammenhang mit der intensiven Ansammlung von russischer Panzertechnik und Artillerie im Raum der Landenge, was in den letzten Tagen geschehen ist.. Damit zu rechnen, dass eine weitere Aggression bis zum Frühling nicht durchgeführt wird, dafür gibt keinen Grund. Die Russen werden sogar während der Feiertage nicht anhalten. Der Sturm Grosnys im ersten tschetschenischen Krieg geschah in der Nacht vom 31. Dezember auf den 1. Januar“, schrieb Daniljuk auf seiner Internetseite.

Novorossia.su: Im KKW von Saporoshe wurde außerplanmäßig der 6. Reaktorblock aus Sicherheitsgründen abgeschaltet.

Dnr-news: In Kiew wurde die Bildung einer Russischen Aufstandsarmee (RPA) angekündigt. Offiziell soll diese neue militärische Struktur morgen, am 29. Dezember auf dem Maidan präsentiert werden. Erste Kampftrainings sollen ab dem 9. Januar stattfinden und diejenigen, welche bereit sind, können schon ab Mitte Januar in den Kampf ziehen. Die Pläne der Organisatoren der RPA sind weitreichend. Im Mittelpunkt steht der „Kampf um einen russischen Nationalstaat in der Ausdehnung Russlands“ sowie dessen Eintritt in die NATO. „Wir rufen die Russen Estlands, Lettlands, Litauens, der Ukraine, der USA und anderer Länder auf, wohin wir erzwungen waren, aus Russland zu emigrieren, das uns die Möglichkeit entzog, frei zu leben, zu arbeiten und zu schaffen, zusammen Schulter an Schulter zu stehen und die historische Ungerechtigkeit in Bezug auf unser Volk zu beenden”, schreiben die Autoren des „Manifests der RPA“. Wofür werden diese “ Russen Estlands, Lettlands, Litauens, der Ukraine, der USA und anderer Länder” kämpfen? “Für den Sturz des Regimes Putins”, “für die Unterbrechung des Krieges in der Ukraine”, und letztlich “für die Befestigung der nationalen Souveränität des russischen Volkes”.

 

Dan-news.info: In der DVR werden Frauen in allen Staatsorganen vertreten sein. Darüber berichtete in einem Gespräch mit DAN der Leiter des Apparats des Oberhaupts der DVR Maksim Leschtschenko. „Frauen müssen in allen Staatsorganen vertreten sein. In dieser Frage darf es keinen Unterschied der Geschlechter geben“, sagte er. „Für Vertreterinnen von gesellschaftlichen Frauenorganisationen im Donbass werden wir einen ‚goldenen Korridor’ schaffen. Beispielsweise gibt es für sie bereits Plätze in der Regierung der Republik. Ich will hinzufügen, dass Frauen in allen Staatsorganen vertreten sein werden“. Leschtschenko fügte hinzu, dass es in der Republik einen Mangel an Personal gebe, Menschen für leitende Positionen zu finden ist äußerst schwierig.

Ria.ru: Acht Bürger der Ukraine, darunter vier Soldaten, sind am Samstag aus der Gefangenschaft im Donbass freigelassen worden, teilte der stellvertretende Leiter des Informationszentrum des nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrats der Ukraine Wladimir Polewoj mit.

Dan-news.info: Die Regierung des DVR hat mit der Schaffung einer Kontroll- und Revisionsabteilung des Innenministeriums begonnen, die die finanzielle Tätigkeit der städtischen und bezirklichen Verwaltungen kontrollieren wird. Darüber informierte heute der Leiter des Apparats des Oberhaupts der DVR Maksim Leschtschenko. „Es ist nötig, dass eine strenge Kontrolle über die finanziellen Handlungen der Ortschaften und Städte existiert. Dazu wird eine neue Abteilung beim Innenministerium geschaffen“, unterstrich Leschtschenko. „Ich will hinzufügen, dass unsere Republik in kürzester Zeit schnelle Schritte im Kampf gegen die Korruption gemacht hat. Dies ist besonders deutlich im Vergleich mit der Ukraine zu sehen, wo sich in den letzten zehn Jahren nichts geändert hat“.

