Presseschau 13.06.14

Attentat auf Puschilin, Faschisten im Mariupol und die erste Geburtsurkunde der DVR für Amira, die den Frieden im Namen trägt


Quellen: Itar-Tass, Interfax, Ria Novosti, russland.ru,, hinzu kommen Informationen aus der städtischen Onlinezeitung von Slawjansk Slavgorod und Slawjansk Delowoj. Neu hinzu kommen das Portal „Novorossia“ sowie „dnr-news“ und „lugansk-online“.
Wir beziehen teilweise auch ukrainische Medien BigMir, Vesti, Ukrinform, Segodnja und die Online-Zeitung Timer aus Odessa ein.
Zur Unterscheidung russischer und ukrainischer Nachrichten sind ukrainische Medien farblich, in Rot (Slavgorod, Slawjansk Delowoj, Portal Novorossia, dnr-news, lugansk-online) und Blau (BigMir, Vesti, Ukrinform, Segognja und Timer) gekennzeichnet.


Novorossia.su: Erneut wurde auf den Vorsitzenden des Obersten Sowjets der DVR Puschilin ein Attentat verübt. Sein Kleinbus wurde in die Luft gesprengt, ein Personenschützer und mehrere Passanten wurden verwundet. Puschilin selbst war nicht in seinem Wagen.
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• rusvesna.su: Auch heute wurde Slawjansk wieder mit Brandbomben beschossen.

• ITAR-TASS: Die UN-Beobachter wollen den Einsatz von Brandbomben in der Stadt Slawjansk überprüfen.

• ITAR-TASS: In Donezk und Lugansk traf humanitäre Hilfe aus Russland ein. Zum einen waren es Medikamente und medizinische Gerätschaften, aber auch Kleidung für die Volksmilizen und, ganz wichtig, finanzielle Hilfe für die Opfer der Kiewer Angriffe und die Familien der Selbstverteidiger. Oleg Zarjow sagte, dass die finanziellen Spenden schon 1 Mio Griwna übersteige.

• ITAR-TASS: Wladimir Pawlenko ist der neue Bürgermeister der Stadt Slawjansk. Der Volksbürgermeister Ponomarjow war kürzlich von der Volksmiliz verhaftet worden und steht unter dem Verdacht, Gelder, die für die Stadt vorgesehen waren, anderweitig ausgegeben zu haben. Dieser Vorwurf wird nun untersucht.

• Interfax: Bei dem Bombenanschlag auf das Auto des Oberhauptes der DVR Puschilin starben zwei Menschen an ihren schweren Verletzungen.

• RIA: Die Spezialeinheit des Rechten Sektors „Asow“ begann mit dem Sturm auf Mariupol. Dies gab deren Führer Jarosch bekkannt.

Dnr-news: Der Verteidigungsminister der DVR Igor Strelkow informierte darüber, dass die ukrainischen Militärs Slawjansk Strom, Gas und Wasser abgestellt haben. Die zerschossenen Zuleitungen seien nun repariert, die Hauptleitungen aber durch die Kiewer Armee gesperrt worden.

Dnr-news: Auch heute nach wurde Slawjansk wieder mit Brandbomben beschossen.

Dnr-news: In der Nähe von Lugansk wurde das Dorf Makarowo mit Artillerie beschossen. Zahlreiche Wohnhäuser und Geschäfte wurden beschädigt, es gebe verwundete Zivilisten.

Dnr-news: Die Mitarbeiter des Kinderhauses „Antoschka“ in Kramatorsk erklärten, dass sie die Waisenkinder aufgrund der angespannten Lage und des ständigen Beschusses nicht evakuieren können. Sowohl das Wegbringen der Kinder als auch das Bleiben in der umkämpften Stadt berge Lebensgefahr. Sie riefen beide Konfliktparteien dazu auf, in dem Gebiet des Heims keine militärischen Handlungen zu vollziehen, um das Leben der Kinder und Mitarbeiter nicht zu gefährden.

