Presseschau vom 28.08.2014

Kämpfe, Siege, Niederlagen


Quellen: Itar-Tass, Interfax, Ria Novosti, rusvesna.su, voicesevas.ru, hinzu kommen Informationen der Seiten „Novorossia“ sowie „dnr-news“ und „novorosinform“.  Wir beziehen manchmal auch ukrainische Medien, z.B.  BigMir, UNIAN, Ukrinform, KorrespondenT und die Online-Zeitung Timer aus Odessa ein. Zur besseren Unterscheidung der Herkunft der Meldungen sind Nachrichtenquellen aus den neuen ostukrainischen Volksrepubliken in Rot (Portal Novorossia, dnr-news, novorosinform) und andere ukrainische Quellen in Blau (BigMir, Ukrinform, UNIAN, KorrespondenT und Timer) gekennzeichnet. Die Übersetzung russischer Medien erfolgt in schwarzer Farbe.


 

vormittags:

RIA.de: Die Volkswehr der nicht anerkannten „Donezker Volksrepublik“ im Osten der Ukraine ist nach eigenen Angaben an keinem Waffenstillstand mit der Regierungsarmee interessiert. Ihre Ablehnung erklären die Milizen der von Kiew abtrünnigen Region mit ihren militärischen Erfolgen der letzten Tage. „Wir haben eine Offensive begonnen. An einer Waffenruhe sind wir jetzt nicht interessiert“, teilte ein Vertreter im Stab der Volkswehr am Mittwoch RIA Novosti mit. Anfang der Woche hatten die Milizen bei einer groß angelegten Offensive südöstlich von Donezk mehrere Brigaden und Bataillone der Regierungsarmee in einen Kessel getrieben. Die DVR-Führung forderte die eingeschlossenen Einheiten zur Kapitulation und Waffenabgabe auf und bot ihnen im Gegenzug Sicherheitsgarantien an. Zuvor hatte der Regierungschef der „Donezker Volksrepublik“, Alexander Sachartschenko, den Abzug der Regierungstruppen aus den Gebieten Donezk und Lugansk als Bedingung für eine Waffenruhe gefordert. Der stellvertretende DVR-Sicherheitsminister, Leonid Baranow, teilte RIA Novosti mit, dass DVR-Unterhändler bei der nächsten Sitzung der Kontaktgruppe zur Ukraine-Krise über einen Gefangenenaustausch verhandeln möchten.

Dnr-news: In Odessa empfahl man den Lehrkräften, zur Vorbereitungssitzung für das kommende Schuljahr in ukrainischer Nationaltracht zu erscheinen. Damit solle die Loyalität zum ukrainischen Staat demonstriert werden. Zwar ist dies als Empfehlung formuliert, die Lehrerschaft erkennt jedoch in der Amtssprache den „verpackten Befehl“.
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Rusvesna.su: Der russische Sicherheitsdienst meldet, dass am 27. August mehr als 60 ukrainische Soldaten nach Russland geflohen sind und um Schutz gebeten haben.

Novorossia.su: In Donezk geriet beim gestrigen Beschuss des Kalinin-Wohngebiets ein Auto in Brand, in dem 3 Menschen starben. Nur einigen Meter entfernt wurde einem Mann durch Granatsplitter ein Bein abgetrennt. Verletzt wurden dort noch mindestens weitere drei Zivilisten.

