Presseschau vom 11.07.2014

Angriff auf Krim möglich, gefolterter Priester ohne medizinische Hilfe und Hochzeitsfotos aus Donezk


Quellen: Itar-Tass, Interfax, Ria Novosti, russland.ru, hinzu kommen Informationen von den Seiten „Novorossia“ sowie „dnr-news“ und „lugansk-online“.  Wir beziehen manchmal auch ukrainische Medien BigMir, Vesti, Ukrinform, Segodnja, KorrespondenT und die Online-Zeitung Timer aus Odessa ein.
Zur besseren Unterscheidung der Herkunft der Meldungen sind Nachrichtenquellen aus den neuen ostukrainischen Volksrepubliken in Rot ( Portal Novorossia, dnr-news, lugansk-online) und andere ukrainische Quellen in Blau (BigMir, Vesti, Ukrinform, Segognja, KorrespondenT und Timer) gekennzeichnet. Die Übersetzung russischer Medien erfolgt in schwarzer Farbe.


 

Vormittags:

RIA.de: OSZE-Beobachter müssen laut US-Vizepräsident Joe Biden und Präsident der Ukraine Pjotr Poroschenko das Monitoring der ukrainischen Grenze beginnen und können in der Perspektive die Einhaltung des Regimes der Feuereinstellung überwachen.
Wie der Pressedienst des Weißen Hauses mitteilt, hat ein Telefongespräch zwischen Biden und Poroschenko am Donnerstag stattgefunden.
Biden informierte auch Poroschenko über die Bemühungen, die Washington gemeinsam mit ausländischen Partnern unternimmt, um Russland für die Unterstützung der Separatisten, darunter die Bereitstellung von schweren Waffen und Ausrüstungen, zur Verantwortung zu ziehen.
Früher hatte der russische Präsident Wladimir Putin in einem Interview für den französischen TV-Sender TF1 und den Rundfunksender Europe1 dem Westen die unbegründeten Anschuldigungen Russlands im Zusammenhang mit der Situation in der Ukraine vorgeworfen.
Der Präsident sagte, dass die westlichen Länder, bevor sie Russland beschuldigen, die realen Beweise dessen erbringen müssen, dass sich Moskau angeblich in die Situation in der Ukraine eingemischt, dorthin Waffen geliefert und bewaffnete Formationen geschickt hat.
Novorossia.su: Wladimir Putin besprach heute die Situation in der Ukraine und die Flüchtlingsproblematik mit dem Nationalen Sicherheitsrat.

Novorossia.su: Ein Bus mit Bergleuten, die auf dem Weg zur Arbeit waren, geriet im Gebiet Lugansk unter Artilleriebeschuss und wurde von einer Granate getroffen. 15 Menschen wurden verletzt, es gibt auch Tote.
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ITAR-TASS: Präsident Poroschenko informierte Joe Biden darüber, dass alle Wege zum Dialog, den die Kiewer Regierung vorschlugen, entweder von Russland oder von den Volksmilizen abgeschlagen wurden.

Interfax: Die ukrainische Armee hat die Stadt Sewersk übernommen und am Bürgermeisteramt die ukrainische Flagge gehisst.

Interfax: Zwei Grenzkontrollstellen im Lugansker Gebiet mussten von den Volksmilizen aufgegeben werden und gingen in die Kontrolle der Nationalgarde über.

