Presseschau vom 21.08.2014

Militärparade und Parade der Gefangenen


Quellen: Itar-Tass, Interfax, Ria Novosti, rusvesna.su, voicesevas.ru, hinzu kommen Informationen der Seiten „Novorossia“ sowie „dnr-news“ und „novorosinform“.  Wir beziehen manchmal auch ukrainische Medien, z.B.  BigMir, UNIAN, Ukrinform, KorrespondenT und die Online-Zeitung Timer aus Odessa ein.
Zur besseren Unterscheidung der Herkunft der Meldungen sind Nachrichtenquellen aus den neuen ostukrainischen Volksrepubliken in Rot (Portal Novorossia, dnr-news, novorosinform) und andere ukrainische Quellen in Blau (BigMir, Ukrinform, UNIAN, KorrespondenT und Timer) gekennzeichnet.
Die Übersetzung russischer Medien erfolgt in schwarzer Farbe.


 

Vormittags:

Dnr-news: Die Regierung Transtistriens rief die teilweise Mobilmachung aus. Das Oberhaupt der Republik Jewgenij Schewtschuk unterschrieb einen Befehl, dass ab dem 21. August alle Reservisten und Wehrpflichtige einberufen werden.
Das Dokument wurde auf der Website des Präsidenten von Transnistrien veröffentlicht. Es wird erwartet, dass innerhalb eines Monats in der Region Aktivitäten für die militärische Ausbildung von Reservisten organisiert werden, die auf den Dienst in Friedenstruppen vorbereiten. Verantwortlich für die Mobilisierung ist das Ministerium für Verteidigung Transnistriens.
Zuvor hatten die Behörden der nicht anerkannten Republik immer wieder vor möglichen Problemen mit der Ukraine gewarnt, die zu einer bewaffneten Konfrontation an der östlichen Grenze der Republik Moldau führen könnte.
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RIA.de: Die Donezker Volkswehr will sich das Recht vorbehalten,  Drohnen zu vernichten, die die OSZE-Beobachtungsmission in der Ukraine erhalten soll, heißt es auf der Webseite der selbsterklärten Donezker Volksrepublik (DVR).
Die OSZE-Sonderbeobachtungsmission soll im Laufe von sechs bis zehn Wochen unbewaffnete Flugkörper erhalten.
Der russische Außenminister Sergej Lawrow hatte früher erklärt, Russland unterstütze die Ausstattung der OSZE-Beobachtungsmission mit Drohnen.
„Heute geht es darum, dass die Mission  Drohnen für die Kontrolle an der Grenze von der ukrainischen Seite und aus dem ukrainischen Luftraum erhält. Wir unterstützen ein solches Vorgehen“, so Lawrow.
Das Verteidigungsministerium der DVR betonte in diesem Zusammenhang, dass es technisch nicht möglich ist,  die Drohnen zu identifizieren. Zugleich könnte die ukrainische Armee Zugang zu den mit Hilfe dieser Drohnen gewonnenen Informationen bekommen. Dies betreffe in erster Linie die Verlegung der Volkswehrkräfte.
„Das Verteidigungsministerium der Donezker Volksrepublik behält sich das Recht vor, solche unbemannten Flugkörper zu vernichten“, heißt es in der Mitteilung.
Zugleich erklärte die DVR, sie stehe für einen Dialog und die Zusammenarbeit mit der Weltgemeinschaft offen.
Dabei brachte das Verteidigungsministerium der DVR die Hoffnung zum Ausdruck,  dass die Drohnen der OSZE die Möglichkeit bieten werden, reale Ausmaße der Aggression der Ukraine und der humanitären Katastrophe im Südosten des Landes zu sehen.

RIA.ru: Die Behörden von Mariupol beschlossen, alle Lenin-Denkmäler der Stadt zu entfernen.

Novorosinform.org: Im Verteidigungsministerium der Ukraine sieht man die Perspektiven der ATO eher pessimistisch. Man bereitet sich auf eine Fortsetzung im Herbst und Winter vor. Dafür gibt es Pläne, von Donezk und Lugansk abzuziehen und sich an der Linie Slawjansk-Mariupol zu verschanzen. Als wichtig wird erachtet, dass die Volkmiliz nicht in die Charkower Region und nach Saporoshe durchbrechen darf.

RIA.de: Die für humanitäre Angelegenheiten zuständige UN-Vizegeneralsekretärin Valerie Amos wird sich vom 21. bis 24. August in der Ukraine aufhalten. Sie plant einen Besuch im Osten des Landes zur Bewertung des Schadens für die Zivilbevölkerung durch die Kampfhandlungen in dieser Region, teilte ihre Sprecherin Amanda Pitt RIA Novosti mit.

RIA.ru: Das Internationale Rote Kreuz instruierte alle Fahrer des LKW-Konvoi mit russischer humanitärer Hilfe über Sicherheitsmaßnahmen, die bei der Fahrt auf dem Territorium der Ukraine eingehalten werden müssen.

RIA.de: Das Verteidigungsministerium in Moskau hat die Berichte ukrainischer Medien zurückgewiesen, laut denen im Gebiet Lugansk im Osten der Ukraine ein russischer Luftlandepanzer vom Typ BMD-2 der russischen Armee sowie zahlreiche militärische Dienstdokumente erbeutet worden seien.
Der Sprecher des Verteidigungsministeriums Igor Konaschenkow bezeichnete diese Meldungen als eine Fälschung. Die angeblich sichergestellten russischen Militärpapiere seien auf veralteten Formularen gedruckt, die die russische Armee seit fünf Jahren nicht mehr nutze. „Auch ist nicht nachvollziehbar, wozu diese umfassende Bibliothek einschließlich eines Entlassungsbuchs der Mannschaften im Panzer mitgeführt wurde.“

RIA.ru: Am Mittwochabend fand in Kiew eine Probe der Militärparade für den Unabhängigkeitstag am 24. August statt.

Nachmittags:

RIA.de: Einen Tag nach Granateneinschlägen im Stadtkern von Donezk hat die Volkswehr im Zentrum der ostukrainischen Industriemetropole nach eigenen Angaben zwei Mörsertrupps der Regierungsarmee aufgespürt und zerschlagen.
„Die Einwohner hatten uns informiert, dass am Teich Wtoroj Staw im Stadtzentrum zwei Mörsertrupps operieren“, teilte ein Sprecher im Stab der Donezker Volkswehr am Donnerstag RIA Novosti mit. Nach seinen Angaben beschossen die Mörser unter Deckung durch drei Scharfschützen das ehemalige Gebäude des Geheimdienstes SBU, in dem sich jetzt der Stab der Volkswehr befindet. Die beiden Trupps seien beim Gefecht von Volksmilizen liquidiert worden. Die Führung der nicht anerkannten Donezker Volksrepublik hatte die Einwohner gewarnt, dass vereinzelte Spezialtrupps der ukrainischen Armee in die Stadt eindringen würden. Laut Augenzeugen kommt es in verschiedenen Stadtteilen ab und zu Schusswechseln zwischen den Volksmilizen und Bewaffneten in Uniformen ohne Abzeichen.

Novorossia.su: Bei einer Spezialoperation der Volksmiliz der DVR wurden zwei Offiziere der gegnerischen Aufklärung gefangen genommen.

Novorossia.su: Mit Hilfe von Dr. Lisa gelang es, drei schwerkranke Kinder, die eine Chemotherapie benötigen, aus der DVR nach Moskau zu evakuieren. Dort werden sie in vollem Umfang behandelt.
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RIA.de: Vier Staatsbürger Frankreichs sind der Volkswehr der nicht anerkannten „Donezker Volksrepublik“ beigetreten, um gegen die ukrainische Armee zu kämpfen. RIA Novosti hat einen der Freiwilligen interviewt.
„Wir sind als erste französische Volontäre gekommen. Eine weitere Gruppe unserer Landsleute ist bereits auf den Weg in die Ukraine“, sagte der Mann, der sich als Guillaume vorstellte. Neben ihm seien Michel, Victor und Nicolas der Volkswehr beigetreten. Sie seien bislang die einzigen Franzosen in der Volkswehr. „Man sagt, es gibt mehrere Spanier. Die haben wir aber noch nicht gesehen“, sagte Guillaume.
Nach seiner Einschätzung sind die Kämpfe am Donezbecken eine neue Phase eines „dritten Weltkrieges, der in Libyen begonnen hatte und in Syrien fortgeführt wurde“. „Russland kämpft faktisch im Alleingang gegen den internationalen Globalismus. Das ist eine Art Reconquista. Deshalb sind wir hier, um Russland in diesem Kampf zu helfen.“ „Wir sind nach Donbass gekommen, weil dessen Bevölkerung von Agenten Kiews getötet wird. Diejenigen, die die Terroroperation am Donbass durchführen, sind Kreaturen der Oligarchen und der internationalen Mafia“, so der französische Freiwillige weiter. Nach seinen Worten französische Medien vom Krieg in der Ost-Ukraine. „Frankreich weiß nicht, dass am Donbass ein Krieg tobt.“

Abends:

RIA.de: Der ukrainische Präsident Pjotr Poroschenko hat ein Gesetz unterzeichnet, laut dem Bürger in der Zone der Sonderoperation im Osten des Landes ohne Gerichtsbeschluss bis zu 30 Tagen in Haft gehalten werden können, wie der Pressedienst des Staatschefs am Donnerstag mitteilt.
„…Zur Abwehr von Terrorbedrohungen in der Zone der Anti-Terror-Operation können Personen, die in Terroraktivitäten verwickelt sind, mehr als 72 Stunden präventiv festgehalten werden.  Die Präventivhaft kann  nicht länger als 30 Tage dauern“, heißt es.
Bisher konnten Festgenommene höchstens drei Tage in Gewahrsam bleiben.

Novorossia.su: In Donezk wurde das Museum für Reionalgeschichte zielgerichtet von der ukrainischen Artillerie beschossen und vollständig zerstört.
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RIA.de: Der ukrainische Staatschef Pjotr Poroschenko will bei dem für Dienstag geplanten Treffen mit Russlands Präsident Wladimir Putin in Minsk über eine Beendigung des militärischen Konfliktes in der Ost-Ukraine verhandeln. An dem Gipfel werden auch die Präsidenten von Weißrussland und Kasachstan teilnehmen.
„Die Ukraine will Frieden“, sagte Poroschenko am Donnerstag nach Angaben seines Presseamtes. Am 26. August reise er gemeinsam mit einem „starken Team aus drei ranghohen EU-Vertretern“ nach Minsk, um „Frieden zu vereinbaren“. Zuvor hatte der Vorsitzende der Staatsduma (russisches Parlamentsunterhaus), Sergej Naryschkin, geäußert, dass das anstehende Gipfeltreffen in Minsk einer Deeskalation in der Ukraine diene.

Novorosinform.org: Am 24. August, dem Unabhängigkeitstag der Ukraine, wird in Donezk eine „Parade der ukrainischen Gefangenen“ stattfinden, hieß es aus dem Verteidigungsministerium der DVR.

RIA.de: Eine vorläufige Route für den russischen Hilfskonvoi aus Russland ist festgelegt worden, wie der Sprecher des Sicherheits- und Verteidigungsrates der Ukraine, Andrej Lyssenko, am Donnerstag in Kiew bei einem kurzen Pressegespräch sagte.
Ihm zufolge ist in Lugansk ein Lagerplatz eingerichtet worden, an dem die Hilfsgüter aufgespeichert und dann von Mitarbeitern der internationalen Rotkreuz-Organisation an die Bevölkerung der Region verteilt werden sollen.
Der aus 280 KamAZ-Lastern bestehende Konvoi soll die Hilfslieferungen aus der Stadt Donezk im (russischen) Gebiet Rostow ins ukrainische Lugansk bringen.
Unter Kontrolle der Rotkreuz-Mitarbeiter sollen die Hilfsgüter in einzelnen Partien auf ukrainisches Territorium transportiert werden.
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RIA.de: Russland, das 280 Lkws mit humanitärer Hilfe in ostukrainische Kriegsgebiete entsandt hat, fordert das ukrainische Militär und die Milizen auf, für die Sicherheit des Hilfskonvois die Kämpfe einzustellen.
Es sei „dringend notwendig, dass die Konfliktparteien für die Sicherheit des humanitären Konvois eine Waffenruhe ausrufen“, sagte der russische Vize-Verteidigungsminister Anatoli Antonow am Donnerstag bei einem Treffen mit Laurent Corbaz, Europa- und Zentralasien-Chef des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz. Dies wäre ein erster Schritt in Richtung einer umfassenden Regelung des Konfliktes, sagte Antonow nach Angaben des Presseamtes des  Verteidigungsministeriums. Auch das russische Außenministerium forderte die Konfliktgegner in der Ukraine auf, für die Dauer der Hilfsaktion das Feuer einzustellen. Die Behörde rief den UN-Sicherheitsrat auf, in einer speziellen Erklärung die Waffenruhe zu fordern.

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Presseschau vom 20.08.2014

Soldatenmütter rufen ukraineweit zu Massenaktion auf


Quellen: Itar-Tass, Interfax, Ria Novosti, rusvesna.su, voicesevas.ru, hinzu kommen Informationen der Seiten „Novorossia“ sowie „dnr-news“ und „novorosinform“.  Wir beziehen manchmal auch ukrainische Medien, z.B.  BigMir, UNIAN, Ukrinform, KorrespondenT und die Online-Zeitung Timer aus Odessa ein.
Zur besseren Unterscheidung der Herkunft der Meldungen sind Nachrichtenquellen aus den neuen ostukrainischen Volksrepubliken in Rot (Portal Novorossia, dnr-news, novorosinform) und andere ukrainische Quellen in Blau (BigMir, Ukrinform, UNIAN, KorrespondenT und Timer) gekennzeichnet.
Die Übersetzung russischer Medien erfolgt in schwarzer Farbe.


 

Vormittags:

RIA.de: Am Dienstag ist um 17.00 Uhr  (Moskauer Zeit) eine Aktion zur Unterstützung unseres Kollegen Andrej Stenin gestartet worden. Russische Prominente, Journalisten, Fotografen, Blogger und alle, denen das Schicksal des vermissten Pressefotografen nicht gleichgültig ist, haben auf ihren Accounts in den sozialen Netzwerken die Bilder mit den Hashtags #освободитеАндрея und #freeAndrew gepostet. Mit der Aktion soll die Öffentlichkeit  auf das Verschwinden von Andrej Stenin in der Ukraine aufmerksam gemacht werden. Der bekannte Fotograf gilt seit dem 5. August als vermisst.
Mit der Aktion soll in den sozialen Netzwerken über das Verschwinden Stenins informiert werden. Alle, denen das Schicksal des vermissten Bildjournalisten Andrej Stenin nicht gleichgültig ist, können ihr Profilfoto- bzw. Konterfei in den sozialen Netzwerken ändern.
Sie können an der Aktion teilnehmen, indem Sie in das Profilbild (Konterfei) Ihres Accounts die Bilder der Hashtags #освободитеАндрея und #freeAndrew hochladen.
Die Aktion wird solange laufen, bis Andrej Stenin freigelassen wird.

Novorosinform.org: Transnistrien wird Teil der Russischen Förderation. Das erklärte am Dienstag der Beauftragte des russischen Präsidenten für die Krim und Sewastopol beim Besuch des internationalen Jugendforums „Tawrida“.
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RIA.de: Das polnische Außenministerium hat die Informationen über eine Teilnahme seiner Bürger als Söldner an der Sonderoperation in der Süd-Ukraine dementiert.
Der polnische Außenamtssprecher Marcin Wojciechowski  verwies darauf, dass das Söldnertum im Ausland in Polen mit Freiheitsentzug geahndet wird.
In einer Reihe von Medien tauchten Berichte auf, wonach polnische Söldner auf der Seite der ukrainischen Armee kämpfen. Unter anderem veröffentlichte dpa eine Meldung darüber am 16. August. Zuvor hatte das ukrainische Militär selbst die Teilnahme von Bürgern anderer Länder an der Sonderoperation bestätigt. Zugleich wurde dabei nicht konkretisiert, ob es unter ihnen polnische Bürger gibt.

Novorosinform.org: In Russland gibt es Radiosender, die auf Mittelwelle senden und damit auch das gesamte Gebiet der Ukraine abdecken. Jetzt startete ein Experiment – in Odessa ist der Empfang hervorragend. Deshalb schnell einen entsprechenden Empfänger kaufen, solange die Faschisten in Kiew den Verkauf nicht verbieten“

Rusvesna.su: Im Gebiet Dnepropetrowsk wurden 120 Fälle von Fahnenflucht bekannt. Nach Angaben der Gebietsadministration wurden vom März bis zum 19. August ungefähr 6.600 Wehrpflichtige mobilisiert.
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Novorosinform.org: Allein am 19. August starben bei den Kämpfen vor Donezk 483 ukrainische Militärangehörige, geht aus Abgehörten Gesprächen der Armee hervor. Dies sagte der Parlamentsvorsitzende von Novorossia Oleg Zarjow. Aus den Gesprächen gehe auch hervor, dass es dort über 700 Verwundete gab.

Rusvesna.su: In Folge der schweren Kämpfe um Ilowaisk wurden erneut Kämpfer des „Donbass“-Bataillons getötet, unter ihnen ein amerikanischer Söldner… Wie ukrainische Medien berichten, hieß der Amerikaner Mark Paslawsky, er war 55 Jahre alt und hatte unlängst die ukrainische Staatsbürgerschaft angenommen, um in den Reihen des „Donbass“-Bataillon zu kämpfen.
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Novorosinform.org: Die erfolgreichen Handlungen der Partisanen in der Ukraine  zwangen den Gegner dazu, Einheiten zur Partisanenbekämpfung aufzubauen. Eine dieser Einheiten entstand aus dem Bataillon „Kiew-2“. Geleitet wurde sie vom Maidankommandeur Pidgorny.
Als Grundlage der Taktik zur Partisanenbekämpfung dienten die Instruktionen der deutschen Hitlerfaschisten. Danach sollte die Einheit etwa 15 Mann stark sein, die vor Ort den Partisanen auf ihren Rückzugswegen Fallen stellen sollten.
Jedoch auch die strikte Einhaltung der Vorschriften ihrer ideologischen Vorgänger rettete die Gruppe nicht vor den Patrioten von Novorossia. Im von der ukrainischen Armee kontrollierten Dorf Tschernuchino gerieten die Partisanenbekämpfer selbst in einen Hinterhalt. In einem kurzen Kampf wurden drei von ihnen getötet und 11 verletzt.

Rusvesna.su: Militärrevolte – In Shitomir versammeln sich seit einigen Tagen die Soldaten der 30. Brigade und ihre Angehörigen zu Protestkundgebungen. Am 9. August riefen sie sehr emotional ihre Stabsoffiziere, die Verantwortlichen der Region, den Kriegskommissar und sogar den Gouvernneur dazu auf, auf ihre Fragen zu antworten. Und Fragen haben sie viele: Warum erhalten sie in ihre Militärausweise keinen Vermerk für die Teilnahme an Kampfhandlungen? Warum wurden sie in den Krieg geschickt ohne medizinische Versorgung? Warum waren sie ein halbes Jahr im Donbass anstelle der 45 Tage? Warum haben ihre Offiziere sie im Stich gelassen? Warum verheimlicht man die großen Verluste? Und als Wichtigstes: Warum lässt man sie nicht nach Hause, sondern droht ihnen mit Strafverfolgung wegen Fahnenflucht. Bis jetzt haben sie keine Antworten erhalten.

Novorossia.su: Die Reparaturbrigaden haben die Stromversorgung der Wasseraufbereitungsanlage für die Versorgung von Donezk wieder in Gang gesetzt. Darüber informierte heute die Regierung der DVR.

RIA.de: Moskau hat an das bulgarische Außenministerium eine Protestnote im Zusammenhang mit der Schändung eines Denkmals für die im Kampf gegen den Faschismus gefallenen Sowjetsoldaten gerichtet. Es wurde gefordert, die Schuldigen zur Verantwortung zu ziehen.
Zuvor war mitgeteilt worden, dass Skulpturen und die Wand mit den Namen der Gefallenen an mehreren Stellen mit roter Farbe beschmiert wurden.
„Wir sind tief empört über die Schändung des Denkmals – einer Grabstätte für gefallene sowjetische Befreiungssoldaten im Stadtviertel Losenez von Sofia – in der Nacht auf den 18. August durch unbekannte Vandalen“, heißt es am Mittwoch in einer Mitteilung des russischen Außenamtes.
In der Note werde gefordert, die Schuldigen zur Verantwortung zu ziehen und das Denkmal wieder in Ordnung zu bringen, hieß es.

Nachmittags:

Ria.de: Die Schweiz hat sich geweigert, europäischen Erzeugern von Fleisch- und Milchprodukten dabei zu helfen, das russische Embargo zu umgehen, berichtet die „Wall Street Journal“ unter Berufung auf das Schweizer Bundesamt für Landwirtschaft. Wie die Behörde mitteilte, wollten einige Lebensmittel-Unternehmen die Alpenrepublik als Transitland für ihre Ausfuhren nach Russland nutzen. Die Schweiz lehnte dieses Ansinnen jedoch ab.

Novorossia.su: Im Gebiet Krasnodon gibt es schwere Kämpfe. Besonders schwierig ist die Lage in Perwomaisk, wo es eine große Zahl ziviler Opfer gibt. Die Leichen liegen auf der Straße und können wegen des pausenlosen Beschusses durch die ukrainische Artillerie nicht geborgen werden. Jetzt wird eine Gruppierung, die in einen Kessel bei Krasnodon geriet, vernichtet. Die Faschisten sperrten Menschen in einer Kirche ein und verminten diese. Nun verhandeln sie mit der Volksmiliz über einen Korridor aus dem Kessel heraus gegen eine Freilassung ihrer Geiseln.