Rusvesna.su: Donezk wird weiter beschossen. In der Nacht vom 26. zum 27. August gab es gezielte Artillerieangriffe auf das zentrale Krankenhaus, den Palast der Jugend und den Eisenbahnhof in Makejewka. Der Beschuss setzte sich auch am Tage fort. Mindestens 8 Zivilisten starben.
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RIA.de: Panzer der Volkswehr der selbsterklärten Donezker Volksrepulik (DVR) sind in den Stadtrand von Nowoasowsk im Süden des Gebiets Donezk gerollt, teilte der Volkswehr-Stab RIA Novosti mit. „Die Panzer rollten in Nowoasowsk und bezogen in seinen westlichen Vororten Stellungen. Damit festigten sie die Verteidigung der Stadt vor einer möglichen Gegenoffensive der ukrainischen Armee“, so der Stab. „Nach Informationen von Aufklärungsabteilungen gibt es von Nowoasowsk bis Donezk auf der Straße, die durch die gestern eingenommene Siedlung Starobeschewo verläuft, keinen einzigen Soldaten der ukrainischen Armee“, hieß es weiter. Nowoasowsk ist das Rayonszentrum im Süden des Gebiets Donezk an der Küste des Asowschen Meeres. In der Stadt leben 11 000 Einwohner. Früher hatte die nicht anerkannte Donezker Volksrepublik bekannt gegeben,  die ganze Grenze des Gebiets Donezk zu Russland unter ihre volle Kontrolle gestellt zu haben.
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RIA.de: Die Volkswehr der selbsterklärten Donezker Volksrepublik (DVR) hat mitgeteilt, an einem Tag im Raum der Siedlung Uljanowskoje (Gebiet Donezk) 65 Soldaten des Grenzdienstes der Ukraine sowie 24 Armeeangehörige der 93. Brigade nahe der Ortschaft Petrowskoje gefangen genommen zu haben, heißt es auf dem Informationsportal der DVR. Außerdem wird mitgeteilt, dass die Artillerie der Volkswehr fünf Mehrfachraketenwerfer Grad der ukrainischen Armee bei der Siedlung Nowoannowka vernichtet hat. Darüber hinaus wurde Militärtechnik der ukrainischen Armee nahe der Siedlung Starobeschewo im Südosten des Gebiets beschossen.

Novorossia.su: Etwa 400 ukrainische Soldaten verließen eigenmächtig ihre Stellungen und versuchten, nach Saporoshe zu fliehen. Wie die ukrainische Seite erklärte, seien dies Soldaten des 5. Bataillons des territorialen Schutzes, die seit Juli im Kessel von Amwrosijewka gewesen seien. Um ihr Leben zu retten sind sie in Schulbussen und LKW aus dem Kessel geflüchtet und waren auf dem Weg nach Hause, nach Iwano-Frankowsk. Die Soldaten weigerten sich in Saporoshe, ihre Waffen abzugeben, da man sie sonst für Deserteure halten würde.

RIA.de: Mit ihren ständigen Erklärungen von einer angeblichen Einmischung Russlands in der Ukraine versuchen Kiew und der Westen nach Ansicht von Alexander Sachartschenko, Premier der selbsterklärten Donezker Volksrepublik (DVR),  die Niederlagen rechtfertigen, die die ukrainische Armee bereits seit geraumer Zeit in den Kämpfen gegen die Volkswehr immer wieder erleiden muss. „Heute wird oft gefragt, wie es dazu kommen konnte, dass sich die DVR-Armee, die aus isolierten, quasi Partisanengruppen  in eine starke Militärorganisation verwandelt hat, die fähig ist, den ukrainischen Streitkräften nicht nur Widerstand zu leisten, sondern diese auch auf dem Schlachtfeld zu besiegen“, sagte er in einem Interview für russische Medien, das am Donnerstag vom Sender LifeNews ausgestrahlt wurde. Die Volkswehr habe „nie einen Hehl daraus gemacht, dass es unter uns viele Russen gibt, ohne deren Hilfe wir es heute sehr schwer hätten“, so Sachartschenko. „In unseren Reihen hat es etwa 3000 bis 4000 von ihnen gegeben. Viele sind bereits heimgefahren. Viel mehr von ihnen sind aber hier geblieben. Leider gab es auch Tote.“ „Es ist kein Geheimnis, dass es unter den Freiwilligen aus Russland viele Ex-Militärs gibt. Sie kämpfen zusammen mit uns, weil sie dies als ihre Pflicht verstehen. Mehr noch:  Zu uns kommen viele Militärs aus Russland, die es vorziehen, ihren Urlaub nicht auf dem Meeresstrand, sondern Schulter an Schulter mit ihren Brüdern zu verbringen, die um die Freiheit vom Donbass kämpfen.“ „Ich denke, dass nur die Russen dieses zugespitzte Mitgefühl für fremde Leiden haben. Vielleicht nur sie sind bereit, weit wegzufahren, um für Unabhängigkeit und Freiheit der Menschen zu kämpfen und zu sterben. Sie sind heute unter uns, den Einwohner vom Donbass, weil wir und sie Blutsbrüder sind.“

Nachmittags:

Dnr-news: Der Oligarch Kolomoisky will im Gebiet Dneprpetrowsk seinen „Plan B“ einführen. Dafür berief der Gouverneur den Sicherheitsrat des Gebietes ein.

