Presseschau vom 24.12.2014

Quellen: Itar-Tass, Interfax, Ria Novosti, rusvesna.su, voicesevas.ru, hinzu kommen Informationen der Seiten „dnr.today“, „lnr-portal“ „Novorossia“ sowie „dnr-news“ und „novorosinform“. Wir beziehen manchmal auch ukrainische Medien, z.B. BigMir, UNIAN, Ukrinform, KorrespondenT und die Online-Zeitung Timer aus Odessa ein. Zur besseren Unterscheidung der Herkunft der Meldungen sind Nachrichtenquellen aus den neuen ostukrainischen Volksrepubliken in Rot (dnr.today, lnr-portal, Novorossia, dnr-news, novorosinform) und andere ukrainische Quellen in Blau (BigMir, Ukrinform, UNIAN, KorrespondenT und Timer) gekennzeichnet. Die Übersetzung russischer Medien erfolgt in schwarzer Farbe.

 

 

Vormittags

Interfax.ru: In der Führung der selbstausgerufenen DVR sieht man keine Voraussetzungen für eine politische Union mit der Ukraine. Dies erklärte der bevollmächtigte Vertreter der DVR bei den Verhandlungen in Minsk Denis Puschilin. „Das Gesetz über den besonderen Status des Donbass, dessen Annahme wir versuchen zu erreichen, ist nur ein erster Schritt dazu, dass es möglich wird, einen politischen Dialog zur Stabilisierung im Donbass zu erreichen“, erklärte er. „Heute sprechen wir über die potenzielle Möglichkeit humanitärer und wirtschaftlicher Zusammenarbeit, von einer politischen Union mit der Ukraine ist wie zuvor nicht die Rede“, fügte Puschilin hinzu.

Dnr.today: In praktisch allen Kultur- und Kunsteinrichtungen auf dem Territorium der DVR ist die Durchführung einer großen Zahl Neujahrsfeiern geplant. Der größte Teil von ihnen sind Theateraufführungen und Vorstellung für Kinder. Darüber informierte der Kulturminister der DVR Alexandr Parezkij. „Ich habe die Vorstellung, dass sie für die Kinder der DVR sind, heller, interessanter, positiver, wirklich wie in Friedenszeiten“, erklärte er. Zur Zeit führt das Kulturministerium die Aktion „Künstler für die Kinder der Donezker Volksrepublik“ durch. In Donezk, Makejewska, Sneshnoe finden kostenlose Auftritte führender künstlerischer Kollektive für Kinder aus einkommensschwachen Familien, für Familien mit vielen Kinder, für Kinder von Milizangehörigen statt. „Niemand bleibt ohne ein Fest“, unterstrich der Minister.

Itar-tass: Das Treffen der Kontaktgruppe in Minsk zur friedlichen Regelung der Situation im Donbass „ist für 15 Uhr am 24. Dezember geplant“. Darüber informierte der bevollmächtigte Vertreter der ausgerufenen DVR, stellvertretender Vorsitzender des Volkssowjets der DVR Denis Puschilin. „Das Treffen wurde gerade bestätigt. Der Anfang ist für 15 Uhr geplant. Die Tagesordnung ist die vorherige. Es gibt vier Fragen: Abzug von Artillerie und schweren Waffen von der Kontaktlinie, Austausch von Gefangenen, Aufhebung der ökonomischen Blockade des Donbass und Inkraftsetzung des Gesetzes über den besonderen Status des Donbass durch die Ukraine“, erklärte er.

Itar-tass:  Die östlichen Bezirke der Ukraine befinden sich am Rande einer humanitären Katastrophe aufgrund der destruktiven Handlungen pro-Kiewer bewaffneter Strukturen, die die Lieferung von Lebensmitteln und anderer Hilfe an die Bevölkerung behindern. Darüber informierte Amnesty International.

de.sputniknews.com: Der ukrainische Ex-Präsident Viktor Janukowitsch, der im Februar von der Opposition entmachtet worden ist, weist den Vorwurf zurück, die Aufständischen in der Ost-Ukraine zu finanzieren. Der ukrainische Geheimdienstchef Valentin Naliwajtschenko hatte behauptet, dass Janukowitsch und dessen Umgebung Waffenkäufe für die Milizen der abtrünnigen Volksrepubliken Donezk und Lugansk bezahlen würden. „Das ist eine zynische Lüge“, kommentierte Janukowitsch, der nach dem Februar-Umsturz in Kiew nach Russland geflüchtet war, die Anschuldigung. „Weder Naliwajtschenko noch seine Kollegen haben einen einzigen Beweis für diese Anschuldigungen vorgelegt.“ Naliwajtschenko sei selber „bis zu den Ellbogen mit Blut befleckt“ und sollte an die Konsequenzen seiner Handlungen denken, äußerte Janukowitsch in einem Interview für die russische Zeitung „Argumenty i fakty“.