RIA.de: Die Volkswehr der selbsterklärten Donezker Volksrepublik (DVR) verfügt über Angaben, die die Informationen über Aktivitäten mehrerer Diversionsgruppen der ukrainischen Armee auf der geplanten Route des russischen Hilfskonvois in der Ostukraine bestätigen, teilte ein Sprecher des Volkswehr-Stabes  RIA Novosti am Mittwoch mit.
„In diesem Zusammenhang ergreifen Volkswehr-Formationen von Donezk und Lugansk die erforderlichen Maßnahmen zum Aufspüren und Vernichten dieser Gruppen. Die Volkswehr verstärkt auch ihre Einheiten an den Checkpoints zur Gewährleistung der Sicherheit der Bewegung der Autokolonne mit Hilfsgütern“, sagte er.
Der DVR-Vizepremier Andrej Purgin hat erklärt, dass die Republik den Mitarbeitern des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), die den Hilfskonvoi aus Russland begleiten, die Sicherheit garantiert.
Zugleich gelingt es vorläufig nicht, von der Ukraine die notwendigen Sicherheitsgarantien für die Bewegung des Hilfskonvois und die darauf folgende Verteilung der humanitären Hilfe zu erhalten.
Nach OSZE-Angaben müssen die Lastkraftwagen mit russischen Hilfsgütern für die Ukraine einen IKRK-Stützpunkt in Lugansk erreichen, wonach die Fracht in weitere Städte geschickt werden soll. Per Mittwoch, den 20. August, stehen die ersten 16 KamAZ vor dem russischen Grenzkontrollpunkt „Donezk“.

Rusvesna.su: Der Vizepremier der DVR Purgin erklärte heute: „Die Verluste dieses Bürgerkrieges wird man noch jahrelang zählen. Bis jetzt kann die Rede sein von 2.000-3.000 Menschen auf unserer Seite und, wahrscheinlich, von 10.000 Mann auf der ukrainischen Seite. Sie haben mehr Verluste, weil die Verluste der Verteidiger immer geringer sind als die der Angreifer.“
Nach seinen Worten findet in dem von den ukrainischen Kräften kontrollierten Gebieten ein Partisanenkrieg statt.

RIA.de: Der Verteidigungs- und Sicherheitsrat in Kiew weist Berichte ukrainischer Medien zurück, laut denen eine russische Panzerkolonne in Lugansk im Osten der Ukraine vorgerückt sein soll, um die dortigen Milizen zu unterstützen. Der ukrainische Nachrichtendienst hat keine Panzer entdeckt.
„Diese Meldungen sind ausgesprochen zweifelhaft“, sagte der Sprecher des ukrainischen Verteidigungs- und Sicherheitsrat, Andrej Lyssenko, am Mittwoch. „Wir haben keine offizielle Bestätigung vonseiten unserer Aufklärung dafür, dass diese Kolonne existiert.“

Novorosinform.org: Die „Soldatenmütter der Ukraine“ informierten heute über die Vorbereitung einer Massenaktion in der gesamten Ukraine. Sie wollen überall Fakten und Berichte sammeln zu den im Südosten Gefallenen. Am 1. September sollen dann diese Fakten an die Oberste Rada und Präsidenten Poroschenko übergeben werden.
Ziel sei es, die Staatsmacht zu zwingen, den Frauen und Müttern Auskunft zu geben, wo ihre Angehörigen kämpfen und im Fall des Todes eine Ausgleichzahlung vorzunehmen.

Rusvesna.su: Die Abgeordneten der KPRF in der russischen Staatsduma stellen eine „schwarze Liste“ auf mit ukrainischen Künstlern, die die Strafoperation unterstützen. Ihnen sollen Auftritte in Russland und in russischen Sendungen verboten werden.

Rusvesna.su: In ukrainischen Medien werden Werbespots zum Energiesparen gezeigt. So wird empfohlen, abends eine Kerze anzuzünden statt des Lichts und mit kaltem Wasser zu duschen.

RIA.de: Kiew hat den Internationalen Währungsfonds (IWF) ersucht, bis Ende 2014 die dritte und die vierte Hilfstranche von insgesamt 2,2 bis 2,3 Milliarden Dollar in einem Paket bereitzustellen, wie der ukrainische Finanzminister Alexander Schlapak am Mittwoch mitteilte.
„Wir möchten die dritte und die vierte Tranche zusammenlegen. Somit rechnen wir mit einem Betrag von etwa 2,2 bis 2,3 Milliarden Dollar, den wir bis zum Ende des laufenden Jahres erhalten möchten“, sagte Schlapak am Mittwoch Journalisten.

Novorosinform.org: Der französische Staatsbürger und gebürtiger Odessit Jurij Jurtschenko, Dichter, Dramaturg und Korrespondent, der nach Novorossia gekommen war, um die Informationsblockade der westlichen Medien zu durchbrechen, wurde heute in der Stadt Ilowaisk entführt.

RIA.de: Laut dem ukrainischen Innenminister-Berater Anton Geraschtschenko liegen ihm keine Informationen zu dem in der Ostukraine vermissten Fotoreporter der Agentur Rossiya Segodnya Andrej Stenin vor.
„Uns liegen keine Informationen zu Andrej Stenin vor. Ich habe den Chef des Sicherheitsdienst danach gefragt, als diese Frage ein breites öffentliches Echo ausgelöst hatte. Dieser Bürger wird nicht bei SBU festgehalten“, sagte Geraschtschenko am Mittwoch in Kiew.

ITAR-TASS: In Donezk starben in den letzten 24 Stunden 39 Zivilisten. 29 Menschen wurden unterschiedlich schwer verletzt. Die Stadt wird vom ukrainischen Militär aus „Grad“-Raketenwerfern beschossen. In Makejewka starben 10 Zivilisten.

Abends:

ITAR-TASS: In Donezk sind Diversionsgruppen der ukrainischen Militärkräfte aktiv. Heute konnte eine Gruppe liquidiert werden, die Signale für die „richtige“ Zieleinstellung der ukrainischen Artillerie sendete, gab die Regierung der DVR bekannt.

Gefunden bei antimaidan german (facebook): deutschsprachiges Video mit dem Titel „So sieht die russische Unterstützung in der Ukraine tatsächlich aus“
Gezeigt wird die Ausrüstung der Freiwilligen, die zur Volksmiliz gehen.

RIA.de: Die Moskauer Abteilung der russischen Verbraucherschutzbehörde Rospotrebnadsor hat vier McDonald’s-Restaurants wegen Hygiene-Verstößen vorübergehend schließen lassen.
Unter anderem wurde das Restaurant in der Bolschaja-Bronnaja-Straße geschlossen, das 1990 als erste McDonald’s-Filiale in Russland eröffnet worden war. In den betroffenen Lokalen seien bei Inspektionen vom 18. bis 20. August „zahlreiche Verstöße gegen gesetzliche Hygiene-Anforderungen“ entdeckt worden, teilte die Behörde am Mittwoch mit.  Ermittlungen seien eingeleitet worden. Eine Gerichtsklage werde vorbereitet. Rospotrebnadsor kündigte an, die Inspektionen der US-Fastfood-Kette fortzusetzen.

Rusvesna.su: Die 16 weißen LKW, die heute am Grenzkontrollpunkt „Donezk“ standen, mussten wieder auf das russische Territorium zurückfahren, da die ukrainischen Zollbeamten nicht zur Durchsicht der Ladung erschienen und auch nicht zu erreichen waren.

Rusvesna.su: Der französische Außenminister hält es für richtig, dass Russland auf der humanitären Hilfe für den Donbass besteht. Angesichts der schrecklichen Lage der Bevölkerung sei Hilfe dringend nötig.

Novorosinform.org: Mit humanitärer Hilfe aus Russland kehrte heute Denis Puschilin nach Donezk zurück.

Novorosinform.org: Ungeachtet der Drohungen des offiziellen Belgrads haben sich heute 14 Serben der Volksmiliz der DVR angeschlossen, teilte der Premierminister der Volksrepublik Sachartschenko mit.

Rusvesna.su: Die Volksmiliz der LVR meldet den Abschuss eines Kampfflugzeugs sowie den zweier Kampfhubschrauber in der Nähe von Georgijewka.

RIA.de: Mehrere Granaten sind am Mittwoch im Zentrum der ostukrainischen Stadt Donezk eingeschlagen und starke Explosionen ausgelöst, berichtet ein Korrespondent der RIA Novosti vor Ort.
Durch die Einschläge wurden mehrstöckige Wohnblocks beschädigt, mehrere Privathäuser fingen Feuer.

Rusvesna.su: Ilowaisk wurde heute dreimal von ukrainischem Militär angegriffen. Die Volksmiliz konnte jedoch in schweren Kämpfen die Angriffe abwehren.

Novorosinform.org: Der Wirtschaftsminister der Ukraine Scheremeta trat zurück. Gründe hierfür sind bislang nicht bekannt.

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Presseschau vom 19.08.2014

OSZE weg –> 10 Kinder sterben bei Bombardierung eines Kindergartens


Quellen: Itar-Tass, Interfax, Ria Novosti, rusvesna.su, voicesevas.ru, hinzu kommen Informationen der Seiten „Novorossia“ sowie „dnr-news“ und „novorosinform“.  Wir beziehen manchmal auch ukrainische Medien, z.B.  BigMir, UNIAN, Ukrinform, KorrespondenT und die Online-Zeitung Timer aus Odessa ein.
Zur besseren Unterscheidung der Herkunft der Meldungen sind Nachrichtenquellen aus den neuen ostukrainischen Volksrepubliken in Rot (Portal Novorossia, dnr-news, novorosinform) und andere ukrainische Quellen in Blau (BigMir, Ukrinform, UNIAN, KorrespondenT und Timer) gekennzeichnet.
Die Übersetzung russischer Medien erfolgt in schwarzer Farbe.


 

Vormittags:

Novorosinform.org: Einwohner von Slawjansk und Kramatorsk erstellten Listen mit „Komplizen der Terroristen und Separatisten“ aus den Reihen des pädagogischen Personals von Mittelschulen und Vertretern der Regionalverwaltung, die notwendigerweise entlassen oder durch die etablierte ukrainische Strafverfolgungsbehörde angeklagt werden müssten.
Darüber berichtete au einer Pressekonferenz der Deputierte der Vaterlandspartei Pawlowski, der sich mit einem entsprechenden Brief an die Leitung des ukrainischen Sicherheitsdienstes gewandt hatte.
„Alle diese pro-russischen Bastarde sollen bestraft werden,- hatte der Leiter der Obersten Strafverfolgungsbehörde gesagt. Wir waren bereit für eine Amnestie, aber nur bis zu dem Zeitpunkt, an dem das erste Blut floss. Danach muss jeder Drecksack, der den Terroristen geholfen hat, seine gerechte Strafe erhalten.“
Nach Pawlowskis Worten wurde die Liste der „Komplizen der Terroristen im besetzten Gebiet“ nach Informationen der Ortseinwohner mit seinen Helfern zusammen erstellt.
Der Aktivist Puschkarjenko, der direkt an der Erstellung der Listen beteiligt war, unterstrich, dass sie damit dem Sicherheitsdienst helfen wollen, der noch nicht ausreichend seine Arbeitsfähigkeit in Slawjansk und Kramatorsk wiederhergestellt habe.
Neben Vertretern der Regionalverwaltung geriet der Held der Ukraine, Generaldirektor des Maschinenbaubetriebs Georgij Skudar auf die „Liste der Komplizen“, in dessen Betrieb laut Brief Pawlowskis „Technik für die Terroristen repariert und faktisch produziert wurde“.
Ein bedeutender Teil der Namen auf der Liste machen Mitarbeiter des pädagogischen Bereichs der beiden Städte aus, im Wesentlichen Lehrer und Dozenten an den Schulen mit mittlerem Schulabschluss. Unter den Beschuldigungen sind auch einige Vorwürfe, die zu einer Anklage führen. Zum Beispiel wird die Dozentin der beruflichen Schule Tschernikowa beschuldigt, für „die Unterstützung der DVR“ eingetreten zu sein und „keine patriotischen Gefühle“ gezeigt zu haben. Und die Geschichtslehrerin der Slawjansker Mittelschule Nr. 9 – der „Ersten-Hilfe-Leistung für Separatisten“, aber auch der Tatsache, dass „ihre Söhne aktiv bei der Volksmiliz teilnahmen und am Kontrollposten in Semenowka standen“.
Die Schuld der Konrektorin der Universität von Donezk Tatjana Marmasowa besteht neben der Tatsache, dass sie Bildungsministerin in der DVR war, darin, dass sie „ständig für eine Förderalisierung der Ukraine eintritt“.
Eine Bestrafung verdient habe auch nach Aussage der Initiatoren der Listen die Dozentin der beruflichen Schule Slawjansk dafür, dass sie am 28. Mai dem russischen Fernsehen ein Interview gab, in dem sie die ukrainische Armee des Beschusses der Schule Nr. 13 beschuldigte.
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Novorossia.su: Der Premier der DVR Sachartschenko erklärte in einer Pressekonferenz, dass Verhandlungen mit Kiew nur auf gleicher Ebene und zu gleichen Bedingungen nach Anerkennung der Unabhängigkeit beider Volksrepubliken begonnen werden können.
„Wir sind…immer bereit für Gespräche, wir warten auf Vorschläge, aber auf vernünftige Vorschläge – nicht: Legt die Waffen nieder und schließt die Grenze. Dies wird niemals geschehen, sie sollten nicht mehr davon träumen“, erklärte Sachartschenko den Journalisten.
Nach Meinung Sachartschenkos „muss man auf Augenhöhe miteinander reden, als gleichberechtigte Partner“…
„Wir sind gegen den Krieg und wollen nicht, dass Zivilisten sterben“, sagte er.
Zuvor hatte Kiews Außenminister Klimkin erklärt, man könne eine beiderseitige Waffenruhe in der Zone der ATO vereinbaren, wenn eine effektive Grenzkontrolle eingerichtet sei, die Arbeit der OSZE laufe und ein Fortschritt bei der Situation mit den Geiseln erreicht werde.

ITAR-TASS: Doktor Lisa plant, 5 schwerkranke Kinder aus Donezk zu evakuieren.

Novorosinform.org: Seit Beginn der ATO gelten mehr als tausend Anhänger der DVR als vermisst. Der Vizepremier der DVR Alexander Purgin meint, dass ein Teil von ihnen getötet worden seien, der andere Teil durch die Freiwilligenbataillone gefangen genommen wurde, die sich nur schwach dem Kriegsministerium der Ukraine unterordnen und wahrscheinlich die Identität der Menschen geheim halten, die bei ihnen in Gefangenschaft sind.
Bisher gebe es Informationen über etwa 300 Gefangene, sagte Purgin, der den Gefangenenaustausch organisiert.
Nach Purgins Worten wird der Prozess des Gefangenenaustauschs weitergeführt. Vor Tagen gab es einen Tausch „26 zu 26“. Dabei stellte sich heraus, dass Kiew 6 Menschen herausgab, die gar nicht auf der Liste der Volksmiliz standen. Das liege daran, dass Kiew diejenigen Gefangenen nicht herausgeben will, die als besonders wertvoll betrachtet werden.

RIA.de: Bulgariens Wirtschafts- und Energieminister Wassil Stonow hat die staatliche Energieholding angewiesen, die Arbeiten am bulgarischen Abschnitt der Gas-Pipeline South Stream einzustellen, berichtete das Ministerium am Mittwoch auf seiner Internetseite.
Grund dafür sei die Nichtübereinstimmung des Projekts mit den Anforderungen der EU-Kommission. Der Abschluss aller Verträge im Zusammenhang mit der Gaspipeline werde auf Eis gelegt, bis das Projekt mit den Anforderungen im Einklang ist, hieß es.
Über die rund 2400 Kilometer lange Gaspipeline South Stream zwischen Russland und Italien soll Südeuropa mit Erdgas versorgt werden. Das Projekt hat einen geschätzten Wert von 15,5 Milliarden Euro.

Novorosinform.org: Serbien will seine Bürger mit 5 Jahren Haft bestrafen, wenn sie an Kampfhandlungen im Ausland teilnehmen. Für die Organisation ihrer Ausreise zu den Krisengebieten sind 12 Jahre Haft vorgesehen.

ITAR-TASS: In Odessa klagen die Mütter von Soldaten die Kiewer Machthaber an, ihre Söhne in den sicheren Tod zu schicken. Die Kommandeure der Einheiten werden außerdem beschuldigt, die Soldaten nur ungenügend mit Lebensmitteln, Hygieneartikeln und Medikamenten zu versorgen.

Novorosinform.org: Sachartschewnko dementierte den Erhalt russischer Militärtechnik. Die Volksmiliz habe genug Technik aus den Reihen der ukrainischen Armee, die erbeutet wurden.

RIA.de: Die österreichische Firma Schiebel wird die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) mit Drohnen zur Beobachtung auf dem ukrainischen Territorium ausstatten. Die OSZE-Sonderbeobachtungsmission in der Ukraine soll die Drohnen, die über keine Bewaffnung  verfügen werden, im Laufe von sechs bis zehn Wochen bekommen, teilte der Pressedienst der OSZE RIA Novosti mit.
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Novorosinform.org: Deutschland und Finnland verweigerten direkte Militärhilfe an die Ukraine, worum der ukrainische Außenminister Klimkin die EU und die NATO gebeten hatte.

RIA.ru: Der Hilfskonvoi der russischen Regierung steht am Grenzkontrollpunkt. Für den Dienstag wird keine Weiterfahrt erwartet.

Novorossia.su: Dem ehemaligen Verteidigungsminister Igor Strelkow wurde die höchste Auszeichnung der DVR, der Orden des Heiligen Wundertäters Nikolaus II. Klasse für seine Verdienste beim Aufbau der Armee der Volksrepublik sowie für die großartige Organisation der Verteidigung der Städte Slawjansk und Donezk verliehen.
Zuvor hatte ein Regierungsvertreter bekanntgegeben, dass Strelkow entgegen anderslautender Meldungen nicht verletzt sei und sich zukünftig der Organisation einer gemeinsamen Armee beider Volksrepubliken in Novorossia widmen wird.

RIA.de: Ein Staatsbürger der Slowakei, der auf der Seite der ostukrainischen Volkswehr gekämpft hatte, ist jetzt laut Anton Gerastschenko, Berater des Innenministers der Ukraine, in der Stadt Ilowaisk bei Donezk festgenommen worden.
„Der aus Serbien stammende slowakische Bürger Miroslav Rohac wurde im Raum des Lok-Betriebswerks von Ilowaisk festgenommen“, teilte Gerastschenko via Facebook mit. „Wie er sagte, war er nicht als Söldner, sondern aus Überzeugung gekommen.“ Bei den Milizen habe er einen Granatwerfer bedient, hieß es.
Bei ihm wurde ein slowakischer Pass sichergestellt. Laut dem Vermerk im Pass hatte er die ukrainische Grenze am 3. Juli im Kiewer Flughafen passiert.
Dies sei der erste Fall, wo ein auf der Seite der Milizen kämpfender EU-Bürger festgenommen wurde, so Gerastschenko. Laut Rohac hatten auch andere Serben auf der Seite der Aufständischen in Ilowaisk gekämpft. Er wisse jedoch nicht, ob sie den nächtlichen Sturm auf die Stadt überlebt haben.

Novorosinform.org: Die Vereinigung der ukrainischen Offiziere beklagt, dass man heutzutage Feinde der Ukraine nicht einfach aufhängen kann. „Das Hängen gilt heute als inhuman“ sagte er… Aber wenn man die Feinde der Ukraine schon nicht aufhängen könne, dann müsse man sie unverzüglich einsperren, sagte er auf einer Pressekonferenz, auf der die Listen der „Komplizen der Terroristen und Separatisten“ von Slawjansk und Kramatorsk vorgestellt wurden.

RIA.de: Die Volkswehr der selbsterklärten Donezker Volksrepublik (DVR) hat die 30. selbständige mechanisierte Brigade zerschlagen und viele Soldaten, darunter den Vize-Kommandeur, gefangen genommen, teilte der Volkswehr-Stab RIA Novosti mit.
Dem Stab zufolge versuchte die Brigade, die Einkreisung beim Dorf Stepanowka an der Grenze zu Russland zu durchbrechen.
Laut dem DVR-Kommandeur im Rang eines Generalmajors, der die Operation der Volkswehr-Milizen geleitet hatte und den der Volkswehr-Stab zitiert, konnten die eingekesselten Soldaten „einen Artilleriebeschuss im Laufe von zwei Tagen nicht aushalten und brachen aus Stepanowka in Richtung des Dorfes Amwrossijewka los“. „Da sie die Landkarte nicht lesen können und nach einem Navigationsgerät gehen mussten, stießen sie auf unseren Blockposten in der Stadt Tores, wo sie zwei Gefechtsfahrzeuge verloren und sich danach zurückziehen mussten. Ihnen gelang es, die Stadt Sneschnoje nahe Amwrossijewka zu erreichen. Aber dort vernichtete unser Blockposten die Kolonne vollständig“, so der Generalmajor mit dem Codenamen „Schlechter Soldat“.
„Es gibt so viele gefangene Soldaten, dass es an der Zeit ist, Lager für Kriegsgefangene zu bauen“, sagte der General.