RIA.de: Eine Woche vor dem Nato-Gipfel in Wales hat der scheidende Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen die Stationierung von schnellen Eingreiftruppen an den Grenzen zu Russland angekündigt. Am Mittwoch wurde bekannt, dass Finnland und Schweden Nato-Übungen in ihren Ländern zulassen wollen, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Donnerstag.
Über die Stationierung von schnellen Eingreiftruppen in Osteuropa wird beim Nato-Gipfel in Wales am 4. und 5. September beraten.
„Wir müssen uns heute der Realität stellen, dass Russland die Nato nicht als Partner sieht“, sagte Rasmussen. „Russland ist ein Land, das erstmals seit der Zeit des Kalten Krieges das Territorium eines anderes Landes ergriffen hat“, so der Nato-Generalsekretär.
Es gebe eine bemerkenswerte Veränderung in der Herangehensweise und Kapazität der russischen Streitkräfte seit dem Fünf-Tage-Krieg in Georgien 2008. „Die Russen sind in der Lage, aus einem Manöver heraus einen Angriff zu starten“, erklärte Rasmussen.
Die baltischen Länder und Polen fühlen sich von Russland bedroht und haben das westliche Militärbündnis dazu aufgerufen, die Präsenz in Osteuropa zu verstärken. Rasmussen hofft, dass Kontroversen um diese Frage beim Treffen in Wales beigelegt werden können. Frankreich, Italien und Spanien haben sich gegen eine Verstärkung der Militärpräsenz an den Grenzen zu Russland ausgesprochen. Großbritannien und die USA unterstützen die Forderung der osteuropäischen Länder. Nach „Guardian“-Angaben wartet Deutschland ab und will Moskau nicht provozieren.
„Die Nato wird ihre Präsenz im Osten verstärken“, versprach Rasmussen.
Bei der Frage, ob Bodentruppen ständig in den osteuropäischen Ländern stationiert werden könnten, betonte Rasmussen, dass die Streitkräfte der Allianz so lange dort bleiben würden, wie es nötig sei. „Ich glaube, auch unsere östlichen Verbündeten würden zufrieden sein mit dem Readiness Action Plan“, so Rasmussen.
„Wir verfügen bereits über schnelle Eingreiftruppen, die notfalls schnell ausgebaut werden können. Unser Ziel ist die Erhöhung der Einsatzbereitschaft “, so Rasmussen. Deshalb würden die Infrastruktur, Stützpunkte und das Hauptquartier für diese Kräfte eingerichtet.
Nach „Guardian“-Angaben könnte im polnischen Szczecin der Hauptstützpunkt der Nato Response Forces in Osteuropa entstehen. Wie es aus dem Büro des russischen Botschafters bei der Nato heißt, wird Moskau auf die Maßnahmen der Allianz reagieren. „Eine stärkere Militärpräsenz der Nato im Osten schadet der euroatlantischen Stabilität“, twitterte die russische Vertretung. „Die Nato will auf die Ängste der östlichen Verbündete reagieren. Wie sieht es jedoch mit dem Kampf gegen reale Herausforderungen für die internationale Sicherheit aus?“.

RIA.de: Im ostukrainischen Donezk sind seit Mittwoch durch mehrfachen Artilleriebeschuss insgesamt 16 Zivilisten getötet und 22 weitere zum Teil schwer verletzt worden, wie der Stadtrat am Donnerstag mitteilt.
In der vergangenen Nacht wurden drei Stadtbezirke unter Beschuss genommen. Dabei wurde auch ein Schulgebäude in Mitleidenschaft gezogen.
Die Situation in der Stadt ist angespannt. Am Donnerstagmorgen geriet ein weiterer Stadtbezirk unter Artilleriefeuer. Mindestens 60 Transformator-Stationen wurden dabei lahmgelegt.

Dnr-news: Julia Timoschenko forderte die Einführung des Kriegsnotstands  aufgrund der Lage im Donbass und dem „Einmarsch der russischen Armee in die Ukraine. Außerdem solle ich die Oberste Rada an die Regierungen der Weltgemeinschaft wenden mit der Forderung nach Militärhilfe.