Nachmittags:

RIA.de: Kiew bereitet einen Militäreinsatz auf der Krim vor, schreibt die Zeitung „Nesawissimaja Gaseta“ am Freitag.
Im an die Krim grenzenden Gebiet Cherson, das als wichtigster Brückenkopf für einen Einsatz auf der Halbinsel gilt, wurde die totale Mobilmachung aller Männer bis 35 Jahre ausgerufen. Gleichzeitig werden vor der Krim-Landenge große Truppenteile zusammengezogen, was die ukrainischen Medien als „Verstärkung der zeitweiligen Grenze zur Halbinsel“ darstellen.
Laut Quellen im russischen Verteidigungsministerium will Kiew aber „einen bewaffneten Konflikt auf der Halbinsel entfesseln, ohne die Ergebnisse der Kampfhandlungen im Südosten der Ukraine abzuwarten.“ In diesen Konflikt könnten „Zivilisten und Krim-Tataren verwickelt werden“, hieß es aus russischen Militärkreisen.
Von einer bevorstehenden „Siegesparade im ukrainischen Sewastopol“ hatte bekanntlich der neue ukrainische Verteidigungsminister Valeri Geletej bereits gesprochen. Manche Experten hielten seine Worte für Großtuerei, die mit der realen Lage nichts zu tun hat. Dennoch sieht es danach aus, dass Präsident Pjotr Poroschenko tatsächlich demnächst einen Militäreinsatz auf der Krim beginnen will.
Das schloss auch der russische Außenminister Sergej Lawrow nicht aus. Auf eine Reporterfrage bezüglich eines möglichen ukrainischen Angriffs auf die Krim sagte er jüngst: „Ich würde niemandem so etwas empfehlen. Wir haben unsere Doktrin der Nationalen Sicherheit, in der unsere Handlungen in einem solchen Fall klar beschrieben sind.“ Die Behörden in Kiew scheinen allerdings keine Angst vor solchen Warnungen zu haben.
Laut jüngsten Medienberichten werden auf der Nehrung Arbatskaja Strelka nahe der russischen Grenze ukrainische „Grad“-Mehrfachraketenwerfer stationiert. „Das ist kein Zufall, denn auf der Krim, auf einer Sandnehrung nahe dem Dorf Strelkowoje, gibt es Gasvorkommen, und dort liegt eine Gasverteilungsstation“, sagte Militärexperte Generalleutnant a. D. Juri Nektatschew. „Im Fall einer Beschädigung dieser Station könnte es zu Engpässen bei der Energieversorgung der Halbinsel kommen.“ Er schloss auch eine Umweltkatastrophe nicht aus. Außerdem wurde nach seinen Worten den für 45 Tage einberufenen ukrainischen Reservisten mitgeteilt, dass sie danach in Richtung Krim ziehen werden.
Dass an den möglichen Kampfhandlungen auf der Krim ausgerechnet Einwohner des Gebietes Cherson teilnehmen werden, ist Netkatschew zufolge naheliegend. In diesem Kontext verwies er auf die jüngste Äußerung des Führers der Krim-Tataren, Mustafa Dschemilew, dass die ukrainische Regierung derzeit an einem Plan zum „Anschluss des Gebietes Cherson an die Autonome Republik Krim innerhalb der Ukraine“ arbeite. Die Hauptstadt der neuen Gebietskörperschaft sollte die Stadt Genitschesk werden. Diesen Status werde sie „bis zur Befreiung der Krim von der ausländischen Okkupation“ haben, so Dschemilew.
In Genitschesk fand vor wenigen Tagen eine auswärtige Sitzung des Medschlis (tatarisches Krim-Parlament) statt, die „der neuen für das tatarische Volk politischen Situation auf der Krim sowie der Umsetzung seines Rechtes auf eine national-territoriale Autonomie“ gewidmet war. Dieses Recht wurde den Tataren nach deren Auffassung genommen. Am 7. Juli wurde beschlossen, die tatarischen Vertreter aus den Exekutivbehörden der Krim abzurufen.
Das kommissarische Oberhaupt der Krim, Sergej Aksjonow, sagte, dass der Medschlis-Vorsitzende Refat Tschubarow sowie Mustafa Dschemilew zeigen, dass sie „sich den westlichen und vor allem den amerikanischen Geheimdiensten total unterordnen“. Angesichts dessen wurde beiden die Einreise auf die Krim verboten. Aber sie werden ihre Ziele offenbar nicht aufgeben, und davon könnte Poroschenko profitieren.
„Ich bin mir sicher, dass die Behörden in Kiew die Krim-Tataren als wichtigsten Faktor für einen möglichen bewaffneten Konflikt auf der Krim betrachten“, sagte das korrespondierende Mitglied der russischen Akademie der Militärwissenschaften Oberst Eduard Rodjukow. Nach seinen Worten befürchtet er auch, dass daran auch Aktivisten des ukrainischen rechtsradikalen „Rechten Sektors“ teilnehmen könnten. „Das wäre ein schreckliches Szenario, aber es gibt gewisse Anzeichen dafür, dass Kiew es mithilfe der Amerikaner und der Nato umsetzen könnte“, so der Experte.