Nachmittags:

RIA.de: Ein Teil des russischen Hilfskonvois ist an der Grenze zur Ukraine eingetroffen, schreibt die Zeitung „Moskowski Komsomolez“ am Dienstag.
Am Grenzübergang Donezk im Gebiet Rostow stehen 16 Laster mit Lebensmitteln, Babynahrung, Wasser und Medikamenten. Vor der Weiterfahrt sollen die Fahrzeuge von russischen und ukrainischen Grenzsoldaten überprüft und mit speziellen Geräten gescannt werden. Danach soll die Ladung verplombt werden. Doch das alles kann erst dann geschehen, wenn die Vertreter des Roten Kreuzes Sicherheitsgarantien von den Aufständischen des Donezbeckens und der ukrainischen Armee bekommen.
Kiew sieht sich nicht verpflichtet, die Sicherheit der Hilfslieferungen zu gewährleisten. Dafür sollen die Aufständischen sorgen. Die ukrainische Regierung begründet ihre Position damit, dass Hilfslieferungen für Gebiete vorgesehen sind, die von den Aufständischen kontrolliert werden. Nach Angaben des Roten Kreuzes werden die Hilfsgüter nur in Gebiete geschickt, in denen die Sicherheit garantiert wird.
Am Samstag wurden die Zollpapiere für die Hilfslieferungen nach Kiew geschickt. Doch die ukrainischen Behörden lehnten die vorgelegten Zolldokumente ab. Wie lange Kiew die Hilfsgüter an der Grenze auf ihre Weiterfahrt warten müssen, ist unbekannt.
Nahe Lugansk sollen Aufständische mehrere Soldaten aufgespürt und festgenommen haben, die eine Straße verminen und den russischen Hilfskonvoi angreifen wollten, so der Pressedienst der Volksrepublik Lugansk. „Drei Diversanten fuhren mit einem Chevrolet Niva, in dessen Kofferraum drei Granatwerfer und acht Geschosse, sieben Antipanzerminen, Schusswaffen und ein Metallkorb für Munition sichergestellt wurden“, teilte der Stab der Aufständischen mit. Die festgenommenen Soldaten gaben an, einen Angriff auf den Hilfskonvoi aus Russland geplant zu haben. Dabei sollte ein Video gedreht werden, in dem russische Soldaten gezeigt werden sollten, die den Angriff verüben.
Es wurde der Verdacht geäußert, dass Kiew gerade wegen den Vorbereitungen auf diese Aktion damit zögert, den russischen Hilfslieferungen grünes Licht zu geben.
Bemerkenswert ist, dass inzwischen zwei Laster der Hilfsorganisation der Landsmannschaft Donbass in Donezk eingetroffen sind. Diese gehören jedoch nicht dem „weißen Hilfskonvoi“ unter Aufsicht des Roten Kreuzes an.

RIA.de: Am ukrainischen Unabhängigkeitstag, den 24. August, will die Kiewer Regierung eine Siegesparade abhalten, schreibt die Zeitung „Kommersant“ am Dienstag.
Nach „Kommersant“-Angaben marschieren bei der Parade Einheiten mit, die an der Militäroperation in der Ostukraine beteiligt sind. Viele ukrainische Politiker halten eine Militärparade angesichts der Ereignisse im Land jedoch für unangebracht.
Nach Angaben des Kommandostabs der Militäroperation sind einige Einheiten bereits zu den Übungen für die Parade vor den Toren Kiews abkommandiert worden. An der Parade sollen mehr als 2000 Menschen teilnehmen. Bei der Parade soll zudem Kriegsgerät gezeigt werden, das während der Militäroperation im Osten des Landes zum Einsatz gekommen ist. Laut dem Militärexperten Igor Lewtschenko gehören dazu die neuen Schützenpanzerwagen BTR-3 und BTR-4 sowie gepanzerte Geländewagen KrAZ, Artillerie, Flugabwehrsysteme und die Totschka-U-Raketen.
Nach einem Erlass des ukrainischen Präsidenten Pjotr Poroschenko sind am 24. August zudem ein Gottesdienst, eine feierliche Zeremonie mit dem Hissen der Staatsflagge und ein Feuerwerk geplant. Zudem werden Blumen an mehreren Denkmälern niedergelegt.

novorossia.su: Die Kämpfer der Nationalgarde griffen Ilowaisk an und gerieten in das Feuer der Volksmilizen. Vielfache Splitterverletzungen erhielt dabei der Kommandeur des Donbass-Bataillons der Nationalgarde Semjon Sementschenko. Das berichtet Innenminister Awakow auf seiner Facebook-Seite. Sementschenko wurde mit vier anderen Kämpfern verwundet und in ein Lazarett gebracht.

RIA.de: Die Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), die die Grenze zwischen Russland und der Ukraine überwachen, haben laut Missionschef Paul Picard bislang keine Waffentransporte über die Grenze registriert.

RIA.de: Die Regierung der selbsterklärten Donezker Volksrepublik (DVR) garantiert laut ihrem Vizepremier Andrej Purgin den Mitarbeitern des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), die den russischen Hilfskonvoi begleiten, sowie den Fahrern der Lastkraftwagen Sicherheit.
Der Leiter der OSZE-Mission im Gebiet Rostow, Paul Picard, teilte am Dienstag RIA Novosti mit, dass das Datum des Beginns der Kontrolle der Kolonne mit russischen Hilfsgütern für die Ost-Ukraine durch die ukrainische Seite bisher nicht festgelegt ist.
Seinen Worten nach können die Sicherheitsgarantien für den Hilfskonvoi vorerst nicht gegeben werden.
Der Sprecher des Rates für Nationale Sicherheit und Verteidigung der Ukraine, Andrej Lyssenko, hatte zuvor ebenfalls erklärt, die Verzögerung mit der Frachtabfertigung hänge damit zusammen, dass Kiew keine Sicherheitsgarantien für die Bewegung der Kolonne auf dem von der Volkswehr kontrollierten Territorium geben kann.
„Unsere Regierung  bewertet die Situation in der DVR als humanitäre Katastrophe. Wir sind natürlich daran interessiert, dass die Kolonne mit Hilfsgütern nicht nur Lugansk, sondern auch Städte im Gebiet Donezk erreicht. In diesem Zusammenhang garantieren wir den Lkw-Fahrern und den IKRK-Mitarbeitern Sicherheit“, versicherte Purgin.
Er wies darauf hin, dass die DVR früher bereits der OSZE-Mission und den internationalen Luftfahrtexperten an der Absturzstelle der malaysischen Boeing Sicherheit gewährleistet hatte.
„Ungeachtet aller Provokationen Kiews und dessen, dass Kiew im Raum der Absturzstelle Kampfhandlungen begonnen hat, konnten wir die Sicherheit der Experten gewährleisten“, so der Vizepremier.

ITAR-TASS: Die ukrainische Regierung plant die Privatisierung fast aller Unternehmen in staatlichem Besitz. Dies wurde laut ukrainischen Medienberichten, von  Ministerpräsident Jazenjuk angekündigt. Nach seiner Aussage gibt es dort, wo es öffentliches Eigentum, auch Korruption.

RIA.de: Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) hat seine Vertreter in das umkämpfte Lugansk in der Ost-Ukraine entsandt, um Vorbereitungen für die Ankunft des russischen Hilfstransports zu treffen. Dies bestätigte der ukrainische Sicherheits- und Verteidigungsrat am Dienstag.
„Eine erste Gruppe der IKRK-Mitarbeiter ist nach Lugansk geschickt worden, um die Situation einzuschätzen sowie Entsendung und Empfang der humanitären Fracht zu organisieren“, sagte der Sprecher Sicherheitsrats Andrej Lyssenko. Nach seinen Worten machte sich das dreiköpfige Team aus dem russischen Gebiet Rostow auf den Weg und soll noch am Dienstag in der Ukraine eintreffen.

RIA.de: Russland und die Volkswehr-Milizen in der Ostukraine haben die Sicherheit des russischen Hilfsgüter-Konvois und der IKRK-Helfer in vollem Umfang garantiert. Dies sagte der Präsident des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), Peter Maurer,  bei einem Telefongespräch mit Russlands Außenminister Sergej Lawrow.
Wie das russische Außenamt auf seiner Internetseite mitteilte, fand das Gespräch am Dienstag statt.
„Zugleich ist es bisher nicht gelungen, von der ukrainischen Seite die erforderlichen Garantien für die sichere Fahrt des Konvois sowie die anschließende Verteilung der Hilfsgüter zu erhalten“, heißt es in der Mitteilung.
Lawrow und Maurer verwiesen auf die akute Notwendigkeit, mit der ukrainischen Seite die noch offene Frage hinsichtlich der Sicherheitsgarantien dringend zu lösen, heißt es ferner.
„Lawrow brachte die Hoffnung zum Ausdruck, dass die Verzögerung mit den Sicherheitsgarantien keinen Versuch seitens Kiew oder anderer Kräfte darstellt, die äußerst wichtige humanitäre Aktion zum Scheitern zu bringen.

Abends:

RIA.de: Das ukrainische Innenministerium hat nach eigenen Angaben Alexander Chodakowski,  einen der wichtigsten Milizen-Kommandeure im Osten des Landes, festgenommen. Das von Chodakowski geführte Bataillon Wostok kämpft seit Monaten gegen die Regierungsarmee.
Chodakowski sei in Artjomowsk festgenommen worden, teilte Sorjan Schkirjak, Berater des ukrainischen Innenministers Arsen Awakow, am Dienstag mit. „Er (Chodakowski) hatte in Kriegsgebieten gedient und Erfahrungen bei subversiver Sabotagetätigkeiten gesammelt.“ Ein Kommentar der Volkswehr liegt RIA Novosti nicht vor.
Chodakowski war Kommandeur der Spezialeinheit „Alfa“ des ukrainischen Geheimdienstes SBU in Donezk. Nach dem Februar-Umsturz in Kiew wechselte er in die Opposition zur neuen ukrainischen Regierung und stellte im Mai das Bataillon „Wostok“ auf, das auf der Seite der nicht anerkannten „Donezker Volksrepublik“ gegen die Kiewer Armee kämpft. Um Juli geriet Chodakowski in die Schlagzeilen, nachdem  die Agentur Reuters ihn zum mutmaßlichen Abschuss der malaysischen Boeing interviewt und seine Äußerungen falsch wiedergegeben hatte.

dnr-news: In Artjomowsk wurde ein Namensvetter des Kommandeurs des Wostok-Batallons Chodakowski festgenommen. Das sagte in einer Konferenz der Berater des ukrainischen Innenministeriums Schkirjak.

voicesevas.ru: Die Volksmiliz hat den Angriff des ukrainischen Militärs auf Ilovaisk
zurückgeschlagen.

RIA.de: Die Volksmilizen im umkämpften Gebiet Lugansk im Osten der Ukraine haben  nach eigenen Angaben sieben Panzer der Regierungsarmee zerstört.
Mindestens sechs Kampfpanzer und ein Schützenpanzer wurden im Raum  Nowoswetlowka durch Artilleriefeuer erschlagen, wie ein Sprecher der so  genannten „Armee des Südostens“ am Dienstag RIA Novosti mitteilte. „Der  Kampf um diese Ortschaft geht weiter.“ Dem Sprecher zufolge haben sich rund  400 Soldaten der ukrainischen Nationalgarde in Nowoswetlowka verschanzt.
Einwohner berichteten, dass es unter den Nationalgardisten „Menschen mit  schwarzer Hautfarbe“ gäbe. Nowoswetlowka liegt rund 15 Kilometer östlich von Lugansk auf einer Autostraße, die die ukrainische Industriemetropole mit  Russland verbindet.

voicesevas.ru: Nach der Abfahrt der OSZE-Beobachter wurde ein Kindergarten in Makeewka  (DVR) beschossen. Dabei kamen 10 Kinder ums Leben, berichtete der  Vize-Premier der DVR, Andrej Purgin.

RIA.de : Die Regierung in Kiew erwartet, dass die beiden nächsten Wochen entscheidend  für die Beendigung des seit April andauernden Krieges in der Ost-Ukraine  sein werden. Dies teilte Waleri Tschaly, Vizechef der Administration des
ukrainischen Präsidenten Pjotr Poroschenko, am Dienstag in Kiew mit. „Ich denke, dass die beiden nächsten Wochen entscheidend für einen Übergang  vom Krieg zum Frieden sein werden“, äußerte Tschaly.
Beim Gipfeltreffen am  26. August in Minsk, an dem auch der russische Präsident Wladimir Putin  teilnehmen wird, soll eine ganze Reihe von Themen von der Situation am  Donezbecken über Energiewirtschaft bis Handel erörtert werden, teilte   Tschaly mit. „Das ist eine Chance, einen realen Verhandlungsprozess zu  beginnen, der in Minsk nicht enden, sondern weitergehen wird, so unter anderem am 30. August in Brüssel.“ Bei seinem Brüssel-Besuch werde der  ukrainische Präsident Poroschenko mit EU-Staats- und Regierungschefs zu  bilateralen Gesprächen zusammentreffen. „Das heißt, dass ein Übergang von  der Telefondiplomatie zu unmittelbaren Kontakten beginnt. Das wird eine sehr wichtige Woche sein“, so der Vizechef des ukrainischen Präsidialamtes.

voicesevas.ru: In Donezk gibt es wieder Wasser. Die Reparatur der Pumpen wurde abgeschlossen.

ukrinform: Das Innenministerium der Ukraine schreibt den Sohn der ehemaligen Slawjansker Bürgermeisterin Nelly Stepa zur Fahndung aus. Als Grund werde der Verdacht auf Verwicklung in den Terrorismus angegeben. Nelly Stepa selbst war am 14. Juli zu zwei Monaten Haft verurteilt worden.

Dnr-news: In Donezk beginnt das Hungern, sagte der Vizepremier der DVR Purgin in einem Interview.
„Wir haben keine Medikamente und das Hungern beginnt – die Geschäfte sind leer“, erklärte er. „Zwei Millionen Menschen haben kein Trinkwasser und nicht einmal Brauchwasser. Aus dem Wasserhahn kommt kein Tropfen.“
Außerdem berichtete er von Problemen der Stromversorgung und dass die Menschen keine humanitären Korridore zur Flucht haben.

 

Standard

Presseschau vom 18.08.2014

über 2000 tote Zivilisten im Zeitraum von 5 Tagen – Bericht der UN


Quellen: Itar-Tass, Interfax, Ria Novosti, rusvesna.su, voicesevas.ru, hinzu kommen Informationen der Seiten „Novorossia“ sowie „dnr-news“ und „novorosinform“.  Wir beziehen manchmal auch ukrainische Medien, z.B.  BigMir, UNIAN, Ukrinform, KorrespondenT und die Online-Zeitung Timer aus Odessa ein. Zur besseren Unterscheidung der Herkunft der Meldungen sind Nachrichtenquellen aus den neuen ostukrainischen Volksrepubliken in Rot (Portal Novorossia, dnr-news, novorosinform) und andere ukrainische Quellen in Blau (BigMir, Ukrinform, UNIAN, KorrespondenT und Timer) gekennzeichnet. Die Übersetzung russischer Medien erfolgt in schwarzer Farbe.


 

Vormittags:

RIA.de: Die Außenminister Russlands, Deutschlands, Frankreichs und der Ukraine haben bei vierseitigen Verhandlungen zur Beilegung der Ukraine-Krise gewisse Fortschritte erzielt, teilte das russische Außenministerium mit. Das vierseitige Treffen fand am Sonntag in Berlin statt. Wie das russische Außenamt konstatierte, wurden dabei Fragen besprochen, die mit internationalen Bemühungen um eine Regelung der innerukrainischen Krise zusammenhängen. „Bei all diesen Fragen wurden gewisse Fortschritte erzielt. Es wurde vereinbart, den Dialog in diesem Format fortzusetzen, zu dessen Ergebnissen den Spitzenvertretern Russlands, Deutschlands, Frankreichs und der Ukraine konkrete Vorschläge zur Prüfung vorgelegt werden könnten“, heißt es in der Mitteilung des russischen Außenministeriums auf der Facebook-Webseite.

novorosinform.org: In der Nacht zum Montag kamen in Donezk zwei LKW mit humanitärer Hilfe aus Russland an. Diese war von der Vereinigung „Bewohner des Donbass“ gesammelt und direkt durch die „Volksfront“ nach Donezk gebracht worden. Ein Vertreter der Regierung der DVR dankte dem russischen Volk für die rechtzeitige humanitäre Hilfe. Dies sei ein Beispiel dafür, dass das Land Hilfe bekommt. Die LKW hatten vor allem Fleischkonserven und Medikamente geladen. Die humanitäre Hilfslieferung der russischen Regierung hat die Grenzen der LVR und DVR noch nicht überquert.

Interfax: Die Stadt Donezk, in der momentan etwa 700.000 Menschen leben, wird wegen des andauernden Beschusses nicht mehr mit Trinkwasser versorgt. So wurde die Stromversorgung zerstört, damit kann die Wasseraufbereitungsanlage nicht mehr betrieben werden.

Interfax: Eines der größten Bergwerke im Donbass wurde durch Artillerie in Brand geschossen. Wegen des ständigen Beschusses hat der Betrieb die Kohleförderung seit dem 1. August eingestellt. Im Schacht befand sich jedoch eine Havariebrigade, die für die Wartung der Wasser- und Luftzufuhr verantwortlich war. Alle Arbeiter konnten gerettet werden. Die Löscharbeiten dauern an.

novorosinform.org: Die Mitarbeiter der kommunalen Behörde in Odessa riefen die Bevölkerung dazu auf, Fenster, Türen, Außenwände und Wände, die an Nicht-Wohngebäuden grenzen, zu isolieren. Natürlich alles auf Kosten der Einwohner selbst. In der Stadt sei eine Verringerung der Gaszufuhr um 30% vorgesehen wegen der fehlenden Gaslieferungen aus Russland.

novorosinform.org: In den Schächten im Gebiet Donezk sitzen 9 Bergleute unter Tage fest, da gestern die Stromversorgung durch den Artilleriebeschuss zerstört worden war.

Dnr-news: Videoclip „Die Ukraine existiert nicht mehr“
(Hauptaussage: Die Ukraine existiert nicht mehr, das ist allen klar. Sie wurde an Amerika verkauft. Hier marschiert der Tod, hier werden die eigenen Brüder erschossen. Die Ukraine hat Blut an den Händen, Blut des eigenen Volkes.)

voicesevas.ru: Die Einheit der Volksmiliz des Kommandeurs Besler vernichtete vor Gorlowka eine Rotte des Bataillons „Schachtjorsk“ mit dem Namen „Hundertschaft Jesus Christus“. Diese waren aus Mitgliedern der „Bruderschaft Dmitri Kotschinsky“ gebildet worden, die zusammen mit dem Rechten Sektor am 2.Mai in Odessa Menschen verbrannten und erschlugen.

RIA.de: Der ukrainische Außenminister Pawel Klimkin hat sich bei seinen Amtskollegen aus Deutschland und Frankreich, Frank-Walter Steinmeier und Laurent Fabius, für die Unterstützung bei den jüngsten vierseitigen Verhandlungen in Berlin bedankt. „Es gibt keine Kompromisse in den Fällen, wo ein Staat seine ‚rote Linie‘ überschreiten muss. Die Ukraine hat sie nicht überschritten. Ich spürte die Unterstützung unserer Partner“, twitterte Klimkin. „Ich bin Frank-Walter Steinmeier und Laurent Fabius für ihre Unterstützung dankbar“, fügte der ukrainische Außenminister hinzu. Die Verhandlungen der Außenminister Russlands, Deutschlands, Frankreichs und der Ukraine fanden am Sonntag in Berlin statt. Das Ministertreffen dauerte insgesamt nahezu fünf Stunden.

rusvesna.su: Das UN-Büro für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten berichtet, dass wegen des ununterbrochenen Artilleriebeschusses durch die ukrainische Armee in den letzten 5 Tagen mehr als 22.000 Einwohner aus den Städten Lugansk und Donezk geflüchtet sind. In den letzten vier Monaten starben im Durchschnitt etwa 60 Zivilisten. Seit dem 13. August starben 2119 Menschen, darunter mindestens 20 Kinder, 5043 Kinder wurden verletzt.

RIA.de: Die Zahl der Flüchtlinge aus den südöstlichen Regionen der Ukraine, die sich in den Punkten für provisorische Unterbringung auf dem russischen Territorium befinden, hat sich am Wochenende um fast 6000 auf nahezu 58 000 vergrößert, teilte ein Vertreter des interministeriellen Operativstabes RIA Novosti am Montag mit. „Per Montag morgen sind in russischen Regionen 802 Punkte für provisorische Unterbringung eingerichtet, in denen 57 690 ukrainische Flüchtlinge untergebracht sind“, sagte der Gesprächspartner der Nachrichtenagentur. Die Punkte für provisorische Unterbringung werden in der Regel in Bildungs- und Kultureinrichtungen sowie in Sanatorien, Erholungsheimen, Ferienlagern und großen Sportobjekten eingerichtet. Nicht selten werden Eisenbahnwagen für die Unterbringung genutzt. Der Flüchtlingsstrom aus der Südost-Ukraine nach Russland hat seit Juni vor dem Hintergrund der andauernden Kampfhandlungen zwischen den Anhängern einer Unabhängigkeit der ostukrainischen Region Donbass und der ukrainischen Armee zugenommen. Nach den jüngsten Angaben der russischen Behörden haben insgesamt mehr als 730 000 ukrainische Bürger seit dem Beginn des Konflikts das Territorium der Ukraine in Richtung Russland verlassen.
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Nachmittags:

Novorosinform.org: Die Miliz hat die 80. mechanisierte Brigade der ukrainischen Armee eingekesselt.  Die Miliz hat die Einkesselung der Brigade im Gebiet der Siedlung Faschewka in der LVR abgeschlossen. Alle Versuche dem Kessel zu entkommen seien vereitelt worden. Es sei zu erwarten, dass sich die Einheit in Kürze in Gefangenschaft begibt oder vollständig zerstört wird.  Auch Kämpfer des Bataillons „Aidar“ seien blockiert worden. Im Gegensatz zu Behauptungen Petro Poroschenkos vom Vorabend bleibe die Stadt Jassynuwata unter der Kontrolle der Milizen.

RIA.de: Ein Krieg läuft wenige Kilometer von der russischen Grenze entfernt, und Moskau ist berechtigt, Entscheidungen zur Gewährleistung der Sicherheit auf seinem Territorium zu treffen, so der russische Außenminister Sergej Lawrow. „Jenseits der Grenze läuft ein Krieg. Jenseits der Grenze werden Artillerie, Fliegerkräfte, Mehrfachraketenwerfer und einigen Meldungen zufolge ballistische Raketen eingesetzt, mit denen Lugansk beschossen wird“, sagte er am Montag vor Journalisten. Lawrow zufolge gab es viele Fälle, da Geschosse auf Russlands Territorium gelangten. „Wir nehmen an, dass dies keine bewusste Handlung war. Dies war wahrscheinlich zufällig und versehentlich. Aber dies geschieht dennoch. Es gibt Opfer und Zerstörungen im zivilen Sektor auf der russischen Seite“, betonte der Minister. „Jedenfalls sind wir berechtigt, auf unserem Territorium Entscheidungen zu treffen, die wir für die Gewährleistung unserer Sicherheit für nötig halten. Denn wenige Kilometer, wenn nicht sogar einige hundert Meter von unserer Grenze entfernt, läuft ein regelrechter Krieg“, so Lawrow.