Itar-tass: Der Präsident der Ukraine Petr Poroschenko hat 77 Leiter von Bezirksadministrationen entlassen. Entsprechende Informationen wurden am Dienstagabend auf der Seite des Staatsoberhaupts veröffentlicht. Es wurden Leiter von Bezirkszentren aus 18 Regionen des Landes entlassen, aus Kiew, Lugansk, Lwow, Poltawa, Rowna, Charkow und Cherson. Die Gründe für eine solche flächendeckende Personalentscheidung wurden nicht angegeben.

Novorossia.su: Die letzten 24 Stunden verliefen in Donezk unruhig. Auf dem Flughafen und in Richtung Peski kam es immer wieder zu Schusswechseln. Zweimal setzte die ukrainische Armee auch Artilleriesysteme ein.

de.sputniknews.com: Der frühere ukrainische Präsident Viktor Janukowitsch weist die gegen ihn gerichteten Anschuldigungen zurück, in korrupte Machenschaften verwickelt zu sein. „Weder ich noch meine Söhne wurden in korrupte Handlungen verwickelt“, so Janukowitsch in einem Gespräch mit der Moskauer Wochenzeitung „Argumenty i Fakty“. Ihm zufolge ist es „nicht zufällig“, dass sich das nicht nachweisen lässt. „Denn solche Fakten gibt es nicht.“ „Ich hatte und habe keine Auslandskonten“, betonte er. Seine Anwälte hätten Finanzbehörden in 40 Ländern ersucht, eine Bestätigung für Aktiva Janukowitschs vorzulegen. „Monate sind vergangen, kein einziges Land hat bestätigt, dass ich solche Konten habe.“

Novorosinform.org: Simbabwe hat keine offizielle Protestnote der ukrainischen Regierung wegen des Besuchs seines Ministers auf der Krim erhalten und sieht auch keinen Grund für eine Unzufriedenheit seitens der Ukraine, sagte der Botschafter des afrikanischen Staates in Russland., der auch die Interessen Harares in der Ukraine vertritt. Die Krim sei als ein Teil Russlands besucht worden.

Ria.ru: Mehr als 1300 ukrainische Soldaten sind aus der Gefangenschaft bei den Milizen im Osten der Ukraine heimgekehrt, berichtet der Sicherheitsdienst der Ukraine.

Ria.ru: Die Milizen der DVR erklärten, dass seit Dienstagabend mindestens 18 Mal von Seiten der ukrainischen Armee das Feuer eröffnet wurde, dabei wurden sowohl Panzer als auch Granatwerfer verwendet; Opfer gibt es keine, das Feuer wurde nicht erwidert.

Ria.ru: Sowohl in Odessa als auch in Charkow finden Protestaktionen vor den Stadtratsgebäuden statt. In Odessa protestieren Menschen, die unzufrieden über nicht zulässige Bauvorhaben in der Stadt sind.

Nachmittags:

 

 

Itar-tass: Mehr als zweitausend Studenten, Arbeiter und Rentner haben im Zentrum von Lugansk eine Protestaktion gegen die ökonomische und finanzielle Blocke des Donbass abgehalten. Die Aktion unter der Losung „Stopp der Blockade“ fand am Denkmal für die Kämpfer der Revolution statt, die Teilnehmer hielten Plakate mit Aufschriften „Nein zum Genozid in Lugansk“ „Lasst den Donbass leben und arbeiten“. Zur Unterstützung der Aktion kamen Einwohner aus Altschewsk, Brjanki, Stachanow, Perwomajsk, Krasnyj Lutsch, Rowenki sowie weiterer Regionen. Die Menschen forderten von der ukrainischen Regierung allen Sozial- und Rentenzahlungen nachzukommen, die während der Kampfhandlungen aufgelaufen sind. Das Oberhaupt der ausgerufenen LVR Igor Plotnizkij versprach, dass die Situation sich normalisieren wird. „Mit der Hilfe Gottes werden wir siegen. Wir werden alles zurückholen, was unserem Volk rechtmäßig gehört“, erklärte er.