RIA.de: Nach Informationen aus Kiew hat Russland erneut Truppen an die Grenze zur Ukraine geschickt, schreibt die „Nesawissimaja Gaseta“ am Freitag.
„Die russische Armee bringt erneut Truppen an die Grenze zur Ukraine. Jetzt befinden sich dort rund acht Bataillone. Sie können die Grenze notfalls überqueren”, sagte der Oberbefehlshaber der NATO-Streitkräte in Europa, General Philip Breedlove. Er betonte zudem, dass die russische Armee die Aufständischen in der Ostukraine mit Waffen versorgt hätte.
Der Nationale Sicherheitsrat der Ukraine teilte am Donnerstag mit, dass sechs russische Hubschrauber die Grenze verletzt hätten. „Die ukrainischen Grenzsoldaten haben nahe des Dorfes Iljenkowo die Verletzung des ukrainischen Luftraums durch russische Flugzeuge festgestellt“, so der Sprecher des Sicherheitsrats, Anderj Lyssenko.
Nach Angaben des ukrainischen Militärs handelte es sich um russische Aufklärungsflüge, die womöglich auf die Vorbereitung eines Truppeneinmarsches in die Ukraine hindeuten. Der Militärexperte Dmitri Tymtschuk teilte am Donnerstag mit, dass russische Friedenstruppen in einer Entfernung von 25 Kilometern zur ukrainischen Grenze aufgetaucht seien. Nach ukrainischen Angaben sind an der Grenze rund 50.000 russische Soldaten stationiert.
Der Sprecher des russischen Außenministeriums, Alexander Lukaschewitsch, dementierte am Donnerstag Informationen über eine mögliche Friedensoperation in der Ukraine. Ihm zufolge wurde diese Information verbreitet, um Russlands Reaktion auf die Ereignisse in der Ukraine zu bekommen.
Der ukrainische Präsident Pjotr Poroschenko äußerte am Mittwochabend bei einem Telefongespräch mit dem französischen Staatschef Francois Hollande und Bundeskanzlerin Angela Merkel, dass die Aufständischen in der Ostukraine von Russland unterstützt würden. Zudem stünden die Anführer der selbst ernannten Volksrepubliken Lugansk und Donezk unter dem Einfluss Moskaus.
Ein ukrainischer Beamter sagte der „Nesawissimaja Gaseta“: „Präsident Poroschenko hatte einen Waffenstillstand vom 20. bis 30. Juni angekündigt. Zudem wurden die politischen Anführer und die Vertreter der selbst ernannten Republiken zu Konsultationen unter Teilnahme der Ukraine, Russlands und der OSZE eingeladen. Es wurde alles Mögliche getan, um eine friedliche Lösung zu finden. Doch sie sind kaum verhandlungsbereit. Sie sind nicht an einem Frieden, sondern an einem endlosen Krieg interessiert”.
Die Aufständischen werfen Russland ihrerseits vor, dass sie keine Hilfe bekommen haben. Am vergangenen Wochenende verließen sie ihre Stützpunkte in Slawjansk, Kramatorsk, Druschkowka, Konstantinowka und Artjomowsk. Am Donnerstag wurde bekanntgegeben, dass sie sich ebenfalls aus Sewersk zurückgezogen haben. Aus Donezk und Lugansk kamen widersprüchliche Meldungen. Die Konfliktseiten werfen sich gegenseitig den Beschuss von Wohnvierteln vor.
Der Kommandeur der Aufständischen, Igor Girkin, sagte in einem Interview mit einem Donezker TV-Sender, dass für die Verteidigung der Stadt weitere 10.000 Kämpfer notwendig seien. Doch es gebe zu wenig Freiwillige. Die Republik bilde derzeit eine Vertragsarmee.
Die Anführer der Volksrepubliken Lugansk und Donezk bereiten ihre Kräfte auf eine Phase des Unabhängigkeitskampfes vor. Die ukrainische Armee erhielt diese Woche einen neuen Aktionsplan, Details werden geheim gehalten. Die Seiten bereiten sich anscheinend auf einen entscheidenden Kampf vor. Kiew zufolge können die Gefechte im Donezk-Becken in zwei bis vier Wochen beendet werden, wenn Russland keine Truppen in die Ukraine schickt.
Dem Experten Vitali Bala zufolge dürften russische Friedenstruppen nur auf Bitte des Staates eingeführt werden. Die Ukraine habe Russland nicht darum gebeten. Die selbst ernannten Volksrepubliken seien nicht anerkannt worden, auch nicht von Russland. In dieser Situation wäre die Entsendung selbst von Friedenstruppen Wahnsinn, so der Experte.