RIA.ru: Wegen der bei den Kämpfen beschädigten Stromleitungen ist der Großteil der Wasserversorgung von Donezk ausgefallen. Es werde mit hoher Dringlichkeit daran gearbeitet, die Versorgung der Bevölkerung mit Trink- und Brauchwasser zu gewährleisten.  Die Behörden von Donezk forderten die Besitzer von Quellen und Brunnen in der Stadt auf, zu helfen, andere Bürger mit Wasser zu versorgen, hieß es in einer Erklärung.

RIA.de: Laut dem finnischen Ministerpräsidenten Alexander Stubb ist es unmöglich, der Bitte des ukrainischen Außenministers Pawel Klimkin um Militärhilfe stattzugeben. Die Nato dürfe militärische Hilfe nur ihren Verbündeten erweisen und die EU verfüge über solche Möglichkeit überhaupt nicht, sagte Stubb dem TV-Sender Yle. „Es ist natürlich nicht möglich. Von Seiten der Nato deshalb nicht, weil sie Hilfe nur ihren Mitgliedern bereitstellt, was gut bekannt ist. Und die EU verfügt über keine Ressourcen für eine solche Hilfe für die Ukraine.“ Die Beziehungen zwischen der EU und Russland verzeichnen momentan eine anhaltende Verschlechterung, so Stubb. Im Interesse Finnlands sei es, „die Wand zwischen dem Westen und Russland möglichst niedrig zu halten“. Am Sonntagabend hatte in Berlin ein Treffen der Außenminister Russlands, der Ukraine, Deutschlands und Frankreichs stattgefunden, das der Ukraine galt. Russlands Außenminister Sergej Lawrow erklärte, dass eine militärische Hilfe an Kiew seitens der Nato und der Europäischen Union den erreichten Vereinbarungen zuwiderlaufen würde.

Novorosinform.org: Vertreter der Kommunistischen Partei Russlands (KPRF) boten an, eine patriotische Front zur einheitlichen Unterstützung der Südost-Ukraine aufzubauen, sie das Sammeln von Nahrungsmitteln, Medikamenten und anderen lebensnotwendigen Gütern sowie deren Lieferung an die vom Krieg betroffenen Regionen koordiniert, teilte Waleri Rashkin, stellvertretender Vorsitzender des Zentralkomitees der KPRF und Abgeordneter der Staatsduma, mit. Russische Nichtregierungsorganisationen, politische Parteien, Unternehmen und  Bürgerinnen sammeln humanitäre Hilfe und schicken sie an die Opfer der Kampfhandlungen,  Bewohner der Ukraine und Flüchtlinge. Letzte Woche schickte die Russische Föderation unter der Schirmherrschaft des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes eine Kolonne von 280 weißen KAMAZ-LKWs. Die Fahrzeuge befördern Nahrung (darunter 400 Tonnen Getreide und  100 Tonnen Zucker), 54 Tonnen medizinische Geräte und Medikamente, 12000 Schlafsäcke und 69 Generatoren verschiedener Kapazitäten. Laut Rashkin ist Hilfe noch immer nötig, denn „Menschen flüchten, sie haben nichts zu essen, es fehlt an grundlegenden Medikamenten und Heilmitteln“. „Wir hatten die Idee der Gründung einer Patriotischen Front mit der Bezeichnung ‚Rotes Moskau‘, die alle einschließt, die das möchten. Es ist wichtig, die Sammlung der humanitären Hilfe und ihre Übergabe an die Not leidenden Menschen in der Ukraine zu koordinieren“, sagte der Abgeordnete. Er fügte hinzu, dass die Initiatoren der Einheitsfront am Donnerstag in Moskau einen außerordentlichen Kongress mit Abgeordneten aller Ebenen und deren Nachfolgekandidaten abhalten wollen, der die Bildung eines Koordinierungsrates zum Ziel hat. „Nicht nur die Vertreter der Kommunistischen Partei, sondern auch andere Abgeordnete haben sich darauf verständigt, an der Konferenz teilzunehmen und einen Koordinierungsrat zu bilden, der für die Systematisierung der Hilfe und ihre Versendung zuständig sein soll. Wenn Moskau als Hauptstadt unseres Landes nicht die Flagge der Patriotischen Front erhebt, wird ganz Russland weiter schlafen!, sagte Rashkin.“ Der Abgeordnete erklärte, dass zu dem Kongress auch Abgeordnete der Werchnowa Rada der Ukraine und linke Abgeordnete aus der Europäischen Union eingeladen seien.

Rusvesna.su: „Es ist besser ins Gefängnis zu gehen als wieder in den Krieg“ – eine Gruppierung der 72. Brigade der Armee beschloss, in die Ukraine zurückzukehren. Wie schon früher berichtet, ging am 16. August eine Gruppe von 17 Soldaten der 72. Brigade unbewaffnet in das Gebiet der Russischen Föderation stellte sich den russischen Grenzbeamten. Bereits am 17. August hatten alle von ihnen den Wunsch geäußert, in die Ukraine zurückkehren. Zuvor sagten sie in einem Interview mit russischen Journalisten, dass sie lieber ins Gefängnis gehen, als wieder in den Krieg im Donbass zu ziehen.

RIA.de: Ukraine: Die nicht anerkannte „Donezker Volksrepublik“ (DVR) in der Ost-Ukraine hat Todesstrafe für besonders schwere Verbrechen eingeführt, wie das Presseamt der DVR am Montag mitteilte. In der Mitteilung heißt es, dass das Präsidium des Ministerrats der DVR in seiner ersten Sitzung am Sonntag das Strafgesetzbuch angenommen sowie die Etablierung von Militärgerichten verordnet habe, „um wirksamer gegen Banditismus und Plünderungen zu kämpfen“.  Das Strafgesetzbuch der DVR lehne sich an das Strafgesetzbuch der Russischen Föderation und sähe Todesstrafe für besonders schwere Verbrechen vor. Der Vizepremier der nicht anerkannten Republik Alexander Karaman versprach, dass die DVR ihr Strafgesetzbuch „humanisieren“ werde, sobald der Krieg beendet sei. In Russland ist die Todesstrafe seit 1999 de jure ausgesetzt; de facto hat das Land zuletzt 1996 einen Verurteilten hingerichtet. In der Ost-Ukraine dauern seit April Gefechte zwischen Militär und bewaffneten Regierungsgegnern an. Die damalige ukrainische Übergangsregierung hatte Panzer, Kampfjets und Artillerie gegen die östlichen Industrie-Regionen Donezk und Lugansk geschickt, weil diese den Februar-Umsturz nicht anerkannt und „Volksrepubliken“ ausgerufen hatten. Westliche Staaten unterstützen den Militäreinsatz, der nach UN-Angaben bereits mehr als 2000 Zivilisten das Leben gekostet hat. So sagten die USA den ukrainischen Armee- und Sicherheitsstrukturen Hilfen von 33 Millionen Dollar zu. Deutschland stattete die ukrainischen Sondereinheiten mit Uniformen aus.

Novorossia.su: In Folge der Kriegshandlungen ist im Schacht Komsomolez der Strom ausgefallen. Unter Tage befinden sich etwa 30 Bergleute. Dies wurde von einem Vertreter des Ministeriums für Energie und Brennstoffe der DVR berichtet. Sicherheitsexperten des Ministeriums seien sofort in die Region Kirow-Schachtjorsk geschickt worden, um die Arbeiten zur Wiederherstellung der Energieversorgung des Schachts anzuleiten. Man treffe alle Maßnahmen, um die Bergleute zu retten.

RIA.de: Volkswehr-Milizen dementieren: Kein Beschuss ziviler Kolonne bei Lugansk Ostukrainische Volkswehr-Milizen haben die Anschuldigungen Kiews zurückgewiesen, eine Flüchtlingskolonne in der Nähe von Lugansk beschossen zu haben. Wie Andrej Purgin, Vizepremier der Volksrepublik Donezk, am Montag erklärte, verfügen die Aufständischen nicht über Kräfte und Mittel für einen solchen Angriff. Der ukrainische Sicherheits- und Verteidigungsrat hatte zuvor mitgeteilt, dass es beim Beschuss einer zivilen Kolonne aus Minenwerfern und Grad-Mehrfachraketenwerfern nahe der Stadt Lugansk in der Ostukraine zahlreiche Tote, darunter Frauen und Kinder, gegeben habe. „Die Ukrainer selbst beschießen diese Straße aus der Luft und mit Mehrfachraketenwerfern“, wird Purgin von Reuters zitiert. „Wir haben keine Möglichkeit, Grad-Raketenwerfer in diese Region zu entsenden.“

Novorossia.su: Poroschenko erlaubt, ohne Vorwarnung zu schießen Poroschenko unterzeichnete ein Gesetz, dass Polizisten im Gebiet der „Anti-Terror-Operation“ den Gebrauch von Schusswaffen ohne Vorwarnung erlaubt. Dies berichtete der Pressedienst des Präsidenten der Ukraine. Das Dokument gibt den ukrainischen Strafverfolgungsbehörden auch das Recht, ohne vorherige Ankündigung physische Gewalt und „Spezialmittel“ gegen die sogenannten „Terroristen“ einzusetzen. „Das wird das Sicherheitsniveau von Polizeibeamten während der ATO erhöhen und während der Operation dazu beitragen, dass die Aufgaben zur Eliminierung der Terroristen effektiver umgesetzt werden“, heißt es in dem Dokument.

Novorossia.su: Der Versuch der Ukrainer, Jasinovataja einzunehmen, ist gescheitert . „Jetzt ist die Gruppierung, die versuchte die Stadt Jasinovataja einzunehmen, von Milizen der DVR eingeschlossen und wundert sich“, berichtet die Volksmiliz. Wie schon berichtet wurde, bleibt die Stadt trotz des Ansturms vom 17. August unter Kontrolle der Miliz. Sie schlug den Angriff zurück und startete einen Gegenangriff, bei dem die Ukrainer vollständig aus der Stadt verdrängt worden seien.  Es seien eine größere Menge von Panzertechnik und Personal der Junta zerstört sowie Kriegstechnik  erobert worden.

RIA.ru: DVR: Die ukrainische Armee setzt bei den Kämpfen im Südosten chemische Waffen ein. Auf dem Gebiet der DVR verwenden die ukrainischen Streitkräfte nach Aussagen der Volksmiliz chemische Waffen. Beim Bruch eines Projektils werde ein Gas freigesetzt, das die Sinnesorgane beeinträchtigt.

Abends:

RIA.de: Einen Tag nach ihrem verbalen Schlagabtausch haben sich das ukrainische Innenministerium und  der ultranationalistische „Rechte Sektor“ (RS) auf eine Zusammenarbeit geeinigt.  Innenminister Arsen Awakow empfing am Montag RS-Pressesprecher Borislaw Beresa und äußerte ihm gegenüber Respekt für die Tätigkeit der Bewegung, wie Awakows Berater Anton Geraschtschenko mitteilte. „Die Seiten einigten sich auf einen regelmäßigen Informationsaustausch und eine Zusammenarbeit beim Schutz der Ukraine vor der terroristischen Bedrohung im Rahmen der geltenden Gesetzgebung“, so  Geraschtschenko auf Facebook. Ihm zufolge ging es bei dem Treffen auch um die Einrichtung von Kommunikationskanälen  zwischen dem Innenministerium und der Nationalistenorganisation. „Innenminister Arsen Awakow respektiert den Beitrag der Mitglieder der Organisation ‚Rechter Sektor‘ zu dem Kampf gegen den Terrorismus“, so Geraschtschenko weiter. Awakow habe bei dem Treffen auf die Notwendigkeit verwiesen, dass der „Rechte Sektor“ seine bewaffneten Mitglieder als Bestandteil des Verteidigungsministeriums, des Innenministeriums oder des Geheimdienstes SBU legalisiere. Der „Rechte Sektor“, der die Regierungsarmee bislang bei den Gefechten gegen Regimegegner im Osten des Landes unterstützt, hatte am Samstag Staatschef Pjotr Poroschenko ultimativ gefordert, alle festgenommenen Mitglieder der nationalistischen Bewegung freizulassen und die Ermittlungen gegen sie einzustellen. Auch sollten die Behörden die „rechtswidrig beschlagnahmten Waffen“ zurückgeben sowie alle „anti-ukrainischen Kräfte“ aus dem Innenministerium entlassen. Auf seiner Webseite drohte der Rechte Sektor der Regierung in Kiew mit einer bewaffneten Offensive, wenn diese seine Forderungen binnen 48 Stunden nicht erfüllen sollte. Der ukrainische Innenminister Arsen Awakow bezeichnete Jaroschs Ultimatum als Selbst-PR und warf ihm vor, eigene Leute zu betrügen. Kurz danach teilte RS-Anführer Dmitri Jarosch mit, dass die Regierung sein Ultimatum teilweise erfüllt habe und dass der angedrohte Marsch auf Kiew nicht stattfinden werde. Die Schläger des „Rechten Sektors“ hatten bei den Krawallen auf dem Kiewer Protestplatz Maidan, die im Februar zum Sturz des Präsidenten Viktor Janukowitsch führten, eine große Rolle gespielt. Seit dem Umsturz kämpfen die Nationalisten auf der Seite der regulären Armee gegen die Regierungsgegner im Osten der Ukraine.

Novorosinform.org: Heute um 16:00 Uhr sprach Denis Puschilin mit der Presse über seine Zukunftspläne. Im Moment beteilige er sich an gesellschaftlichen Aktivitäten, wie der Organisation der Lieferung humanitärer Hilfe und der Arbeit des Zivilschutzes. „Ich halte mich für einen Revolutionär und werde weiter an der Seite des Volkes stehen“, sagte Puschilin Korrespondenten des Komitees für soziale Kommunikation der DVR.

RIA.de: Der russische Regierungschef Dmitri Medwedew hofft, dass der Importverbot für westliche Agrar-Erzeugnisse nicht lange dauern wird, sieht jedoch Vorteile für heimische Lieferanten. Der Importstopp sei eine „erzwungene Gegenmaßnahme“, sagte Medwedew am Montag in Moskau. „Ich hoffe, dass sie nicht sehr lange dauern wird.“ Zugleich betonte Medwedew, dass der Importstopp den russischen Lebensmitteproduzenten zum Vorteil gereichen werde. Russland hatte am 7. August die Einfuhr einiger Lebensmittel aus den USA, der EU, Kanada, Australien und Norwegen verboten. Diese Länder hatten seit Jahresbeginn in drei Etappen weitgehende Wirtschaftssanktionen gegen Russland verhängt. Das einjährige russische Einfuhrverbot gilt unter anderem  für Rind- und Schweinefleisch, Obst, Geflügel, Käse und andere Milchprodukte. Brasilien, Argentinien aber auch viele andere Staaten erklärten sich bereit, als Lückenfüller einzuspringen.

RIA.de: Mehr als einen Monat nach dem bislang ungeklärten Absturz des malaysischen Passagierjets über der Ost-Ukraine fordert Russland vom UN-Generalsekretär Ban Ki-moon einen Bericht über den Stand der Ermittlungen. „Wir werden beim Sekretariat  ein Briefing über den Fortschritt bei der Umsetzung der Resolution 2166 beantragen“, kündigte der russische UN-Botschafter Vitali Tschurkin am Montag in New York an. Er verwies darauf, dass seit dem Absturz der malaysischen Boeing bereits ein Monat vergangen sei und dass der UN-Generalsekretär laut der Resolution 2166, die der Weltsicherheitsrat nach dem mutmaßlichen Abschuss des Jets beschlossen hat, über den Stand der Ermittlungen zu berichten habe. Die Boeing mit der Flugnummer MH17 war am 17. Juli aus bisher ungeklärter Ursache im umkämpften ostukrainischen Gebiet Donezk abgestürzt. Alle 298 Insassen der Verkehrsmaschine, die von Amsterdam nach Malaysia unterwegs war, kamen ums Leben. In der Region liefern sich die ukrainische Armee und bewaffnete Regierungsgegner seit Monaten heftige Gefechte. Die Regierung in Kiew und die Milizen werfen sich gegenseitig vor, den Jet abgeschossen zu haben. Die Niederlande haben die Leitung der Ermittlungen zum Absturz übernommen. Die beiden Flugschreiber der Verkehrsmaschine wurden zur Auswertung nach Großbritannien gebracht. Bislang wurden weder die Daten der Blackboxes veröffentlicht noch Ermittlungsergebnisse präsentiert.

Voicesevas.ru: Die Lieferung von Waren in die Geschäfte von Donezk kam wegen des unaufhörlichen Beschusses fast zum Erliegen. Es bildeten sich große Warteschlangen nach Brot, Milch und Trinkwasser.

RIA.de: Donezker Volkswehr beschuldigt Kiew der Anwendung verbotener Munition. Die Kiew-treuen Kräfte setzten gegen Volksmilizen und Zivilisten verbotene Munitionsarten ein, wie der „Premier“ der selbsternannten Volksrepublik Donezk (VRD), Alexander Sachartschenko, am Montag in Donezk bei einem kurzen Pressegespräch sagte. „Das Dorf Dmitrowka wurde vorgestern mit Kassettenbomben beschossen, die chemische Ladungen enthielten. Die Kämpfer, die davon betroffen waren, werden jetzt in einem Krankenhaus behandelt. Sie leiden unter Erbrechen und haben Ausschlag am ganzen Körper“, so Sachartschenko. Dem „Premier“ zufolge wurde die Stadt Mospino am Sonntag mit Phosphorbomben beschossen. „Wir haben Beweise dafür gesammelt und sie zur Untersuchung nach Donezk gebracht“, so Sachartschenko. Die Volksmilizen hatten die ukrainischen Militärkräfte wiederholt beschuldigt, Phosphormunition eingesetzt zu haben. So seien über dem Dorf  Semjonowka, einem Vorort von Slawjansk, Phosphorbomben abgeworfen worden, hieß es Wie der russische Außenminister Sergej Lawrow später äußerte, ist Russland wegen Berichten über die Anwendung von Brandbomben durch die ukrainischen Streitkräfte besorgt. Generalmajor Viktor Posnichir, Vizechef der Operativen Verwaltung des Generalstabs der russischen Streitkräfte, teilte mit, dass die ukrainischen Militärs im Südosten des Landes mindestens sechs Mal die völkerrechtlich verbotene Phosphormunition in Wohngebieten angewendet hatten.

Rusvesna.su: Verteidigungsministerium der DVR: Die Armee führt einen Terrorkrieg gegen die Bevölkerung des Donbass. Wasser, Gas, Strom – in erster Linie wird die Infrastruktur zerstört. Der Oberkommandierende der DVR, Wladimir Kononow, Nachfolger Igor Strelkows, erklärte, dass die Volksmilizen den größten Teil des Gebiets der Volksrepublik Donezk kontrollierten und die Befreiung der übrigen Gebiete fortsetzten, während die ukrainische Armee den Auftrag habe, bis zum 24. August die Stadt Donezk einzunehmen und zu „reinigen“. Um ihre Ziele zu erreichen, schreckten die ukrainischen Militärs vor nichts zurück, einschließlich des Einsatzes chemischer Waffen. Die Milizen kontrollieren das das Gebiet der DVR. Die Siedlungen werden von den Resten der ukrainischen Armeeeinheiten befreit. Zuletzt befreit wurden die Siedlungen Scheltoje und Krasnoje und der Angriff auf die Stadt Jasinovataja abgewehrt, sagte Kononow. Allerdings setze die Armee weitreichende Artillerie und chemische Granaten ein. Alle Vororte von Donezk bis Mariupol, Pesok und Jasinovataja sind regelmäßigem Beschuss ausgesetzt. Die Armee setzt weitreichende Artillerie mit Phosphorgranaten ein. Erst gestern wurden Mospino, Ilovaisk, Donezk und Schachtjorsk mit Phosphor beschossen. Dimitrowka wurde mit Schwefelgranaten beschossen – so etwas hatten wir bisher noch nicht erlebt, sagte der Verteidigungsminister der DVR. Laut Kononow leiden die Menschen in der Umgebung des Beschusses an Vergiftungssymptomen, wie Erbrechen. Die Armee führe gegen die Bevölkerung des Donbass einen faschistischen Terrorkrieg, sagte der Oberkommandierende. Zerstört werde in erster Linie die Infrastruktur – Gas, Wasser, Strom. Darauf folge der Beschuss von Wohnsiedlungen mit dem Ergebnis, dass die Zahl ziviler Opfer die Verluste der Miliz bei weitem übersteigen.

Voicesevas.ru: Nach noch unbestätigten Berichten ist es der Volksmiliz gelungen, die 30 Bergleute, die nach dem Beschuss im Schacht „Komsomolez Donbass“ eingeschlossen waren, zu retten.