Novorossia.su: Das Untersuchungskomitee Russlands ist bereit, der internationalen Kommission, die den Unfall des Passagierflugzeug „Boing-777“ des Fluges МН-17 untersucht, alle vorhandenen Materialien vorzulegen. Darüber hat der offizielle Vertreter des Amtes Wladimir Markin informiert. Markin erklärte, dass die Aussagen des ukrainischen Militärangehörigen, der am Vortag vernommen worden war, mit jenen Daten übereinstimmen, die es bei den Ermittlern aus anderen Quellen gab, und bestätigen die Tatsache der Präsenz des ukrainischen Flugzeuges Su-25 während des Unfalls „der Boeing“. Insbesondere geht aus den Aussagen einer Reihe von Zeugen, die im Raum des Fallens des Passagierflugzeuges wohnen, hervor, dass sie kurz vor dem Unfall am Himmel in der unmittelbaren Nähe vom Personenlinienflugzeug ein Militärflugzeug sahen. „So sind die Aussagen des Zeuges nicht der einzige, aber ein sehr wichtiger Beweis, dass am Unfall der Boeing die ukrainischen Streitkräfte beteiligt sind“, — hat der Verwaltungsleiter des Komitees der Russischen Föderation betont. Er ergänzte, da dem Zeugen Gefahr drohen kann, er ins Zeugenschutzprogramm aufgenommen sei.

de.sputniknews.com: Das Verteidigungsministerium in Moskau zeigt sich beunruhigt über die verstärkten Aktivitäten der Nato an den russischen Grenzen. „Unter dem Vorwand einer russischen Bedrohung stockt die Nato das militärische Potential im Baltikum, in Polen, Bulgarien und Rumänien auf“, sagte der russische Vizeverteidigungsminister Anatoli Antonow am Mittwoch im Pressezentrum der Medienholding Rossiya Segodnya. Das Panzeraufgebot der Nato wachse, die Aktivitäten der Fliegerkräfte des Bündnisses, die jetzt auch in Estland stationiert sind, seien drastisch gestiegen. Vor dem Hintergrund der Ukraine-Krise haben die taktischen Nato-Flugzeuge die Häufigkeit ihrer Flüge an den Grenzen Russlands und Weißrusslands 2014 nach russischen Angaben auf mehr als 3000 verdoppelt. Auch Spionageflugzeuge der USA und anderer Nato-Staaten kreuzen deutlich häufiger im Baltikum sowie über der Ostsee und der Barentssee auf. Zuvor hatte sich auch Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg besorgt über Flüge der russischen Luftwaffe besorgt geäußert. Nach seiner Einschätzung gefährden russische Militärflugzeuge die Zivilluftfahrt in Europa. Russland wies den Vorwurf als haltlos zurück.

Itar-tass: Nach der Durchführung eines Treffens der Kontaktgruppe in Minsk zur Regelung der Situation im Osten der Ukraine, schließt Kiew die Erörterung politischer Fragen im „normannischen Format“ nicht aus. Dies erklärte der stellvertretende Leiter der Präsidialadministration der Ukraine Walerij Tschalyj auf einer Pressekonferenz. „Die Kontaktgruppe entscheidet operative Fragen. Aber es gibt auch Fragen politischen Charakters. Ich schließe nicht aus, dass es eine Weiterführung der Erörterung im normannischen Format unter Teilnahme der deutschen Kanzlerin und des französischen Präsidenten geben wird“, erklärte er. Er erklärte auch, dass seines Wissens nach die Gespräche um 17 Uhr beginnen werden.

Dnr.today: Das Oberhaupt der DVR Alexandr Sachartschenko kommentierte gegenüber Journalisten seine Erwartungen an das Treffen der dreiseitigen Kontaktgruppe in Minsk. Nach seinen Worten ist im Verlaufe des Treffens nur eine reelle Absprache zum Austausch von Gefangenen möglich. „Ich hoffe schlussendlich, dass wir die Gefangenen nach dem Prinzip „alle gegen alle“ austauschen, um diese Sache zu beenden“, erklärte das Oberhaupt der DVR.