Itar-tass: Die in der Obersten Rada diskutierten Gesetzesvorlagen, darunter das Budget für 2015, werden im Fall ihrer Annahme die Einwohner der Ukraine in den Bereich der Armut führen. Diese Auffassung vertrat der Abgeordnete des „Oppositionsblocks“ Nestor Schufritsch.
„Die Ursachen für die Ereignisse der Jahre 2004 und 2014, die man in unserem Land ‚Maidan’ nennt, war der Wunsch der Bürger, für ihre Rechte zu kämpfen. Und die Menschen kämpften für sie, aber sie kamen gesättigt zum Maidan. Die heutigen Gesetze werden die Menschen in die Armut führen. Und der nächste ‚Maidan’ wird ein Maidan der Hungrigen sein, ein Maidan der Menschen, die nicht die Möglichkeit haben, sich normal zu ernähren, Wärme und Licht in ihre Häuser zu bekommen“, meint der Politiker.
Er  ist der Auffassung, dass „der Tag der Annahme solcher Gesetze ein ‚schwarzer Sonntag’ in der Geschichte der Ukraine werden kann“. „Deshalb tritt die Opposition deutlich gegen solche Initiativen auf“, erklärte Schufritsch.
Auch die Fraktion „Selbsthilfe“, die Mitglied der Regierungskoalition ist, ist nicht bereit für das Budget 2015 zu stimmen. „Wir sind jetzt nur bereit, Änderungen im Budgetkodex zu unterstützen, die die Möglichkeit örtlicher Selbstverwaltung vergrößern, die einen Teil der Steuern und Mittel in die Orte übertragen. Das ist das Einzige, für das wir bisher bereit sind zu stimmen“, sagte der Abgeordnete von „Selbsthilfe“ Jegor Sobolew.
Gleichzeitig schüchtern eine Reihe Abgeordneter aus der Regierungsmehrheit, insbesondere aus der Fraktion „Nationale Front“ (des Premiers Jazenjuk) ihre Kollegen mit der Möglichkeit einer Beendingung der Zusammenarbeit mit dem IWF ein. Wie das Mitglieder der „Nationalen Front“ Anton Geraschtschenko erklärte, kann die Delegation des IWF ihren Besuch in der Ukraine auf unbestimmte Zeit verschieben, wenn nicht in den nächsten Tagen der Staatshaushalt für 2015 angenommen wird….
Der Abgeordnete des „Blocks Petr Poroschenko“ Nikolaj Tomenko schlägt vor, dass die Oberste Rada das Staatsbudget für 2015 unter Bedingungen annehmen kann, wenn das Kabinett die systematische Kontrolle seiner Erfüllung absichert. „Wir können zu einem große Kompromiss darin kommen, dass wir bis zum Ende des Jahres das Budget annehmen, damit die örtliche Budgets angenommen sind und , sagen wir, während drei Monaten strenger Kontrolle die Situation korrigieren“ sagte Tomenko. …

Dnr.today: Am 29.12., 12 Uhr wird im Gebäude der Regierung der DVR eine Besprechung zwischen Vertretern der DVR und der ukrainischen Streitkräfte stattfinden. Darüber informiert die Politabteilung des Verteidigungsministeriums der DVR. Die Seiten werden versuchen, sich über die Einhaltung der Minsker Vereinbarungen zu verständigen, Kontaktpunkte zu finden, eine einheitliche Position auszuarbeiten. Die Besprechung wird hinter verschlossenen Türen stattfinden. Nach dem Treffen wird der Verteidigungsminister der DVR Wladimir Kononow eine wichtige Erklärung gegenüber Vertretern der Presse abgeben.