RIA.de:  In der ostukrainischen Industriemetropole Donezk, die seit Wochen zwischen Militär und Milizen umkämpft ist, ist die Wasserversorgung völlig zusammengebrochen. Die Stadtbehörden versprechen, Trinkwasser mit Tankwagen an die Bevölkerung zu verteilen. Wegen dem Stromausfall ist die Wasserversorgung aus dem Werchnekalmiusskoje Stausee eingestellt worden, teilte ein Sprecher im Bürgermeisteramt mit. Wie ein Korrespondent der RIA Novosti berichtet, ist die Stadt komplett ohne Trinkwasser. Die Einwohner decken sich mit Flaschenwasser ein. An Trinkwasserkiosken bildeten sich lange Schlangen. Die Reparaturen haben bereits begonnen, hieß es aus dem Bürgermeisteramt weiter.  Die Bevölkerung werde mithilfe von 200-Liter-Tankwagen mit Wasser versorgt werden. Seit Montagmorgen steht Donezk wieder unter Beschuss. Sowohl aus dem Norden als auch aus dem Süden der Stadt sind Explosionen zu hören. Laut Einwohnern sind der Mobilfunk und die Stromversorgung in weiten Teilen der Stadt ausgefallen.

novorossia.su: Beim Beschuss von Charzysk (DVR) wurden 27 Bewohner, hauptsächlich durch Glassplitter,  verletzt, von denen 16 ins Krankenhaus eingeliefert werden mussten. Raketen haben mehrere Wohnhäuser völlig zerstört. Weitere Gebäude wurden durch die Druckwelle beschädigt. Eine Granate fiel in den Hof eines fünfstöckigen Wohnhauses, wobei die gesamte Verglasung zerstört wurde.  Jetzt hat der größte Teil der Stadt keine Stromversorgung, der Mobilfunk ist ausgefallen. Vermutlich wurde der Beschuss durch Artilleriesysteme von Ilovaisk ausgefüht, wo sich noch Teile der ukrainischen Armee befinden.
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RIA.de: Die ukrainische Nationalistenbewegung „Rechter Sektor“ (RS), die auf der Seite der regulären Armee gegen bewaffnete Regierungsgegner im Osten des Landes kämpft, erleidet bei den andauernden Gefechten nach eigenen Angaben schwere Verluste. „Die Kämpfer des Rechten Sektors nehmen an den gefährlichsten Operationen wie Aufklärungs- und Sabotageoperationen und der gewaltsamen Aufklärung teil“, teilte RS-Sprecher Borislaw Beresa am Montag dem lettischen Radiosender Baltkom mit. „Die gesamte Aufklärung liegt jetzt faktisch beim Rechten Sektor.“ Die Verluste der Nationalisten bezeichnete Beresa als groß, weigerte sich jedoch, genaue Zahlen zu nennen.

Rusvesna.su: In Kiew und der Kiewer Region wird das Brot teurer. Dies teilte das Unternehmen „Kiewchleb“ mit. Als Grund für die Preissteigerung bei fünf Arten von Backwaren werden die Preiserhöhungen der Zutaten benannt. baton

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Presseschau vom 17.08.2014

 Bomben, Hochzeiten und Grenzschutz in Novorossia


Quellen: Itar-Tass, Interfax, Ria Novosti, rusvesna.su, voicesevas.ru, hinzu kommen Informationen der Seiten „Novorossia“ sowie „dnr-news“ und „novorosinform“.  Wir beziehen manchmal auch ukrainische Medien, z.B.  BigMir, UNIAN, Ukrinform, KorrespondenT und die Online-Zeitung Timer aus Odessa ein. Zur besseren Unterscheidung der Herkunft der Meldungen sind Nachrichtenquellen aus den neuen ostukrainischen Volksrepubliken in Rot (Portal Novorossia, dnr-news, novorosinform) und andere ukrainische Quellen in Blau (BigMir, Ukrinform, UNIAN, KorrespondenT und Timer) gekennzeichnet. Die Übersetzung russischer Medien erfolgt in schwarzer Farbe.


 

Vormittags:

ITAR-TASS: Die OSZE kann Kiews Vorwurf, eine russische Militärkolonne habe die Grenze überschritten, nicht bestätigen.

Interfax: Die Ukraine hat den russischen Konvoi als humanitäre Lieferung anerkannt. Nun wird erwartet, dass die Mission des Roten Kreuzes in der Ukraine den Transport über den Grenzübergang „Donezk“ begleitet.

novorossia.su: Partisanen in Charkow vernichteten einen Jeep mit polnischen Söldnern und eine Haubitze. Der Fahrer des Jeeps überlebte. Ein zweiter Wagen konnte entkommen.

RIA.ru: Das vierseitige Treffen zum Ukrainekonflikt, an dem Russland, Deutschland, die Ukraine und Frankreich teilnehmen, findet heute in Berlin statt.

RIA.ru: Die ukrainische Armee beschießt die Stadt Lugansk mit ballistischen Raketen des Systems „Totschka-U“. In einem der Wohngebiete wurden Reste einer solchen Rakete gefunden.

rusvesna.su: In Charkow werden weiter Symbole der Ukraine mit an Blut erinnernde rote Farbe beschmiert. So äußern die Menschen ihren Protest gegen das blutige Handeln der Kiewer Machthaber im Donbass. Ähnliche Aktionen gibt es in Mariupol, Odessa Saporoshe, Nikolajew und anderen Städten des Süd-Ostens.
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RIA.de: Mindestens zehn Zivilisten sind am Samstag bei den Kämpfen zwischen Militär und Volksmilizen im ostukrainischen Donezk nach Angaben der Stadtleitung getötet worden. „Am 16. August sind zehn friedliche Einwohner bei den Kämpfen in Donezk umgekommen, acht weitere haben Verletzungen erlitten“, teilte das Rathaus der Kohleindustrie-Metropole am Sonntag mit. „Nach den Informationen der Stadteinwohner sind in allen Stadtvierteln Schüsse schwerer Geschützen zu hören.“ Durch den nächtlichen Artilleriebeschuss seien im Stadtbezirk Petrowski Wohnhäuser in sechs Straßen  zerstört worden, so das Rathaus. Bergungskräfte des ukrainischen Katastrophenschutzes räumen die Trümmer auf. Rund 50 Elektrizitätswerke seien beschädigt worden, weshalb die Stromversorgung der Bergarbeitersiedlungen Abakumowo und Trudowskaja vorübergehend ausgefallen sei. Die Reparaturen haben bereits begonnen. Der öffentliche Verkehr arbeite ohne Beeinträchtigung, hieß es.

Novorossia.su: Im Gebiet Lugansk schoss die Volksmiliz eine feindliche MiG-29 ab. Der Pilot konnte sich mit dem Schleudersitz retten.

Rusvesna.su: Der „Rechte Sektor“ hat sich gestern in einem Schreiben an Präsident Poroschenko gewandt, in dem ihre Forderungen formuliert sind. So fordern sie die Säuberung des Innenministeriums von allen Vertretern antiukrainischer Kräfte und deren Strafverfolgung. Außerdem sollen alle von den Sicherheitsorganen  „ungesetzlich festgenommenen“ Mitglieder des „Rechten Sektors“ freigelassen, die Verfahren gegen sie eingestellt und die „ungesetzlich eingezogenen Waffen“ zurückgegeben werden. Sollten diese Forderungen bis zum Ablauf von 48 Stunden nicht erfüllt werden, so drohen sie damit, alle ihre Einheiten von der Front abzuziehen, alle Reservebataillone zu mobilisieren und nach Kiew zu ziehen, um die Reformen schnell durchzuführen. Dies veröffentlichte der Führer der Faschisten Jarosch auf seiner Facebook-Seite.

novorossia.su: In Lugansk fand gestern die 5. Hochzeit nach den Gesetzen der LVR statt. Die Zeremonie fand aus Sicherheitsgründen im Stab statt. Anwesend waren auch die Kampfgefährten des Bräutigams, der Mitglied der Volksmiliz ist. Statt der traditionellen Ringe tauschte das Paar Ringe mit der symbolischen Aufschrift: „Rette und schütze!“ peprngosh_0

Novorosinform.org: Die LKW-Kolonne mit der humanitären Hilfe aus Russland setzte sich Richtung Grenze in Bewegung, nachdem die Ukraine sie als humanitär anerkannt hatte.

RIA.de: Die ukrainische Armee soll bei den Kämpfen gegen Regierungsgegner im Osten des Landes erneut ballistische Raketen eingesetzt haben. In Lugansk wurde ein Bruchstück der Rakete gefunden. Lugansk sei mit Raketen vom Typ Totschka-U angegriffen worden, berichtete der russische Nachrichtensender Rossija 24. Der Sender zeigte ein Bruchstück der Rakete, der in einem Stadtviertel lag. Experten bestätigen, dass es sich dabei um einen Teil der  Totschka-U handle.  „Diese Rakete erinnert an das operativ-taktische System Totschka-U, das zur Bewaffnung der ukrainischen Armee gehört“, kommentierte Igor Korotschenko, Chefredakteur der Militärzeitschrift „National Defence“. „Da der ukrainische Generalstab keine digitalen Landkarten der Gegend hat und die Soldaten nur schlecht qualifiziert sind, kann der Einsatz dieser Raketenklasse zu massiven und zielungenauen Zerstörungen ziviler Anlagen und zum Tod von Dutzenden führen.

Gefunden bei Antimaidan german (Facebook): hungerndes Russland, Supermarkt Ekatarinenburg 10603598_833426203364620_4011692914569556831_n

Nachmittags:

RIA.de: Der ukrainische Außenminister Pawel Klimkin hat die Europäische Union und die Nato um mehr Engagement im Konflikt im Osten des Landes aufgefordert. Sowohl militärische als auch politische Hilfe sei dringend notwendig, sagte er in einem Interview des Deutschlandfunks.

Rusvesna.su: In der letzten Nacht wurde das Städtchen Moslino mit Brandbomben beschossen. Der barbarische Beschuss richtete sich genau gegen ein Gebiet, in dem leicht entflammbare Einfamilienhäuser stehen. Über 40 Häuser brannten faktisch komplett ab. Personenopfer gab es dank des Einsatzes der Bewohner und der Feuerwehr nicht.
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RIA.de: Der russische Grenzschutz hat die 17 ukrainischen Soldaten, die am Samstag vor den Kämpfen in ihrer Heimat nach Russland geflohen waren, an die Ukraine übergeben. „Die russischen Grenzbeamten haben heute 17 Armeeangehörige an die ukrainische Seite übergeben“, bestätigte ein Sprecher der Grenzverwaltung im Gebiet Rostow gegenüber RIA Novosti. Die ukrainischen Soldaten seien über den Grenzübergang Weselo-Wosnessenka in ihre Heimat zurückgekehrt.

Novorossia.su: Über der Stadt Krasnodon hat die Volksmiliz der LVR zwei Kampfjets vom Typ Su-25 abgeschossen, die die Stadt bombardierten.

ITAR-TASS: In der Region Odessa wurden in der Nacht zum Sonnabend drei Lenindenkmäler von Unbekannten zerstört. 3822827

Abends:

RIA.de: Der ultranationalistische „Rechte Sektor“ (RS) hat seinen angedrohten bewaffneten Feldzug gegen Kiew abgesagt und versprochen, weiter gegen die Regierungsgegner im Osten des Landes zu kämpfen. RS-Anführer Dmitri Jarosch erklärte den Rückzieher damit, dass die Regierung sein Ultimatum teilweise erfüllt habe. „Uns wurde bekannt, dass alle unsere Waffenbrüder freigelassen wurden und dass die Frage des (Vize-Innenministers Wladimir – Red.) Jewdokimow  jetzt vom Kabinett erörtert wird“, sagte Jarosch am Sonntag in einer Videoansprache. Er hoffe, dass Jewdokimow  entlassen werde. „Das ist ein kleiner Sieg. Deshalb werden wir angesichts der aktuellen Situation an der Front in den Kampfstellungen bleiben.“ Jarosch betonte, dass der „Rechte Sektor“ seine Kämpfer auch weiterhin „mit Entschlossenheit gegen polizeiliche Willkür schützen“ werde.

Novorosinform.org: Bericht von Kommandeur Besler aus dem Gebiet Gorlowka Heute früh hat unsere Einheit, bestehend aus 3 Gruppen, 32 Tanker, einen Grad-Raketenwerfer, weitere Technik und den größten Teil der Soldaten des Bataillons „Dnepr-1“ vernichtet.
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RIA.de: Dmitri Peskow, Sprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin, hat die Berichte über angebliche Waffenlieferungen in die Ukraine abermals zurückgewiesen. „Wir haben bereits mehrmals gesagt, dass keine Technik dorthin geliefert wird“, sagte Peskow am Sonntag dem Radiosender Govorit Moskwa. Zuvor hatte Alexander Sachartschenko, Premierminister der nicht anerkannten „Donezker Volksrepublik“ in der Ost-Ukraine behauptet, dass die Volksmilizen, die seit April gegen die Kiewer Regierungsarmee kämpfen, 30 Kampfpanzer und 120 andere Gefechtsfahrzeuge aus Russland bekommen hätten.

Novorosinform.org: Die LKW mit der russischen Hilfslieferung werden mit einem speziellen Tool gescannt. Die ersten 16 weißen Fahrzeuge kamen heute am Grenzkontrollpunkt „Donezk“ an.

Rusvesna.su: Zur Sicherung der Kontrolle über die Grenze von Novorossia beginnt der Aufbau eines eigenen Grenzschutzes.

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Presseschau vom 16.08.2014

 Strelkow im Urlaub, Konvoi an der Grenze und Anti-Kriegsproteste


Quellen: Itar-Tass, Interfax, Ria Novosti, rusvesna.su, voicesevas.ru, hinzu kommen Informationen der Seiten „Novorossia“ sowie „dnr-news“ und „novorosinform“.  Wir beziehen manchmal auch ukrainische Medien, z.B.  BigMir, UNIAN, Ukrinform, KorrespondenT und die Online-Zeitung Timer aus Odessa ein. Zur besseren Unterscheidung der Herkunft der Meldungen sind Nachrichtenquellen aus den neuen ostukrainischen Volksrepubliken in Rot ( Portal Novorossia, dnr-news, novorosinform) und andere ukrainische Quellen in Blau (BigMir, Ukrinform, UNIAN, KorrespondenT und Timer) gekennzeichnet. Die Übersetzung russischer Medien erfolgt in schwarzer Farbe.


 

Vormittags:

Novorossia.su: Der Premierminister der DVR Sachartschenko erklärte, dass in der Region eine Situation der humanitären Katastrophe eingetreten sei. Die Infrastruktur werde systematisch von der ukrainischen Armee zerstört, ebenso die Industrie, medizinische und soziale Einrichtungen, Wohnraum. Momentan sei es kritisch, deshalb benötige man die humanitäre Hilfe Russlands so dringen wie die Luft zum Atmen. Er berichtete weiterhin, dass alle Voraussetzungen seitens Novorossias geschaffen seien: die Volksmiliz habe sowohl den Weg von der Grenze nach Lugansk als auch den direkten Weg zwischen den beiden Hauptstädten der Volksrepubliken freigekämpft und fest unter ihrer Kontrolle.

Rusvesna.su: Die EU ist nicht bereit, die DVR und die LVR als terroristische Organisationen anzuerkennen, wie es die USA fordern. „Heute wurde dieser Beschluss nicht gefasst, es wird ein langer Prozess werden“, sagte der Außenminister Lettlands. Zur humanitären Hilfe erklärte er, dass diese nicht zum Vorwand zu Einmischung in die Angelegenheiten der Ukraine genutzt werden dürfe.

Novorosinform.org: Auf der heutigen Sitzung des Obersten Sowjets der DVR wurde als amtierender Außenminister Alexander Karaman ernannt.

Dnr-news: In einer Pressekonferenz informierte Premier Sachartschenko darüber, dass der ehemalige Verteidigunsminister der DVR Igor Strelkow sich künftig dem Aufbau einer einheitlichen Armee in Novorossia widmen wird. Er sagte: „“Igor Iwanowitsch Strelkow hat eine Menge getan, um eine Armee der Volksrepublik Donezk aufzustellen. Er legte den Grundstein für die Bildung der Armee nach russischem Modell, nach dem Vorbild der Russischen Föderation. Dieses Vorbild ist uns verständlich in Bezug auf die Mentalität, in Bezug auf die reiche Geschichte der gemeinsamen Militäroperationen, die unsere Vorfahren seit Jahrhunderten geführt haben. Wir verstehen die Wichtigkeit der Beziehung zwischen dem Kommandanten und seinen Untergebenen.“ Er führte weiter aus, dass eine analoge Aufgabe für Strelkow nun auf der Ebene der vereinigten Volksrepubliken DVR und LVR – in Novorossia vorgesehen sei. Dabei benötige man ebenfalls erfahrene Militärkader, es gelte, die Stäbe von DVR und LVR zu koordinieren. Eine Auskunft, wo sich Strelkow zur Zeit aufhalte, gab er nicht. Aber Strelkow habe nun drei Monate ununterbrochen gekämpft, nun habe er das Recht auf Urlaub.

Ukrinform.ua: Der Sicherheitsdienst überprüft den Vorwurf der Finanzierung von Terrorismus gegen den Oligarchen Achmetow und den Fraktionsvorsitzenden der Partei der Regionen in der Obersten Rada Efremow.

Rusvesna.su: Jeden Tag sterben ukrainische Soldaten, aber die Kiewer Machthaber planen eine Siegesparade ohne Sieg für 90 Mio. Griwna. Diese soll am 24. August in Kiew. Freiwillige sammeln bei der Bevölkerung Spenden zur Ausstattung der Armee, die Soldaten an der front haben nicht genug zu essen, aber die Regierung probt den feierlichen Militärmarsch durch die Stadt.

nachmittags:
novorosinform.org: In Nikolajewa zündeten Unbekannte zwei russisch-orthodoxen Kirchen an. Sie warfen Flaschen mit Brandbeschleunigern in die Gebäude.

RIA.de: Der französische Präsident Francois Hollande hat Kiew aufgerufen, bei den Militäroperationen gegen die Volksmilizen Zurückhaltung zu üben, wie aus einem Kommuniqué des Elysee-Palast hervorgeht. Hollande und der Chef der EU-Kommission, Jose Manuel Barroso, haben am Samstag in Paris die Situation in der Ukraine erörtert. Sie „haben Besorgnis über die Lage in den östlichen Regionen der Ukraine geäußert. Der Staatschef erklärte erneut, dass Russland sich verpflichten muss, die territorialRIA.de: Der französische Präsident Francois Hollande hat Kiew aufgerufen, bei den Militäroperationen gegen die Volksmilizen Zurückhaltung zu üben, wie aus einem Kommuniqué des Elysee-Palast hervorgeht. Hollande und der Chef der EU-Kommission, Jose Manuel Barroso, haben am Samstag in Paris die Situation in der Ukraine erörtert. Sie „haben Besorgnis über die Lage in den östlichen Regionen der Ukraine geäußert. Der Staatschef erklärte erneut, dass Russland sich verpflichten muss, die territoriale Integrität der Ukraine zu achten. Er rief die Ukraine auf, bei den Militäroperationen gegen die Separatisten Zurückhaltung zu üben“, heißt es in dem Kommuniqué. Hollande und Barroso haben die humanitäre Situation in der Ostukraine als außerordentlich eingestuft und es für notwendig befunden, Bedingungen für eine Verbesserung der Lage und für die Wiederaufnahme der politischen Regelung zu schaffen. „Frankreich ist weiterhin bereit, ein neues Gipfeltreffen nach dem Vorbild der Zusammenkunft (vom 6. Juni) in der Normandie durchzuführen, um den Prozess der politischen Regelung zu fördern. Das für den Sonntag angesetzte Treffen der Außenminister von Frankreich, Deutschland, der Ukraine und von Russland könnte ein erster Schritt zur Organisation eines solchen Treffens sein“, heißt es in der Mitteilung des Amtssitzes des französischen Präsidentene Integrität der Ukraine zu achten. Er rief die Ukraine auf, bei den Militäroperationen gegen die Separatisten Zurückhaltung zu üben“, heißt es in dem Kommuniqué. Hollande und Barroso haben die humanitäre Situation in der Ostukraine als außerordentlich eingestuft und es für notwendig befunden, Bedingungen für eine Verbesserung der Lage und für die Wiederaufnahme der politischen Regelung zu schaffen. „Frankreich ist weiterhin bereit, ein neues Gipfeltreffen nach dem Vorbild der Zusammenkunft (vom 6. Juni) in der Normandie durchzuführen, um den Prozess der politischen Regelung zu fördern. Das für den Sonntag angesetzte Treffen der Außenminister von Frankreich, Deutschland, der Ukraine und von Russland könnte ein erster Schritt zur Organisation eines solchen Treffens sein“, heißt es in der Mitteilung des Amtssitzes des französischen Präsidenten.

novorosinform.org: Zum Ziel der umfassenden Repressionen der Kiewer Regierung werden jetzt die Bürger der Zentral- und Westukraine. In der Ausgabe „Life News“ wurde nun ein Brief des Leiters des ukrainischen Sicherheitsdienstes SBU Naliwaitschenko an den Leiter der Lwower Behörde. Das als „top secret“ eingestufte Dokument beschreibt ausführlich den Maßnahmenplan zum Aufspüren und Liquidieren unerwünschter Personen. Diese sieht der SBU nicht nur im Zusammenhang mit dem Widerstand im Donbass, sondern auch mit den Anti-Kriegsprotesten in den zentralen und westlichen Regionen. Dort blockieren Mütter und Ehefrauen von mobilisierten Militärangehörigen Straßen und arrangieren Kundgebungen unter der Losung „Wir geben unsere Männer nicht her!“, als Ergebnis russischer Provokationen.
Zur Bekämpfung dieses Phänomens schlägt Naliwaitschenko die Schaffung eines Agentennetzes in Mitten der Bevölkerung vor. Mitarbeiter des Geheimdienstes sollten Suchoperationen gegen politische Parteien und Bewegungen, gegen Organe der Regionalregierung und der Strafverfolgungsbehörden, gegen Unternehmen und Gemeindeleiter durchführen. Das Ziel sei, diejenigen, die gegen den Krieg und für die Untersuchung der Verbrechen der ukrainischen Armee in der Zone der ATO auftreten, zu identifizieren. Unzuverlässige Bürger sollen unverzüglich in die Armee einberufen und Wehrdienstverweigerer vor Gericht gestellt werden. Alle Protestaktionen sollen unterbunden, die Teilnehmer an Anti-Kriegskundgebungen als russische Geheimagenten dargestellt werden. Entsprechendes Material zur Verbreitung in den Medien wird vorbereitet. Im Hinblick auf akkreditierte russische Journalisten und kritische Blogger muss der SBU unfassende Maßnahmen ergreifen.

rusvesna.su: Der FSB berichtet, dass 17 Soldaten der 72. Brigade der ukrainischen Regierungstruppen nach Russland geflohen seien.

dnr-news: Der Konvoi mit humanitären Hilfsgütern aus Russland steckt an der Ukrainischen Grenze fest. Die Kiewer Behörden lassen die LKW nicht über die Grenzlinie. Das russische Außenministerium rief Kiew dazu auf, umgehend die technischen Probleme mit der Lieferung der humanitären Güter zu lösen.