Novorossia.su: Der orthodoxe Priester Vater Wladimir wurde in der Haft in Charkow geschlagen, gefoltert und dann in der Einzelhaft ohne medizinische Hilfe gelassen, berichtet eine Regionalzeitung. Der Priester aus Lugansk hatte sich gegen die Präsidentenwahl während des Bürgerkrieges ausgesprochen und besonders Poroschenko kritisiert.
Nun wird ihm vorgeworfen, an der Hinrichtung von Zivilisten beteiligt gewesen zu sein und Terroristen unterstützt zu haben.
Nach seiner Verhaftung wurde Vater Wladimir durch die ukrainischen Faschisten des Rechten Sektors schrecklich gefoltert und erlitt schwerste Verletzungen. Ohne medizinische Hilfe gelassen schwebt er zwischen Leben und Tod, da er dringend eine Operation an den Nieren benötigt, die ihm zerschlagen worden waren. Der Transport ins Krankenhaus wurde von den Faschisten verhindert, indem sie den Krankenwagen zwangen, zum Gefängnis zurückzukehren, wo sich Vater Wladimir im Moment noch in einem lebensbedrohlichen Zustand befindet.
Die oppositionellen Aktivisten von Charkow bitten um Verbreitung dieser Information, um medizinischen Hilfe und Freilassung des Priesters zu erzwingen.
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RIA.de: Die Volkswehr von Lugansk wird laut dem Chef der selbsterklärten Lugansker Volksrepublik (LNR), Waleri Bolotow, in der nächsten Zeit über eigene Fliegerkräfte verfügen.
„Bei einer Operation wurden ein Flugzeug vom Typ Su-25 und Panzertechnik, darunter ein Panzer T-62, erbeutet, der uns meiner Meinung nach in der nächsten Zeit helfen wird“, sagte er im TV-Sender Rossija 24.
Seinen Worten nach stellen heute Angehörige der Volkswehr die erbeutete Panzertechnik und das Flugzeug wieder her.
„Im Grunde genommen hat es keine Beschädigungen. Flieger der Volkswehr untersuchen es und tanken nach. In der nächsten Zeit werden unsere Fliegerkräfte in vollem Maße im Einsatz sein“, so Bolotow.
Außerdem hat die Volkswehr seinen Worten nach Kanonen, Mehrfachraketenwerfer Grad, die bei ukrainischen Militärs erbeutet wurden, Luftabwehrsysteme und Panzerabwehrwaffen.
„Unsere Bewaffnung wurde sehr gut ergänzt. Im Grunde genommen sind wir nicht nur zur Abwehr der Angriffe, sondern auch zu Angriffen bereit“, betonte der LNR-Chef.
Auf die zahlenmäßige Stärke der Volkswehr eingehend, betonte er, dass offiziell etwa 5000 Mann erfasst sind. „Nicht alle sind bis zum Ende erfasst. Aber in unseren Einheiten in der Republik gibt es etwa 10 000 Angehörige“, teilte Bolotow mit.