Dan-news.info: Vertreter der DVR und der ukrainischen Streitkräfte werden morgen, 29.12. in Donezk hinter verschlossenen Türen den Gefangenenaustausch und die Arbeit der Kontaktgruppe zur friedlichen Regelung der Situation im Donbass erörtern. Darüber informierte die Bevollmächtigte für Menschenrechte der DVR Darja Morosowa einen Korrespondenten von DAN. „Am ‚runden Tisch’ werden die Seiten den Austausch von Gefangenen und die Arbeit der Kontaktgruppe erörtern“, sagte sie. „Zum jetzigen Zeitpunkt werden ca. 220 Kriegsgefangene auf dem Territorium der Ukraine festgehalten. Mögen sich die Seiten auf ihre Befreiung verständigen und ihre Übergabe vor Ende des Jahres stattfinden“. Was das endgültige Format des Treffens sein wird und wer genau an ihm teilnimmt, ist bisher nicht bekannt.

Ria.ru: Mit dem Import von Elektroenergie in die Ukraine müssen sich die staatlichen Unternehmen befassen, es darf in diesem Prozess keine Vermittler geben, erklärte der ukrainische Präsident Petr Poroschenko. Der Energieminister der Ukraine Wladimir Demtschinschin hatte am Sonntag auf einem Treffen mit Poroschenko erklärt, dass es nötig sei, den Import von Elektroenergie in die Ukraine abzusichern…. Der russische Vize-Premier Dmitrij Kosak teilte am Sonntag mit, dass Russland bereit sei der Ukraine Elektroenergie ohne Vorauszahlung und zu innerrussischen Preisen zu liefern, d.h. billiger, als sie auf dem innerukrainischen Markt kostet. Der ukrainische Energieminister Demtschinschin erklärte, dass die Ukraine bereit sei, unverzüglich eine direkte Vereinbarung mit Russland unter diesen Bedingungen zwischen „InterRAO“ (russischer Importeur/Exporteur von Elektroenergie) und Ukrinterenergo“ (ukrainischer Importeuer(Exporteur) abzuschließen.

Ria.ru: Der Präsident der Ukraine Petr Poroscheko hat die Regierung angewiesen, Maßnahmen zu ergreifen, um die zeitweisen Stromabschaltungen im Land im Vorfeld der Neujahrsfeiern zu beenden, meldet der Pressedienst des Präsidenten.

Novorosinform.org: Am 28. Dezember wird im Donezker Kino „Swjosdotschka“ die Premiere des Neujahrsfilms für Kinder stattfinden. An der Veranstaltung wird die erste Stellvertreterin des Leiters des Exekutivkomitees der Bürgerbewegung  „Donezker Republik“ Jekaterina Martjanowa teilnehmen. „Der Zauberwecker von Väterchen Frost“ heißt der Märchenfilm des Jekaterinenburger Regisseurs Andrej Kilina. In der Russischen Föderation wird die Premiere des Filmes im Februar 2015 stattfinden. Der Film (das experimentale Format unter Ausnutzung der 3D-Technologien) läuft 45 Minuten. Es spielen berühmte Schauspieler Jekaterinenburgs und Sverdlowsks.
http://storage.novorosinform.org/cache/3/3/(1)_HNY-01.jpg/w644h387.jpg

Abends:

Rusvesna.su: Der Präsident Tschetscheniens Ramsan Kadyrow erklärte bei einem Auftritt vor tschetschenischen Militärs, dass 10 Tausende Mitarbeiter der Rechtsschutzorgane der Tschetschenischen Republik den Rapport geschrieben haben und um Erlaubnis bitten, außerhalb Russlands zu kämpfen. Dabei bemerkte Kadyrow , dass alle Probleme des Donbass mit Sicherheit entschieden werden, wenn es einen prinzipiellen Beschluss durch den Obersten Befehlshaber gebe. Darüber, dass sich im Osten der Ukraine tschetschenische Freiwillige befinden, ist für niemanden nicht ein Geheimnis, aber ihre Zahl ist äußerst unbedeutend. Der Präsident Tschetscheniens erkannte auch schon früher an, dass es im Donbass Vertreter seiner Republik gibt, aber nur wenige Freiwillige. Jetzt handelt es sich um eine ganze Armee, die bereit ist, die Interessen Russlands an jedem beliebigen Punkt der Welt zu schützen. In vorhergehenden Erklärungen hatte Kadyrow erklärt, dass er bereit sei, seinen Posten mit Genehmigung des Präsidenten Russlands abzugeben und sich selbst nach Novorossia zu begeben, um die tschetschenischen Einheiten zu kommandieren. Der Vorschlag ist zwar interessant, wird aber kaum die offizielle Unterstützung im Kreml bekommen, da Russland am Konflikt formell nicht teilnimmt. Jedoch nervt die Position des Präsidenten Tschetscheniens auf inoffizieller Ebene die jetzige ukrainische Führung sehr, die sowohl die Tschetschenen, als auch Kadyrow selbst fürchtet.

Gefunden auf der Facebook-Seite von Mark Bartalmai:
Bürgerinitiative für Frieden in der Ukraine
+++ EIL +++ US-GELENKTER PUTSCH-VERSUCH IN RUSSLAND SOLL AM 15.JANUAR.2015 STARTEN !!! +++ DIE USA HABEN NUR NOCH WENIG ZEIT !!!
+++ Die US-gelenkte „russische“ Opposition rund um den eher unbeliebten Alexej Nawalny und Boris Nemzov plant für den 15.01.2015 eine Demo nahe des Kreml in Moskau, welches dann nach dem „Vorbild“ des gewaltsamen Maidan-Umsturzes ablaufen soll
+++ Die westliche Presse zittert bereits vor Vorfreude +++ Der Name für den „russischen Maidan“ ist auch bereits vorbereitet und soll „EuroManezhka“ heißen. Benannt nach dem Manezhnaya-Platz rund 100 Meter neben dem Roten-Platz am Kreml – auch genannt „Manezhka“ +++ Ganz nach dem US-gelenkten „Vorbild“ des „EuroMaidan“ in der Ukraine! Absolut die gleiche Handschrift, die gleichen Regisseure! +++
+++ Doch Russland ist mehr als nur gewarnt und weiß genauestens  Bescheid um die Mühe der US-Geheimdienste Chaos in der Russischen Föderation organisieren zu wollen +++
+++ Die sog. „russische“ Opposition ist in Russland unbeliebt und nicht vom Volke getragen, vor allem nicht nach den tragischen Ereignissen in der Ukraine während des US-finanzierten Maidan-Umsturzes! +++ Diese „oppositionellen“ Gruppierungen werden auf mehrere Zehntausend geschätzt – und die in einem 150.000.000 Einwohner-Staat +++ Es ist bekannt, dass diese Gruppierungen direkt aus der US-Botschaft in Moskau „unterstützt“ werden +++ Doch Russland hat seine Warnung bereits ausgesprochen, dass man kein Chaos und Radikalismus dulden wird und mit aller Härte des Gesetzes bestrafen werden wird! +++…

(mehr unter:  https://www.facebook.com/220982371426073/photos/a.220998128091164.1073741828.220982371426073/338557619668547/?type=1&fref=nf )