Ria.ru: Ein Vertreter des Verteidigungsministeriums der selbsternannten DVR nannte die Behauptung der von Kiew kontrollierten Kräfte, dass die Milizen Grad-Raketenwerfer verwendet hätten, eine Desinformation. Früher am Mittwoch erklärten die ukrainischen Streitkräfte, dass von Seiten der Milizen 25 Mal in der Nacht das Feuer eröffnet wurde, sowie dass angeblich in der Nähe der Ortschaft Gornoje ein Grad-System verwendet worden sei. „Alle ist genau umgekehrt. Auf unsere Positionen wurde Artilleriefeuer aus Richtung der Ortschaften Peski und Awdejewka eröffnet“, sagte ein Vertreter des Verteidigungsministeriums der DVR, wobei der unterstrich, dass die Milizen das Feuer nicht erwidert hätten.

de.sputniknews.com: Am Mittwochvormittag ist die Krim total ohne Strom geblieben: Kiew hat die Stromversorgung der Halbinsel blockiert. Als Grund gab Kiew an, die Krim habe die Limits für den Stromverbrauch überschritten. In der Krim-Hauptstadt Simferopol sowie in anderen Städten der Schwarzmeer-Halbinsel blieben die Wohn- und Amtsgebäude ohne Licht. Die Ampeln sowie die Straßenbahnen und O-Busse fielen aus. Mobiltelefone funktionierten mit Störungen. Wie der Brennstoff- und Energieminister der Krim, Sergej Jegorow, mitteilte, sollen nun Gaskraftwerke und Dieselgeneratoren ans Netz geschlossen werden. „Um 11:10 Uhr Ortszeit hat die Ukraine einseitig und ohne Vorwarnung die Stromlieferungen für die Krim eingestellt“, so der Minister. … Zuvor hatte Krim-Regierungschef Sergej Aksjonow mitgeteilt, dass Moskau und Kiew ein Abkommen über Stromlieferungen aus Russland auf die Krim über die Ukraine unterzeichnet haben, um eine reibungslose Stromversorgung zu sichern. Seit Ende November nimmt die Ukraine wegen Pannen am ukrainischen AKW, Kohlemangel sowie Reparaturen in mehreren Energieeinrichtungen Abschaltungen von Energieverbrauchern vor. Der ukrainische Premier Jazenjuk ordnete Abschaltungen in der ganzen Ukraine, einschließlich der von Kiew nicht kontrollierten Gebiete, an. Im Ergebnis kam es zu regelmäßigen längeren Stromabschaltungen auf der Krim, deren Stromversorgung zu 70 Prozent von der Ukraine abhängig ist. Aksjonow bezeichnete die neueste Stromabschaltung als „Training vor der Silvesternacht“. „Wahrscheinlich war dies eine Übung vor der Hauptschlacht. Wir werden sehen“, sagte er. Inzwischen hat Kiew die Stromversorgung der Halbinsel wiederhergestellt, zugleich aber vor Limit-Überschreitungen gewarnt.

Ria.ru: Das Oberhaupt der selbsternannten DVR Alexandr Sachartschenko ist der Auffassung, dass die Zeit für die Milizen und gegen die ukrainische Armee spielt.. „Die Zeit spielt für uns. Wir trainieren, führen Übungen durch, während die ukrainische Armee sich zersetzt“, sagte Sachartschenko am Mittwoch zu Journalisten in Donezk. Er fügte hinzu, dass die jetzige politische Lage auch nicht zum Nutzen der ukrainischen Armee ist.

Ria.ru: Das Oberhaupt der selbsternannten LVR Igor Plotnizkij nannte die Erklärung Kiews über Maßnahmen über die Reservierung von Mitteln aus der Staatsreserve für humanitäre Hilfe im Donbass einen PR-Trick. .. „Ich glaube nicht, dass sie auf für unser Territorium gedacht ist, und wenn doch, so ist das eine reine PR-Aktion. Aber ich glaube nicht, dass sie eine solche Möglichkeit haben“, erklärte Plotnizkij am Mittwoch. Er fügte hinzu, dass die Regierung der LVR selbst den Einwohnern hilft, die auf dem von Kiew unterworfenen Territorium leben. Insbesondere wird aus der Volksrepublik Kohle in das Lugansker Kohlekraftwerk in Stschastje geliefert, die von ukrainischen Streitkräften kontrolliert wird.