Dnr-news: Heute haben Motorola und Elena geheiratet. Diese Hochzeit ist die erste in Novorossia. Der junge Kämpfer kam in seiner Uniform, mit dem Georgskreuz der DVR. Die Braut hatte in ihren Zopf ein Georgsband eingeflochten. Außerdem trug sie das Gewehr ihres Mannes, der wegen eines Bruches den Arm in Gips hatte.
Unter den Gästen waren der Volksgouverneur Pawel Gubarjew, Der Verteidigungsminister der DVR Igor Strelkow und andere Persönlichkeiten der Volksrepublik, aber auch die Soldaten von Motorolas Einheit.
Motorola hatte seine zukünftige Braut kennengelernt, als er sie nach einer Verwundung im Dorf Semenowka rettete. Er fragte nach ihrer Handynummer und rief sie am nächsten Tag an, um sich nach ihrer Verwundung zu erkundigen.
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RIA.de: Nach Ansicht des Chefs der selbsterklärten Volksrepublik Lugansk, Valeri Bolotow, hat die Region „alle Möglichkeiten“, sich in eine „kleine Schweiz“ zu verwandeln.
„Es ist in unseren Kräften, hier eine kleine Schweiz entstehen zu lassen“, sagte er in einem Interview für den russischen TV-Sender Rossija24. „Wir haben dafür Potential, Möglichkeiten und ein fleißiges Volk“, so Bolotow.
„Ich denke, dass die Einwohner von Lugansk hervorragend leben werden“, betonte er. „Dies ist meines Erachtens in unseren Kräften, und wir werden alles dafür einsetzen.“

RIA.de: Angehörige der Volkswehr der selbsterklärten Donezker Volksrepublik (DNR) haben zwei weitere Autobrücken in Richtung Donbass in die Luft gesprengt, um das Verlegen ukrainischer Truppen zu verhindern, wie ein Vertreter des Volkswehr-Stabes RIA Novosti mitteilte.
„Die Brücken wurden so gesprengt, dass ihre Trümmer auf Bahngleise fallen“, so der Vertreter des Stabes.
In der Region Donbass (Donezbecken) ertönen ständig Explosionen, darunter an Verkehrsobjekten. So wurde am Montag erneut eine Eisenbahnbrücke mit einem Güterzug darauf im Raum der Ortschaft Nowobachmutowka gesprengt. Auch eine Eisenbahnbrücke über den Fluss Tepla im Gebiet Lugansk flog in die Luft. Am Mittwoch wurde bekannt, dass eine Brücke über Bahngleisen nahe dem Dorf Roty gesprengt wurde.
Der Chef der Mobilmachungsverwaltung der DNR, Pawel Gubarew, räumte ein, dass die Volkswehr die Brücken im Gebiet Donezk sprengt. Seinen Worten nach mangelt es der Volkswehr an Kräften zur Verteidigung von Donezk und anderen Städten. Deshalb müsse sie zu einer solchen Maßnahme greifen, um das Verlegen der gegnerischen Truppen einzuschränken.