• RIA: Die USA unterstützen laut Außenamtssprecherin Jen Psaki die Verhandlungen des russischen Präsidenten Wladimir Putin und des Präsidenten der Ukraine Pjotr Poroschenko.
„Wir freuen uns über den direkten Umgang. Aber es muss viel mehr getan werden. Das ist nur ein Schritt im ganzen Prozess“, sagte Psaki zu Journalisten.
Ihren Worten nach rufen die USA Russland und die Ukraine zu einem direkten Dialog auf.
Wie Dmitri Peskow, Sprecher des russischen Präsidenten, früher mitgeteilt hatte, hatten Putin und Poroschenko am Donnerstag telefonisch gesprochen.
Der ukrainische Präsident habe Wladimir Putin über den Plan zur Regelung der Situation im Südosten der Ukraine informiert.
Der Pressedienst des ukrainischen Staatschefs teilte seinerseits mit, dass die beiden Präsidenten notwendige Schritte zur Feuereinstellung und zur Lösung der Situation in der Ost-Ukraine mit friedlichen Mitteln besprochen hatten.

• Interfax: Der ukrainische Innenminister Awakow meldet, dass die Nationalgarde Mariupol erobert habe. 11 Mitglieder der Volksmiliz seien gefangen genommen worden.

• RIA: Die Zahl der Toten beim Bombenanschlag auf das Auto des Oberhaupts der DVR Puschilin erhöhte sich inzwischen auf drei.

• RIA: Russland hat am Donnerstag einen neuen Entwurf einer Resolution des UN-Sicherheitsrates zur Situation in der Ost-Ukraine vorgestellt. Er sieht eine Feuereinstellung zwischen den Kräften der Behörden und der Volkswehr und eine Unterstützung der OSZE-Straßenkarte vor.
Gemäß dem Resolutionsentwurf fordert der UN-Sicherheitsrat, dass „sich alle Konfliktparteien solcher Handlungen enthalten, die das Leben und die Sicherheit der Zivilbevölkerung, die zivile Infrastruktur und die humanitäre Hilfe gefährden“.
„Wir rufen entschieden auf, die Gewalt unverzüglich einzustellen und einer anhaltenden Feuereinstellung zuzustimmen“, heißt es im Resolutionsentwurf.

Dnr-news: Der Oligarch Kolomoiski hat dem Präsidenten Poroschenko vorgeschlagen, an der Grenze zu Russland eine zwei Meter hohe Mauer zu bauen und diese mit Stacheldraht und einem Minenstreifen zu sichern.

• RIA: Georgien versucht laut Präsident Georgi Margwelaschwili, die Spannungen in den Beziehungen mit Russland zu beseitigen.
„Was die Beziehungen mit Russland anbelangt, so ist unser gewählter Kurs absolut richtig. Wir bemühen uns, die Beziehungen mit Russland auf einen rationalen Kurs umzustellen und die Spannungen zu mindern“, sagte Margwelaschwili in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem in Georgien eingetroffenen EU-Kommissionspräsidenten Jose Manuel Barroso.
Zugleich werde Georgien seinen Kurs auf eine Europäisierung nicht ändern und ein Abkommen über die EU-Assoziierung unterzeichnen.
Die Unterzeichnung des Abkommens ist für den 27. Juni vorgesehen.

• RIA: Anhänger der nichtparlamentarischen Serbischen radikalen Partei haben in Belgrad eine Protestaktion gegen die Politik der Europäischen Union und der Nato organisiert, die laut den Aktivisten die Kiewer Behörden bei der Durchführung der militärischen Sonderoperation im Südosten des Landes aktiv unterstützen.
Die Kundgebung fand vor dem Gebäude der EU-Vertretung statt und versammelte etwa 100 Menschen, die aufriefen, das Töten von Kindern in Donezk, Lugansk und Slawjansk nicht zuzulassen.
Laut den serbischen Radikalen erinnern das Verhalten und die Handlungen Kiews gegenüber dem eigenen Volk an die schrecklichen Verbrechen gegen die Serben, die in den 1990er Jahren unter den Verfolgungen in Kroatien, Bosnien und Herzegowina und in der Region Kosovo litten.
„Auch wir haben in Serbien das Einführen von Demokratie durch den Mord an serbischen Kindern und friedlichen Einwohnern sowie durch die Ruinierung des Landes durchgemacht. Das haben auch die Freunde Serbiens im Irak, in Afghanistan, Libyen und Syrien durchgemacht. Heute sind die Russen in der Ukraine Zielscheiben der USA und der EU“, äußerte Vjerica Radeta, Vizevorsitzende der nichtparlamentarischen Serbischen radikalen Partei und Ex-Parlamentsabgeordnete.