rusvesna.su: Videoaufnahmen von den Überresten der im Südkessel festgesetzten Einheiten der ukrainischen Armee. Von den ursprünglichen etwa 5000 Mann konnten sich nur 1000 Soldaten aus dem Kessel retten:
(Interessant sind neben den Ruinen der Militärtechnik und den Verpflegungspaketen aus Amerika auch die Aufnahme zweier Anleitungshefte, auf deutsch und auf englisch, im ersten Teil des Videos. Da fragt sich der Betrachter, warum ukrainische Soldaten fremdsprachige Bedienungsanleitungen benötigen… Anm. d. Übersetzers)

RIA.de: Die ukrainische Polizei hat den russischen Fotoreporter Andrej Stenin auf Bitte der Organisation, bei der er eingestellt ist, zur Fahndung ausgeschrieben, wie der Berater des ukrainischen Innenministers, Anton Geraschtschenko, dem Fernsehsender „112“ sagte. Nach Meinung des Ministerberaters, der Stenin mehrmals fälschlich Sentschin nannte, befindet sich der Journalist möglicherweise in Gefangenschaft der ostukrainischen Volkswehr und kann „irgendwann gefunden“ werden.
Seit dem 5. August fehlt von dem Reporter, der seine Fotoberichte von beiden Seiten der Front geliefert hatte, jede Spur. Laut inoffiziellen Informationen könnte Stenin von ukrainischen Militärs festgenommen worden sein. Kiew bestritt dies. Das ukrainische Innenministerium hat am 11. August auf Vermisstenantrag hin die Fahndung eingeleitet. Am nächsten Tag gaben die ukrainischen Behörden erstmals zu, über das Schicksal von Stenin Bescheid zu wissen. Er sei von ukrainischen Geheimdiensten unter dem Verdacht der Terror-Beihilfe festgenommen worden, sagte Geraschtschenko im lettischen Rundfunksender Baltkom. Später erklärte er jedoch, er sei falsch ausgelegt worden: Es sei bloß eine Vermutung gewesen. Der Vorsitzende des Rates für Menschenrechte beim russischen Präsidenten, Michail Fedotow, ersuchte am Freitag die ukrainische  Menschenrechtsbeauftragte Valeria Lutkowskaja um Hilfe bei der Suche nach Stenin. Die russische Menschenrechtsbeauftragte Ella Pamfilowa hatte zuvor ihre ukrainische Amtskollegin Lutkowskaja gebeten, den Aufenthaltsort des Journalisten zu ermitteln und seine Rückkehr nach Russland zu ermöglichen.

gefunden bei antimaidan german (facebook): Ein Kinderfest in Iwano-Frankowsk (Galizien). Nach dem obligatorischen Gesang der Hymne wird die Figur von Wladimir Putin mit Benzin übergossen (ca. bei 04:00) und angezündet. Danach bewegen sich die Kinder mit ihren Eltern im Reigen um die brennende Figur. Der Conférencier im Hintergrund verflucht Russland und seinen Präsidenten…

RIA.de: Moskau besteht darauf, die Zoll- und Grenzverfahren für die russischen Hilfsgüter zu beschleunigen, die über die ukrainische Grenze schnellstmöglich in die Region Donbass befördert werden müssen, wie aus einer Mitteilung des russischen Außenministeriums hervorgeht. Laut dem Außenministerium haben der russische Vize-Außenminister Sergej Rjabkow und der Präsident des Internationalen Komitees vom Roten Kriez (IKRK), Peter Maurer, in einem Telefongespräch Fragen erörtert, die mit der Eilbeförderung der Hilfsfracht von Russland in die umkämpften Gebiete der Ostukraine verbunden sind.
„Es wurde konstatiert, dass IKRK-Mitarbeiter in Kontakt zu Grenzbeamten Russlands und der Ukraine stehen. Technische Fragen, die bei der Zollkontrolle und –abfertigung der Fracht aufkommen, werden operativ geregelt. Die russische Seite hat die Notwendigkeit hervorgehoben, die Formalitäten zu beschleunigen, um die humanitären Hilfsgüter schnellstmöglich von Russland nach Donbass zu bringen“, heißt es in der Mitteilung des russischen Außenministeriums.

 Abends:

RIA.de: Das russische Außenministerium hat die Informationen, laut denen Moskau über den Inhalt der humanitären Hilfsfracht für die ostukrainische Region Donbass nicht informiert habe, als Erfindungen zurückgewiesen. „Wir weisen die böswillige Tatsachenverdrehung, in der sich Mitarbeiter einiger staatlicher Strukturen der Ukraine in der letzten Zeit üben, kategorisch zurück. Laut Medienberichten behaupten Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes SBU unter anderem, dass Russland sich geweigert habe, seine Hilfsgüter durch die von der Ukraine kontrollierten Grenzübergangstellen nach Donbass zu bringen. Es werden auch Erfindungen verbreitet, laut denen wir über den Inhalt der humanitären Hilfsfracht nicht informiert  hätten. Das Eine wie das Andere entspricht nicht der Wirklichkeit“, heißt es in einer Erklärung des russischen Außenministeriums.
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Rusvesna.su: In verschiedenen Städten der Bukowina gab es wieder Proteste gegen die Mobilisierung für die ATO.

Novorosinform.org: Der russische Künstler Alexander Rosenbaum hat humanitäre Hilfe in den Donbass geschickt. Er kaufte Insulin und schickte es nach Novorossia.

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Presseschau vom 15.08.2014

 humanitäre Hilfe und die Versuche, sie zu verhindern


Quellen: Itar-Tass, Interfax, Ria Novosti, rusvesna.su, voicesevas.ru, hinzu kommen Informationen der Seiten „Novorossia“ sowie „dnr-news“ und „novorosinform“.  Wir beziehen manchmal auch ukrainische Medien, z.B.  BigMir, UNIAN, Ukrinform, KorrespondenT und die Online-Zeitung Timer aus Odessa ein. Zur besseren Unterscheidung der Herkunft der Meldungen sind Nachrichtenquellen aus den neuen ostukrainischen Volksrepubliken in Rot ( Portal Novorossia, dnr-news, novorosinform) und andere ukrainische Quellen in Blau (BigMir, Ukrinform, UNIAN, KorrespondenT und Timer) gekennzeichnet. Die Übersetzung russischer Medien erfolgt in schwarzer Farbe.


 

Vormittags:

Novorosinform.org: Die Volksmiliz greift die ukrainische Position beim Dorf Uspenska an. Dieser Ort liegt in der Nähe der russischen Grenze und des Grenzübergangs „Matejew Kurgan“ . Glückt der Angriff, wäre ein bedeutender Teil der ukrainischen Streitkräfte eingekesselt.

Novorosinform.org: Ein Korrespondent der „Komsoloskaja Prawda“ berichtet: Vor Donezk fand man heute zwei riesige Krater. Man sagte uns, dass diese von ballistischen Raketen stammen. In der Nähe stehen keine Häuser, ein Krater hat eine Straße völlig zerstört.
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Novorosinform.org: In der Ortschaft Sugres starben beim Beschuss gestern 15 Zivilisten, darunter drei Kinder. Auch in anderen Städten von Novorossia starben Zivilisten unter Artilleriebeschuss und Luftangriffen.

Voisesevas.ru: In den letzten 24 Stunden starben in der Stadt Donezk beim Beschuss 11 Zivilisten. 40% der Gebäude sind beschädigt, 20 Wohnhäuser zerstört.

Novorosinform.org: Der Oligarch Kolomoisky plant eine neue Provokation mit Hilfe der Ultrarechten in der Stadt Saporoshe. Es sei eine Demonstration angemeldet, sagte Bladimir Rogow der Presse und erinnerte daran, wie sich die „Demonstration am 2. Mai in Odessa entwickelte.“

Novorosinform.org: Im besetzten Teil der LVR geriet eine Gruppe der ukrainischen Armee in einen Hinterhalt der Partisanen. 2 LKW voller Militärangehöriger explodierten.

Nachmittags:
Rusvesna.su: Die Einheiten der ukrainischen Armee, die bei Krasny Lutsch eingekesselt wurden, berichten, dass zwei Drittel  der Soldaten getötet oder gefangen genommen wurden.

Novorossia.su: In der Nacht konnte die Volksmiliz das lange umkämpfte Dorf Stepanowka unter ihre Kontrolle bringen.

RIA.de: Russlands Präsident Wladimir Putin hat am Donnerstag in Jalta (Halbinsel Krim) bei einem Treffen mit Abgeordneten der Staatsduma (Parlamentsunterhaus) zum Frieden aufgerufen, schreibt die Zeitung „RBC Daily“ am Freitag. Putins Jalta-Rede war betont friedlich. Die russische Gesellschaft müsse zusammenstehen und sich mobilisieren, jedoch nicht für Kriege und Konflikte, sondern für Russland, sagte Putin. Russland setze auf friedliche Prinzipien in der Außenpolitik“, ergänzte der russische Staatschef. Russland habe ein großes Potential bei der Gewährleistung von Sicherheit. „Doch die Streitkräfte sind kein Allheilmittel, und wir wollen nicht mit einem Rasiermesser in der Welt herumlaufen“, so Putin. Putin forderte eine schnellstmögliche Beendigung des Ukraine-Konflikts – mit diplomatischen Mitteln. Er nannte die Krim als Gegenbeispiel für das blutige Chaos in der Ukraine. Wie eine Quelle in der Kreml-Partei Geeintes Russland betonte, hat Putin in seiner Rede deutlich gemacht, dass er auf eine friedliche Lösung setzt und nicht den Wunsch hat, in den Krieg hineingezogen zu werden. Dem Experten Konstantin Kalatschow zufolge war Putins Rede angesichts der russischen Hilfslieferungen in die Ukraine betont friedlich. Gleichzeitig kündigte Putin die Stationierung eines Truppenverbands auf der Krim an. „Die friedlichen Töne des russischen Präsidenten sind vor allem an die Außenwelt gerichtet. Man will die Beziehungen zum Westen entspannen, der Präsident gab zu verstehen, dass sich Russland auf die Krim beschränken wird“, so der Experte. An den Westen wurde ein weiteres Signal geschickt: Russland erwäge einen Rückzug vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte, falls die internationalen Gerichte weiter politisierte Urteile fällen werden, so Putin. Damit kam der Kreml-Chef indirekt auf das Yukos-Urteil zu sprechen, demzufolge Russland 1,86 Milliarden Euro an die ehemaligen Eigner des Unternehmens zahlen muss. Putin zufolge hält sich der Gerichtshof nicht an seine Funktionen, für die er ins Leben gerufen wurde. Er regele weder rechtliche Verhältnisse noch biete er Rechtsschutz, sondern erfülle eine politische Funktion. Doch bislang steht ein Rückzug nicht auf der Tagesordnung.

Novorossia.su: Einwohner der von der Nationalgarde besetzten Ortschaften berichten, dass leerstehende Häuser und Wohnungen an Menschen aus der Westukraine übergeben werden. Dies wird aus dem Dorf Peski, aber auch aus Slawjansk berichtet.

Rusvesna.su: Einer Gruppe des Kommandeurs Besler gelang es,  im Hinterland des Feindes einige schwere Waffentechnik und dazugehörige Munition, z.B. Raketenwerfer und Haubitzen,  zu erobern und zur Volksmiliz zu bringen. Derzeit werden die Waffen überprüft und dann an verschiedenen Frontabschnitten eingesetzt.

Novorosinform.org: Beim Beschuss von Gorlowka wurde das Auto einer Familie direkt von einer Granate getroffen. Es starben alle Insassen, ein Mann mit seiner Ehefrau und seiner Tochter. Achtung: Video für 18+

Novorosinform.org: In Donezk wurden heute verschiedene Wohngebiete sowie die Großbäckerei beschossen, etliche Gebäude beschädigt oder zerstört.

Novorossia.su: Die LKW-Kolonne mit russischer humanitärer Hilfe wird an der ukrainischen Grenze festgehalten.

Abends:
RIA.de: Nach dem Ausschluss der Kommunistischen Partei der Ukraine (KPU) aus dem Parlament (Rada) hat die ukrainische Generalstaatsanwaltschaft gegen den Parteichef Pjotr Simonenko ein Ermittlungsverfahren wegen Verdachts auf Separatismus eingeleitet. Dies teilte Simonenko am Freitag in Kiew mit. „Die Generalstaatsanwaltschaft hat ein Strafverfahren gegen mich angestrengt. Sie beschuldigt mich des Separatismus wegen meiner Auftritte im Parlament“, sagte Simonenko nach Angaben des KPU-Presseamtes. Er warf der Regierung vor, ihn und seine Partei politisch zu verfolgen. Simonenko hatte den seit April andauernden Militäreinsatz gegen die Regierungsgegner in östlichen Regionen der Ukraine als „Krieg gegen das eigene Volk“ kritisiert und zuletzt im Mai die Regierung zu einem Truppenabzug aufgefordert. Daraufhin forderte der damalige Interimspräsident Alexander Turtschinow das Justizministerium auf, die Kommunistische Partei auf eine Zusammenarbeit mit den ostukrainischen Milizen zu überprüfen und, falls Beweise vorliegen, zu verbieten. Im Juli beantragte das Justizministerium vor Gericht ein Verbot der KP. Im Juli stimmte die Regierungskoalition für eine Zwangsauflösung der kommunistischen Parlamentsfraktion.

Rusvesna.su: Von im Lugansker Gebiet verhafteten ukrainischen Diversanten war zu erfahren, dass seit dem 14 August 7 Diversantengruppen in Novorossia mit dem Ziel arbeiten, die russische Kolonne mit humanitärer Hilfe auf dem von den Volksmilizen kontrollierten Territorium zu vernichten.

RIA.de: Das ukrainische Militär zieht weitere Soldaten aus dem Ausland ab, um in die Kämpfe gegen die Milizen im Osten des Landes zu schicken. „Noch bis Ende dieses Monats müssen wir 103 Menschen aus der Nato-Mission im Kosovo zurückholen“, kündigte Andrej Ordinowitsch, Vizechef des Ressorts Friedensoperationen im ukrainischen Generalstab, am Freitag nach Angaben der Agentur Unian an. Nach seinen Worten zieht die Ukraine zudem 16 Militärhubschrauber zurück, die an die Uno vermietet worden waren. Laut Ordinowitsch hat der Generalstab bereits 168 Soldaten aus Friedensmissionen im Ausland zurückgezogen und bei den Kämpfen im Osten des Landes eingesetzt.

RIA.de: Nach der Drohung aus Kiew, den Gastransit aus Russland zu stoppen, warnt die Europäische Union vor Schritten, die die Gaslieferungen in EU-Länder behindern. Die EU-Außenminister haben bei ihrem Treffen am Freitag die Notwendigkeit einer sicheren Gasversorgung der Ukraine und eines reibungslosen Gastransits über die Ukraine betont. Nach ihrem Treffen erklärten die Minister, dass die Russische Föderation und die Ukraine diese beiden Ziele verfolgen sollten und dass keine der Seiten Schritte tun dürfe, die das Erreichen dieser Ziele behindern könnten.

RIA.de: Mit Waffenlieferungen an die Ukraine verstößt die Europäische Union gegen den Internationalen Waffenhandelsvertrag (ATT), erklärte das russische Außenministerium am Freitag. Damit kommentierte die Behörde den Bericht der ungarischen Onlinezeitung Hidfo.Net, dass das ungarische Verteidigungsministerium Panzer vom Typ Т-72 an die Ukraine liefere. Nach Angaben der Zeitung erfolgen die Lieferungen über eine „bevollmächtigte Agentur“. „Mit Waffenlieferungen an die Ukraine verletzen EU-Mitgliedsstaaten (…) den rechtsverbindlichen Internationalen Waffenhandelsvertrag“, so das Moskauer Außenamt. Die Behörde warf der Regierung in Budapest vor, gegen ihre „Verpflichtungen im Bereich des Exports konventioneller Rüstungen“ zu verstoßen.

Standard

Presseschau vom 14.08.2014

 Bolotow und Strelkow zurückgetreten


Quellen: Itar-Tass, Interfax, Ria Novosti, rusvesna.su, voicesevas.ru, hinzu kommen Informationen der Seiten „Novorossia“ sowie „dnr-news“ und „novorosinform“.  Wir beziehen manchmal auch ukrainische Medien, z.B.  BigMir, UNIAN, Ukrinform, KorrespondenT und die Online-Zeitung Timer aus Odessa ein. Zur besseren Unterscheidung der Herkunft der Meldungen sind Nachrichtenquellen aus den neuen ostukrainischen Volksrepubliken in Rot ( Portal Novorossia, dnr-news, novorosinform) und andere ukrainische Quellen in Blau (BigMir, Ukrinform, UNIAN, KorrespondenT und Timer) gekennzeichnet.
Die Übersetzung russischer Medien erfolgt in schwarzer Farbe.


 

Vormittags:

Dnr-news: Ein Video zum Beschuss der Stadt Donezk heute Nacht:

Interfax: Das Internationale Rote Kreuz wird Gespräche mit Kiew und Moskau zur humanitären Hilfe führen.

Interfax: Die Kiewer Regierung hat heute eine Kolonne aus 19 LKW mit humanitärer Hilfe für die Bewohner von Lugansk auf den Weg geschickt.

Nachmittags:

RIA.de: Ost-Ukraine: Chef der „Lugansker Volksrepublik“ tritt wegen Verletzung zurück Waleri Bolotow, Chef der nicht anerkannten Lugansker Volksrepublik im Osten der Ukraine, die nach dem Februar-Umsturz in Kiew ihre Unabhängigkeit ausgerufen hat, zieht sich wegen einer Verletzung aus dem Führungsamt zurück. „Ich habe beschlossen, das Amt des Leiters der Lugansker Volksrepublik vorübergehend niederzulegen“, kündigte Bolotow am Donnerstag in einer Videoansprache im russischen Nachrichtensender Rossija 24 an. Seine Entscheidung begründete der 44-Jährige mit Folgen einer Verletzung, die ihn daran hindern würden, „in der schwierigen Kriegszeit mit vollem Einsatz für das Wohl der Bevölkerung zu arbeiten“. Seine Amtsnachfolge übernehme der bisherige Verteidigungsminister der Lugansker Volksrepublik, Igor Plotnizki. Bolotow versicherte, dass er „die Front nicht verlässt“. „Ich bin ein Lugansker. Mein Haus ist hier und ich werde weiter für unsere gemeinsamen Ideale kämpfen“, so Bolotow. Dabei bestätigte er, dass die Region, die seit Monaten zwischen Volksmilizen und der Kiewer Armee umkämpft ist, „vor einer humanitären Katastrophe“ sei. „Unter diesen Umständen muss die Führung der Republik bis an die Grenzen ihrer Möglichkeiten gehen.“

RIA.de: Kriegsgebiet: Kiew lässt alle Flüchtlinge aus Donbass filmen Die ukrainische Regierung lässt alle Armeeposten in den umkämpften östlichen Regionen Lugansk und Donezk mit Videokameras ausstatten, um Menschen, aus dem Kriegsgebiet fliehen, zu filmen. „Alle Kontrollposten um die Zone der Anti-Terror-Operation sollen demnächst mit Videokameras ausgestattet werden, um alle Fahrzeuge und deren Insassen, die die Zone der Anti-Terror-Operation verlassen, auf Video zu erfassen. Innenminister Arsen Awakow hat gestern einen entsprechenden Befehl unterschrieben“, teilte Awakows Berater Anton Geraschenko, am Donnerstag auf Facebook mit. Darüber hinaus seien die Kontrollposten beauftragt worden, die Autokennzeichen und die Namen der Fahrer „in speziellen Heften aufzuschreiben“. Diese Angaben sollen dann in einer elektronischen Datenbank gespeichert werden. Zuvor hatte Oxana Schitnik, Sprecherin der nicht anerkannten „Lugansker Volksrepublik“, RIA Novosti mitgeteilt, dass ukrainische Scharfschützen im Grenzort Iswarino auf Fahrzeuge mit Flüchtlingen schießen, die Richtung Russland fahren.

RIA.de: Kiew droht mit Stopp für russischen Hilfskonvoi im Falle unkorrekter Grenzüberquerung Der russische Autokonvoi mit humanitären Hilfsgütern für den Osten der Ukraine wird blockiert, falls die von den Kiewer Behörden gestellten Bedingungen für das Überqueren der ukrainisch-russischen Grenze nicht befolgt werden sollten, wie der Vorsitzende des ukrainischen Rates für nationale Sicherheit und Verteidigung (SNBO), Andrej Lyssenko, am Donnerstag in Kiew bei einem kurzen Pressegespräch sagte. „In einem solchen Fall wird die Autokolonne gestoppt. Deren Weiterfahrt wird mit allen Kräften verhindert, sagte Lyssenko auf die Frage nach Handlungen der ukrainischen Behörden im Falle der Nichteinhaltung der  Bedingungen der Grenzüberquerung durch den Hilfskonvoi. Lyssenko merkte auch an, dass die Hilfsfracht in jedem Fall von ukrainischen Grenzwächtern und Mitarbeitern des internationalen Komitees vom Roten Kreuz überprüft werden müsse. Der Lastzug hatte in der Nacht zum Dienstag das Moskauer Umland in Richtung Ukraine verlassen. Die Frage nach einem humanitären Korridor für die Durchfahrt der russischen Trucks mit Medikamenten, Lebensmitteln einschließlich Kindernahrung, Schlafsäcken und sonstigen Bedarfsgütern für die Zivilbevölkerung der Südostukraine ist weiterhin ungeregelt. Der Konvoi besteht aus KamAZ-Lastwagen, Feldküchen, medizinischen Kastenwagen und Kraftstofftankwagen.

RIA.de: Putin: Russland stellt Truppenverband für Krim auf Russland will auf der Krim einen selbständigen militärischen Verband stationieren. Präsident Wladimir Putin hat ein entsprechendes Programm abgesegnet. „Ich habe dieses Programm bereits bestätigt“, teilte Putin am Donnerstag in Jalta (Krim) bei einem Treffen mit Abgeordneten der Staatsduma (russisches Parlamentsunterhaus). Sergej Mironow, Fraktionschef der Partei „Gerechtes Russland“, rief bei dem Treffen auf, die Krim vor auswärtigen Bedrohungen abzusichern. „Auf der Halbinsel muss ein selbständiges Kommando geschaffen werden.“ Dabei verwies Mironow auf „kriegerische Töne“ aus Kiew.