Ria.ru: Das Gericht in Kiew nimmt die Erörterung des Antrags auf Verbot der Tätigkeit der Kommunistischen Partei der Ukraine wieder auf, heißt es in einer Mitteilung des Justizministeriums der Ukraine. Nach Information des Justizministeriums, hat das Kiewer Appellationsgericht am Mittwoch „die Entscheidung des Bezirksverwaltungsgerichts von Kiew über die Einstellung des Verfahrens der Sache des Verbot der Tätigkeit der KPU abgeändert und die Sache in die erste Instanz zur weiteren Erörterung überwiesen“. Eine entsprechende Entscheidung wurde am Mittwoch getroffen aufgrund der Berufungseingaben des Justizministeriums.

Ria.ru: Ein Austausch von Gefangenen zwischen der ukrainischen Armee und den Milizen des Donbass nach dem Prinzip „alle gegen alle“ kann in der nächsten Zeit stattfinden, schon heute ist der Sicherheitsdienst der Ukraine bereit, den Milizen 225 Menschen zu übergeben, erklärte der Berater des Vorsitzenden des Sicherheitsdienste Markijan Lubkiwskij.

Ria.ru: Das Treffen der Kontaktgruppe zur Regelung der Situation im Osten der Ukraine hat in Minsk begonnen, berichtet ein Korrespondent von Ria Novosti. Bei den Verhandlungen sind der russische Botschafter in Kiew Michail Surabow, der Ex-Präsident der Ukraine Leonid Kutschma, die Vertreterin der OSZE Heidi Tagliavini, die Vertreter der selbsternannten DVR und LVR Denis Puschilin und Wladislaw Dejnego anwesend. Kutschma wird vom Botschafter der Ukraine in Weißrussland Michail Jeshel begleitet, Surabow vom russischen Botschafter in Minsk Alexandr Surikow.

Itar-tass: Aktivisten des „Rechten Sektors“ übergossen den Abgeordneten des Stadtrats von Charkow von der Partei der Regionen, Wladimir Skorbogatscha mit Jod und warfen ihn in einer Müllcontainer. Davon berichteten Augenzeugen. Am Mittwochmorgen kamen mehr als 200 Menschen zum Charkower Stadtrat mit der Forderung nach Rücktritt von Bürgermeister Gennadij Kernes. Nach Aussage von Augenzeugen sind auch nach Ende der Sitzung des Stadtrats noch einige Dutzend Menschen am Gebäude des Stadtrats. Auf der Ratssitzung sollte u.a. das Stadtbudget beraten werden…. Nach einem ersten Versuch, den Stadtrat zu stürmen, beschlossen die Aktivisten eine Delegation von fünf Personen in den Stadtrat zu schicken, um ihre Forderungen vorzutragen. Sie gelangten aber nicht in das Gebäude, deswegen wurde ein zweiter Sturm versucht. Danach kam der Abgeordnete Dmitrij Marinin zu den Protestierenden, ein ehemaliger Mitarbeiter von Kernes, der jetzt sein Hauptkonkurrent um das Bürgermeisteramt ist. Marinin erklärte, dass er die Protestierenden unterstütze. Einige Dutzend Aktivisten blockierten eine Straße. Die Generalstaatsanwaltschaft hatte im März 2014 Ermittlungen gegen Kernes wegen ungesetzlicher Freiheitsberaubung, Entführung und Drohung mit Tötung, eingeleitet. Zeitweilig stand er unter Hausarrest. Im April wurde ein Attentat auf ihn verübt, wodurch er ernsthaft verletzt wurde. Nach dem Attentat hob das Gericht den Hausarrest auf, damit er zur Behandlung nach Israel reisen konnte. Ende Juli wurde das Verfahren eingestellt.

Abends:

Itar-tass: Präsident Petr Poroschenko gab am 24.12. einen Erlass über die Erhöhung Finanzierung der Streitkräfte, die Durchführung der Mobilisierung, die Organisation der Einberufung zum Militärdienst heraus. Gleichzeitig bestätigte er die Entscheidung des nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrats der Ukraine vom 20.12. über die Absicherung der Ressourcen für den Sicherheits- und Verteidigungssektor. Darüber berichtete der Pressedienst des Präsidenten.