Dnr-news: Aus Dnepropetrowsk wurde bekannt, dass sich das Gebiet Saporoshe an Kolomoiskys „Plan B“ angeschlossen habe. Sollte Russland oder die mit Russland befreundeten Terroristen die Gebiete Saporoshe oder Dnepropetrowsk angreifen, so würden Tausende von Särgen mit Toten nach Russland zurückkehren, heißt es in der Erklärung des Sicherheitsrates der Region.

RIA.de: Die Regierung in Kiew reaktiviert ausgemusterte Waffen für ihren Militäreinsatz im Osten des Landes, schreibt die „Rossijskaja Gaseta“ am Donnerstag.
Nach einer Dringlichkeitssitzung über die Lage im Donezbecken wurde das ukrainische Verteidigungsministerium beauftragt, die gesamte Militärtechnik des staatlichen Rüstungskonzerns Ukroboronprom zu kaufen. Doch woher das Geld dafür kommen soll, wurde nicht mitgeteilt.
Sobald das Kommando der Militäroperation einen entsprechenden Antrag gestellt hat, soll das Verteidigungsministerium innerhalb von 48 Stunden die eingelagerten Rüstungen in den Osten des Landes verlegen. In den Depots lagert vor allem veraltetes Kriegsgerät, das modernisiert bzw. repariert werden muss.
Nach der Krim-Angliederung wurden den Behörden in Kiew Waffen übergeben, die deutlich ihren Zenit überschritten hatten. Dazu gehörten Panzer T-64, Schützenpanzerwagen BTR-60, BTR-70 und der Schützenpanzer BMP-1, die seit den 1980er-Jahren nicht mehr bei Übungen eingesetzt wurden. Schon damals befürchteten Militärexperten, dass die Ukraine die schrottreifen Waffen in die umkämpften Gebiete schicken könnte.
Laut einer Quelle im ukrainischen Verteidigungsministerium in Kiew gingen seit Beginn der Militäroperation im Osten des Landes mehr als 500 Panzerwagen, mehr als 200 Geschütze und Grad- und Uragan-Mehrfachraketenwerfer verloren. Etwa ein Drittel davon ist jetzt im Besitz der Aufständischen. Vor allem deswegen muss das veraltete Kriegsgerät aus den Lagern geholt werden.
Noch schlimmer sieht es bei den Luftstreitkräften aus. Während der Militäroperation verloren die ukrainischen Streifkräfte fast alle Flugzeuge. Im Grunde habe die Ukraine keine Luftwaffe mehr, so die Quelle.
Die ukrainische Armee bekommt viele Geldspritzen. Von einem großen Teil der bereitgestellten Finanzmittel fehlt jedoch jede Spur. Von der ersten Tranche, die von der ukrainischen Regierung für die Verteidigung bereitgestellt wurde, wurden nur 45 Prozent genutzt.

Rusvesna.su: Nach Angaben des Generalstabs der DVR hat die Führung der „ATO“ für den Fall der beginnenden Eroberung der Stadt Mariupol Sabotageakte auf Einrichtungen des öffentlichen Lebens und kommunale Infrastruktur geplant mit dem Ziel, diese zu deaktivieren. Die dabei einberechneten zivilen Opfer sollen dann der Volksmiliz angelastet werden. Dies haben Aufklärerarbeiten ergeben. Unter anderem betreffe das die Wasser- und Gasverteilung in der Stadt.

RIA.de: Der ukrainische Präsident Pjotr Poroschenko hat im Zusammenhang mit der „schlagartigen Zuspitzung der Situation im Gebiet Donezk“ seinen Türkei-Besuch gestrichen. Stattdessen wird eine dringende Sitzung des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates einberufen.
„Ich habe beschlossen, meinen Arbeitsbesuch in die Republik Türkei angesichts der schlagartigen Zuspitzung der Situation im Gebiet Donezk aufzuheben», erklärte der Präsident. Wie er behauptet, ist es „zu einem Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine“ gekommen.
Darüber hinaus hält es die Ukraine für notwendig, die Einberufung einer Dringlichkeitssitzung des Uno-Sicherheitsrates zu initiieren.