Dan-news.info: In Kiew wurde das Treffen zwischen den ukrainischen Streitkräften und Vertretern der DVR morgen in Donezk bestätigt. Dies erklärte heute der Sprecher des Generalstabs der Streitkräfte der Ukraine Wladislaw Selesnew in einer Fernsehsendung von „112 Ukraina“. Nach seinen Worten finden die Gespräche am 29.12. um 11 Uhr Donezker Zeit statt. An ihnen werden von Seiten der ukrainischen Streitkräfte Vertreter der ukrainischen Mitglieder des gemeinsamen Zentrums zur Kontrolle der Feuerpause im Donbass teilnehmen. Wie Selesnew mitteilte, werden die Teilnehmer Fragen „im Kontext der Einhaltung der Minsker Vereinbarungen“, der gegenseitigen Information der Seiten, von Punkten zur Realisierung des Plans einer Feuerpause sowie der Sicherung der Arbeit des Koordinationszentrums in Donezk erörtern. Ein analoges Treffen findet am 31.12. in Lugansk statt, schloss der Vertreter des Generalstabs.

Ria.ru: In der selbsternannten LVR wird erklärte, dass es bezüglich der Frage der Durchführung einer Konsultation zwischen den Milizen und den von Kiew kontrollierten Streitkräften noch kein Einvernehmen gibt, für das Treffen werden zwei Daten genannt, 29. und 31. Dezember…. „Das ist noch nicht abgestimmt“, erklärte der stellvertretende Kommandeur der Volksmiliz der LVR Witalij Kiselew. Auf die Frage, ob die Miliz der LVR bereit sei, sich mit den ukrainischen Streitkräften in den nächsten Tagen zu treffen, wenn ein solches Treffen vereinbart wird, antwortete Kiselew: „Wir sind immer bereit uns zu treffen, wenn es einen Kompromiss geben wird“. Der bevollmächtigte Vertreter der selbsternannten LVR bei den Minsker Gesprächen Wladislaw Dejnego erklärte, dass er für das Treffen zwei Daten vorgeschlagen habe – 29. und 31. Dezember, „aber eine Antwort aus Kiew habe ich bisher nicht erhalten“. Dabei betonte er, dass von der Arbeit des Koordinationszentrums die Rede sei, eine direkte Beziehung zu den Minsker Gesprächen habe dies nicht.

Rusvesna.su: Donezk beging den heutigen sonntäglichen Vorfeiertag im Donner der Artillerie und der Kämpfe auf dem Donezker Flughafen. Eben die „Donezker Waffenruhe“

Dan-news.info: Die Zahl der Flüchtlinge aus der Ukraine und von zeitweilig umgesiedelten Menschen aus dem Donbass beträgt 850.000, dies teilte der Leiter des Föderalen Migrationsdienstes Russlands Konstantin Romodanowskij mit. „Es befinden sich von ihnen zur Zeit 850.000 in Russland. Eine problematische Situation, obwohl wir sie bisher bewältigt haben. Mehr als 40.000 Menschen, die von dort gekommen sind, sind schon Teilnehmer am staatlichen Programm zur Umsiedlung von Landsleuten. Sie sind zusammen mit ihren Familien in unser Land gekommen“, sagte Romodanowskij in einem Interview mit TASS, das am Montag veröffentlicht wird. Nach seinen Worten sieht die Teilnahme an dem Programm die Leistung von Eingliederungshilfen im Wohnort vor, eine Arbeitserlaubnis, Zahlung von Sozialleistungen, materielle Unterstützung. „Das Programm ist finanziell gut abgesichert. Die Teilnahme an ihm gibt den Umsiedlern Vertrauen auf den nächsten Tag. Und es ist natürlich ein Plus für die Demografie und die Wirtschaft Russlands“, schloss der Leiter des Föderalen Migrationsdienstes der RF.

Rusvesna.su: Achtung!!! Jetzt, am späten Abend des 28. Dezember beginnt die ukrainische Armee, massiv Städte und Dörfer des Donbass zu beschießen.
Unter Feuer liegen Donezk, Gorlowka, die Hälfte des Bezirks Thälmannowsky, Dokutschajewsk. Die Armee von Novorossia ist in Alarmbereitschaft versetzt und bereitet sich darauf vor, die Angriffe abzuwehren. Details der Kampfhandlungen und Artillerieduelle werden noch ermittelt.

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