Novorossia.su: Heute hat eine Delegation des Volkssowjets der Lugansker Volksrepublik das Lugansker Allgemeine Krankenhaus №7 besucht. Darüber berichtet der Korrespondent der Nachrichtenagentur „Novorossia“. Der medizinischen Institution wurden sieben Heizgeräte übergeben. Die Vertreter des Parlaments besprachen mit dem Kollektiv des Krankenhauses die Probleme der medizinischen Versorgung der Republik und entwickelten Wege zu ihrer Lösung.
Wie das Presseamt des Volksrates LNR mitteilt, ist die Erweisung der Adresshilfssendung den Institutionen der sozialen Sphäre eine der Hauptrichtungen der Tätigkeit des Apparates des Volksrates.

Itar-tass: Der staatliche Luftfahrtdienst der Ukraine hat den Flughafen Saporoshe 20:00 am heutigen Tage wieder geöffnet.

Novorossia.su: Den Vertretern der Volksmiliz der LVR sind heute 1200 Geschenke für die Kinder der Militärangehörigen übergeben worden. Dies teilt die offizielle Webseite der Lugansker Volksrepublik mit. Die Geschenke haben der Chef des Volkssowjets Aleksej Karjakin, die erste Stellvertretende Vorsitzende des Volkssowjets Swetlana Gisaj und der Vorsitzende der Föderation der Gewerkschaften der LVR Oleg Akim überreicht. An der Bereitstellung der Geschenke für die Kinder nahmen die Unternehmer der Stadt teil. Die Kinder der Militärangehörigen werden die Geschenke auf der feierlichen Neujahrsvorstellung in der Lugansker Philharmonie bekommen.
http://novorossia.su/sites/default/files/img_1542_0.jpg

Itar-tass: Das Treffen der Kontaktgruppe zur Regelung der Situation in der Ukraine in Minsk ist beendet, darüber informierte ein Korrespondent von Tass vor Ort. Die Gespräche liefen ca. 5,5 Stunden. Die Teilnehmer des Treffens gaben gegenüber Journalisten keinerlei Kommentare ab.

Ria.ru: Der Zeitpunkt für die nächste Runde der Gespräche über die Ukraine ist noch fraglich, erklärte am Mittwochabend der offizielle Vertreter der DVR bei den Verhandlungen Denis Puschilin. „Es hat ein schwieriges Vorbereitungstreffen stattgefunden, Punkte und Resultate vor der Durchführung eines nächsten Treffens zu veröffentlichen wäre nicht korrekt im Verhältnis der verschiedenen Seiten… Der Zeitpunkt des nächsten Treffens ist noch offen, es befindet sich in der Diskussion“, zitiert die Donezker Nachrichtenagentur Puschilin.

Ria.ru: Der Pressesekretär des Außenministeriums Weißrusslands erklärte, dass ein Zeitpunkt für ein nächstes Treffen der Minsker Kontaktgruppe später bekannt gegeben werde.

Novorossia.su: Die ukrainischen Militars haben aus der Stadt Stschastje einen Granatwerferbeschuss des Randes des Dorfes Obosnoje am 24. Dezember durchgeführt. Darüber imfornmierte die Volksmiliz der LVR. Außerdem war von den Positionen in Irmino von der ukrainischen Artillerie die Stadt Popasnaja beschossen worden, ein  Artillerieschlag wurde auf das Dorf Krimskoje- verübt. Dreimal beschoss die ukrainische Armee unter Anwendung von Granatwerfern und Panzertechnik die Positionen der Volksmiliz der LVR zwischen den Dörfern Prischib und Smeloje.

Ria.ru: Das Oberhaupt der selbsternannten DVR Alexandr Sachartschenko erklärte, dass Details des Treffens der dreiseitigen Kontaktgruppe zur Ukraine in Minsk bisher nicht verbreitet würden, weil „noch die zweite Runde bevorsteht“. „Der offizielle Vertreter der Republik hat mir bereits von dem vergangenen Treffen in Minsk berichtet“ zitiert die Donezker Nachrichtenagentur die Worte Sachartschenkos.

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