Dnr-news: Mit dem neuen Schuljahr werden in der Stadt Odessa an den Schulen verantwortlichen Lehrer für (staatsbürgerlich-patriotische – Anm. d. Übersetzers) Bildungsarbeit ihre Arbeit aufnehmen. Die Schüler müssen nicht nur lernen, wie man richtig schreibt, sondern auch in einem patriotischen Geist erzogen werden, dem Geist der Integrität und der Unabhängigkeit der Ukraine , erklärte der Bürgermeister der Stadt.

RIA.de: Die ukrainische Regierung hat bestätigt, dass sich die Stadt Nowoasowsk im Süden des Gebietes Donezk unter Kontrolle der Milizen befindet.
Die ukrainische Armee habe die Kontrolle über Nowoasowsk und Umgebung aber auch über die Kreise Starobeschewo und Amwrosijewka verloren, teilte der Kiewer Sicherheits- und Verteidigungsrat am Donnerstag mit. Die ukrainischen Streitkräfte haben sich zurückziehen müssen, nachdem ihre Stellungen aus Mehrfachraketenwerfern vom Typ Grad angegriffen worden und die Milizen mit zwei Kolonnen vorgerückt waren, hieß es aus Kiew.
Am Mittwochabend hatte die Donezker Volkswehr die Einnahme von Nowoasowsk gemeldet, das an der nördlichen Küste des Asowschen Meeres, rund 100 km südlich von Donezk und ca. 30 km östlich von Mariupol liegt. Die Milizen der von Kiew abtrünnigen „Donezker Volksrepublik“ hatten am 24. August die Stellungen der Regierungskräfte in Jelenowka (südlich von Donezk), Telmanowo und Nowoasowsk angegriffen und  eine große Truppengruppierung in einen Kessel getrieben.

RIA.de: Die Volkswehr der nicht anerkannten „Donezker Volksrepublik“ im Osten der Ukraine hat die Behauptung des ukrainischen Staatschefs Pjotr Poroschenko über einen russischen Truppeneinmarsch als falsch zurückgewiesen.
„In Noworossija („Neurussland“ – Red.) gibt es keine russischen Truppen“, sagte ein Stabssprecher der Volkswehr am Donnerstag zu RIA Novosti. Laut DVR-Premierminister Alexander Sachartschenko reden die Führung in Kiew und Politiker im Westen immer wieder von einer russischen „Invasion“, um damit die „schweren Verluste der ukrainischen Truppen“ bei den Kämpfen mit der Volkswehr zu erklären.
Poroschenko hatte am Donnerstag behauptet, dass eine russische Militär-Invasion in die Ukraine begonnen habe. Russland hat dies bereits als falsch zurückgewiesen.

RIA.de: Die Zahl der Bürger der Ukraine, die aus Russland wieder in ihr Heimatland zurückkehren, nimmt merklich zu, wie der Chef der OSZE-Mission im Gebiet Rostow, Paul Picard, am Donnerstag sagte.
“Wir haben in der Vorwoche beobachtet, dass die Zahl der Menschen, die die Grenze überqueren, gegenüber der vorherigen Woche angestiegen ist“, so Picard. „So liegt die Zahl der Personen, die die Grenzübergangsstelle ‚Gukowo‘ in Richtung Ukraine passieren, über der Zahl der nach Russland Strebenden“, sagte der Chef der OSZE-Mission.
Die OSZE-Mission ist seit August im Gebiet Rostow eingesetzt. Ihr Ziel besteht darin, die Situation an den Grenzübergängen „Gukowo“ und „Donezk“ (in Russland) zu überwachen.
Seit Juni war der Flüchtlingsstrom aus dem Südosten der Ukraine vor dem Hintergrund der andauernden Kämpfe zwischen den Anhängern der Unabhängigkeit des Donezbeckens (Donbass) und den Kiew-treuen Kräften stark angestiegen.

Abends:

RIA.ru: Der Verteidigungsminister der DVR, Vladimir Kononov, berichtete, dass in der letzten Nacht von der Miliz insgesamt 250 ukrainische Militärs gefangen genommen worden seien Alle seien bereit, mit den Behörden des DVR zusammenarbeiten und einige hätten den Wunsch geäußert, auf der Seite der Miliz weiter zu kämpfen.

