Eilmeldung: Angriff auf die russische Botschaft in Kiew in der Nacht vom 14. zum 15. Juni

  •  Timer 18:30 Ortszeit: Die russische Botschaft in Kiew wird von etwa 200 Menschen attackiert. Sie werfen Eier und Flaschen mit grüner Farbe an die Wände und brüllen antirussische Losungen. Inzwischen haben sie den Eingang zur Botschaft mit Autoreifen vollständig blockiert und mehrere Autos umgekippt. Die Polizei steht daneben und greift nicht ein. Inzwischen soll die Selbstverteidigung des Maidan auf dem Weg zur Botschaft sein.

    Inzwischen gibt es neue Bilder: http://timer.od.ua/news/v_kieve_razgromili_rossiyskoe_posol_stvo_392.html

  • Interfax 18:45 Ortszeit: Die russische Botschaft sei vollständig blockiert, sagt der Presse-Attache der Botschaft. Die Angreifer haben die russische Flagge heruntergerissen und werfen weiterhin Eier und grüne Farbbeutel. Die Stimmung werde aggressiver.
  • Interfax 19:37 Ortszeit: Die Teilnehmer der Aktion vor der russischen Botschaft in Kiew schießen jetzt Feuerwerkskörper auf das Gebäude. Überall stehen Rauchwolken. Sie werfen mit Eiern, Steinen und Autoteilen der demolierten Diplomatenfahrzeuge. Hinzu gesellten sich inzwischen Aktivisten der Maidaner Selbstverteidigung. Stürmische Emotionen löste das Aufhängen der ukrainischen Flagge am Tor der Botschaft aus. Die Polizei versuchte mit einer Kolonne an den Eingang der Botschaft zu gelangen, wurde jedoch eingekreist und zum Weggehen aufgefordert. Sie zog sich dann hinter die Straßenecke zurück.
  • Interfax 21:46 Ortszeit: In einem Telefoninterview mit einem russischen Fernsehsender informierte der Botschafter Russlands in Kiew Subarow darüber, dass der ukrainische Innenminister versprochen habe, in kurzer Zeit zur Botschaft zu kommen und die Teilnehmer der Aktion zu überreden, von ungesetzlichen Aktionen Abstand zu nehmen. Außerdem führe Subarow Gespräche mit dem ukrainischen Sicherheitsdienst zur Situation in und um die Botschaft. Nach seinen Worten wollen die Protestler eine Botschaft an die russische Regierung übergeben.
  • ITAR-TASS: 22:12 Ortszeit: Russland schlägt dem UN-Sicherheitsrat vor, den Angriff auf die russische Botschaft in der Ukraine zu verurteilen. Außerdem forderte Außenminister Lawrow die OSZE auf, etwas zur Lösung der Situation zu tun.
  • Interfax 22:40 Ortszeit: Vertreter der Protestierenden übergaben dem 2. Sekretär der russischen Botschaft einen Forderungskatalog. Ins Gebäude waren sie in Begleitung von Journalisten gekommen. Der Hauptideologe des Sozial-Nationalen Rates, der stellvertretendes Kommandeur des Bataillons „Asow“ (aufgestellt vom Rechten Sektor) Odnorozhenko sagte den Vertretern der Botschaft, dass die Hauptforderung der Protestierenden eine Kommentierung der russischen Regierung zum Abschuss der ukrainischen Transportmaschine bei Lugansk durch die Volksmilizen sei. Außerdem forderte er im Namen der Aktivisten die Botschaftsangehörigen auf, das Gelände der Botschaft zu verlassen. Der 2. Botschaftssekretär sagte zu, die Forderungen nach Moskau weiterzuleiten. Danach verließen die Protestler und die Presse das Gebäude. Inzwischen ist die Menge auf einige hundert angewachsen. Sie erklärten, die Information über soziale Netzwerke erhalten zu haben.
  • ITAR-TASS 23:31 Ortszeit: Das Ministerkabinett der Ukraine erklärt, dass alles getan wird, um die Situation vor der russischen Botschaft zu stabilisieren. Vor der Botschaft führen Innenminister Awakow und Außenminister Deschiza Gespräche mit den Protestierenden, hieß es weiter.
  • Interfax 23:45 Ortszeit: Die Teilnehmer der Aktion vor der russischen Botschaft werfen Molotowcocktails auf das Gelände der Botschaft, es entstehen kleinere Brände. Im Moment gelingt es der Feuerwehr, die Brände zu löschen. Schon vorher, als das Gebäude mit Steinen beworfen wurde, waren der Innenminister und der Außenminister der Ukraine vor dem Gebäude angekommen und verhandelten mit den Protestlern.
  • ITAR-TASS 00:36 Ortszeit: Der Vorsitzende des Komitees für internationale Angelegenheiten in der Staatsduma Puschkow erklärte, dass diese Aktion vor der russischen Botschaft keinesfalls spontan, sondern gut geplant worden sei.
  • ITAR-TASS 01:30: Im UN-Sicherheitsrat wurde der russische Antrag auf Verurteilung der Überfalls auf die russische Botschaft in Kiew durch Großbritannien, Frankreich und die USA blockiert.
  • Interfax 2:46 Ortszeit: Die Aktion vor der russischen Botschaft in Kiew ist beendet, die Aktivisten haben den Ort des Geschehens verlassen. Die umgestürzten und demolierten Diplomatenfahrzeuge werden abgeschleppt.
  • RIA: 03:38 Ortszeit: Das ukrainische Innenministerium meldet, dass einige Provokateure der Aktion vor der russischen Botschaft festgenommen wurden. Die Regierung der Ukraine werde alle Maßnahmen ergreifen, um die Sicherheit für die diplomatischen Vertreter Russlands wiederherzustellen. An der Aktion waren zuletzt 500 bis 600 Menschen beteiligt, Autos wurden demoliert, fast alle Fester des Botschaftsgebäudes sind eingeschlagen. Die Kiewer Polizei sagte, „globale Störungen gibt es nicht“, alle Handlungen der Aktivisten werden fixiert und die Protestler zur Einhaltung der Ordnung aufgerufen.
  • Dnr-news: Ein Sieg für die Diplomatensprache Kiews – im Internet erschien ein Video von der Aktion vor der russischen Botschaft, in dem der ukrainische Außenminister Deschiza mit den Protestlern zusammen Putin beschimpfte. Das gewählte Schimpfwort kommt aus der Vulgärsprache und liegt in seiner Bedeutung zwischen „Depp“ und „blöder Wichser“.

 

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