RIA.de: Bei Gefechten um das ostukrainische Lugansk haben die dortigen Milizen nach eigenen Angaben einen weiteren Jagdbomber der Regierungsarmee abgeschossen.
Das Flugzeug sei im Raum Perewalsk zum Absturz gebracht worden, teilte Oksana Tschigrina, Pressesprecherin der nicht anerkannten „Lugansker Volksrepublik“, am Freitag RIA Novosti mit. Der Stab der Volkswehr habe aus zwei unabhängigen Quellen Bestätigungen dafür erhalten.

RIA.de: Rund 150 Menschen werden derzeit von den ostukrainischen Bürgermilizen gefangen gehalten, wie Irina Geraschtschenko, Bevollmächtigte des ukrainischen Präsidenten für Regelung in den Gebieten Donezk und Lugansk, bekannt gab.
„Nach Angaben unserer Geheimdienste werden rund 150 Ukrainer als Geiseln gehalten“, zitiert die ukrainische Agentur Unian Geraschtschenko.
Diese Schätzung dürfte realitätsnah sein, sagte Leonid Baranow, Chef des Ausschusses für Kriegsgefangene und Flüchtlinge der Regierung der „Volksrepublik Donezk“ zu RIA Novosti.
„Die genaue Zahl der Gefangenen ist unbekannt, denn sie befinden sich in verschiedenen Städten“, so Baranow. Die Volkswehr sei jetzt dabei, eine genauere Liste zu erstellen, um einen Gefangenenaustausch mit Kiew auszuhandeln.
Die ukrainischen Sicherheitskräfte halten nach eigenen Angaben rund 400 Menschen gefangen.

RIA.de: Die Milizen in der Ost-Ukraine haben am Freitag nach eigenen Angaben eine Fahrzeugkolonne der Regierungsarmee aus einem Mehrfachraketenwerfer vom Typ Grad beschossen und mindestens 30 Soldaten getötet. Das Innenministerium in Kiew bestätigte diese Opferzahl.
„Nach unseren Angaben ist die 24. motorisierte Brigade aus Lwow unter Beschuss geraten. Die Kolonne ist zerschlagen. Die genaue Zahl der Toten ist nicht bekannt. Es könnte sich um zwei bis drei Dutzend handeln“, teilte ein Sprecher im Stab der Volkswehr RIA Novosti mit. Die Kolonne sei der russischen Grenze entlang gefahren, um die Stellungen der Milizen einzukesseln.

Abends:

RIA.de: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat laut Regierungssprecher Steffen Seibert bei einem Telefonat am Donnerstagabend den ukrainischen Präsidenten Pjotr Poroschenko gemahnt, „bei seinem legitimen Vorgehen gegen die Separatisten die Verhältnismäßigkeit zu wahren und die Zivilbevölkerung zu schützen“.

Interfax: Infolge des Beschusses des Volksmiliz-Bataillons „Zarja“ in Lugansk durch ukrainische Artillerie starben vier Zivilisten, als eine Granate in eine onkologische Spezialambulanz einschlug.

Interfax: In den Städten des Donbass, die unter ukrainischer Kontrolle sind, wurde das russische Fernsehen zur Verhinderung feindlicher Propaganda abgeschaltet.

Interfax: Für jeden getöteten ukrainischen Soldaten sollen 100 Volksmilizionäre getötet werden, drohte Präsident Poroschenko.

Interfax: Nur 4 Tage nach der durch die Nationalgarde befreiten Ex-Bürgermeisterin von Slawjansk Nelly Stepa , die von den Volksmilizen festgehalten worden war, hat der ukrainische Sicherheitsdienst sie erneut verhaftet. Ihr wird der Angriff auf die territoriale Einheit des Landes vorgeworfen. Geprüft wird auch der Vorwurf einer Zusammenarbeit mit terroristischen Gruppen in der Stadt.

Novorossia.su: Im zentralen Kaufhaus in Donezk detonierte ein Sprengsatz, gab der Stab der Volksmiliz bekannt. Angaben über Verletzte oder Tote gibt es noch nicht.
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