Dnr-news: Der russische Konvoi mit humanitären Hilfsgütern befindet sich jetzt unweit des Kontrollpunktes Iswarino an der russisch-ukrainischen Grenze.
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RIA.de: „Es war der Wille des Volkes“: Putin weist Vorwurf einer Krim-Annexion zurück Russlands Präsident Wladimir Putin hat den Vorwurf einer „Annexion“ der Krim als „unbegründet und lächerlich“ zurückgewiesen. Die Wiedervereinigung der Schwarzmeer-Halbinsel mit Russland sei auf der Grundlage der Willenserklärung der Krim-Bevölkerung erfolgt. „Es hat keine Annexion der Krim gegeben. Es war der Wille des Volkes“, sagte Putin am Donnerstag in Jalta bei einem Treffen mit Abgeordneten der Staatsduma (russisches Parlamentsunterhaus). „Die Menschen, die auf der Krim leben, haben ihre Meinung über ihre Zukunft ausgedrückt.“ Deshalb seien Vorwürfe einer rechtswidrigen Annexion „haltlos und lächerlich“. „Wir haben einfach die Menschen gefragt, was sie wollen. Was soll das anderes sein als Demokratie?“

Abends:

RIA.de: Kämpfe in Donezk: Mehr als 70 Zivilisten in drei Tagen getötet Mehr als 70 Zivilisten sind allein in dieser Woche im ostukrainischen Gebiet Donezk nach Angaben der regionalen Regierung bei den Gefechten zwischen Militär und Volksmilizen ums Leben gekommen. „In den vergangenen drei Tagen sind 74 Einwohner durch Kampfhandlungen umgekommen, 116 weitere haben zum Teil schwere Verletzungen erlitten“, meldete die ukrainische Nachrichtenagentur Unian am Donnerstag. unter Berufung auf die Gebietsverwaltung Donezk. Seit Beginn der Kampfhandlungen seien 839 Einwohner des Gebiets  Donezk getötet und 1623 weitere verletzt worden. 269292029

RIA.de: Ostukraine: Volkswehr-Kommandeur Strelkow tritt zurück Der Volkswehr-Kommandeur und Verteidigungsminister der selbsternannten Volksrepublik Donezk (VRD), Igor Strelkow, ist im Zusammenhang mit der Übernahme einer anderen Tätigkeit zurückgetreten, wie das Pressezentrum der VRD am Donnerstag mitteilt. „Der Ministerrat hat in der heutigen Sitzung dem Antrag von Oberst Igor Strelkow auf Entlassung aus dem Amt des Verteidigungsministers der VRD im Zusammenhang mit der Übernahme einer anderen Tätigkeit  stattgegeben“, heißt es. Strelkow wird von Wladimir Kononow abgelöst, der voraussichtlich am Freitag in Amt des Verteidigungsministers bestätigt wird. Dem Vorsitzenden des Ministerrates VRD, Alexander Sachartschenko, zufolge wird Strelkow einer anderen „wichtigen Arbeit“ nachgehen.

voicesevas.ru: Milizkommandeur Igor Bezler berichtete, dass heute in Werchnoi Krynk da das Hauptquartier des „Rechten Sektors“, das dort in einer Schule untergebracht war, zerstört worden sei. Dabei seien auch mehrere gepanzerte Fahrzeuge zerstört worden. Außerdem berichtete Bezler, dass beim heutigen Beschuss von Gorlowka durch ukrainische Truppen drei Zivilisten getötet worden seien.

voicesevas.ru: Vom Kramatorsker Flugplatz startete eine taktische Rakete (Totschka-U), die zunächst in Richtung Donezk, dann eher in Richtung Lugansk zu fliegen schien. Etwas später explodierte sie in der Nähe von Artjomowsk in der Luft.

RIA.ru: Milizen der DVR melden die Einnahme eines Dorfes an der russischen Grenze Laut Vertretern der DVR, gab es in den letzten Tagen der Kämpfe an verschiedenen Orten. Derzeit gebe es weiter Auseinandersetzungen Miusinsk (Region Lugansk), die von Truppen des Gegners blockiert sei. Das Dorf Stepanowka bei Schachtjorsk sei zurückerobert worden, berichteten die Milizen. … Sie berichteten auch von einer erfolgreichen Gegenoffensive in der Stadt Krasny Lutsch.

Rusvesna.su: Der Junta fehlt die Kraft, einen Bewegungskrieg zu führen In dieser Woche mobilisierte der Gegner alle verfügbaren Reserven und versuchte, in breiter Front Donetsk zu bedrängen. Der schwerste Schlag wurde in der südlicher Richtung geführt. Die Milizen brauchten ein paar Tage, um Krasny Lutsch, Miusinsk und Fatschewka wieder unter Kontrolle zu bringen. Enorme Ressourcen setzte der Feind vergeblich ein,  um Ilowaysk zu stürmen. Derzeit  bereitet er einen zweiten Angriff vor. Derzeit hält die Miliz die Städte Sneschnoje, Schachtjorsk, Tores und Minusinsk und kontrolliert die Verbindung zwischen Donezk und Lugansk. Großen Teilen der Truppen der Junta droht an verschiedenen Abschnitten die Einkesselung…

voiceservas.ru: Am späten Abend beschoss die Ukrainische Armee die Stadt Donezk mit Phosphorbomben.

 

 

 

Standard

Presseschau vom 13.08. 2014

Kiew: keine humanitäre Katastrophe, denn das Heer sei satt

 


Quellen: Itar-Tass, Interfax, Ria Novosti, rusvesna.su, voicesevas.ru, hinzu kommen Informationen der Seiten „Novorossia“ sowie „dnr-news“ und „novorosinform“.  Wir beziehen manchmal auch ukrainische Medien, z.B.  BigMir, UNIAN, Ukrinform, KorrespondenT und die Online-Zeitung Timer aus Odessa ein.
Zur besseren Unterscheidung der Herkunft der Meldungen sind Nachrichtenquellen aus den neuen ostukrainischen Volksrepubliken in Rot ( Portal Novorossia, dnr-news, novorosinform) und andere ukrainische Quellen in Blau (BigMir, Ukrinform, UNIAN, KorrespondenT und Timer) gekennzeichnet.
Die Übersetzung russischer Medien erfolgt in schwarzer Farbe.


 

Vormittags:

Novorosinform.org: Eine Charkower Initiativgruppe ruft dazu auf, die Kolonne mit humanitären Gütern, die von Russland aus auf dem Weg in den Osten des Landes ist, zu blockieren. Dafür sollten alle an den Grenzkontrollpunkt in der Region fahren, an dem der LKW-Konvoi die Grenze überqueren soll. Man müsse sich selbst davon überzeugen, dass in den LKW wirklich nur humanitäre Güter seien.

Dnr-news: Der Radikalenführer Oleg Ljaschko erklärte, dass sein Bruder Sergej aus seinem eigenen Haus in Lugansk von bewaffneten Männern entführt worden sei. Er habe seinen Bruder mehrfach gewarnt und ihn gebeten, mit seiner Familie aus der Stadt wegzuziehen, da er eine Entführung befürchtete. Sein Bruder habe ihm jedoch nicht glauben wollen.

Novorosinform.org: Das Restaurant „Banana“ bietet Bedürftigen, die Opfer der Kämpfe geworden sind, kostenlose Mittagessen an. In dem kurzen Viseobeitrag in russischer Sprache wird diese Aktion kurz vorgestellt und die Hoffnung ausgesprochen, dass noch möglichst viele Restaurants und Cafes sich anschließen werden und mit diesem Akt der Menschlichkeit diese Welt ein bisschen besser und heller zu machen:

Nachmittags:

Novorosinform.org: Die neue Flagge von Novorossia wurde in einem Wettbewerb ausgewählt und heute von Oleg Zarjow vorgestellt.
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RIA.de: Bewaffnete Zusammenstöße zwischen Regierungstruppen und Bürgermilizen im ostukrainischen Gebiet Donezk gehen weiter: Momentan ist ein Gefecht an der Grenze zu Russland im Gange, verlautete aus dem Volkswehrstab.
„Derzeit wird um das Dorf Stepanowka im Bezirk Schachtjorsk gekämpft“, sagte ein Stabsvertreter am Mittwoch. „Der Gegner versetzt massive Artillerieschläge aus Mehrfachraketenwerfern.“
Eine beträchtliche Anzahl von Milizen sei gezwungen, statt zu kämpfen,  zivilen Einwohnern zu helfen.
Vor zwei Tagen sei es gelungen, einen Mehrfachraketenwerfer vom Typ Uragan zu vernichten, mit dem das Dorf Stepanowka sowie andere Ortschaften beschossen wurden, hieß es.
Gefechte dauern auch im Raum der Stadt Miussinsk des Gebiets Lugansk und in der Nähe der Stadt Gorlowka in 35 Kilometer Entfernung von Donezk an, hieß es.

RIA.de: Vertreter der ukrainischen radikalen Bewegung „Rechter Sektor“ haben den Tod von zwölf Kämpfern bei dem Beschuss eines Busses am Vortag bei der Einfahrt nach Donezk angegeben.
Wie Vertreter der selbsterklärten Donezker Volksrepublik mitteilten, hatten sich die Radikalen mit einem Bus einem Checkpoint der Volkswehr angenähert, ihn angegriffen und dabei einen Milizen erschossen. Darauf eröffneten die Volkswehr-Milizen das Feuer auf den Bus.
Am Mittwoch schrieb der Sprecher des „Rechten Sektors“, Borislaw Berjosa, in seinem Facebook-Account, dass beim Bus-Beschuss zwölf Mitglieder des „Rechten Sektors“ ums Leben kamen.
Diese Information bestätigte auch der Spitzenvertreter der Bewegung „Rechter Sektor“, Dmitri Jarosch, der sich nach eigenen Angaben derzeit in Kiew aufhält.
Die ukrainische Vereinigung  der radikalen nationalistischen Organisationen  „Rechter Sektor“ ist mit der nationalistischen Partei „Swoboda“ (Freiheit) verbunden, die nach dem Staatsstreich im Februar in der Ukraine der regierenden Koalition angehört. Heute nehmen die Radikalen an der Niederschlagung  der Proteste in der Ost-Ukraine teil.
Moskau hat Kiew mehrmals aufgerufen, die illegalen bewaffneten Formationen, darunter die Kämpfer des „Rechten Sektors“, zu entwaffnen.

Novorosinform.org: Eine Gruppe von 15 Aufklärern der ukrainischen Armee wurde an einer Zufahrtsstraße nach Donezk von der Volksmiliz vernichtet. Einige wurden gefangen genommen, die anderen im Kampf getötet, erklärte ein Vertreter der Volksmiliz.

RIA.de: Die regulären bewaffneten Kräfte der Ukraine haben am Dienstag laut einer Meldung des Pressezentrums der selbsterklärten Donezker Volksrepublik die Stadt Uglegorsk im Gebiet Donezk massiv beschossen. Dabei soll es „vermutlich hunderte von Toten“ gegeben haben.
Wie das Pressezentrum mitteilte, hatte es am Dienstagmorgen vor der Einfahrt in die Stadt zwar einen Checkpoint der Volkswehr gegeben, in der Stadt selbst gab es aber keine Milizen. Die ukrainischen Truppen sollen die Stadt eingekesselt und den Zivileinwohnern dabei keinen humanitären Korridor geboten haben, damit sie die Stadt verlassen könnten. Der massive Artilleriebeschuss habe um 06.00 Uhr Ortszeit aus der Vorstadt von Debalzewo begonnen.
„Wie Einwohner von Debalzewo berichten, war die Artillerie den ganzen Tag lang im Einsatz. Der Checkpoint hat nichts davon abbekommen: Beschossen wurden zivile Stadtviertel. Die Infrastruktur der Stadt ist vernichtet. Es gab vermutlich dutzende oder sogar hunderte von Toten“, teilt das Pressezentrum der Donezker Volksrepublik mit.

Rusvesna.su: Die Ukraine entwickelt sich immer mehr zu einer Dikatur. Heute nahm die Rada ein Gesetz über die Anordnung von Sanktionen an. Danach wird der Nationale Sicherheits- und Verteidigungsrat ermächtigt, ohne Gerichtsbeschluss zu entscheiden, über welche Privatperson, welche Firma, welche Organisation oder welche Medien sowohl im Ausland als auch in der Ukraine selbst Sanktionen verhängt werden. Der Präsident muss diese Entscheidung dann noch bestätigen.
Sanktionen werden verhängt, wenn Handlungen dem Staat und der Gesellschaft schaden, die nationalen Interessen und die wirtschaftliche Unabhängigkeit der Ukraine bedrohen, Hindernisse für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung oder für die vollständige Umsetzung der Bürgerrechte und –freiheiten schaffen.
Es können 29 Arten von Sanktionen durch diesen kleinen Kreis beschlossen werden, insbesondere können Vermögenswerte und Konten eingefroren, die Arbeit von Organisationen oder Firmen gestoppt werden. Außerdem können Parteien, gesellschaftliche Organisationen und Medien aller Art sowie die Überweisung von Geldern ins bzw. der Empfang von Geldern aus dem Ausland verboten werden.
Nach Meinung der OSZE stellt dieses Gesetz eine Verletzung der internationalen Standards dar und schränke die Pressefreiheit ein.

RIA.de: Die Ortschaft Jenakijewo bei Gorlowka ist am Mittwoch tagsüber einem intensiven Artilleriebeschuss ausgesetzt worden, teilten Ortseinwohner RIA Novosti mit. Geschosse schlugen auf dem Gelände einer Kokerei ein. Eine Evakuierung wurde angeordnet.
Jenakijewo (84 000 Einwohner), liegt zehn Kilometer  südöstlich von Gorlowka. Am Vortag begann die ukrainische Armee eine Operation zur Einkreisung Gorlowkas und nahm eine Reihe von Ortschaften zwischen der Stadt und Donezk ein.
Zugleich gehen auch Meldungen über die Kämpfe in Debalzewo – eine Stadt an der Grenze zwischen den Gebieten Donezk und Lugansk – ein.

Abends:

RIA.de: Die ukrainische Regierung sieht keine humanitäre Katastrophe in Lugansk im Osten des Landes; das Militär in dem umkämpften Gebiet ist gut verpflegt, wie der Ernährungsminister Igor Schwaika am Mittwoch äußerte.
„Lebensmittel werden nach Lugansk gebracht. Unsere Streitkräfte und Einheiten der Nationalgarde, die dort stationiert sind, sind mit Lebensmitteln versorgt“, sagte Schwaika in Kiew nach Angaben der ukrainischen Nachrichtenagentur Ukrinform. „Dort gibt es was zu essen“. Soldaten würden mit Büchsenfleisch und Grütze verpflegt. „Es gibt gegenwärtig keinen Grund, von einer humanitären Katastrophe im Gebiet Lugansk aufgrund eines Lebensmittelmangels zu sprechen“, so der Minister weiter.
Nach Berichten von Augenzeugen ist die Bevölkerung von Lugansk seit Beginn der Kiewer Militäroffensive um fast die Hälfte geschrumpft. In der Stadt, in der vor dem Krieg fast eine halbe Million Menschen gelebt hatten, sind der öffentliche Verkehr aber auch die Strom- und Wasserversorgung weitgehend zusammengebrochen. Es mangelt an Medikamenten, die Lebensmittelpreise sind angestiegen. Vor kurzem teilten die Stadtbehörden mit, dass die Müllabfuhr völlig eingestellt worden sei.
Angesichts der andauernden Gefechte zwischen Militär und Volksmilizen in der Ost-Ukraine hat Russland gemeinsam mit dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz am Montag einen Hilfskonvoi für die betroffenen Regionen geschickt. Eine Kolonne aus 280 Kamaz-Lkws hat unter anderem 400 Tonnen Grütze, 100 Tonnen Zucker, 62 Tonnen Kindernahrung, 54 Tonnen medizinische Geräte und Medikamente, 12.000 Schlafsäcke und 69 Kraftwerke geladen. Kiew hatte erst nach Rücksprache mit den USA den Hilfslieferungen zugestimmt, diese jedoch als „PR-Aktion“ beschimpft.

Novorosinform.org: Bei dem Versuch, die Stadt Jasinowjataja zu stürmen, wurde die Angreifergruppe, die von 2 Panzern begleitet wurde, durch die Volksmilizen liquidiert.
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Novorosinform.org: In der Region Odessa hat ein 43jähriger Ortseinwohner das örtliche Rekrutierungsbüro, das die Einberufungen für die ATO organisiert, angezündet. Es kam zu Gebäudeschäden, verletzt wurde niemand.

RIA.de: Die Volkswehr der selbsternannten Republik Donezk im Osten der Ukraine hat Berichte dementiert, wonach Befehlshaber Igor Strelkow schwer verletzt sei.
„Das sind Fieberphantasien“, sagte Wladislaw Brig vom Donezker Verteidigungsministerium am Mittwoch. „Dahin gehende Informationen wurden auf einer Fake-Seite im Internet veröffentlicht, die eigens für die Verbreitung von Desinformationen eingerichtet worden war“, sagte er.
Zuvor berichteten mehrere Medien, dass Strelkow schwer verletzt worden war.

Novorosinform.org: Infolge des massiven Artilleriebeschusses verschiedener Stadtbezirke in Donezk mussten einige medizinische Einrichtungen ihre Arbeit einstellen. Patienten des Krankenhauses wurden aus Sicherheitsgründen in andere Krankenhäuser der Stadt verlegt.

RIA.de: Die russische Verbraucherschutzbehörde Rospotrebnadsor hat gegen drei ukrainische Spirituosenproduzenten ein Importverbot verhängt.
Betroffen sind unter anderem die Brauerei Obolon aber auch SUN Inbev Ukraine und Ukrainskaja distzribuzionnaja kompanija, wie Rospotrebnadsor am Mittwoch mitteilte. Ihre Entscheidung begründete die Behörde mit „wiederholten Verstößen gegen Verbraucherschutz-Anforderungen“.

Novorosinform.org: In Dnepropetrowsk hat der Gouverneur und Oligarch Kolomoisky eine neue Initiative gestartet: Flüchtlinge im Einberufungsalter, die „den Militärdienst verweigern und wie Parasiten leben“,  sollen vom Bataillon „Dnepr“ gefangen genommen, ausgestattet und an die Front geschickt werden. „Einfach nur bei uns herumsitzen lassen wir nicht zu“, ließ Kolomoisky erklären.

Novorosinform.org: Der LKW-Konvoi mit humanitären Gütern soll auf russischem Gebiet die Richtung gewechselt haben. Ukrainische Medien berichteten, dass an ursprünglichen Übergabepunkt die Vorbereitungen gestoppt worden waren. Gerüchten zufolge soll der Konvoi nun direkt im Lugansker Gebiet die Grenze passieren.
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Rusvesna.su: Einer Gruppe ukrainischer Militärs gelang es, vom Lugansker Flughafen bis zum Dorf Novoswedlowska durchzubrechen. Dort finden heftige Kämpfe statt, da auf dieser Route die LKW-Kolonne mit russischen Hilfsgütern erwartet wird.

Rusvesna.su: Die Stadt Sneshnoje, die von Juni bis August bombardiert und mit Artillerie beschossen wurde:
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Voicesevas.ru: Sneshnoje nach dem heutigen Beschuss aus Raketensystem „Smertsch“:
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Novorosinform.org: Die OSZE-Beobachter berichteten, dass es kein Einsickern von bewaffneten Kräften aus Russland in die Ukraine gebe.

Und zum Schluss noch einen Fund auf der Facebook-Seite des Antimaidan:
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Bildtitel: Janukowitsch auf dem Weg

Und es wird wirklich geglaubt…
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Übersetzung: „Es gibt Informationen darüber, dass mit den humanitären Hilfsgütern in einem der LKW Janukowitsch transportiert wird“

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Presseschau vom 12.08.2014


Quellen: Itar-Tass, Interfax, Ria Novosti, rusvesna.su, voicesevas.ru, hinzu kommen Informationen der Seiten „Novorossia“ sowie „dnr-news“ und „novorosinform“.  Wir beziehen manchmal auch ukrainische Medien BigMir, UNIAN, Ukrinform, KorrespondenT und die Online-Zeitung Timer aus Odessa ein. Zur besseren Unterscheidung der Herkunft der Meldungen sind Nachrichtenquellen aus den neuen ostukrainischen Volksrepubliken in Rot ( Portal Novorossia, dnr-news, novorosinform) und andere ukrainische Quellen in Blau (BigMir, Vesti, Ukrinform, Segognja, KorrespondenT und Timer) gekennzeichnet.
Die Übersetzung russischer Medien erfolgt in schwarzer Farbe.


 

 

Vormittags:

Novorosinform.org: In Berlin wurde eine Fotoausstellung zu den tragischen Ereignissen des 2. Mai in Odessa eröffnet. Am 2. Mai starben mehr als 50 Menschen durch die Kämpfer des Rechten Sektors. Die Ausstellung in den Redaktionsräumen der Zeitung „Junge Welt“ zeigt Aufnahmen von Augenzeugen der Ereignisse. Zeitgleich findet diese Ausstellung auch in London und Madrid statt.

RIA.de: Die Kolonne mit russischen Hilfsgütern wird laut Dmitri Peskow, Sprecher des russischen Präsidenten,  an einem mit Kiew vereinbarten Punkt in die Ukraine einfahren. Das sagte er in einem Interview für die Financial Times. Früher war bekannt geworden, dass Russland gemeinsam mit Vertretern des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz einen humanitären Konvoi in die Ukraine schickt. Die Kolonne mit Hilfsgütern machte sich am Dienstag aus Alabino, eine Stadt bei Moskau, auf den Weg. Die Hilfsgüter, die Moskau und das Moskauer Umland gespendet haben, werden mit 280 KamAZ-Lastkraftwagen befördert. Es handelt sich dabei um Lebensmittel, darunter  400 Tonnen Grützen, 100 Tonnen Zucker, 62 Tonnen Kindernahrung, 54 Tonnen medizinische Geräte und Arzneien, 12 000 Schlafsäcke und 69 Kraftwerke unterschiedlicher Leistung.

novorosinform.org: Im Gebiet der DVR fand ein erster Gefangenenaustausch statt. Der Ukrainee übergeben wurde auch ein schwer verwundeter Soldat, zu dem seine Mutter gekommen war. Sie sagte, dass ihrem Sohn alle nötige medizinische Hilfe durch die Volksmiliz zuteil wurde. Er wurde operiert und war bis zur Übergabe in einem Krankenhaus der DVR.