RIA.de: Nach militärischen Erfolgen im Gebiet Donezk haben die Volksmilizen auch im Raum Lugansk nach eigenen Angaben eine Offensive gegen die Regierungstruppen gestartet.

RIA.de: Das russische Verteidigungsministerium hat die Berichte über „russische Truppen in der Ukraine“ zurückgewiesen.
Diese Angaben haben mit der Realität nichts zu tun, sondern seien eine „Ente“, sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, am Donnerstag.
Der ukrainische Präsident Pjotr Poroschenko hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass eine russische Militär-Invasion in die Ukraine begonnen habe. Poroschenko sagte seine Türkei-Reise ab und berief den ukrainischen Verteidigungs- und Sicherheitsrat zu einer Dringlichkeitssitzung ein. Zugleich teilte Poroschenko mit, dass die Grenzämter von Russland und der Ukraine am Samstag über gemeinsame Grenzpatrouillen beraten würden und dass die Generalstäbe beider Staaten am Donnerstag erste Konsultationen abgehalten hätten. Kurz danach veröffentlichte die Nato Satellitenbilder, die belegen sollen, dass russische Truppen im Osten der Ukraine präsent seien. Viele russische Politiker wiesen den Vorwurf des Einmarsches zurück.
Nach Beginn der ukrainischen Militäroffensive gegen Regierungsgegner in der östlichen Industrie-Gebieten Donezk und Lugansk haben Kiew und westliche Staaten Russland bereits mehrmals beschuldigt, Truppen an der ukrainischen Grenze zusammenzuziehen. Belege dafür wurden nie vorgelegt. Russland wies die Vorwürfe zurück. Auch internationale Inspektionsteams, die die russische Truppenstationierung entlang der Grenze achtmal kontrolliert haben, haben keine Verstöße registriert.

Dnr-news: Der ukrainische Sicherheitsrat hält es nicht für sinnvoll, jetzt den Kriegsnotstand auszurufen.

RIA.de: Der Sicherheitsrat in Kiew hat in einer Dringlichkeitssitzung am Donnertag „Maßnahmen zur Erhöhung der Verteidigungsfähigkeit des Landes“ angekündigt  und an die USA appelliert, die Ukraine als ihren „Hauptverbündeten außerhalb der Nato“ einzustufen.
„Unser Staat rechnet auf Hilfe der USA, insbesondere auf einen Sonderstatus als Hauptverbündeter der Vereinigten Staaten außerhalb der Nato“, teilte der Vizechef des ukrainischen Sicherheitsrats, Michail Kowal nach der Sitzung mit. „Die Ukraine wendet sich auch an den UN-Sicherheitsrat, die Nato, die EU und die OSZE sowie an die strategischen Partner der Ukraine um Hilfe.“ Der ukrainische Sicherheitsrat beauftragte Außenminister Pawel Klimkin, die Unterzeichnerstaaten des Budapester Memorandums von 1994 zu Beratungen über Ukraine aufzurufen. Das Kiewer Sicherheitsgremium beschloss zudem die Wiedereinführung der 2013 abgeschafften Wehrpflicht ab Herbst, lehnte es jedoch ab, einen Kriegszustand im Osten des Landes zu verhängen.
Der ukrainische Präsident Pjotr Poroschenko hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass eine russische Militär-Invasion in die Ukraine begonnen habe. Poroschenko sagte seine Türkei-Reise ab und berief den ukrainischen Verteidigungs- und Sicherheitsrat zu einer Dringlichkeitssitzung ein. Kurz danach veröffentlichte die Nato Satellitenbilder, die belegen sollen, dass russische Truppen im Osten der Ukraine präsent seien. Russland wies den Vorwurf des Einmarsches als falsch zurück. Am selben Tag teilte Poroschenko mit, dass die Grenzämter von Russland und der Ukraine am Samstag über gemeinsame Grenzpatrouillen beraten würden und dass die Generalstäbe beider Staaten am Donnerstag bereits erste Konsultationen abgehalten hätten.

Rusvesna.su: Das gesamte Gebiet um die Höhe Saur-Mogila ist unter Kontrolle der Volksmilizen. Die Fahne der DVR weht über dem in den Kämpfen zerstörten Denkmal für  den Großen Vaterländischen Krieg: saur_magil saur_mogila_cvety_i_flag

 

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