• ITAR-TASS: Die Regierung der DVR plant, Betriebe, die ihre Steuern nicht an die Volksrepublik zahlen, zu verstaatlichen.

• ITAR-TASS: Der ukrainische Präsident Poroschenko wies die Behörden an, die Donezker Gebietsadministration nach Mariupol zu verlegen, das „dank des Heldentums der ukrainischen Militärkräfte stabilisiert“ worden sei.

• RIA: Die erste Geburtsurkunde der der DVR erhielt das Mädchen Amira, das am 27. Mai in Slawjansk geboren wurde. Inzwischen konnte die Familie evakuiert werden und lebt in einem Häuschen im Süden der Region. Die Wahl des Namens, so die Eltern, geschah als Symbol des Friedens (der im Russischen „Mir“ heißt).

• ITAR-TASS: Ein ukrainischer Schützenpanzer verletzte heute die Grenze zu Russland. Er überquerte den Grenzstreifen und fuhr etwa 150 Meter auf russisches Territorium. Die Soldaten flüchteten auf das Gebiet der Ukraine zurück. Ein späterer Versuch, das Fahrzeug auf die ukrainische Seite zurückzuholen, wurde von russischen Grenzern verhindert.

• ITAR-TASS: Vertreter des Internationalen Roten Kreuzes brachten heute humanitäre Hilfsgüter in die Stadt Slawjansk.

• ITAR-TASS: Die Kämpfe auf den Territorien der Donezker und Lugansker Volksrepubliken werden von den ukrainischen Militärs fortgesetzt.

• Interfax: Russland übergab der Ukraine eine Protestnote zur Grenzverletzung durch ukrainische Militärs.

Korrespondent.net Am 8. Juni rief Arsen Awakov persönlich den Vorsitzenden des Präsidiums des Obersten Rates der DVR Denis Puschilin an und « bot an, das Feuer einzustellen ». Dies teilte der Premierminister der Volksrepublik Alexander Borodai mit.
„Zuerst war sein Assistent an der Leitung, dann Awakov selbst. Diese Persönlichkeit bot das Einstellen des Feuers an“ sagte Borodai. Er unterstrich, dass die Führung der DVR das Angebot annahm.
„Puschilin bestätigte, dass wir bereit sind, das Feuer einzustellen und einen humanitären Korridor zu schaffen“ fügte der Premierminister der DVR hinzu. Er merkte an, dass Awakov « bestätigte, dass sie auch interessiert seien ».
„Eine halbe Stunde nach den ersten Verhandlungen teilte Awakov mit, dass der Befehl herausgegangen sei, und das Feuer sofort eingestellt werden würde. Am nächsten Tag würde ein humanitärer Korridor eröffnet werden“ fügte Borodai hinzu.
„Wie Sie verstehen, war die Situation letzten Endes wie folgt: nachts wurde Slavyansk von der Luftwaffe bombardiert, am 9. Juni von Morgen an feuerten die « Grad » (Raketenwerfer) und schwere Geschütze. Frauen und Kinder kommen weiterhin um“ unterstrich der Premierminister der DVR.
Im Zusammenhang damit vermutete Borodai, dass Awakows Angebot entweder eine « dumme Ente » war, wobei « unklar war, wofür sie gut war », oder es beweist, dass die Führung der bewaffneten Strukturen der Ukraine « den Prozess und die Handlungen der eigenen Streitkräfte überhaupt nicht steuern können ». „D.h., sie können ihnen sonst was befehlen, aber die ukrainischen Sicherheitskräfte, unter denen sich eine grosse Anzahl von Banditen aus der Nationalgarde und dem « Rechten Sektor » befindet, handelt völlig nach eigenem Ermessen » resümierte Borodai.
Dnr-news: Dieses Zeichen wurde heute nach dem Kampf an Mariupols Wände gesprüht:
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