RIA.de: Die Europäische Union will Brasilien, Chile und andere lateinamerikanische Staaten davon abraten, an Stelle der gesperrten europäischen Lebensmittel ihre Produkte auf den russischen Markt zu bringen, berichtet die britische Financial Times. Als Antwort auf die westlichen Sanktionen hatte Russland am 7. August für ein Jahr ein Einfuhrverbot für Lebensmittel, darunter Rind- und Schweinefleisch, Geflügel, Fisch und Meeresfrüchte, Micherzeugnisse, Obst und Gemüse, aus den USA, der EU, Kanada, Australien und Norwegen verhängt. Russisches Landwirtschaftsministerium schlug vor, diese Lieferungen durch Importe aus anderen Ländern, darunter aus Südamerika, zu ersetzen. Die Regierung Brasiliens hat nach Zeitungsangaben den Export von Geflügel, Rindfleisch und Schweinefleisch aus 90 Fleischfabriken nach Russland bereits genehmigt. Einen Vorteil aus dem Einfuhrverbot von Fisch und Meeresfrüchten aus europäischen Ländern wird auch Chile ziehen. Laut Francisco Turra, Präsident der brasilianischen Vereinigung Tierisches Protein (ABPA), ist Brasiliens Fleischindustrie bereit, die bisherigen Lieferanten von Geflügelfleisch auf den russischen Markt zu ersetzen.  „Wir werden mit den Ländern verhandeln, die unsere Exporte nach Russland ersetzen können, um zu verstehen zu geben: Wir rechnen damit, dass sie es nicht tun, auf so eine ungerechte Weise Vorteile aus der entstandenen Situation zu ziehen“, so ein hochrangiger EU-Beamte. Einer anderen Quelle zufolge werden die Gespräche „politisch“ sein. Behandelt werden dabei nicht konkrete juristische Vorwürfe in Bezug auf den Lebensmittelexport  nach Russland, sondern „die Festlegung eines einheitlichen internationalen Standpunkts zur Situation in der Ukraine“, so die Zeitung.

novorosinform.org: Die Regierung der DVR erklärt, dass 99,9% der Trümmerteile der abgestürzten Boeing an die internationalen Experten übergeben seien. Der Rest befinde sich in den Händen von Mitarbeitern des Roten Kreuzes und werde unverzüglich für die Untersuchung bereitgestellt.

novorosinform.org: Ein Rottenkommandeur aus dem Bataillon „Dnepr“ erklärte Journalisten, warum die aus dem Südkessel befreiten ukrainischen Soldaten von den Kommandeuren nicht nach Hause, sondern wieder an die Front geschickt werden. Zum einen hätten die Soldaten viel zu erzählen, auch über die wahren Verluste der Streitkräfte. Zum anderen würden sie viele Fragen stellen an die Führung der ATO.

RIA.de: Die Regierung der selbsterklärten Donezker Volksrepublik (DVR) wirft Kiew einen Verstoß gegen die Genfer Konventionen und Kriegsverbrechen vor, wie Alexander Karaman, Vizepremier für Sozialpolitik, in einer Sitzung der DVR-Minister sagte. „Die Genfer Konventionen fordern von den Konfliktparteien, zwischen der zivilen Bevölkerung und den unmittelbaren Teilnehmern an militärischen Handlungen zu unterscheiden, um die zivile Bevölkerung und Zivilobjekte zu schützen“, verlas Karaman einen Appell des DVR-Ministerrates. „Verboten sind jegliche Überfälle sowohl auf die zivile Bevölkerung im Ganzen als auch auf einzelne friedliche Bürger“, äußerte er. „Das Kiewer Regime verstößt gegen die Rechtsnormen, was die Zerstörungen solcher Städte wie Slawjansk, Kramatorsk, Dserschinsk, Gorlowka, Debalzewo und Schachtjorsk zu 60 Prozent bestätigen. Sie werden zum Teil nach wie vor täglich aus Granatwerfern, Panzergeschützen, Artilleriesystemen, darunter Mehrfachraketenwerfern, beschossen sowie Raketen- und Bombenschlägen aus der Luft ausgesetzt“, so die Regierung der nicht anerkannten Republik. Nach Angaben des DVR-Vizepremiers erlagen fast 600 Einwohner Schuss- und Splitterverletzungen. Die Verluste der friedlichen Bevölkerung in anderen Städten des Gebiets Donezk schätzte Alexander Karaman auf mehrere Tausend.

nachmittags:

ITAR-TASS: Die 280 LKW mit humanitären Hilfsgütern, die aus Moskau abgefahren sind, werden mehrere Tage benötigen, bis sie den Bewohnern des Donbass ausgehändigt werden können. Über die Übergabemodalitäten und das Ziel der Sendung verhandelt das Internationale Rote Kreuz mit der Kiewer Regierung.

Novorosinform.org: Die Militärkräfte der ukrainischen Armee erleiden vor Gorlowka bedeutende Verluste, gibt die Volksmiliz bekannt. Im Moment werde versucht, die ausländischen Söldner, Polen und auch Afroamerikaner, aus der direkten Kampfzone herauszubringen, denn sie seien teuer und werden besonders gesichert. Die Einheiten der Regierungstruppen werden umgruppiert. Nicht selten kommt es dabei zu Schusswechseln zwischen der Nationalgarde und den Kolomoisky-Truppen.

RIA.de: Eine Einheit der serbischen Tschetnik-Freiwilligen, die in der Ost-Ukraine auf der Seite der Volkswehr kämpft, hat eine erfolgreiche Abwehr eines Angriffs der ukrainischen Armee bekannt gegeben, wie der Pressedienst der Volkswehr der selbsterklärten Republik RIA Novosti mitteilte. Nach Angaben der Volkswehr-Milizen haben die Tschetnik aus der Einheit „Jovan Sevic“ einen Versuch der ukrainischen Armee abgewehrt, zur Straße Lugansk-Krasnodon durchzubrechen. „Bei dem Kampf wurden zwei Panzer des Gegners, eine Selbstfahrlafette samt der Besatzung sowie ein Gebirgsgeschütz vernichtet. Zwei Tschetnik erlitten leichte Verletzungen“, zitiert der Pressedienst der Volkswehr eine Meldung der serbischen Freiwilligen. Die genaue Zahl der Freiwilligen in der Einheit „Jovan Sevic“ ist nicht bekannt. Massenmedien kennen lediglich den Namen des Leiters der Tschetnik-Bewegung: Bratislav Zivkovic. Die Einheit wurde nach dem Kommandeur des serbischen Husarenregiments, Jovan Sevic, benannt, der im Jahr 1751 die russische Staatsangehörigkeit  angenommen und das Militärverwaltungsgebiet Slawenoserbien auf einem Teil des Territoriums der heutigen Gebiete Donezk und Lugansk gegründet hatte. Über Freiwillige aus Serbien in den Reihen der Volkswehr in der Ostukraine war bereits Ende Frühjahr berichtet worden. Laut offiziellen Informationen der Volkswehr war eine Gruppe von ihnen, die den Volkswehr-Kommandeur Igor Strelkow noch aus den Zeiten kannte, als er als Freiwilliger in Bosnien kämpfte, in die von der ukrainischen Armee belagerte ostukrainische Stadt Slawjansk gekommen. Es ist auch bekannt, dass auf der Seite der Volkswehr zwei antifaschistische Freiwillige aus Spanien und ein Freiwilliger aus Tschechien kämpfen.

RIA.de: Zwei vom Territorium der Ukraine abgefeuerte Geschosse sind in der vergangenen Nacht im Dorf Kuibyschewo im südrussischen Gebiet Rostow und in dessen Nähe explodiert, wie Nikolai Sinizyn, Vertreter der Grenzverwaltung für das Gebiet Rostow, RIA Novosti mitteilte. „Ein Geschoss fiel auf den Hof eines Einfamilienhauses. Beschädigt wurden Wirtschaftsbauten und das Haus selbst. Das zweite Geschoss explodierte in 300 Meter Entfernung vom Dorf“, sagte der Gesprächspartner der Nachrichtenagentur. Seinen Worten nach gibt es nach vorläufigen Angaben keine Verletzten.

RIA.de: In der ostukrainischen Industrie-Region Donbass liefern sich Militär und Volkswehr weiter schwere Gefechte. In Ilowajsk versuchen die Milizen, den Vormarsch der Regierungstruppen auf die rund 35 km östlich liegende Bergbaumetropole Donezk zu stoppen. Die ukrainische Nationalgarde habe im Raum Amwrosijewka ein großes Truppenaufgebot zusammengezogen und greife von dort an, teilte ein Sprecher im Stab der Volkswehr am Dienstag RIA Novosti mit. Bei den Gefechten sei es der Volkswehr gelungen, die ukrainischen Soldaten aus Grabnskoje zu verdrängen sowie „in Fjodorowka und Seljonoe feindliche Verbände einzuschließen“. Rund ein Dutzend ukrainische Panzer, vier gepanzerte Fahrzeuge und eine Batterie der Mehrfachraketenwerfer Grad seien zerstört worden. Im benachbarten Gebiet Lugansk  ist die Stadt Krasny Lutsch (120 km östlich von Donezk) Schauplatz erbitterter Gefechte. Die Kiew-treuen Truppen waren in der vergangene Wochen in die Stadt vorgerückt, wurden kurz danach von den Milizen wieder verdrängt. Jetzt werde in den Vororten Miussinsk und Nowopawlowka gekämpft, so der Sprecher weiter. „In Miussinsk wurden gestern zwei Panzer abgeschossen… Der Feind kontrolliert jetzt die wichtigsten Straßen und hat die Volkswehr-Kämpfer in einen operativen Kessel getrieben“, hieß es. Über Verluste auf beiden Seiten gibt es vorerst keine Angaben.

rusvesna.su: Die Behörden der DVR haben den Gefangenenaustausch ausgesetzt Laut dem stellvertretenden Ministerpräsidenten der DVR, Andrej Purgin, wurde der Gefangenenaustausch ausgesetzt, da die ukrainische Seite versucht, statt einiger auf der Austauschliste stehender Personen der DVR andere Menschen „unterzuschieben“, deren Identität nicht bekannt ist.

RIA.de: Bei den Gefechten zwischen Regierungstruppen und der Volkswehr in der umkämpften Ostukraine sind am Montag sechs Soldaten getötet und 31 weitere verletzt worden, teilte der Sprecher des ukrainischen Sicherheits- und Verteidigungsrats, Andrej Lyssenko, am Dienstag mit. „Bei der Befreiung des ukrainischen Territoriums starben sechs Militärangehörige. 31 weitere wurden verletzt“, so Lyssenko.

RIA.de: Die Führung in Kiew fordert, dass die russischen Hilfsgüter, die in die ostukrainischen Regionen unterwegs sind, an der Grenze auf Lastkraftwagen umgeladen werden, die das Internationale Komitee vom Roten Kreuz von der Ukraine mieten soll. „Die Fracht wird auf Fahrzeuge umgeladen werden, die das Rote Kreuz hierzulande mieten wird“, sagte Waleri Tschaly, Vizeleiter der Administration des ukrainischen Präsidenten Pjotr Poroschenko, am Dienstag in Kiew. „Dadurch verhindern wir eine Begleitung durch den russischen Katastrophenschutz oder ein militärisches Geleit.“ Keine russischen Konvois würden auf das ukrainische Territorium gelassen, betonte Tschaly. Die ukrainische Seite werde die Zuteilung der Hilfsgüter übernehmen. Angesichts der andauernden Gefechte zwischen Militär und Volksmilizen in der Ost-Ukraine hat Russland gemeinsam mit dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz am Montag einen Hilfskonvoi für die betroffenen Regionen geschickt. Eine Kolonne aus 280 Kamaz-Lkws hat unter anderem 400 Tonnen Grütze, 100 Tonnen Zucker, 62 Tonnen Kindernahrung, 54 Tonnen medizinische Geräte und Medikamente, 12.000 Schlafsäcke und 69 Kraftwerke  geladen. Kiew hatte erst nach Rücksprache mit den USA den Hilfslieferungen zugestimmt, diese jedoch als „PR-Aktion“ beschimpft.

Abends:

RIA.de: Die ukrainische Polizei darf im Osten des Landes ohne Vorwarnung schießen. Das Parlament (Rada) hat am Dienstag entsprechende Novellen zum Polizeigesetz verabschiedet. Die Novellen erlauben den Ordnungshütern in den Regionen der so genannten Anti-Terror-Operation, physische Gewalt, Schuss- und Sonderwaffen ohne Vorwarnung anwenden.

Novorosinform.org: Moldawien hat offiziell Russland aufgefordert, seine Friedenstruppen aus Transnistrien abzuziehen. w59011

RIA.de: Anton Geraschtschenko, Berater des ukrainischen Innenministers, hat sein eigenes Statement dementiert, laut dem der seit Tagen vermisste Fotoreporter der russischen Medienholding Rossiya Segodnya, Andrej Stenin, vom ukrainischen Geheimdienst verhaftet worden ist. „Er (Stenin) ist von unseren Sicherheitsdiensten verhaftet“, hatte Geraschtschenko am Dienstag in einem Interview für den lettischen Radiosender Baltkom gesagt. Die ukrainischen Behörden würden den Reporter wegen „Unterstützung des Terrorismus“ verdächtigen. Kaum eine Stunde später nahm Geraschtschenko seine Äußerung faktisch zurück. „Ich habe keine Ahnung, wo er (Stenin) sich befindet. Ich vermute bloß, dass unser Sicherheitsdienst SBU ihn festnehmen könnte“, so der ukrainische Regierungsbeamte in einem Gespräch mit RIA Novosti. Er wisse nicht, ob der vermisste Reporter noch am Leben sei. Geraschtschenko versprach, dass das ukrainische Innenministerium eine Suche nach dem Reporter auslösen werde, sobald eine Vermisstenanzeige vorliege. Dass Rossiya Segodnya bereits am Samstag beim ukrainischen Innenministerium eine entsprechende Anzeige erstattet hat, will Geraschtschenko nicht gewusst haben. Darauf angesprochen sagte er: „Bei der Polizei arbeiten Hunderttausende Menschen. Ich persönlich habe keine entgegengenommen.“ Der Radiosender Baltkom erklärte sich unterdessen bereit, den Mitschnitt des Interviews vorzulegen. „Wir haben den Mitschnitt des Interview mit Anton Geraschtschenko, in dem er sagt, dass Stenin nach seiner Kenntnis von ukrainischen Geheimdiensten verhaftet worden ist“, sagte Baltkom-Redakteurin Natalja Michailowa. „Wir sind bereit, den Mitschnitt Massenmedien auf Verlangen zur Verfügung zu stellen.“ Stenin hatte in Donezk, Slawjansk und anderen Städten in der Ostukraine gearbeitet, die zwischen Regierungsarmee und Volksmilizen umkämpft sind. Seit dem 5. August fehlt von dem Reporter, der seine Fotoreportagen von beiden Seiten der Front lieferte, jede Spur. Eine informierte Quelle teilte in der vergangenen Woche RIA Novosti mit, dass der Journalist vom ukrainischen Geheimdienst SBU in die Stadt Saporoschje verschleppt worden sei. Der SBU bestritt dies.  Die „Reporter ohne Grenzen“, die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) und Menschenrechtsorganisationen  haben eine Freilassung des Fotojournalisten gefordert.

Rusvesna.su: Der Beschuss der Städte in Novorossia geht weiter. Immer mehr Opfer sind zu beklagen.
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Und eines der zahlreichen Videos:

RIA.de: Die Werchowna Rada (Parlament) der Ukraine hat am Dienstag ein Gesetz über die Bildung einer Freihandelszone auf der Schwarzmeer-Halbinsel Krim verabschiedet. Das wurde offiziell in Kiew mitgeteilt. Für das Dokument stimmten 227 Parlamentarier. Die beschlussfähige Mehrheit in der Rada beträgt 226 Stimmen. Demnach soll auf der Halbinsel für zehn Jahre eine Freihandelszone geschaffen werden. Auf dem Territorium der Zone könnten neben der Griwna auch Währungen anderer Länder genutzt werden. Am 16. März dieses Jahres hat sich die Bevölkerung der Krim mit einer Mehrheit von rund 97 Prozent für den Beitritt zum Staatsverband Russlands ausgesprochen. Am 18. März gab der Föderationsrat Russlands dem entsprechenden Antrag der Krim statt. Die Ukraine betrachtet die Krim weiterhin als ihr Territorium.

Rusvesna.su: Iliowaisker Guillotine: Wie man den Faschisten die Tentakeln schneidet Die Faschisten drangen auf Ilowaisk mit überlegenen Kräften, mit gewaltiger Feuerkraft und technologischer Stärke. Die Bataillone Donbass, Asow, Schachtjorsk und der „Rechte Sektor“ umgingen die Stadt von Norden, um die kleine Garnision von der Versorgung abzuschneiden. Bei dem Versuch, die Stadt zu umzingeln, wurden die Feinde jedoch in den Dörfern Selenoe und Fedorowka selbst eingeschlossen, wo sie Tod oder Gefangenschaft ereilte.
Die stümperhaft geführte Ilowaisker Offensive endete mit in einem unerwarteten Hinterhalt und einem heldenhaften Angriff der Miliz im Dorf Grabski. Die Versorgung des Feindes wurde abgeschnitten und seine Einheiten im Dorf wurden zerschlagen. In den Kämpfen bei Ilowaisk zerstörte die Miliz 10 Panzer, 4 Schützenpanzer und eine Stellung von Grad-Raketenwerfern.
Die Schlacht bei Ilowaisk verdeutlicht das vollständige Scheitern der ideologischen Motivation der Junta und erklärt, warum Kiew eine „Bestrafungskrieg“ gegen die Bevölkerung in den besetzten Gebieten führt. Der Widerstand in Novorossia hat eine Logik, die sich als „biologisch“ bezeichnen lässt: Wie ein lebendes Gewebe zerstört die Armee Novorossias die ukrainischen Metastasen, die sich in seinem Hoheitsgebiet zu verbreiten suchen. Dies wird durch die Ereignisse im „Südkessel“ und durch das „Verdauen“ des Feindes im Kessel bei Schachtjorsk belegt. Es sei daran erinnert, dass es im Gebiet von Novorossia noch zwei weitere Kessel gab: Zwischen Krasny Lutsch und Anthrazit wurden Teile der 24. und 51. Brigade blockiert und im Bereich Gorlowka-Yenakiewo Teile der 30. und 95. Brigade. Der Donbass hat sich zu einem Schmelztiegel entwickelt, in dem sich das ukrainische Volk vom Eurofaschismus befreit und seine geistige Unabhängigkeit wiedergewinnt.
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RIA.de: Lawrow: Ukraine akzeptiert russischen Hilfskonvoi Das ukrainische Außenministerium hat sich bereit erklärt, russische humanitäre Hilfe für die Ostukraine in Empfang zu nehmen. Das russische Außenamt habe die entsprechende Note am Dienstag erhalten, teilte Ressortchef Sergej Lawrow im Schwarzmeerkurort Sotschi mit. „Im Kontakt zum Internationalen Roten Kreuz (IRK), der ukrainischen Führung, Vertretern der UN und der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hatten wir ein Schema konzipiert, das gestern nun endlich abgestimmt werden konnte. Dabei berücksichtigte Russland ausnahmslos alle Wünsche der ukrainischen Seite zu den Aspekten dieser Operation, einschließlich der Route, obwohl der von Kiew vorgeschlagene Weg deutlich länger ist“, sagte der russische Minister.

novorosinform.org: Bewaffnete Männer besetzten Gebäude der „Metinvest“ in Donezk Bewaffnete Männer haben das Gebäude der „Metinvest-Ukraine“ in Donezk besetzt, berichtete am Dienstag der Ministerium für innere Angelegenheiten der Ukraine. Die Metinvest-Gruppe gehört dem Oligarchen Rinat Akhmetov. Achmetow organisierte zuvor einen Streik der Beschäftigten seiner Unternehmen gegen die Aktionen der Milizen. „Die Polizei berichtete, dass bewaffnete unbekannte Personen in Tarnuniformen das Bauunternehmen beschlagnahmt haben“ hieß es in einer Erklärung.

RIA.de: Russlands Außenminister Sergej Lawrow hat die ersten wahrheitsgetreuen Berichte westlicher Reporter aus dem Südosten der Ukraine gelobt. „Westliche Medien haben – wenn auch ungern – begonnen, verhältnismäßig ausführlich über die Lage in der Ukraine zu berichten“, sagte Lawrow am Dienstag vor der Presse im Schwarzmeerkurort Sotschi. Allmählich berichteten westliche Medien über alle Schrecken des Krieges, die die Zivilbevölkerung durchmachen müsse. In diesem Zusammenhang erinnerte Lawrow an den jüngsten UN-Bericht, in dem die humanitäre Lage in den Gebieten Donezk und Lugansk dargelegt ist. „Gezeigt wird ein ziemlich trauriges Bild: Tausende Tote und Verletzte, es gibt keinen Strom und kein Trinkwasser. Krankenhäuser, Altersheime und andere Objekte der sozialen Infrastruktur funktionieren nicht“, fuhr der Minister fort. „Lieber später als nie: auf Wahrheit setzen jetzt auch jene, die zu Beginn eine zurückhaltende Position bezogen hatten. Ich danke russischen Journalisten, die einen großen Beitrag dazu geleistet haben, dass die Wahrheit nun endlich auch in (westlichen) Medien und auf der Ebene internationaler Organisationen verbreitet wird“, sagte Lawrow.

Dnr-news: Aus der Donezker Restaurant-Kette Mc Donalds macht die DVR Speisesäle für Bedürftige, erklärte ein Regierungssprecher.

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